10:25 Uhr Kevin Kampl: Pokalfinale sorgt für Feuer im Training bei RB Leipzig - RB Leipzig Live!
Bundesliga: BVB-Boss Watzke lobt RB Leipzig
Ralf Rangnicks Plan für die Partien gegen den FC Bayern: “Im Idealfall wollen wir beide Spiele gewinnen.” Foto: Jan Woits. (Quelle: dpa)

Leipzig (dpa) – Für RB Leipzig ist es mehr als eine Generalprobe fürs DFB-Pokalfinale. Trainer Ralf Rangnick will bei seinem letzten Heimauftritt als Trainer des Sachsen-Clubs dem mit Titeln dekorierten FC Bayern München den 29. Meistertriumph nicht auf dem Silbertablett servieren – im Gegenteil.

“Für uns geht es darum, dass wir in den nächsten zwei Wochen jeden Spieler in die bestmögliche Verfassung bekommen, auch Spieler, die zuletzt nicht vollumfänglich trainieren konnten. Wir wollen im Pokalfinale möglichst alle Mann an Bord haben, um die bestmögliche Auswahl für Kader und Aufstellung zu haben”, sagt Ralf Rangnick, für den die Partie am Samstag eine willkommene Generalprobe für das Pokalfinale darstellt. Angesichts des schon gesicherten dritten Platzes sagt der Leipziger Cheftrainer: “Wir können ein Stück weit unbeschwert in dieses Spiel gehen, das heißt aber nicht, dass wir das Spiel nicht ernst nehmen.” Entsprechend will Rangnick “die bestmögliche Mannschaft” aufbieten, auch um durch entsprechende Ergebnisse Selbstvertrauen für das Saisonfinale in Berlin zu tanken: “Wir wollen in diesen letzten beiden Bundesligaspielen erfolgreich sein, denn für Erfolg gibt es keinen Ersatz.” Seit 17 Pflichtspielen ist RB ungeschlagen, diese Serie soll ausgebaut werden.

“Wir wollen den Bayern schon am Samstag zeigen, dass wir eine Top-Mannschaft haben”, betonte Rangnick. Die Rechnung des 60 Jahre alten RB-Denkers, der den Trainerposten nach dieser Saison an Julian Nagelsmann übergibt, ist simpel: Ein Erfolgserlebnis gegen die Bayern in der Liga hat auch psychologische Auswirkungen auf das Pokalfinale: “Im Idealfall wollen wir beide Spiele gewinnen.” Am 25. Mai treffen beide Teams wieder aufeinander, dann geht es im Berliner Olympiastadion um den DFB-Pokal. Es kann der erste große Titel von RB werden, sechs Tage nach dem zehnten Vereinsgründungstag. Es wäre auch für Rangnick die vorläufige Krönung als Macher und Dauer-Sportdirektor des Projekts RasenBallsport.

Einen Spannungsabfall in seinen Reihen konnte Rangnick nach der vorzeitigen Zulassung zur Champions League zwar nicht erkennen. Wohl aber registrierte der RB-Macher zuletzt beim glücklichen 2:1 gegen Freiburg sowie beim nach 3:1-Führung unnötigen 3:3 in Mainz, dass sein Personal im kollektiven Abwehrverhalten nicht mehr mit jenem Biss agierte wie zuvor. Sowohl Freiburg als auch Mainz verbuchten 14 Torschüsse, was für Rangnick ein deutliches Warnsignal darstellt. “Die letzten beiden Spiele haben, was die Anzahl der zugelassenen Torchancen betrifft, gezeigt, dass wir uns da nicht mehr so konsequent darauf fokussiert haben, möglichst wenig für den Gegner zuzulassen”, so Rangnicks Analyse: “Im Rückblick finde ich das gar nicht so schlecht, weil es uns allen, Trainerstab und Spielern, klargemacht hat, wo wir die Hebel ansetzen müssen.” Gegen den FC Bayern, so Rangnicks Warnung, “dürfen wir keine 14 Torschüsse zulassen, weder am Samstag noch im Pokalfinale.”

Leipzig gegen Bayern – der von Red Bull gesponserte Emporkömmling, der an Titeln bisher nur den sächsischen Pokal vorweisen kann (2011 und 2013) sowie die Oberliga- und Regionalliga-Meisterschaften (2010 und 2013), gegen den Rekordmeister, den Rekordpokalsieger, den Branchenprimus, der zum siebten Mal in Serie den Titel in der Fußball-Bundesliga holen kann.

Die Reihen der Angeschlagenen lichten sich bei RB Leipzig. Seit Dienstag ist Abwehrhüne Dayot Upamecano wieder im Mannschaftstraining. Der Franzose hatte sich Mitte Januar bei einem Trainingsunfall eine schwere Knieverletzung zugezogen, die offiziell als bruchähnliche Knochenprellung diagnostiziert wurde. Auch Ersatztorhüter Yvon Mvogo, der wegen einer Innenbandreizung im Knie die letzten fünf Pflichtspiele verpasste, meldete sich wieder voll belastbar. Für beide Profis dürfte das samstägliche Kräftemessen mit dem FC Bayern zu früh kommen, ebenso für Tyler Adams, der wegen Adduktorenbeschwerden weiterhin nur dosiert trainieren kann. Alle drei aber machen sich Hoffnungen, im viel wichtigeren Duell gegen die Bayern um den DFB-Pokal zwei Wochen später im Kader zu stehen.

