Hallen-Eröffnung im Kohlrabizirkus: Eissport ist zurück in Leipzig!
IceFighters Leipzig mit 0:2-Niederlage bei großer Premiere im Kohlrabirkus
Die Hannover Indians verderben dem Leipziger Eishockey-Oberligisten beim ersten Spiel in der neuen Heimstätte die Feierlaune.

Leipzig. Um 17.03 Uhr ist es endlich so weit: Das erste Bully im Kohlrabizirkus, das Match der Exa Icefighters gegen die Hannover Indians, beginnt. Doch in diesem Moment beginnt viel mehr: Das Premierenspiel läutet ein neues Zeitalter für Eishockey in Leipzig ein, in nicht ferner Zukunft soll es hier Spiele in der DEL2 geben. Funktionäre des Deutschen Eishockey Bundes sprechen von einem schlafenden Riesen.

Die Sportart Eishockey ist endlich wieder zurück in der Messestadt. Sechs Jahre hat es gedauert, nun haben die EXA Ice-Fighters am Sonntag mit ihrem ersten Heim-Punktspiel der Saison ihre neue Spielstätte im sogenannten Kohlrabizirkus eingeweiht. Die nördliche Kuppelhalle der ehemaligen Großmarkthalle, in der Straße An den Tierkliniken gelegen, ist gerade mal ein paar Minuten von der Alten Messe entfernt. Dort hatten die Ice-Fighters in der Messehalle 6 bis 2012 ihre Oberliga-Spiele ausgetragen. Doch die Halle fiel den Bauplänen eines Möbelhauses zum Opfer und die Spieler der Leipziger Eishockey-Mannschaft hatten keine Spielstätte mehr. Als Interimslösung wurde ein Eiszelt in Taucha errichtet, ursprünglich nur für zwei Spielzeiten angedacht. Daraus wurden dann schließlich sechs Jahre.

Der Kohlrabizirkus in Leipzig ist wieder Eissporthalle

Apropos Riese: Neugier, Freude, Nervosität, Anspannung, die Akustik und auch die gigantische Kuppel der ehemaligen Großmarkthalle – irgendwie wirkt gestern alles riesig. Dass die Leipziger zur Premiere 0:2 (0:2,0:0,0:0) verlieren, ist unerfreulich, wie ein lästiger Schönheitsfleck auf dem Festanzug. Stört aber nur ein bisschen – die Mannschaft wird nach dem Match geradezu euphorisch gefeiert. der Jubel gilt auch dem kleinen Wunder, den Zirkus in so kurzer Zeit spielfähig hingekriegt zu haben. Sieht auch Sven Gerike so: Ich glaube das wichtigste was wir mitnehmen ist, dass hier alles klappt und wir eine neue Heimat, sagt der Coach.

Kohlrabizirkus Von den Leipzigern wird die ehemalige Großmarkthalle Leipzig als Kohlrabizirkus bezeichnet. Heute wird sie als Veranstaltungshalle genutzt. Der Kuppelbau wurde 1927 bis 1929 gebaut und steht unter Denkmalschutz. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung galten die zwei Kuppelschalen mit einer Spannweite von 75 Meter bei einer Gesamtgebäudehöhe von 29 Metern als größte Massivkuppeln der Welt. Mit Saisonbeginn 2018/2019 ist die Nordhalle des Komplexes die Heimspielstätte der EXA Ice-Fighters Leipzig.

Der historische Tag beginnt mit müden Gesichtern und Baulärm. Noch weit nach Mitternacht hämmern, sägen, schrauben und putzen rund zwei Dutzend Leute in der neuen Spielstätte. Es sind Fans, Mitarbeiter des Vereins, Handwerker – und Überraschungsgäste. Jeder hat eine Geschichte zu erzählen, warum er die Nacht auf der Baustelle, Pardon Eishalle, verbringt. Zum Beispiel Sven Gösch, der bis 2 Uhr Spielerbänke zusammenbaut. Gösch war mal Trainer der Icefighters, wurde Anfang 2012 entlassen. Aktuell ist er Sportlicher Leiter der Crocodiles Hamburg (am Freitag 5:4-Sieger in Halle). Ich wurde zur Eröffnung eingeladen. Da habe ich mit der Familie ein Leipzig-Wochenende draus gemacht. Und wenn ich schon mal da bin, hab ich auch mitgeholfen, erzählt Gösch. Icefighters-Geschäftsführer André Krüll (dekorierte persönlich die ganze Nacht über den VIP-Raum) findet das sensationell: Das muss man sich vorstellen: Einst habe ich ihn gefeuert, jetzt baut er unsere Halle mit.

