Jetzt bestreiten Salzburg & Leipzig ein kleines Finale
Furiose Salzburger feiern 5:2-Sieg bei Rosenborg
Salzburg hat seinen Siegeszug in der Europa League auch am vierten Spieltag fortgesetzt. Österreichs Meister feierte am Donnerstagabend mit einem 5:2 bei Rosenborg Trondheim den vierten Sieg und führt die Gruppe B mit dem Maximum von zwölf Punkten an.

Der Aufstieg ins Sechzehntelfinale ist allerdings noch nicht perfekt, weil RB Leipzig im Parallelspiel bei Celtic Glasgow mit 1:2 verlor und so wie die Schotten mit sechs Zählern Salzburg noch überholen könnte. Ein einziger Punkt aus den verbleibenden Partien gegen Leipzig (29. November) und in Glasgow (13. Dezember) reicht der Truppe von Trainer Marco Rose aber schon zum Einzug in die K.-o.-Phase.

Tatsächlich hat Coolen im Vergleich zur ersten Begegnung mit Außenverteidiger und Teamspieler Birger Meling sowie Offensivmann Pal Andre Helland zwei Standardkräfte wieder zur Verfügung. Helland glänzte gegen Odds am Sonntag mit einem Doppelpack. Salzburg hingegen muss im Gegensatz zur ersten Begegnung auf Mittelfeld-Routinier Zlatko Junuzovic verzichten, der weiterhin mit einem Muskelfaserriss in der linken Wade fehlt. Auch Reinhold Yabo ist wegen einer Knöchelverletzung nicht mit von der Partie.

Mann des Abends in Trondheim war Takumi Minamino mit dreieinhalb Toren. Der Japaner schoss die Salzburger in der fünften und 19. Minute zu einer 2:0-Führung, traf noch vor der Pause zum 4:0 (45.) und war danach auch maßgeblich am 5:1-Eigentor von Even Hovland (57.) beteiligt. Das zwischenzeitliche 3:0 besorgte Fredrik Gulbrandsen (37.), die Treffer der immer noch punktelosen Norweger erzielten Samuel Adegbenro (52.) und Mike Jensen (62.).

Europa League: Minamino nach Gala: “Das ist mein Job”

Der zuletzt starke Hannes Wolf stand bei Salzburg etwas überraschend nicht in der Startformation. Im offensiven Mittelfeld wirbelte an seiner Stelle Minamino. Rose lag mit seiner Entscheidung völlig richtig: Der Japaner war der überragende Mann auf dem Platz. Minamino eröffnete den Torreigen mit einem Flachschuss nach Pass von Stefan Lainer. Wenig später ließ er aus kurzer Distanz eine Großchance aus (12.). Nach einem langen Ball von Andre Ramalho holte er das versäumte 2:0 aber mit einem sehenswerten Volley nach.

Zwar ist der einstige Champions-League-Dauergast Rosenborg in EL-Gruppe B nach drei Partien noch ohne Punkt, tankte zuletzt aber viel Selbstvertrauen auf norwegischer Ebene. Erst feierte man einen 2:1-Erfolg beim letzten verbliebenen Verfolger Brann Bergen, am Sonntag setzten sich Nicklas Bendtner und Co. dann zuhause mit 3:1 gegen Odds BK durch. “Wir haben das Spiel völlig kontrolliert – endlich, 90 Minuten lang. Mehr kann ich nicht verlangen”, freute sich der niederländische Trainer Rini Coolen.

Die Salzburger waren klar tonangebend. Der norwegische Meister wirkte phasenweise hilflos, kam in der ersten Hälfte nur einmal gefährlich vor das Tor: Alexander Walke musste sich bei einem Kopfball von Alexander Söderlund strecken (31.). Auf der Gegenseite schlug Gulbrandsen gegen seine Landsleute zu. Der Norweger setzte einen weiteren Querpass von Lainer nach einer schönen Kombination unter die Latte (37.).