Das Hinspiel hielten die Sachsen lange offen, erst in der 83. Minute erlöste Franck Ribéry die Bayern vor heimischer Kulisse. Es war aber auch noch nicht die Hochphase der Leipziger in dieser Saison. Die kam erst in der zweiten Halbserie, als die Belastung durch die Europa League nach dem missglückten Gruppen-Intermezzo wegfiel.

RB-Macher Ralf Rangnick registrierte, dass seine Mannschaft im kollektiven Abwehrverhalten zuletzt nicht mehr mit jenem Biss agierte wie zuvor. Mit Blick auf den Saisonendspurt und das Pokalfinale findet er das aber gar nicht mal so schlecht.

Nur ein Spiel hat Leipzig in diesem Jahr verloren – mit 0:1 zu Hause gegen den aktuellen Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Seit 17 Spielen ist die Mannschaft wettbewerbsübergreifend ohne Niederlage. Mehr Punkte als die Leipziger (34 Punkte) in der Rückrunde holten nur die Bayern (38).

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Gewinnen die Münchner bei den Sachsen, reisen sie als deutscher Meister zurück nach Bayern. Egal, was Dortmund gegen Fortuna Düsseldorf macht. Trotzt RB mit dem von den Bayern umworbenen Nationalstürmer Timo Werner einen Punkt ab, kann sich der BVB bei einem Sieg eine kleine Chance wahren. Gewinnt RB und gewinnt der BVB, liegt Bayern nur noch einen Punkt vor den Westfalen.

Hans-Joachim Watzke hat im kicker lobende Worte in Richtung RB Leipzig geäußert. “Mir gefällt das Konstrukt weiter nicht besonders, aber sie machen es in Leipzig sportlich gut. Top, wirklich top.” Die Roten Bullen hätten sich als “drittstärkste Kraft im deutschen Fußball” etabliert und würden damit auch dem BVB immer gefährlich werden.

Die Wunschvorstellung zumindest für einen RB-Profi. “Als ehemaliger Dortmunder Spieler und Fan in Kindertagen würde ich mich für den BVB freuen”, sagte Kevin Kampl in einem Interview der “Sport Bild”. Der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler fehlt allerdings am Samstag in der Red Bull Arena (15.30 Uhr/Sky), weil er eine Gelbsperre absitzen muss. Dennoch weiß Kampl: “Ein Sieg gegen die Bayern freut einen immer besonders, weil es die beste Mannschaft Deutschlands ist.” Und für ihn wäre es ein “i-Tüpfelchen, damit den alten Kumpels helfen zu können”.

Watzke warnte entsprechend: “Wir müssen in den nächsten Jahren extrem auf RB aufpassen.” Das läge nicht zuletzt am Duo aus Ralf Rangnick, den der Dortmund einen “Klassemann” nennt und Julian Nagelsmann, einem “der allerbesten Trainer überhaupt.” Auf Rangnick ruhen auch die Dortmunder Hoffnungen am Wochenende.

An Motivation mangelt es den Leipzigern also nicht im Geringsten, selbst wenn das große Ziel mit dem Erreichen der Champions League bereits seit dem vorvergangenen Spieltag feststeht. Rangnick und seine Mannschaft wollen den Zuschauern daheim noch mal etwas bieten, bevor es nach Bremen zum Saisonfinale geht und nach Berlin zum Pokalfinale. Rangnick will seiner Mannschaft auf dem Weg in die Hauptstadt zum ersehnten und erhofften Titelabschluss seiner Risiko-Mission noch das letzte nötige Selbstvertrauen einimpfen.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke spricht Konkurrent RB Leipzig ein großes Kompliment aus. Der BVB verpasst wohl vorerst große Einnahmen aus dem Transfer von Ousmane Dembele. Lucien Favre spricht heute zur Presse. Hier gibts alle News und Gerüchte zu Borussia Dortmund.

Eine Niederlage gegen die Bayern im ersten Duell wäre da nicht zielführend. “Mit gezinkten Karten zu spielen und wie Sepp Herberger 1954 gegen Ungarn mit einer B-Elf 3:8 zu verlieren geht nicht”, betonte Rangnick dabei auch. RB Leipzig will die Bayern fordern und wenn möglich schlagen: “Aber nicht, um sie zu ärgern, sondern aus Eigennutz.” Damit die Premiere im Pokal auch ein voller Erfolg wird.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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“Mir gefällt das Konstrukt weiterhin nicht besonders”, sagte der Geschäftsführer des BVB dem kicker, hat aber auch lobende Worte parat. “Sie machen es in Leipzig sportlich gut. Top, wirklich top.”

Der 59-Jährige sieht die Roten Bullen mittlerweile als “die drittstärkste Kraft im deutschen Fußball.” Und er sieht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: “Wir müssen in den nächsten Jahren extrem auf RB aufpassen.”

Das liegt auch an der Personalpolitik der Leipziger. Ralf Rangnick bezeichnet er als einen “Klassemann”, der zukünftige Coach Julian Nagelsmann sei sogar “einer der allerbesten Trainer überhaupt.”

Den 31-Jährigen hätte Watzke auch gerne beim BVB gesehen, im letzten Jahr konnte er ihn allerdings mangels Ausstiegsklausel für 2018 nicht von der TSG Hoffenheim verpflichten.