Bundesliga: Leipzig marschiert in Richtung Champions League - tagesschau.de
RB Leipzig – VfL Wolfsburg 2:0: Timo Werner trifft und darf Wechseln
RB Leipzig zeigt im Kampf um die Champions-League-Plätze keine Schwäche. Das Team von Trainer Ralf Rangnick bezwang am 29. Spieltag den harmlosen VfL Wolfsburg mit 2:0 (2:0) und festigte mit dem vierten Sieg in Folge den dritten Tabellenplatz.

Kevin Kampl (17. Minute) brachte Leipzig mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung. Knapp zehn Minuten später erhöhte Nationalstürmer Timo Werner (28.) per Kopf auf 2:0. Die komfortable Halbzeitführung hätten die Hausherren in der zweiten Hälfte ausbauen können, doch vor allem Werner vergab Großchancen in Serie.

Nationalstürmer Timo Werner steht beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig offenbar vor dem Absprung. “Wir wollen bekanntermaßen mit ihm verlängern. Aber er hat uns signalisiert, dass er eher nicht verlängern möchte”, sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Samstag in der Halbzeitpause des Bundesliga-Spiels gegen den VfL Wolfsburg bei Sky.

RB-Trainer Rangnick überraschte nach dem Ausfall seines gelbgesperrten Kapitäns Willi Orban mit zwei Dreierketten in der Defensive. Erstmals rückte Marcel Halstenberg aus der Viererkette eine Position nach vorne neben Kevin Kampl und Konrad Laimer. Mit dieser taktischen Ausrichtung beherrschten die Leipziger die Partie von Beginn an. Mit frühem Pressing setzten sie die Gäste unter Druck, waren zudem deutlich zweikampfstärker und sicherer in den Kombinationen.

Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick hatte vor kurzem bekräftigt, dass der Klub Werner ein unterschriftsreifes Angebot vorgelegt habe. Der Kontrakt des 23-Jährigen bei den Sachsen läuft noch bis 30. Juni 2020. RB will den Vertrag entweder verlängern oder Werner schon in diesem Jahr ziehen lassen, um zumindest noch eine hohe Ablöse zu kassieren.

Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff stellt klar: Timo Werner will Vertrag bei RB nicht verlängern

Audio starten, abbrechen mit Escape Pervan: "Können jeder Mannschaft Probleme bereiten" Sportschau. 13.04.2019. 01:05 Min.. ARD. Von Thorsten Iffland.

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Die Führung nach knapp einer Viertelstunde war somit verdient. Nach einer abgewehrten Ecke setzte RB nach, Nordi Mukiele behauptete den Ball gegen drei Wolfsburger, passte dann kurz auf Kampl. Der Leipziger Taktgeber nutzte den freien Raum und schlenzte den Ball aus gut 18 Metern mit dem linken Fuß ins lange Eck. Die Hausherren drückten weiter. Als Laimer einen Konter der Wolfsburger stoppte, ging alles blitzschnell: drei, vier Stationen, Flanke von Marcel Sabitzer – am langen Pfosten musste Werner den Ball nur noch einnicken.

Spätestens nach dem Saisonende würden sich alle Beteiligten zusammensetzen. “Wir müssen dann sehen, was das Richtige für uns ist und für Timo”, sagte Mintzlaff.

Erst als sich die Leipziger nach dem 0:2 etwas zurückzogen, kam Wolfsburg etwas besser ins Spiel und durch Admir Mehmedi (33.) und Wout Weghorst (40.) zu Möglichkeiten. Nach der Pause brachte Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia mit Daniel Ginczek für Renato Steffen zudem einen weiteren Stürmer. Doch kurz nach Wiederanpiff jubelte dann gleich wieder Werner – aber der 23-Jährige stand beim Abschluss aus kurzer Distanz im Abseits, der Treffer zählte nicht.

Seit Monaten halten sich hartnäckig die Gerüchte über einen Wechsel von Timo Werner an die Säbener Straße. Nun ist eine erste wichtige Entscheidung gefallen.

Video starten, abbrechen mit Escape Rangnick zuversichtlich: “Leistung weiter steigern”. Sportschau. 13.04.2019. 00:45 Min.. Das Erste.

Der eingewechselte Ginczek verbreitete nur bei einem Seitfallzieher in der 52. Minute Torgefahr. Danach verwaltete Leipzig das Geschehen souverän und kam mit seinem schnellen Umschaltspiel immer wieder zu guten Chancen. Werner scheiterte gleich drei Mal (70./73./87.) nur knapp. Wolfsburg dagegen fehlten bis zuletzt die Ideen, um die gut gestaffelte RB-Defensive auszuhebeln.

Zuletzt wurde immer wieder über einen Wechsel des Torjägers zum FC Bayern München spekuliert. Werner hat sich bislang nicht zu seinen Plänen geäußert.

Wolfsburgs Ginczek sparte in der Sportschau nicht mit Selbstkritik: “Man muss sagen: Wir waren von A bis Z die schlechter Mannschaft heute; hochverdienter Sieg für Leipzig”, sagte der VfL-Angreifer und gab auch zu: “Am Ende muss du fünf, sechs Stück dann kriegen. Unsere Einstellung hat da nicht gepasst, das Zweikampfverhalten von allen.” Am kommenden Spieltag gegen Eintracht Frankfurt muss das wieder stimmen, sonst droht die nächste Pleite.

