Grüner Grinch – Otto stellt nächste Kultfigur vor
Hallo Weihnachten! Hallo Otto! – Kritik zu Der Grinch
Vor 700 Fans im voll besetzten Kinosaal stellte Otto Waalkes am Sonntag in Leipzig seinen neuen Film Der Grinch vor. Der 70-Jährige spricht die Hauptrolle. Er traf auch eine LVZ-Leserfamilie zum Meet & Greet.

Otto Waalkes ist schneller als der Schall: Bevor sein neuer Familienfilm Der Grinch in die Kinos kommt, besuchte er am Sonntag damit schon seine Fans in Leipzig. Mit grüner Zipfelmütze, grüner Jacke und grünen Turnschuhen war der Entertainer grinchmäßig gekleidet. Er spricht die Hauptrolle und stellt den Weihnachtsfilm in den nächsten drei Wochen höchstpersönlich vor – in 21 Kinos in ganz Deutschland.

Otto Waalkes selbst findet Weihnachten übrigens ein gemütliches Fest, wie er «Bluewin» im Video erklärt. «Ich liebe es. Wir haben zu Hause immer Weihnachten gefeiert. Um 17 Uhr grosses gemeinsames Singen, um 18 Uhr die Bescherung und abends das Volllaufenlassen – wunderbar!», witzelt der 70-Jährige. Dass er für jeden Spass zu haben ist, beweist Otto auch während des Interviews sehr eindrücklich: Er schnappt sich einen Stift und zeichnet spontan einen «Grinchofanten» für «Bluewin» – eine Mischung aus seiner Kultfigur, dem Ottifanten, und dem Grinch.

Der Grinch im Kino Otto im Interview: 70 Jahre und immer noch grün hinter den Ohren

Ehe der grüne Hüpfer im Cinestar auf die Bühne sprang, beantwortete der Bundesverdienst-Spaßmacher im Foyer die Fragen von Print, Radio, Fernsehen und Onlinemedien. Zwischendurch raste er immer wieder für Autogramme und Selfies zu den vielen Fans hinter der Absperrung. Hallo Otto, riefen sie lautstark, oder Wir wolln den Otto sehn!

«Grinch» ist eine Liebeserklärung an eine ausgefeilte Mechanik, erfreut sich an verspielten Kettenreaktionen und verzaubert mit detailreicher Gestik und Mimik. Allen, die seit «Findet Nemo» keinen Animationsfilm mehr gesehen haben, sei gesagt: In den letzten Jahren hat sich Grossartiges getan. Am grünen Grinch kann man auf der Leinwand jedes einzelne Haar zählen, und im Fell der Tiere glitzern die Eiskristalle in der Sonne.

Otto Waalkes hat Angst vor einsamen Weihnachten

Interview mit WollknäuelZwischen den Journalisten wartete auch die Leipziger Familie Recknagel, um dem Komödianten ein paar Fragen stellen zu können. Papa Sascha (43, Kinderreise-Veranstalter), Mama Andrea (40, Ärztin), die Töchter Lexa (11) und Julia (8) sowie Julias Freundin Ecilia (8) hatten bei der LVZ ein Meet & Greet mit dem Ostfriesen gewonnen. Eine tolle Chance für die Schwestern Lexa und Julia: Sie wollen sich nämlich bei Logo als Kinderreporter bewerben und können das nun mit einem echten Interview tun. Ihre Fragen hatten sie schriftlich vorbereitet. Als Mikrofon diente ein Wollknäuel, unter dem der gute Kochlöffel der Familie (so Mutter Andrea) als Mikrofonständer steckte. Als Otto mit ihnen auf der roten Ledercouch saß, filmten die Eltern alles mit ihren Smartphones. Der 70-jährige Komödiant gab sich richtig Mühe, den Mädchen ernsthaft zu antworten. So erzählte er, wie er den Ottifanten beim Zeichnen entwickelt hat. Und dass er elf Jahre alt war, als er das erste Mal in einem Film mitgespielt hat – ein Cowboyfilm war das damals. Und ich habe auch schon einen Tesafilm gedreht, fügte er verschmitzt hinzu. Der ist jung geblieben, hat sich gar nicht verändert, schmunzelte Vater Sascha Recknagel, selbst Otto-Fan seit Kindesbeinen.

Otto ist zurück auf der Leinwand: Im Animationsfilm «Grinch» leiht er dem gleichnamigen, chronisch schlecht gelaunten Protagonisten seine Stimme. Dieser kann Weihnachten nicht ausstehen. Was Otto vom Fest der Liebe hält und was seine nächsten Pläne sind, verrät er im «Bluewin»-Interview. 

