Tausende Menschen in Leipzig bei Pro-Europa-Demo - MDR
Vor der Europawahl – Tausende demonstrieren in Leipzig gegen Rechtsruck und Nationalismus
In deutschen und europäischen Städten sind am Sonntag Zehntausende auf die Straße gegangen, um für ein vereintes und friedliches Europa zu demonstrieren. Auch in Leipzig waren Tausende mit Schildern und Transparenten um den Innenstadtring gelaufen.

Tausende, meist junge Menschen, sind am Sonntag in Leipzig für ein gerechtes und solidarisches Europa auf die Straße gegangen. Unter dem Motto “Ein Europa für Alle” sollten Wähler zur Stimmabgabe für EU-freundliche Parteien ermutigt werden. Nach den Eröffnungsreden zogen die Demonstranten mit Schildern, Luftballons, Fahnen und Transparenten hinter einem großen Banner mit der Aufschrift “Ein Europa für Alle – gegen Nationalismus” über den Innenstadtring. Nach offiziellen Angaben der Veranstalter lag die Teilnehmerzahl bei 9.000 bis 10.000. Der Zug hatte gut einen Kilometer Länge, wie ein Sprecher sagte.

gegen Rechtsruck in Europa: Fast 10 000 Menschen bei Demo in Leipzig

In Leipzig beteiligten sich unter anderem das Aktionsnetzwerk “Leipzig nimmt Platz” und DIE VIELEN, ein Bündnis aus Kulturschaffenden, das von über 120 sächsischen Einrichtungen aus Kultur und Wissenschaft unterstützt wird. Wie die Bündnisse in ihren Aufrufen schreiben, sehen sie in rechtsextremen Bewegungen eine Bedrohung für Freiheits- und Menschenrechte und eine Gefahr für ein demokratisches und friedliches Europa. Sie kritisieren auch den Vormarsch nationalistischer Strömungen.

Wir sind nicht hier, um die EU zu bejubeln, wie sie ist

Bei der Auftaktkundgebung sprach am Sonntag unter anderem Oberbürgermeister Burkhard Jung. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der DDR-Kultrockband “Klaus Renft Combo” sowie den jungen Bands “Großstadtgeflüster” und “Riders Connection” umrahmt.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) appellierte bei der Eröffnungskundgebung an alle Demokraten: Haltet zusammen, steht auf, geht am 26. Mai wählen und wählt den Nationalismus ab! Neben der legendären Leipziger Rockband Renft spielten Großstadtgeflüster und Riders Connection vor und nach der Demonstration auf dem Leuschnerplatz.

Die Demonstration lag exakt eine Woche vor der Europawahl am 26. Mai. Es haben auch Jugendliche teilgenommen, die noch gar nicht wählen dürfen. Eine davon war die 16 Jahre alte Nora Handschuh, Schülerin am Leibniz-Gymnasium. Sie hatte zusammen mit ihren Freunden teilgenommen und ein Plakat in Anlehnung an Martin Luther Kings berühmte “I Have A Dream”-Rede gestaltet: “Ich bin dabei, weil ich für Nächstenliebe, Klimaschutz und Menschenrechte eintrete. Man muss offen sein und nicht den rechten Parteien so viele Chancen geben”, sagte sie MDR SACHSEN.

Mit Trillerpfeifen, Fanfaren und Rockmusik ist am Sonntagnachmittag die Großdemonstration Ein Europa für alle um den Leipziger Ring gezogen. Nach Angaben der Veranstalter waren rund 10.000 Menschen aller Altersklassen dabei. Die Forschungsgruppe Durchgezählt sprach dagegen von 3700 bis 4500 Menschen.

Sie wünschte, sie dürfte kommenden Sonntag bereits wählen: “Eine Wahl ab 16 Jahren wäre viel besser, denn es gibt so viele Jugendliche, die sich dafür interessieren und sich engagieren. Das ist unsere Zukunft und wir wollen über unsere Zukunft selbst mit entscheiden”, sagte Nora Handschuh.

