DFB-Pokal - Leipzig steht nach Sieg beim HSV im Pokalfinale - Süddeutsche Zeitung
LIVE! Hamburger SV – RB Leipzig, DFB-Pokal, Saison 2018/19, 5. Spieltag
Pokalfinale zum Klub-Jubiläum: RB Leipzig hat nach einem packenden Halbfinal-Duell beim Hamburger SV erstmals das Endspiel des DFB-Pokals erreicht. Leipzig gewann gegen den Zweitligisten dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 3:1 (1:1) und darf im zehnten Jahr seines Bestehens vom ersten großen Titelgewinn der Vereinsgeschichte träumen.

Yussuf Poulsen traf per Kopf nach einem Eckball (12.) zur frühen Leipziger Führung. Doch Bakery Jatta brachte den vor allem kämpferisch starken HSV mit einem sehenswerten Schlenzer aus 25 Metern zurück ins Spiel (24.), ehe der Hamburger Vasilije Janjicic den Bundesliga-Dritten mit einem Eigentor auf die Siegerstraße beförderte (53.). Emil Forsberg sorgte mit einem trockenen Rechtsschuss für die Entscheidung (72.).

HSV-Trainer Wolf vor dem Spiel: Wir spielen gegen eine Super-Mannschaft. Wir wollen nicht zu viel träumen. Aber – das Pokalfinale ist für jeden, der in Deutschland aufwächst und sich für Fußball interessiert, etwas Besonderes.

Der VfL Wolfsburg erlebt beim 1:1 gegen Frankfurt eine Reihe Kuriositäten. Die Eintracht vergibt spät den Sieg – die Fans protestieren auf ungewöhnliche Weise.   Von Carsten Scheele

Zehn Jahre nach dem K.o. gegen Werder Bremen (2:4 nach Elfmeterschießen) steht der HSV erstmals wieder in einem Pokal-Halbfinale. 32 Jahre waren sie nicht mehr in Berlin. 1987 (3:1 gegen die Stuttgarter Kickers) gab es den letzten Titel.

Letzter Gegner für die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick auf dem Weg zum ersten Cupgewinn ist am 25. Mai im Berliner Olympiastadion Werder Bremen oder Bayern München, die im zweiten Halbfinale am Mittwochabend (20.45 Uhr/ARD und Sky) aufeinander treffen.

Auffällig: Mit Aaron Hunt, Lewis Holtby und Gotoku Sakai sitzen gleich drei nominelle HSV-Kapitäne auf der Bank. Dafür trägt Gideon Jung die Binde.

HSV – Leipzig 1:3: Das war stark – aber der Traum ist aus!

Der HSV musste vor 52 365 Zuschauern die Hoffnungen auf den vierten Pokalsieg nach 1963, 1976 und 1987 dagegen trotz seiner besten Vorstellung seit Wochen begraben. Wie vor zehn Jahren (damals 2:4 n.E. gegen Werder Bremen) fehlte den Hanseaten ein Schritt zum großen Finale in Berlin. “Für unseren Verein ist es das größte Spiel seit zehn Jahren. Wir können heute Abend nur gewinnen”, sagte HSV-Klubchef Bernd Hoffmann unmittelbar vor dem Anpfiff bei Sky und sprach von einem “absoluten Bonusspiel” für den Zweitliga-Zweiten.

Entsprechend engagiert gingen das Team von Trainer Hannes Wolf zu Werke. Angetrieben von einer tollen Atmosphäre im Volksparkstadion warfen sich Pierre-Michel Lasogga und seine Mitspieler in jeden Zweikampf und waren dem klassenhöheren Rivalen in puncto Lauf- und Einsatzbereitschaft mehr als ebenbürtig.