Gewerkelt wird noch in den Vormittagsstunden, eigentlich bis zum ersten Bully. Ab 14 Uhr strömen die Gäste in die Arena, jeder staunt. Auch die Gäste aus Hannover, die 15 Uhr eintreffen. Die Indians inspizieren alles genau, schießen Fotos für Facebook und die Lieben daheim. Die Eisfläche ist doch hier größer als im Zelt, oder?, fragt Verteidiger Nickolas Bovenschen. Stimmt. Vieles hier ist noch ein Provisorium, entschuldigt sich ein Hallenmitarbeiter bei den Gästen, die verzweifelt Steckdosen suchen. Antwort aus der Indians-Kabine: Alles besser als das Zelt.

Pünktlich 15.30 Uhr steigt die kurze Eröffnungszeremonie. Zuerst bevölkern rund 60 Nachwuchs-Cracks (von 87) zwischen 6 und 16 Jahren sowie drei Kunstlauf-Sternchen die Eisfläche – die Zukunft. Dann Dankesreden, die Ex-Trainer werden gewürdigt, und es passiert etwas Seltenes in diesen Tagen: Beifall und Jubel für Politiker! In diesem Fall Tauchas Bürgermeister Tobias Meier sowie Leipzigs Sportausschuss-Vorsitzender Christopher Zenker, die Anteil daran haben, dass Eishockey in L.E. am Leben erhalten geblieben ist.

Lange mussten die Leipziger auf eine Eishalle verzichten. Am Sonntag nun wurde nach sechs Jahren Eis-Abstinenz wieder eine Eissporthalle in der Stadt eröffnet. Die nördliche Halle des sogenannten Kohlrabizirkus ist nun Spielstätte der Eishockeymannschaft EXA Ice-Fighters Leipzig. Und auch Hobby-Schlitschuhläufer sollen die Halle nutzen dürfen.

Leipzig – Es gab eine Eröffnungszeremonie, Dankesworte und sogar: Beifall für Politiker. Am Sonntag eröffnete die neu eingerichtete Eishalle im Kohlrabizirkus mit dem ersten Punktspiel der Eishockeymannschaft Exa Ice Fighters vor ausverkauftem Haus. Auch Hobby-Schlittschuhläufer sollen bald aufs Eis dürfen.

Zwar verloren die Ice Fighters ihr erstes Heimspiel gegen die Hannover Indians mit 0 : 2, der Beifall war ihnen dennoch sicher. Und der fiel geradezu euphorisch aus, wie “Sportbuzzer” berichtet.

Die Bundesanwaltschaft hat sechs Männer wegen des Verdachts der Bildung einer rechtsterroristischen Vereinigung festnehmen lassen. Sie sollen der Terrorgruppe "Revolution Chemnitz" angehören und Anschläge geplant haben.

Ein wichtiger Grund für die Reaktion des Publikums: Nach sechs Jahren des Wartens hat Leipzig endlich wieder eine Eissporthalle. Der Umbau des Kohlrabizirkus zum neuen Sport- und Freizeitzentrum schreitet voran (TAG24 berichtete). Mit der Eissporthalle konnte nun der erste Abschnitt eröffnet werden.

Der Umbau dauerte dabei nur wenige Wochen. Im April beschloss der Leipziger Stadtrat seine Unterstützung für das Projekt, im Juli unterschrieben die Ice Fighters den Mietvertrag, nun steht die Eisfläche, wie Leipzigs SPD-Fraktionsvorsitzender Christopher Zenker auf Facebook schreibt.

Nach vier Tagen Pause hatten die Gleise am Hauptbahnhof Leipzig fast Rost angesetzt. Die Bahn hat gebaut und Steuerungssysteme an die Neubaustrecke nach Nürnberg angeschlossen. Seit Sonntagmorgen fahren die Züge wieder.

Ganz fertig sei ist die Halle zwar noch nicht. In den nächsten Wochen sollen die Zuschauerplätze von derzeit 2500 auf 4500 aufgestockt und auch ein Videowürfel installiert werden. Für die Verantwortlichen scheint der Neubeginn allerdings bereits jetzt ein Erfolg zu sein.

In Leipzig hatten am Sonntag wieder viele Ateliers geöffnet, um Kunstbegeisterte in die Werkstätten zu locken. Bei über 100 Künstlern konnte man dabei hinter die Kulissen schauen. Das Angebot wurde rege genutzt.

Dabei sollen nicht nur die Profis in den Genuss des eisigen Untergrunds gelangen. Ab dem 3. Oktober soll die Halle auch für Hobby-Schlittschuhfahrer zur Verfügung stehen.