Im Heimduell ließ man Rosenborg am 25. Oktober beim 3:0 (1:0) keine Chance, die Salzburger erwarten im 20.000er-Stadion Lerkendal allerdings deutlich mehr Gegenwehr. “Das Spiel in Trondheim wird sicherlich ein ganz anderes als jenes zu Hause. Sie wollen ihren Fans sicher zeigen, dass sie in der Lage sind europäisch zu punkten. Wir müssen uns auf einen sehr motivierten Gegner einstellen”, warnte Rose vor einem Club, der gewinnen muss, will er die Minichance auf den Aufstieg am Leben halten.

Salzburg ließ danach Chancen im Minutentakt aus: Amadou Haidara brachte den Ball aus spitzem Winkel nicht im Tor unter (41.), Munas Dabbur scheiterte an Rosenborgs Schlussmann Andre Hansen (42.). Minamino vollendete seinen Triplepack aber noch vor der Pause. Der 23-Jährige, der nun bei neun Pflichtspieltreffern in dieser Saison hält, vollendete im Nachschuss, nachdem Hansen seinen ersten Versuch noch pariert hatte.

Ein weiterer Treffer von Gulbrandsen wurde nach Seitenwechsel wahrscheinlich zu Unrecht wegen Abseits nicht anerkannt (48.). Rosenborgs erster Treffer zählte dagegen. Adegbenro ließ am Strafraum das Innenverteidigerduo Ramalho und Jerome Onguene nicht gut aussehen und traf via Innenstange.

Minamino hatte auch beim 5:1 seine Beine im Spiel. Hovland beförderte den Ball im Zweikampf mit dem Japaner ins eigene Tor. Auf der Gegenseite schlug ein von Jensen abgefälschter Nicklas-Bendtner-Schuss im kurzen Eck ein. Salzburg ging danach nicht mehr volles Tempo. Dabbur blieb ein Tor verwehrt, der Goalgetter schoss knapp daneben (68.).

Die Kommentare der User geben nicht notwendigerweise die Meinung der LAOLA1-Redaktion wieder. LAOLA1 behält sich vor, ohne Angabe von Gründen Kommentare zu löschen, insbesondere wenn diese straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen von LAOLA1 zuwiderlaufen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang insbesondere auf unsere Nutzungsbedingungen. Der User kann in solchen Fällen auch keinerlei Ansprüche geltend machen. Weiters behält sich die Sportradar Media Services GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.

Salzburg erzielte aber auch so im vierten Gruppenspiel mehr als zwei Tore. Der Halbfinalist der vergangenen Saison hat zudem weiter die Chance, die EL-Gruppenphase zum dritten Mal nach 2009 und 2013 ohne Punkteverlust abzuschließen. Es war der 20. Sieg der Bullen im 24. Pflichtspiel der Saison. Zu Hause hatten sie Rosenborg vor zwei Wochen mit 3:0 ebenfalls keine Chance gelassen.

Ende von Minaminos Jokerrolle in Sicht? Dass dieser Auftritt Minaminos Standing in der Mozartstadt nicht unbedingt steigern muss, zeigt die Vergangenheit. Der mittlerweile Langzeit-“Bulle” erzielte beim letztjährigen Frühjahrs-Erfolgslauf der Salzburger in der Europa League wichtige Tore beim 2:2 gegen Real Sociedad und beim 2:4 gegen Lazio Rom, kam aber dennoch nicht über gerade mal 93 von möglichen 720 Spielminuten hinaus.

Torfolge:0:1 Minamino (5.)0:2 Minamino (19.)0:3 Gulbrandsen (37.)0:4 Minamino (45.)1:4 Adegbenro (52.)1:5 Hovland (57./Eigentor)2:5 Jensen (62.)

Dass der Aufstieg trotz vier Siegen in vier Spielen noch nicht fixiert werden konnte, wurmt in Salzburg niemanden. Viel mehr ergibt sich für Rose daraus eine Gelegenheit für einen ganz besonderen Sieg: “Es ist eine spannende Gruppe bis zum Ende. Wir haben noch bärenstarke Gegner vor uns. Gegen Leipzig wollen wir vor vollem Haus den Nagel draufmachen.”