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Die spielerischen Schönheiten setzte zunächst allerdings RB, das bei einer kuriosen Dreifach-Chance schon nach einer guten Viertelstunde auf 2:0 hätte davonziehen können – wenn nicht gar müssen. Erst hämmerte Poulsen das Leder an den Innenpfosten. Dann scheiterte Timo Werner im Nachschuss am glänzend reagierenden HSV-Keeper Julian Pollersbeck, ehe Sabitzer das Kunststück fertig brachte, den trudelnden Ball aus wenigen Zentimetern erneut an den Pfosten zu befördern.

Die Schludrigkeit rächte sich, als Kevin Kampl den Ball an der Auslinie leichtfertig gegen Jatta vertändelte. Der Angreifer aus Gambia fackelte nicht lange und übertölpelte den völlig überraschten RB-Torhüter Peter Gulacsi mit seinem Schuss in den Winkel. Fortan waren die Hamburger voll auf der Höhe, und es entwickelte sich ein offenes Duell. Doch während Khaled Narey die durchaus mögliche HSV-Führung zwei Mal verpasste (32. und 42.), traf Leipzig zum perfekten Zeitpunkt kurz nach der Pause. Nach Poulsen-Hereingabe landete ein Rettungsversuch von Janjicic unglücklich im eigenen Netz.

Der HSV wirkte nun ausgepowert, was RB eiskalt nutzte. Erst traf Forsberg noch die Latte (69.), drei Minuten später entschied er das Spiel. Nach dem Halbfinal-K.o. legen die Hamburger ihren Fokus nun voll auf die Mission direkter Wiederaufstieg. Am Sonntag geht es zum Topspiel beim Verfolger Union Berlin. Leipzig kann mit einem Heimsieg am Sonntag gegen Freiburg die Champions-League-Qualifikation klarmachen.

Der Österreicher übernimmt zur kommenden Saison den Posten von Bruno Labbadia. Aktuell ist Glasner beim Linzer ASK tätig.

Der Schlusspfiff ertönt: RB Leipzig hat es knapp zehn Jahre nach seiner Gründung erstmals ins Finale des DFB-Pokals geschafft. Die Sachsen besiegen den HSV in dessen Stadion mit 3:1 und fahren demnach zum Endspiel am 25. Mai in die Bundeshauptstadt Berlin.

Heute spielt der Hamburger SV im Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig (20.45 Uhr, ARD, Sky und hier im Liveticker).

DFB-Pokal im TV: alle heutigen Partien & Übertragungen im Überblick

Noch eine Konterchance für RBL: Der eben eingewechselte Haidara hämmert die Kugel aus rechter Position über den Querbalken.

Beide Halbfinalspiele des DFB-Pokals werden im Free-TV übertragen. So zeigt die ARD ab dem Halbfinale alle Partien live im TV und im Livestream. Auch der Livestream ist kostenlos.

Leipzig steht seit dem 3:1 etwas tiefer und lauert natürlich auf einen – dann aber wirklich – alles entscheidenden Konter.

Zwar bekommen die Hamburger nach wie vor den Support von den Rängen, aber ob die Spieler wirklich noch an eine Wende glauben, ist fraglich.

Dritter und letzter Wechsel, außer der HSV kommt doch noch in die Verlängerung. Dann darf Trainer Wolf ein viertes Mal tauschen.

Stefan Kindermann ist internationaler Schachgroßmeister, Geschäftsführer der Münchner Schachakademie und Mitbegründer sowie Vorstand der Münchner Schachstiftung, die besonders benachteiligte Kinder fördert. Als Schachprofi war Kindermann neunfacher Deutscher Mannschaftsmeister und hat an acht Schacholympiaden sowie einer Weltmeisterschaft teilgenommen. Mit Robert von Weizsäcker hat er aus den Erfolgsstrategien der Schachgroßmeister das Strategiemodell Königsplan entwickelt und vermittelt dieses Konzept an Führungskräfte in Form von Vorträgen und Seminaren. Seit 30 Jahren schreibt Kindermann Kolumnen in der SZ – natürlich über Schach.

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Konter Leipzig: Drei gegen Drei, doch Werner bleibt mit seinem 20-Meter-Schuss am Gegenspieler hängen.