Mehrere Tausend Menschen sind am Sonntagnachmittag für ein demokratisches und vielfältiges Europa um den Innenstadtring gezogen. Leipzig beteiligte sich als einzige Stadt im Osten – neben Berlin – an der europaweiten Großdemonstration gegen den Rechtsruck.

Neben Demonstrationen in Leipzig, Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart fanden nach Angaben des Bündnisses “Ein Europa für Alle” auch Demonstrationen in Polen, Rumänien, Ungarn, Schweden, Österreich, den Niederlanden, Großbritannien sowie Spanien, Italien und Frankreich statt.

Der östliche Abschnitt des Leipziger Innenstadtrings wird ab Montag aufgrund von Bauarbeiten gesperrt. Die Straßenbahnen betrifft dies zwar nicht, doch auf Autofahrer kommen lange Umleitungen zu. Wir zeigen sie.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 19.05.2019 | ab 12:00 Uhr in den Nachrichten

In Beilrode ist ein 58 Jahre alter Pilot mit seinem Ultraleichflugzeug abgestürzt. Der Mann verlor in 15 Metern Höhe die Kontrolle über sein Fluggerät. Er und seine 48 Jahre alte Flugbegleiterin wurden verletzt.

Buurtzorg heißt Nachbarschaftspflege. Der Pflegedienst Bosold erprobt nun das bewährte Konzept aus den Niederlanden in Leipzig.

In Freiberg ist am Sonntag ein Zwölfjähriger von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Junge zuvor achtlos einem Ball hinterhergelaufen, der auf die Straße gerollt war.

Nach den Eröffnungsreden zogen die Demonstranten mit Schildern, Luftballons, Fahnen und Transparenten hinter einem großen Banner mit der Aufschrift Ein Europa für Alle – gegen Nationalismus über den Ring. Viele schwenkten Europaflaggen. Unterwegs war die Aufforderung Wofür stehst Du? Zeig Haltung! Geh wählen! auf den Asphalt gesprüht.

An der Talsperre in Bautzen wird ab Montag gebaut. Bis Ende September sollen die beiden Brücken zum Entnahmeturm und über die Hochwasserentlastungsanlage instand gesetzt werden.

Der Zug hatte gut einen Kilometer Länge, wie ein Sprecher sagte. Dabei setzten Kinder, Jugendliche, Familien und Umweltschützer in der Frühlingssonne ein Zeichen gegen den internationalen Rechtsruck und für ein Europa der Menschenrechte, der Demokratie, der sozialen Gerechtigkeit und des Klimaschutzes.

Bei dem schweren Busunglück auf der A9 bei Leipzig vermutet die Polizei Sekundenschlaf als Ursache. Bei dem Unglück war ein Mensch getötet worden. Die weiteren 74 Insassen wurden verletzt, sieben von ihnen schwer.

Auf der A9 bei Leipzig hat sich ein schwerer Unfall mit einem Reisebus ereignet. Dabei wurde ein Mensch getötet, viele der Businsassen wurden schwer verletzt. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

Leipzig – Tausende meist junge Menschen sind am Sonntag in Leipzig für ein gerechtes und solidarisches Europa auf die Straße gegangen.

Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag mehrere Autos eines Wohnungsunternehmens beschädigt. Das LKA Sachsen ermittelt und schließt politische Motive der Täter nicht aus.

Auch in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart sowie in anderen europäischen Städten wurde demonstriert.

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Mehrere Tausend Demonstranten sind in Frankfurt für ein gerechtes und solidarisches Europa auf die Straße gegangen. Viele schwenkten bei der Kundgebung auf dem Opernplatz Europaflaggen und hielten Plakate, auf denen Parolen standen wie Frieden ist nicht selbstverständlich. Nach den Eröffnungsreden bildeten die Demonstranten einen Zug durch die Innenstadt. Rund 14.000 Menschen nahmen an der Demonstration teil, wie ein Polizeisprecher sagte. Ihm zufolge blieb es friedlich.

