Leipzig setzt Siegesserie auch gegen Wolfsburg fort - sportschau.de
Leipzig – Wolfsburg 2:0: Bundesliga im Live-Ticker
RB Leipzig zeigt im Kampf um die Champions-League-Plätze keine Schwäche. Das Team von Trainer Ralf Rangnick bezwang am 29. Spieltag den harmlosen VfL Wolfsburg mit 2:0 (2:0) und festigte mit dem vierten Sieg in Folge den dritten Tabellenplatz.

Kevin Kampl (17. Minute) brachte Leipzig mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung. Knapp zehn Minuten später erhöhte Nationalstürmer Timo Werner (28.) per Kopf auf 2:0. Die komfortable Halbzeitführung hätten die Hausherren in der zweiten Hälfte ausbauen können, doch vor allem Werner vergab Großchancen in Serie.

Die Sachsen standen defensiv weiter äußerst stabil und tauchten nach schnell vorgetragenen Angriffen immer wieder gefährlich vor dem VfL-Tor auf. So hätten die Hausherren den Deckel frühzeitig draufmachen können, Werner ließ jedoch zweimal ein drittes Tor liegen: Zunächst scheiterte der Angreifer am stark reagierenden Pervan (70.), kurz darauf setzte der Torjäger den Ball knapp am langen Pfosten vorbei (73.). Während Wolfsburg bis auf einen Kopfball von Brooks (78.) offensiv nicht mehr gefährlich wurde, hätte Leipzig das Ergebnis bei einer effizienteren Chancenverwertung sogar noch in die Höhe schrauben können, auch so reichte es jedoch zu einem absolut verdienten 2:0-Sieg für die Hausherren.

RB-Trainer Rangnick überraschte nach dem Ausfall seines gelbgesperrten Kapitäns Willi Orban mit zwei Dreierketten in der Defensive. Erstmals rückte Marcel Halstenberg aus der Viererkette eine Position nach vorne neben Kevin Kampl und Konrad Laimer. Mit dieser taktischen Ausrichtung beherrschten die Leipziger die Partie von Beginn an. Mit frühem Pressing setzten sie die Gäste unter Druck, waren zudem deutlich zweikampfstärker und sicherer in den Kombinationen.

Leipzig hatte die Partie im Griff, stand defensiv stabil und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Nach einer Ecke setzte Klostermann die Kugel über den Querbalken (24.). Während Wolfsburg den Ball zu schnell wieder verlor, schlugen die Hausherren nach einem Konter ein zweites Mal zu: Laimer eroberte die Kugel tief in der eigenen Hälfte, anschließend ging es schnell. Am Ende hob Sabitzer das Leder aus dem Halbfeld an den zweiten Pfosten, wo Werner Knoche entwischte und aus kurzer Distanz gegen die Laufrichtig von Pervan zum 2:0 für RB einköpfte (28.).

Audio starten, abbrechen mit Escape Pervan: "Können jeder Mannschaft Probleme bereiten" Sportschau. 13.04.2019. 01:05 Min.. ARD. Von Thorsten Iffland.

Die Führung nach knapp einer Viertelstunde war somit verdient. Nach einer abgewehrten Ecke setzte RB nach, Nordi Mukiele behauptete den Ball gegen drei Wolfsburger, passte dann kurz auf Kampl. Der Leipziger Taktgeber nutzte den freien Raum und schlenzte den Ball aus gut 18 Metern mit dem linken Fuß ins lange Eck. Die Hausherren drückten weiter. Als Laimer einen Konter der Wolfsburger stoppte, ging alles blitzschnell: drei, vier Stationen, Flanke von Marcel Sabitzer – am langen Pfosten musste Werner den Ball nur noch einnicken.

Erst als sich die Leipziger nach dem 0:2 etwas zurückzogen, kam Wolfsburg etwas besser ins Spiel und durch Admir Mehmedi (33.) und Wout Weghorst (40.) zu Möglichkeiten. Nach der Pause brachte Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia mit Daniel Ginczek für Renato Steffen zudem einen weiteren Stürmer. Doch kurz nach Wiederanpiff jubelte dann gleich wieder Werner – aber der 23-Jährige stand beim Abschluss aus kurzer Distanz im Abseits, der Treffer zählte nicht.

Die Gäste mussten also den nächsten Rückschlag verdauen – kamen nach etwas mehr als einer halben Stunde aber erstmals gefährlich vors RB-Tor. Arnold steckte bei einem Konter auf Mehmedi durch, der die Kugel frei vor Gulacsi allerdings am Kasten vorbeispitzelte (33.). Leipzig hatte mit der komfortablen Führung im Rücken einen Gang zurückgeschaltet, hielt Wolfsburg bis zur Pause aber gut vom eigenen Tor fern.