Jung kommt rechts am Fünfereck grätschend an den Ball. Dem Hamburger rutscht das Leder über den Spann, Abstoß.

Womöglich die Entscheidung! Laimer spielt von der Seite flach ins Zentrum zu Forsberg. Der Schwede wird nicht richtig angegangen und wuchtet die Kugel anschließend aus 16 Metern halblinker Position trocken ins kurze Eck. Pollersbeck ist chancenlos, der Ball schlägt genau neben dem Pfosten ein.

Zum dritten Mal wackelt das Tor in diesem Spiel. Nach Klostermanns Antritt auf dem Flügel landet der Ball im Zentrum bei Forsberg. Der Schwede setzt aus elf Metern an und trifft die Latte. Dritter Alutreffer für die Gäste.

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Narey kann sich bei Lasoggas Flanke im Zentrum nicht gegen Orban durchsetzen. Rein körperlich befinden sich die zwei Spieler auch in anderen Gewichtsklassen.

Listiger Versuch von Halstenberg. Während in der Mitte alle Feldspieler auf einen Flankenball warten, schießt der Nationalspieler einen Freistoß aus halblinker Position flach an der Mauer vorbei auf das Tor. Pollersbeck ist auf der Hut und hat die Kugel.

Auf der einen Seite hat der HSV bei einem genaueren Zuspiel Vagnomans vielleicht die Chance, auf 2:1 zu stellen. Im Gegenzug fängt sich der Zweitligist dann den Treffer. Kampl chippt den Ball nach rechts in den Strafraum, wo der einspringende Poulsen direkt in den Fünfmeterraum weitergibt. Janjicic will vor dem einschussbereiten Forsberg klären, trifft den Ball aber unsauber und legt ihn sich dadurch ins eigene Tor.

Vagnoman hat links am Strafraum plötzlich jede Menge Freiraum vor sich. Der 18-Jährige geht bis zur Grundlinie durch, verzögert bis seine Mitspieler im Zentrum nachrücken – und spielt dann einen komplett schlampigen Ball in den Rücken aller. Da ist der Teenager wohl etwas nervös geworden.

Jatta marschiert mit großen Schritten über die rechte Angriffsseite des HSV in Richtung Strafraum. Dort angekommen schiebt er Orban den Ball noch durch die Beine, wird anschließend aber von Kampl abgelaufen und angeschossen. Abstoß. Aber trotzdem: eine Aktion, die dem Publikum gefallen hat.

Klostermann mit einem “Textilvergehen” gegen Vagnoman im Mittelfeld. Keine Gelbe Karte für den Leipziger.

Durchschnaufen, in Hamburg ist Pause! Trotz des starken Beginns konnte Leipzig die 1:0-Führung nicht in die Kabine transportieren. Ein vermeidbarer Fehler von Kampl und dazu ein genialer Schlenzer von Jatta holten den HSV zurück ins Spiel. Seit dem Ausgleichstreffer ist es ein offenes und extrem spannendes Halbfinale. In 15 Minuten geht es weiter …

Die Hausherren haben nach der Balleroberung die Möglichkeit zum Konter, doch Jatta verschleppt das Tempo, indem er zu lange mit dem Zuspiel in den Lauf von Lasogga wartet. Am Ende des Angriffs kommt ein Distanzschuss von Douglas Santos zustande. Gulacsi packt beim Aufsetzer des Brasilianers sicher zu.

Narey hat jetzt schon zwei dicke Möglichkeiten vergeben. Trotz der starken Anfangsphase der Leipziger können die Sachsen mittlerweile auch froh sein, nicht in Rückstand zu liegen.

Klasse Schnittstellenpass von Douglas Santos in den Strafraum. Narey hat diesmal einen Schritt Vorsprung gegen Orban und kommt aus halblinker Position zum Abschluss. Der Ball geht an Gulacsi, aber auch rechts am Tor vorbei.