Rosenborg: Hansen – Reitan, Serbecic, Hovland, Meling – Konradsen, Jensen, Denic (85./Vilhjalmsson) – Adegbenro (75./Levi), Söderlund (46./Lundemo), Bendtner

Rose weiß, “was meine Jungs am Schläger haben” Minaminos tolle Performance kam für Rose wenig überraschend: “Ich weiß, was meine Jungs auf dem Schläger haben. Manchmal hat man als Trainer das Glück und wird dafür belohnt. Taki war sehr gängig, hat ein richtig gutes Spiel gemacht und sich dafür belohnt.”

Salzburg: Walke – Lainer, Ramalho, Onguene, Ulmer – Haidara, Samassekou, Minamino (78./Wolf), Schlager (89./Leitgeb) – Gulbrandsen (85./Prevljak), Dabbur

Immosuche Jobsuche Wetter 24° E-Paper Abo Volltextsuche Suchen Seite 1 International Europa EU Amerika Naher Osten Asien & Pazifik Afrika Inland Parteien Bundesländer Sachpolitik Parlament Blogs & Serien Wirtschaft Unternehmen Finanzen & Börse Wirtschaftspolitik ATX Indizes Aktien Fonds Währungen Rohstoffe Zinsen Watchlist & Portfolio Web Innovationen IT-Business Telekom Netzpolitik Games Webmix Sport Fußball Motorsport Formel 1 Wintersport Ski Eishockey Mehr Sport Tennis Sporttabellen Panorama Österreich Wien Welt Flüchtlinge Gesellschaft Ökologie Wetter Etat Medien ORF TV TV-Programm Radio Internet Medien-Blogs Werbung Kultur Film Kinoprogramm Musik Bühne Bildende Kunst Literatur Kulturpolitik Wissenschaft Mensch Natur Raum Technik Welt Zeit Forschung Spezial Wissens-Blogs Gesundheit Krankheit Therapie & Medikamente Familie & Gesundheit Gesund bleiben Bildung Kindergarten Schule Hochschule Lehre & Berufsschule Weiterbildung Reisen Reisen aktuell Urlaub in Österreich Europa Reisen Fernreisen Reiseblogs Schulferien Lifestyle Essen & Trinken Mode & Kosmetik Design & Interieur Uhren Garten Rätsel & Sudoku Familie Meinung Kommentare Kolumnen Kommentare der anderen Userkommentare Debatten Userkommentare Kommentare der anderen User Userblogs Mitreden Fragen und Antworten Quiz Forum+ Community Off-Topic dieStandard.at Geschlechterpolitik Arbeitswelten Alltag Debatte Kino Karriere Job & Karriere Management Karriere-Service Jobsuche Immobilien Bauen & Wohnen Gewerbeimmobilien Architektur & Stadt Immobilien-Service Immobiliensuche Für Inserenten Services für Suchende Immopreise Automobil Auto Motorrad Rad ZuZweit Werkzeuge Übersicht Darstellung: Relevanz Chrononologie derStandard.at Instagram WhatsApp Twitter Facebook RSS Feeds Immosuche Jobsuche EuropaLeagueFCSalzburg Furiose Salzburger feiern 5:2-Sieg bei Rosenborg Matchwinner beim sicheren Auswärtssieg war der Japaner Minamino mit einem Hattrick. Salzburg zur Pause bereits mit 4:0 in Front

Die Konkurrenz auf Minaminos Position hinter den Spitzen ist mit Rose-Liebling Hannes Wolf groß, ein Luxusproblem will Rose dennoch nicht sehen: “Wir haben gar kein Problem. Ich habe die Aufgabe, diese Truppe zusammen zu halten, das kriegen wir ganz gut hin.”

Foto: APA/HANS PUNZ Trondheim – Red Bull Salzburg steht trotz eines Torfestivals bei Rosenborg Trondheim noch nicht fix in der K.o.-Phase der Fußball-Europa-League. Österreichs Meister fertigte Rosenborg Trondheim am Donnerstag in Norwegen mit 5:2 (4:0) ab. Weil RB Leipzig aber das Parallelspiel bei Celtic Glasgow 1:2 verlor, können die Salzburger trotz vier Siegen in vier Spielen noch nicht für das Sechzehntelfinale planen.