Timo Werner konnte seine Tor-Flaute für RB Leipzig zuletzt erfolgreich beenden. (Quelle: Picture Point LE/imago images)

Leipzig wollte sich mit Spiel gegen Wolfsburg nicht lange befassen, Spieler und Trainer blickten lieber nach vorne – auf den nächsten Spieltag, an dem bei Borussia Mönchengladbach die Vorentscheidung um die Champions-League-Qualifikation fallen kann. “Ein Riesengroßer Schritt wäre ein Auswärtssieg in Gladbach. Das streben wir natürlich an”, sagte RB-Trainer Rangnick in der Sportschau. “Wir haben jetzt, glaube ich, sieben Spiele hintereinander auswärts gewonnen, und fahren mit dem Bewusstsein und Selbstbewusstsein dahin, dass wir dauch dort einen Dreier einfahren wollen.”

Aussagen die Mittelfeldmotor Kampl bestätigte: “Wir sind bereit. Wir treten in den letzten Wochen super auf, als geschlossene Einheit und können auch in Gladbach bestehen. Da bin ich mir absolut sicher”, betonte der 28-Jährige. “Unser Ziel ist natürlich den Sack für die Champions Legue so früh wie möglichzu zumachen.”

Unmittelbar nach dem 2:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg antwortete RB-Coach Ralf Rangnick ausweichend auf Fragen zum Thema: “Ich weiß nichts von einem neuen Stand. Wie ich schon mehrfach gesagt habe, ist das für mich im Moment nicht von ganz großer Bedeutung. Mich interessiert vielmehr die Formkurve von Timo, und die zeigt in den letzten Wochen deutlich nach oben. Auch heute hat er nicht nur wegen dem Tor ein richtig gutes Spiel gemacht, auch wie er sich körperlich präsentiert. Ich bin da im Moment voll in der Trainerrolle und deswegen interessiert mich nicht, was in sechs, sieben Wochen mit seinem Vertrag passiert.”

Gulacsi – Konaté, Mukiele, Klostermann – Laimer, Kampl (89. Demme), Halstenberg – Sabitzer, Forsberg (90.+1 Smith Rowe) – Matheus Cunha (69. Haidara), Werner

Wir wollen bekanntermaßen mit ihm verlängern. Aber er hat uns signalisiert, dass er eher nicht verlängern möchte, sagte Mintzlaff am Samstag in der Halbzeitpause des Bundesliga-Spiels gegen den VfL Wolfsburg bei Sky. Demnach steht demnach offenbar vor dem Absprung! Nur in der kommenden Transferperiode könnte Werner den Leipzigern noch eine Ablösesumme einbringen.

Pervan – Tisserand, Knoche, Brooks, Roussillon – Guilavogui – Rexhbecaj (69. Klaus), Arnold (86. Malli) – Steffen (46. Ginczek), Mehmedi – Weghorst

Am Rande des 2:0-Erfolgs gegen Wolfsburg ließ Klub-Boss Oliver Mintzlaff (43) erstmals durchblicken, dass Stürmer Timo Werner (23) seinen bis 2020 laufenden Vertrag bei RB wohl nicht verlängern wird.

Auch Werners Teamkollege Emil Forsberg wollte sich nicht an den Spekulationen beteiligen: “Wir müssen uns auf die letzten Spiele fokussieren. Er muss seine Entscheidung selbst treffen. So lange er so spielt wie heute, ist es für mich gar kein Problem.”

Mintzlaff in der Halbzeit bei Sky: Timo Werner ist bei uns zum Nationalspieler geworden. Wir wollen ihn natürlich unbedingt halten. Er hat signalisiert, dass er eher nicht verlängern will. Wir sind in vernünftigen Gesprächen und werden eine Lösung finden, die für alle gut ist.

Deutliche Worte zur Zukunft von Timo Werner: Laut Vorstandsboss Oliver Mintzlaff will der Nationalspieler seinen Vertrag bei RB Leipzig nicht verlängern. Werner hatte zuletzt bereits ein unterschriftsreifes Angebot des Klubs abgelehnt.

Nach BILD-Informationen ist sich die Werner-Seite schon lange mit Bayern über einen Wechsel einig. Da Leipzig nur noch diesen Sommer abkassieren kann (im Gespräch sind 40 Mio Euro Ablöse), ist nach der Mintzlaff-Aussage klar: RB strebt einen Wechsel in diesem Sommer an. Der Klub hatte bereits vorher immer wieder angedeutet, dass ein ablösefreier Abgang des Nationalspielers nicht infrage kommt.

RB ist seit elf Spielen ungeschlagen (acht Siege, drei Unentschieden). Zuletzt gab es vier Dreier in Folge. So gehts ab in die Champions League!

Und auch die Tore sind reif für die Königsklasse: Sabitzer trifft mit einem herrlichen Schlenzer (16.), Werner legt mit einem Kopfball gegen den Lauf von Wolfsburg-Keeper Pervan das 2:0 nach (28.).

Die zum Teil behäbig wirkende VfL-Defensive kommt gegen Leipzigs Tempo-Sturm immer wieder ins Schwimmen. So wirds eng mit der Europa League!

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