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Gutes Zuspiel in den Lauf des flinken Narey. Doch Leipzigs Abwehrchef hat alles im Griff, stellt seinen Körper dazwischen und gewinnt den Zweikampf.

Gute Aktion von Vagnoman, der Werner kurz vor dem Hamburger Strafraum einen wichtigen Zweikampf gegen Werner für sich entscheidet.

Jatta hat sich heute viel vorgenommen. Der Mann aus Gambia hat nicht nur das Hamburger Tor erzielt, sondern er wirft sich auch in die Zweikämpfe.

Die Tore von RB Leipzig auf dem Weg ins DFB-Pokal-Halbfinale

RBL dominiert das Spiel in sämtlichen Statistiken: mehr Torschüsse, mehr Ballbesitz, bessere Zweikampfquote etc. Aber auf der Anzeigetafel steht es nach Toren 1:1.

Noch knapp zehn Minuten im ersten Durchgang. Der HSV ist jetzt deutlich besser im Spiel, Leipzig aber bleibt mit seiner hohen Geschwindigkeit in der Offensive dauerhaft gefährlich.

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Narey hat die Chance, das Spiel zu drehen! Sabitzer fälscht eine Douglas-Santos-Hereingabe von der linken Seite so ab, dass der Ball im Sechzehner wie ein Stein herunterfällt. Narey hat den Braten gerochen, trifft aus sechs Metern den Ball aber nicht voll.

Lacroix geht nach Halstenbergs Seitenverlagerung im Strafraum auf Nummer sicher und klärt auf Kosten einer Ecke. Anschließend dreht sich der Schweizer um und sieht, dass niemand um ihn herum stand. Er zeigt an, er habe kein Signal bekommen und deshalb den Ball ins Aus geköpft.

Jetzt machen die Sachsen wieder ernst. Douglas Santos ist vor Sabitzer an einer Werner-Flanke dran. Ecke.

Leipzig gibt über Werner Gas. Der deutsche Nationalspieler zieht auf der linken Seite das Tempo an. Halstenberg hinterläuft ihn und lenkt damit auch ein bis zwei Hamburger ab, Werner behält aber den Ball und probiert es – im Strafraum angekommen – aus 15 Metern. Der Flachschuss geht links am Tor vorbei.

Ausgleich! Kampl vertändelt auf der rechten Leipziger Seite den Ball in der eigenen Hälfte gegen Jatta, der nach der Balleroberung nicht lange zögert und aus etwa 30 Metern mit dem ersten Kontakt zum Schlenzer ansetzt. Gulacsi, der etwas zu weit vor seinem Tor steht, versucht überzugreifen, legt sich die Kugel dabei aber selbst ins Tor.

Douglas Santos schlägt einen scharfen Flankenball ins Zentrum. Die Leipziger Defensive behält aber die Oberhand.

Aus Hamburger Sicht ist die beste Nachricht nach 20 Minuten die, dass es erst 1:0 für die Gäste steht. Noch ist also alles drin.

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Nächster Abschluss RB: Werner aus halbrechter Position. Pollersbeck nimmt den Flachschuss ohne Mühe auf.

Triple-Chance für die Gäste! Zunächst trifft Poulsen nach Querpass von Werner aus elf Metern den rechten Innenpfosten. Werner nimmt den Abpraller links im Strafraum auf und scheitert aus spitzem Winkel anschließend an Pollersbeck, dessen abgewehrter Ball parallel zur Torlinie rollt. Aus ganz kurzer Entfernung, aber auch sehr spitzem Winkel scheitert Sabitzer ebenfalls am Aluminium.

Die Leipziger attackieren den HSV schon früh im Spielaufbau. Damit hat der Zweitligist große Probleme.

HSV – RB Leipzig im Live-Stream: DFB-Pokal live im Internet sehen

Nach einer knappen Viertelstunde ist genau das eingetreten, was die Rothosen vermeiden wollten: ein früher Rückstand. Jetzt sind auch die Fans der Hamburger gefragt, die Mannschaft ins Spiel zurückzuholen.