Die EU ist die einzige Chance dafür, dass von diesem Kontinent eine Strahlkraft ausgeht, die uns gegenüber den Anderen Stabilität und Sicherheit verschafft. Wenn gemäß den Rechtsnationalen jedes Ländle im Alleingang versucht, seine Interessen durch Lobbyarbeit in aller Welt zu vertreten, kommen solche Typen wie Strachr zum Zug. Es lebe die Union europäischer Staaten.

Wenn ich die Art und Weise der Sprache dieses Artikels lese, musste ich an die DDR denken. Viel anders war die Reaktion der DDR Journalisten auch nicht, bei solchen Großveranstaltungen.

Frankfurts Oberbürgermeister, Peter Feldmann (SPD), hielt die Eröffnungsrede vor der Alten Oper. Es ist Wahnsinn, was heute in der Innenstadt los ist, sagte er, und rief die Frankfurter auf, am 26. Mai zur Europawahl zu gehen. Ein starkes Signal für internationale Solidarität sei nötig. Feldmann wettete, dass Frankfurt bei der Wahl die höchste Beteiligung erreichen werde.

Die EU ist in einer schweren Krise (Brexit, Spaltung, offen Außengrenzen, Massenmigration, Schuldenunion, Bürpkratiemonster, Demokratiedefizite). Mit Pro-EU-Demos lassen sich diese Probleme nicht lösen, sondern mit harten politischen Massnahmen. Was mir nicht einleuchtet:Warum sollten die pol. Kräfte, die diese Probleme verursacht haben, zu ihrer Lösung beitragen ?

@ 18 Jutta SchubertDas, wofür Sie demonstriert haben ist ja alles schön und gut aber Sie müssen bitte auch zur Kenntnis nehmen, dass die derzeitige Konstruktion der EU und seiner Verwaltungen genau das Gegenteil dessen repräsentiert, was Sie wollen.Wenn lobbycontrol, Zitat:"Schätzungsweise 25.000 Lobbyisten mit einem Jahresbudget von 1,5 Milliarden Euro nehmen in Brüssel Einfluss auf die EU-Institutionen. Etwa 70 Prozent von ihnen arbeiten für Unternehmen und Wirtschaftsverbände. Sie genießen privilegierte Zugänge zu den Kommissaren." die Lage so beschreibt und die derzeit dominierenden Parteien dafür verantwortlich sind, dann muß man das gegenwärtige Konstrukt schon in Frage stellen. Tun Sie das ?

Auf dem Frankfurter Opernplatz: Rund 14.000 Menschen demonstrieren für ein Europa für alle. Bild: dpa

Ein gerechtes und solidarisches Europa ist eine schöne Illusion. Die EU in ihrer momentanen Form ist ein bürokratischer, zerstrittener Verein. "Gegen Nationalismus" ist pauschaler Quatsch, ist populistisch und gehört in die schwarz-weiß-Schublade. Gegen gesunden Nationalismus ohne Überhöhung ist nichts einzuwenden. Wer nicht für DIESE EU ist soll lt. mdr ein Rechtspopulist sein. Dem kann man nur entgegnen, wer undifferenziert für diese EU ohne Reformen stimmt der geht einer Illusion auf den Leim.

Es ist gekommen, wie es zu erwarten war: Eine friedliche Demonstration engagierter Freunde eines geeinten, freizügigen, offenen, demokratischen Europas wird von den Rechten – die doch eigentlich, nachdem ihr Austria-Posterboy gerade wunderbar vorgeführt hat, welche menschliche Qualitäten, welches Rechtsverständnis und welches Verantwortungsbewußtsein die "Alternativen" so verkörpern, fein den Mund halten sollten und ihre Gehetze wenigstens kurzzeitig in Demut einstellen sollten – auf die übliche verlogene Weise diskreditierz. Dumm, verantwortungslos, abgrundtief unsympathisch! Strachianer halt…