Video starten, abbrechen mit Escape Rangnick zuversichtlich: “Leistung weiter steigern”. Sportschau. 13.04.2019. 00:45 Min.. Das Erste.

Der eingewechselte Ginczek verbreitete nur bei einem Seitfallzieher in der 52. Minute Torgefahr. Danach verwaltete Leipzig das Geschehen souverän und kam mit seinem schnellen Umschaltspiel immer wieder zu guten Chancen. Werner scheiterte gleich drei Mal (70./73./87.) nur knapp. Wolfsburg dagegen fehlten bis zuletzt die Ideen, um die gut gestaffelte RB-Defensive auszuhebeln.

Wolfsburgs Ginczek sparte in der Sportschau nicht mit Selbstkritik: “Man muss sagen: Wir waren von A bis Z die schlechtere Mannschaft heute; hochverdienter Sieg für Leipzig”, sagte der VfL-Angreifer und gab auch zu: “Am Ende musst du fünf, sechs Stück dann kriegen. Unsere Einstellung hat da nicht gepasst, das Zweikampfverhalten von allen.” Am kommenden Spieltag gegen Eintracht Frankfurt muss das wieder stimmen, sonst droht die nächste Pleite.

Leipzig wollte sich mit dem Spiel gegen Wolfsburg nicht lange befassen, Spieler und Trainer blickten lieber nach vorne – auf den nächsten Spieltag, an dem bei Borussia Mönchengladbach die Vorentscheidung um die Champions-League-Qualifikation fallen kann. “Ein riesengroßer Schritt wäre ein Auswärtssieg in Gladbach. Das streben wir natürlich an”, sagte RB-Trainer Rangnick in der Sportschau. “Wir haben jetzt, glaube ich, sieben Spiele hintereinander auswärts gewonnen, und fahren mit dem Bewusstsein und Selbstbewusstsein dahin, dass wir auch dort einen Dreier einfahren wollen.”

Aussagen, die Mittelfeldmotor Kampl bestätigte: “Wir sind bereit. Wir treten in den letzten Wochen super auf, als geschlossene Einheit und können auch in Gladbach bestehen. Da bin ich mir absolut sicher”, betonte der 28-Jährige. “Unser Ziel ist natürlich, den Sack für die Champions League so früh wie möglich zumachen.”

RB-Trainer Rangnick überraschte nach dem Ausfall seines gelbgesperrten Kapitäns Willi Orban mit zwei Dreierketten in der Defensive. Erstmals rückte Marcel Halstenberg aus der Viererkette eine Position nach vorne neben Kevin Kampl und Konrad Laimer. Mit dieser taktischen Ausrichtung beherrschten die Leipziger die Partie von Beginn an. Mit frühem Pressing setzten sie die Gäste unter Druck, waren zudem deutlich zweikampfstärker und sicherer in den Kombinationen.

Gulacsi – Konaté, Mukiele, Klostermann – Laimer, Kampl (89. Demme), Halstenberg – Sabitzer, Forsberg (90.+1 Smith Rowe) – Matheus Cunha (69. Haidara), Werner

Erst als sich die Leipziger nach dem 0:2 etwas zurückzogen, kam Wolfsburg etwas besser ins Spiel und durch Admir Mehmedi (33.) und Wout Weghorst (40.) zu Möglichkeiten. Nach der Pause brachte Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia mit Daniel Ginczek für Renato Steffen zudem einen weiteren Stürmer. Doch kurz nach Wiederanpiff jubelte dann gleich wieder Werner – aber der 23-Jährige stand beim Abschluss aus kurzer Distanz im Abseits, der Treffer zählte nicht.

Pervan – Tisserand, Knoche, Brooks, Roussillon – Guilavogui – Rexhbecaj (69. Klaus), Arnold (86. Malli) – Steffen (46. Ginczek), Mehmedi – Weghorst

Der eingewechselte Ginczek verbreitete nur bei einem Seitfallzieher in der 52. Minute Torgefahr. Danach verwaltete Leipzig das Geschehen souverän und kam mit seinem schnellen Umschaltspiel immer wieder zu guten Chancen. Werner scheiterte gleich drei Mal (70./73./87.) nur knapp. Wolfsburg dagegen fehlten bis zuletzt die Ideen, um die gut gestaffelte RB-Defensive auszuhebeln.

Mit einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg will RB Leipzig Rang drei festigen. Die Sachsen sind gut drauf und seit Januar ungeschlagen. Aber: Auch die Wolfsburger wollen noch nach Europa und den Favoriten ärgern.

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