0:2-Pleite in Eilenburg Chemie Leipzig nur noch Zweiter
Chemie Leipzig verliert in Eilenburg die Tabellenführung
Chemie Leipzig vergeigt in Eilenburg 0:2 (0:0) und ist plötzlich nur noch Zweiter. Aus sieben Punkten Vorsprung, wurden zwei Punkte Rückstand auf Luckenwalde.

In Eilenburg lernte er seine ersten Worte Deutsch. Samstag kehrt Branden Stelmak erstmals mit Chemie Leipzig zurück zu seinem Ex-Klub.

Eilenburg – Oberliga-Spitzenreiter BSG Chemie Leipzig hat am 14. Spieltag erstmals die Tabellenführung abgegeben. Die Elf von Trainer Dietmar Demuth verlor am Samstag beim FC Eilenburg mit 0:2 (0:0) und musste Verfolger Luckenwalde vorbeilassen. Ein später Doppelpack von Henrik Jochmann (69., 76.) stürzte die BSG in eine kleine Ergebniskrise.

Spitzenreiter mit zwei Punkten Vorsprung – Chemie liegt derzeit voll auf Kurs 4. Liga. Das soll auch in der Rückrunde so bleiben.

Trainer Dietmar Demuth (63) warnt: Wir müssen zusehen, dass der Abstand bis zum Winter nicht noch größer wird.

Nach zehn Auftaktsiegen stagnierte die Leistung der Leutzscher, zuletzt blieben sie dreimal in Folge sieglos. Größter Nackenschlag: das 0:5 bei Mitabsteiger Luckenwalde (TAG24 berichtete). Und auch nach dem Zittersieg im Sachsenpokal bei Siebtligist Trebendorf ging es in der Liga nicht wieder bergauf.

Die BSG Chemie Leipzig kann in der Oberliga Süd auch das vierte Spiel in Folge nicht gewinnen. Beim FC Eilenburg kassiert das Team von Dietmar Demuth zwei späte Tore und wird von der Tabellenspitze verdrängt.

Eilenburg. Die ganz große Euphorie ist bei der BSG Chemie Leipzig nach überragendem Saisonstart und dem Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals erst mal verflogen. Am Samstag verlor die Mannschaft von Dietmar Demuth beim FC Eilenburg mit 0:2 (0:0) und büßte damit den Platz an der Tabellenspitze ein.

Dadurch musste Chemie erstmals in dieser Spielzeit die Tabellenführung der Oberliga NOFV-Süd abgeben. Neuer Spitzenreiter ist Mitabsteiger FSV Luckenwalde nach dem 4:0-Erfolg gegen den VfB Krieschow. Die Brandenburger haben jetzt einen Punkt Vorsprung auf die Sachsen.

Chemie war in den vergangenen Wochen bereits etwas außer Tritt geraten. In der Liga gab es zuletzt drei Spiele lang keinen Sieg. Dazu kämpften sich die Grün-Weißen im Sachsenpokal beim SV Trebendorf erst in der Verlängerung mit 6:3 (2:2, 3:3) und viel Mühe in die nächste Runde.

Nächsten Samstag will die BSG nach nun vier sieglosen Ligaspielen wieder einen Dreier holen. Dann ist ab 13 Uhr Wismut Gera zu Gast im Alfred-Kunze-Sportpark.

Mit dem FC Eilenburg wartete dazu am Samstag die Mannschaft der Stunde. Das Team von Trainer Nico Knaube hatte sich nach holprigem Saisonstart stabilisiert und vier Siege in Serie eingefahren. Gegen Chemie gelang der fünfte Streich. Zur Belohnung gab es Platz vier in der Tabelle.

Im letzten Auswärtsspiel des Jahres stand es nach 45 weitgehend ereignislosen Minuten 0:0 zur Halbzeit.

Für die Gastgeber traf Henrik Jochmann doppelt (67. und 76. Minute). In der ersten Halbzeit hatten sich beide Teams fast komplett neutralisiert. Mit der Niederlage rutschen die Leutzscher in der Tabelle hinter Luckenwalde auf Platz zwei. Am kommenden Samstag tritt Chemie dann im Alfred-Kunze-Sportpark gegen den Tabellensiebten Wismut Gera an und hofft dort endlich wieder auf Punkte.

BSG Chemie: Heine – Rode, Karau, Wendt, Wajer, Heinze, Schmidt, L., Trogrlic, Keßler, Druschky, Stelmak

FC Eilenburg: Naumann – Jochmann, Hofmann, Majetschak, Vogel, Bartlog (75. Dietrich), Vetterlein, Sauer (80., Schmidt), Heidel, Luis, Döbelt (69., Kummer)