Der Grinch ist nicht Ottos erste Animationsfigur, die er synchronisiert. Aber mit Sicherheit seine nächste Kultfigur. Für die Rolle des Sid in den fünf Ice Age-Kinofilmen stand er im Laufe von zwölf Jahren immer wieder im Tonstudio. Ein paar typische Sid-Geräusche gab er denn auch vor dem voll besetzten Kinosaal zum Besten.

Während Sid ein liebevoller Kerl war, ist der Grinch ein mürrischer, griesgrämiger Einzelgänger. Aber hinter seiner rauen Schale steckt ein weiches Herz. Hinter seiner Grummeligkeit verbirgt sich in Wirklichkeit ein gutmütiger Kerl, gab Otto den Zuschauern einen kleinen Ausblick auf den Film. Er machte noch ein paar Witze, sang und pfiff mit dem Publikum, dann musste er weiter – nach Berlin. Zu den nächsten beiden Stationen seiner Kinotour. Sein größter Weihnachtswunsch übrigens: Er möchte mal wieder einen richtigen Otto-Film drehen.

Eigentlich versucht der Grinch, dem Otto Waalkes seine Stimme leiht, diesem ganzen Trubel aus dem Weg zu gehen. Doch dann gehen die Essensvorräte in seinem Bergpalast zur Neige, und der grüne Fiesling muss in die Höhle des Löwens, also in die verhasste Weihnachtskapitale Whoville absteigen.

Beste Stimmung in 85 Wohnstuben, Ateliers, kleinen Sälen – die Notenspur-Nacht der Hausmusik hat Gastgebern, Gästen und Musikern einen gelungenen Abend geboten.

Unterhaltend für Gross und Klein ist «Grinch» auch deshalb, weil der Animationsfilm so detailverliebt daherkommt. Allein wie der Haushund Max morgens den Kaffee für sein Herrchen zubereitet und noch einen grimmigen Smiley in den Schaum zaubert, ist einen Kino-Besuch wert.

Die Bauarbeiten in der Leipziger Georg-Schwarz-Straße stehen kurz vor dem Abschluss. Ab Montag fahren die Straßenbahnen der Linie 7 wieder zweigleisig. Die Haltestellen werden hingegen erst Mitte Dezember fertig.

Nach Sid in «Ice Age» wagt sich Otto an ein neues Kino-Projekt: In «Grinch» leiht er dem gleichnamigen Protagonisten seine Stimme. Im Interview outet sich Otto als Weihnachtsfan und zeichnet für «Bluewin» eine Mischung aus Grinch und Ottifanten.

24.11.2018 Lokales Kooperation – Bergbau verbindet Leipzig und Mosambik Eine Freundschaft aus DDR-Zeiten lebt wieder auf. Seit einigen Jahren arbeiten Sachsen und Mosambik wieder im Bergbau zusammen. Ein Kurs in Leipzig soll dazu beitragen, die Sicherheit in den afrikanischen Minen zu verbessern. Auch Sprengstoff spielt dabei eine Rolle.

Zu rücksichtsvoll ist er mit seinem Hund, zu ungeschickt in seinen Handlungen und zu flauschig sein grünes Fell. Auch Ottos Synchronstimme mag dazu beitragen, dass man diesem Grinch nicht wirklich böse sein kann.

Alle Jahre wieder: Im Spätsommer stehen die Weihnachtssüßigkeiten in den Supermarktregalen. Influencer stellen kurz nach Halloween ihre künstlichen Tannenbäume auf und posieren mit Zuckerstangen sowie Weihnachtsmützen. Spätestens in der Woche vor Totensonntag ist der Einzelhandel für den Großangriff Weihnachten gerüstet. Und pünktlich in der ersten Adventswoche legen die Radiostationen Wham mit Last Christmas in die Dauerschleife. Dem Fest der Liebe aus dem Weg gehen? So gut wie unmöglich. Mit Der Grinch startet nun auch der erste Weihnachtsfilm der Saison in den Kinos.