Im zweiten Anlauf klappt es für den Dänen! Halstenbergs Ecke landet genau auf Poulsens Stirn, der aus sechs Metern nahezu freistehend einnickt. Weder Lacroix noch ein weiterer Defensivspieler des HSV fühlen sich zuständig. Dieses schwache Deckungsverhalten wird vom Bundesligisten sofort bestraft.

Beinahe fliegt dem HSV ein böser Fehlpass von Janjicic um die Ohren. Poulsen wird von Lacroix noch zur Ecke geblockt.

DFB-Pokal-Halbfinale : RB Leipzig lässt HSV wenig Hoffnung: Nur Finale zählt | shz.de

Langer Ball in den Lauf von Narey, der in den Strafraum per Kopf in Richtung Lasogga weiterleitet – Abseits.

Das Hamburger 3-4-3-System können Sie grafisch aufrufen, indem Sie in der App zwei Mal nach links swipen.

Vagnoman mit einem Übersteiger gegen Klostermann. Bei der geblockten Flanke ist jedoch Hamburgs Teenager zuletzt am Ball, sodass es keine Ecke gibt.

Beim HSV spricht defensiv derzeit viel für eine Fünferkette. Janjicic lässt sich bei Ballbesitz RBL in die hinterste Kette fallen. Klar, der Respekt vor der Leipziger Offensive ist vorhanden.

Eines fällt gleich auf: Leipzig hat im Vergleich zu den jüngsten Auftritten von einer Dreier- auf eine Viererkette umgestellt.

Pollersbeck ist gleich zur Stelle. Hamburgs Schlussmann boxt die erste Leipziger Ecke aus dem Strafraum heraus. Kurz darauf packt er beim zweiten Ball sicher zu.

DFB-Pokal-Halbfinale: HSV (Hamburger SV) gegen RB Leipzig im LIVE-TICKER zum Nachlesen

Berlin, Berlin, wer fährt nach Berlin. Die nächsten 90 oder gegebenenfalls 120 Minuten plus Elfmeterschießen werden es zeigen.

Unterstützt wird Brych von den Assistenten Marco Achmüller und Eduard Beitinger. Vierte Offizielle ist Bibiana Steinhaus. Als Video-Assistenten fungieren Bastian Dankert und René Rohde.

Schiedsrichter des ersten Halbfinals wird Dr. Felix Brych aus München sein. Der 43 Jahre alte Jurist pfeift seit 2004 in der höchsten deutschen Spielklasse und kommt seitdem auf 263 Einsätze. Seit 2007 ist Brych, der 2014/15 das DFB-Pokal-Finale leitete, auch FIFA-Referee.

Fußball: Leipzig erstmals im DFB-Pokal-Finale

Auf der anderen Seite bietet Rangnick mit Werner und Poulsen eine gefährliche Doppelspitze auf. “Das wird sicherlich kein walk in the park”, sagt der Däne, der dienstältester Profi bei den Sachsen ist (seit 2013).

DFB-Pokal: RB Leipzig zerstört HSV-Traum und stürmt ins Finale

Der Vertrag des Stürmers läuft am Saisonende aus, eine Verlängerung des Arbeitspapieres scheint ausgeschlossen. Trotzdem sagt Lasogga: “Ich identifiziere mich bis aufs Letzte mit dem HSV.”

Beim HSV ruhen die Pokal-Hoffnungen auf Angreifer Lasogga, der schon sechs Tore im laufenden Wettbewerb erzielte. Dem 27-Jährigen glückten in Erndtebrück, Wiesbaden und Paderborn jeweils ein Doppelpack. Das Achtelfinale gegen Nürnberg (1:0) hatte er verletzungsbedingt verpasst.

Vor fast genau zehn Jahren, am 22. April 2009, stand der HSV zum letzten Mal in einem DFB-Pokal-Halbfinale. Die Rothosen schieden auf dramatische Art im Elferschießen gegen Werder aus. RB Leipzig kannte damals kaum jemand, denn der Verein wurde erst 27 Tage später, am 19. Mai, gegründet.