Ekki, das mit den Aufnahmen kennt man ja von Pegida. Das arme Häuflein glaubt auch immer noch, es sei eine Bewegung.Wie dem auch sei… sollten jemals AfD und Co. an die Macht kommen, wird man sich, nachdem diese ihr Programm zugunsten der Reichen und zur Entrechtung der Armen umgesetzt haben, noch umschauen und sich fragen, warum man heut nicht lieber Leipzig war…

Ja, wir haben uns das Recht herausgenommen, für Vielfalt, Rettung der Erde, gegen Chouvinismus und Kurzsichtigkeit zu demonstrieren.Wir wollen ein verbessertes, sozialeres Europa, in dem vor allem die junge Generation gut leben kann. Allen Skeptikern zum Trotz: Bei diesem tollen Wetter davon zu sprechen, junge Leute seien manipuliert worden, nicht an den See zu fahren, sondern auf dem Ring einen Sonnenstich zu riskieren, ist schon zum Schmunzeln. Wir können Klaus Renft nicht mehr fragen, aber was er und Cäsar bestimmt nicht gewollt hätten, ist nationale Überhöhung. Danke vor allem für das Lied "Ketten werden knapper", das sie lange nicht mehr gespielt haben. Ich hoffe, dass durch solche Statements Nationalisten knapper werden, damit wir uns nicht eines Tages vor Verdun wieder gegenseitig aus den Gräben beschießen. Ich empfehle dazu " Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque zu lesen.

An alle Menschen, die heutige bei einer der Demos in ganz Europa teilgenommen haben: Ihr seid großartig! Danke, dass ihr euch einsetzt, allen Ängstlichen zu zeigen, dass es auch eine starke Wertegemeinschaft ohne Hetze gibt!

Das die Renft-Combo da mitmacht ist schon eine Enttäuschung für mich.Gibt es denn nur noch Kulturschaffende in diesem Land?

Die MDR SACHSEN-App informiert multimedial über aktuelle Themen aus allen Regionen Sachsens. In der neuen Version der App gibt es zusätzliche interessante Funktionen. Noch nicht runtergeladen? Dann wird es höchste Zeit!

Bei einem schweren Busunglück auf der A9 bei Leipzig sind ein Mensch getötet und mindestens sieben schwer verletzt worden. Die Polizei vermutet Sekundenschlaf als Ursache. Inzwischen ist die Autobahn wieder frei.

Bei dem schweren Busunglück auf der A9 bei Leipzig vermutet die Polizei Sekundenschlaf als Ursache. Bei dem Unglück war ein Mensch getötet worden. Die weiteren 74 Insassen wurden verletzt, sieben von ihnen schwer.

Auf der A9 bei Leipzig hat sich ein schwerer Unfall mit einem Reisebus ereignet. Dabei wurde ein Mensch getötet, viele der Businsassen wurden schwer verletzt. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort.

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In Leipzig-Eutritzsch ist am Freitagnachmittag eine 50 Kilogramm schwere Sprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Rund sieben Stunden nach dem Alarm gab es Entwarnung.

Bombe am Freiladebahnhof gefunden Bildergalerie Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK Weitere Nachrichten aus Leipzig und dem Leipziger Land Weitere Nachrichten aus Leipzig und dem Leipziger Land Aktuelle Nachrichten, Videos und Bilder aus Leipzig und dem Leipziger Land: Böhlen, Frohburg, Groitzsch, Klitzscher, Kohren-Sahlis, Markkleeberg, Makranstädt, Pegau, Regis-Breitlingen, Rötha, Zwenkau

In Beilrode ist ein 58 Jahre alter Pilot mit seinem Ultraleichflugzeug abgestürzt. Der Mann verlor in 15 Metern Höhe die Kontrolle über sein Fluggerät. Er und seine 48 Jahre alte Flugbegleiterin wurden verletzt.

In Freiberg ist am Sonntag ein Zwölfjähriger von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Junge zuvor achtlos einem Ball hinterhergelaufen, der auf die Straße gerollt war.

An der Talsperre in Bautzen wird ab Montag gebaut. Bis Ende September sollen die beiden Brücken zum Entnahmeturm und über die Hochwasserentlastungsanlage instand gesetzt werden.

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