Der Film erzählt die Geschichte vom Grinch, der abseits des weihnachtsverrückten Dörfchens Whoville ein Einsiedlerdasein in einer Höhle gemeinsam mit seinem Hund Max erwählt hat. Dummerweise sind seine Essensvorräte vor dem Weihnachtsfest erschöpft, sodass er zum Einkaufen runter ins Dorf muss. Dort trifft er auf die kleine Cindy Lou, die sich in den Kopf gesetzt hat, den Weihnachtsmann in der Nacht des Heilig Abend abzufangen, um ihm ihren wichtigsten Weihnachtswunsch zu erzählen. Genau dieses Vorhaben könnte die Pläne des Grinch durchkreuzen – immerhin hat der sich vorgenommen, Weihnachten einfach zu stehlen …

Gerade in den USA ist das Kinderbuch How the Grinch stole Christmas von Dr. Seuss sehr bekannt. Spätestens mit der Verfilmung aus dem Jahr 2000 mit Jim Carrey in der Hauptrolle wurde der grüne Weihnachtshasser auch in Deutschland bekannt. An die Neuauflage hat sich jetzt das Team von Illumination Entertainment, das für Ich – Einfach unverbesserlich, die Minions und Sing verantwortlich zeichnet, gewagt. Die Hauptrolle des Grinch in der Originalversion hat Benedict Cumberbatch übernommen. In Deutschland sorgte die Nachricht, dass Otto Waalkes für die deutsche Fassung diese Rolles spricht, gelinde gesagt für Irritationen, denn seine Stimme ist nicht ansatzweise so tief und sonor wie die von Cumberbatch.

Mit «Verschwörung» kommt die Fortsetzung von Stieg Larssons «Millennium»-Triolgie in die Kinos. Dominique Rinderknecht stellt den Film vor und wirft einen Blick auf die beliebtesten Kinofilme.

Zugegeben, in der Originalversion dürfte dem Grinch etwas mehr Boshaftigkeit anhaften als in der deutschen Synchronversion. Da Der Grinch das Gewicht der Erzählung jedoch eher auf Slapstick, Witz und Leichtigkeit legt, hat man mit Otto Waalkes vermutlich die bessere Wahl getroffen. Waalkes hatte bereits mit Ice Age und Mulan bewiesen, dass seine Stimme mehr kann als Hollahahidi oder das charakterische Lachen. Sein Grinch klingt weich, wenn die einsamen, aufgewühlten Momente, der Figur anstehen – und verärgert, wenn der Einsiedler dem Weihnachtswahn ausgesetzt ist.

Der Film lebt von dieser Mission, die der Grinch zusammen mit seinem Hund Max mit viel Eifer angeht. Ihr Plan ist es, sich als Weihnachtsmann nachts in die Stadt zu schleichen und dann alle Präsente einzusacken.

Illumination Entertainment hat sich nicht gescheut, einige moderne Aspekte unserer Welt passend in die von Whoville zu integrieren. So tüftelt der Grinch akribisch an seinem Vorhaben, das Weihnachtsfest zu stehlen und entwickelt unter anderem eine kreative Version einer Drohne. Ähnlichkeiten zu Gru aus Ich – Einfach unverbesserlich sind hier vermutlich beabsichtigt und gewollt; sie sind aber auch zu verschmerzen, da dem Kreativ-Team nicht die Ideen ausgegangen sind und der Grinch damit nicht wie eine billige Kopie in Grün wirkt. Die Handschrift der Produktionsfirma macht sich auch sonst in den hervorragenden Animationen bemerkbar. Jeder Lufthauch ist in dem grünen Pelz der Hauptfigur zu sehen, und das verschneite Whoville erscheint in bunter Weihnachtspracht.

Otto ist aber nicht nur Musiker und Synchronsprecher, sondern eben auch Maler. In der Ausstellung «Saitensprünge» hat der bekannteste Ostfriese zusammen mit anderen Musikern seine Werke ausgestellt.

Neben der bekannten Botschaft der Geschichte gibt es außerdem eine zweite, kindgerecht erzählte Botschaft. Cindy Lou möchte dem Weihnachtsmann nämlich auflauern, um sich von ihm zu wünschen, dass ihre hart arbeitende Mutter, die sich mit zwei Jobs mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt, mehr Zeit für sich hat und weniger arbeiten muss. Diese verpackt das Drehbuch behutsam ohne die Moralkeule plump zu schwingen. Für die gewisse Leichtigkeit eines weihnachtlichen Familienfilms sorgt die gut platzierte Situationskomik, die nicht nur den kleinen Zuschauern gefallen dürfte.

Trotz dieser offen zur Schau getragenen Boshaftigkeit, die Züge des Herr-der-Ringe-Wesen Gollum trägt, wird dem Zuschauer bald klar: In der Brust des Grinch scheint doch ein gutes Herz zu schlagen.

Der Grinch mag nicht zu den innovativsten Neuauflagen bekannter Stoffe gehören, erzählt seine Geschichte aber locker und leicht in 90 Minuten. Wer Kinder zu bespaßen hat, kann sie beruhigt mit auf einen Ausflug ins verschneite, weihnachtlich geschmückte Whoville nehmen.

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