Bei noch vier verbleibenden Spielen liegt die Elf von Ralf Rangnick mit 61 Punkten auf dem dritten Platz. Auf einen Nicht-Champions-League-Platz beträgt der Vorsprung schon zehn Zähler. “Sie können fest davon ausgehen, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen”, sagte der RB-Trainer nach dem Dreier am vergangenen Wochenende.

Deutlich besser läuft es derzeit eine Liga weiter oben bei RB Leipzig. Die Sachsen haben durch das jüngste 2:1 in Mönchengladbach einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Qualifikation gemacht.

Schon am kommenden Sonntag tritt der HSV die Dienstreise nach Berlin an. Die Hanseaten werden dann aber nicht das Olympiastadion ins Navi eingeben, sondern Zielort “Alte Försterei”. Es steht an: Das enorm wichtige Auswärtsspiel bei Union Berlin, das sich aktuell drei Zähler hinter dem HSV auf Platz vier befindet.

Der HSV sollte also vor dem finalen Endspurt gewarnt sein, möchte man den fest eingeplanten Wiederaufstieg nicht noch auf der Zielgeraden verspielen.

Einzig der SC Paderborn – von den Hamburgern im Viertelfinale aus dem Pokal geworfen worden – setzt den Bundesliga-Absteiger spürbar unter Druck. Die Ostwestfalen (3.) gewannen vier der vergangenen fünf Liga-Spiele und haben dadurch (bei einem deutlich besseren Torverhältnis) nur noch zwei Zähler Rückstand.

Allerdings konnten die Rothosen seit dem furiosen 4:0-Derbysieg gegen St. Pauli am 10. März keine Partie mehr für sich entscheiden (0/3/2). Und dennoch hat der HSV seither keinen Platz in der Tabelle einbüßen müssen, was auch an der schwächelnden Konkurrenz (Union Berlin, Heidenheim, Holstein Kiel, St. Pauli) liegt.

Kurz ein Blick auf die Lage in den Ligen, ehe wir uns auf den Pokal fokussieren. Der HSV steht vier Spieltage vor Schluss auf dem zweiten Rang, also auf einem direkten Aufstiegsplatz.

DFB-Pokal: RB Leipzig steht erstmals im Finale

Bei den Gästen aus Leipzig nimmt Coach Ralf Rangnick zwei Wechsel vor: Orban und Poulsen spielen anstelle von Mukiele und Matheus Cunha (beide Bank).

DFB-Pokal: HSV – RB Leipzig LIVE im TV, Livestream & Liveticker

Nun sind die Aufstellungen eingetrudelt, beginnen wir mit den Hausherren. Trainer Hannes Wolf nimmt im Vergleich zum 1:1 gegen Aue drei Veränderungen vor: Vagnoman, Jung und Lasogga ersetzen Sakai, Wintzheimer (beide Bank) und Özcan (nicht im Kader).

Die Hamburger Arena ist – Stand Dienstagmittag – noch nicht ausverkauft! Von den 57.000 verfügbaren Karten hat der Zweitligist etwas über 50.000 abgesetzt. Knapp 4.500 Fans bringen die Gäste aus Leipzig mit in die Hansestadt.

Doch nun volle Konzentration auf die erste Begegnung. Noch sind es knapp 75 Minuten bis zum Anpfiff. Die Aufstellungen gibt es noch nicht, allerdings ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit. Denn beide Mannschaften sind schon im Stadion eingetroffen.

Hamburg oder Leipzig? Diese Frage wird am heutigen Abend beantwortet. Der Finalgegner wird morgen im gut 100 Kilometer entfernten Bremen ermittelt. Dort trifft der SV Werder auf den Rekordsieger FC Bayern München. Anpfiff im Weser-Stadion ist ebenfalls um 20.45 Uhr. Wie gewohnt gibt es auch zum zweiten Semifinale einen ausführlichen LIVE!-Ticker bei kicker.de.

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