Leipzig hat wieder eine Eissporthalle
Der Kohlrabizirkus in Leipzig ist wieder Eissporthalle
Die Hannover Indians verderben dem Leipziger Eishockey-Oberligisten beim ersten Spiel in der neuen Heimstätte die Feierlaune.

Leipzig. Um 17.03 Uhr ist es endlich so weit: Das erste Bully im Kohlrabizirkus, das Match der Exa Icefighters gegen die Hannover Indians, beginnt. Doch in diesem Moment beginnt viel mehr: Das Premierenspiel läutet ein neues Zeitalter für Eishockey in Leipzig ein, in nicht ferner Zukunft soll es hier Spiele in der DEL2 geben. Funktionäre des Deutschen Eishockey Bundes sprechen von einem schlafenden Riesen.

Apropos Riese: Neugier, Freude, Nervosität, Anspannung, die Akustik und auch die gigantische Kuppel der ehemaligen Großmarkthalle – irgendwie wirkt gestern alles riesig. Dass die Leipziger zur Premiere 0:2 (0:2,0:0,0:0) verlieren, ist unerfreulich, wie ein lästiger Schönheitsfleck auf dem Festanzug. Stört aber nur ein bisschen – die Mannschaft wird nach dem Match geradezu euphorisch gefeiert. der Jubel gilt auch dem kleinen Wunder, den Zirkus in so kurzer Zeit spielfähig hingekriegt zu haben. Sieht auch Sven Gerike so: Ich glaube das wichtigste was wir mitnehmen ist, dass hier alles klappt und wir eine neue Heimat, sagt der Coach.

Der historische Tag beginnt mit müden Gesichtern und Baulärm. Noch weit nach Mitternacht hämmern, sägen, schrauben und putzen rund zwei Dutzend Leute in der neuen Spielstätte. Es sind Fans, Mitarbeiter des Vereins, Handwerker – und Überraschungsgäste. Jeder hat eine Geschichte zu erzählen, warum er die Nacht auf der Baustelle, Pardon Eishalle, verbringt. Zum Beispiel Sven Gösch, der bis 2 Uhr Spielerbänke zusammenbaut. Gösch war mal Trainer der Icefighters, wurde Anfang 2012 entlassen. Aktuell ist er Sportlicher Leiter der Crocodiles Hamburg (am Freitag 5:4-Sieger in Halle). Ich wurde zur Eröffnung eingeladen. Da habe ich mit der Familie ein Leipzig-Wochenende draus gemacht. Und wenn ich schon mal da bin, hab ich auch mitgeholfen, erzählt Gösch. Icefighters-Geschäftsführer André Krüll (dekorierte persönlich die ganze Nacht über den VIP-Raum) findet das sensationell: Das muss man sich vorstellen: Einst habe ich ihn gefeuert, jetzt baut er unsere Halle mit.

Gewerkelt wird noch in den Vormittagsstunden, eigentlich bis zum ersten Bully. Ab 14 Uhr strömen die Gäste in die Arena, jeder staunt. Auch die Gäste aus Hannover, die 15 Uhr eintreffen. Die Indians inspizieren alles genau, schießen Fotos für Facebook und die Lieben daheim. Die Eisfläche ist doch hier größer als im Zelt, oder?, fragt Verteidiger Nickolas Bovenschen. Stimmt. Vieles hier ist noch ein Provisorium, entschuldigt sich ein Hallenmitarbeiter bei den Gästen, die verzweifelt Steckdosen suchen. Antwort aus der Indians-Kabine: Alles besser als das Zelt.

Pünktlich 15.30 Uhr steigt die kurze Eröffnungszeremonie. Zuerst bevölkern rund 60 Nachwuchs-Cracks (von 87) zwischen 6 und 16 Jahren sowie drei Kunstlauf-Sternchen die Eisfläche – die Zukunft. Dann Dankesreden, die Ex-Trainer werden gewürdigt, und es passiert etwas Seltenes in diesen Tagen: Beifall und Jubel für Politiker! In diesem Fall Tauchas Bürgermeister Tobias Meier sowie Leipzigs Sportausschuss-Vorsitzender Christopher Zenker, die Anteil daran haben, dass Eishockey in L.E. am Leben erhalten geblieben ist.

Lange mussten die Leipziger auf eine Eishalle verzichten. Am Sonntag nun wurde nach sechs Jahren Eis-Abstinenz wieder eine Eissporthalle in der Stadt eröffnet. Die nördliche Halle des sogenannten Kohlrabizirkus ist nun Spielstätte der Eishockeymannschaft EXA Ice-Fighters Leipzig. Und auch Hobby-Schlitschuhläufer sollen die Halle nutzen dürfen.

Die Sportart Eishockey ist endlich wieder zurück in der Messestadt. Sechs Jahre hat es gedauert, nun haben die EXA Ice-Fighters am Sonntag mit ihrem ersten Heim-Punktspiel der Saison ihre neue Spielstätte im sogenannten Kohlrabizirkus eingeweiht. Die nördliche Kuppelhalle der ehemaligen Großmarkthalle, in der Straße An den Tierkliniken gelegen, ist gerade mal ein paar Minuten von der Alten Messe entfernt. Dort hatten die Ice-Fighters in der Messehalle 6 bis 2012 ihre Oberliga-Spiele ausgetragen. Doch die Halle fiel den Bauplänen eines Möbelhauses zum Opfer und die Spieler der Leipziger Eishockey-Mannschaft hatten keine Spielstätte mehr. Als Interimslösung wurde ein Eiszelt in Taucha errichtet, ursprünglich nur für zwei Spielzeiten angedacht. Daraus wurden dann schließlich sechs Jahre.

Noch ist nicht alles fertig in der neuen Halle im Kohlrabizirkus. So fehlt unter anderem noch der Videowürfel und auch die Platzkapazität für eissportbegeisterte Zuschauer soll in den kommenden Wochen aufgestockt werden. Derzeit können 2.500 Menschen die Spiele der Ice-Fighters beobachten, 2.000 weitere Plätze sollen noch entstehen. Für die Verantwortlichen ist der Neubeginn in Leipzig ein voller Erfolg, vor allem weil das erste Heimspiel vor ausverkaufter Kulisse stattfinden konnte.

Dass es angenommen wird, dafür bin ich überzeugt, weil es eine tolle und einzigartige Location ist.[…]Für den Zuschauer und den Fan ist das eine einmalige Eishalle.

Für zehn Jahre wurde der Mietvertrag mit den Ice-Fighters abgeschlossen – mit Option auf weitere Verlängerungen. Und auch Hobby-Schlittschuhläufer können von der neuen Heimstätte der Eishockey-Profis profitieren. Ab dem 3. Oktober soll die Fläche auch für alle Leipziger und deren Gäste zur Verfügung stehen.

Kohlrabizirkus Von den Leipzigern wird die ehemalige Großmarkthalle Leipzig als Kohlrabizirkus bezeichnet. Heute wird sie als Veranstaltungshalle genutzt. Der Kuppelbau wurde 1927 bis 1929 gebaut und steht unter Denkmalschutz. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung galten die zwei Kuppelschalen mit einer Spannweite von 75 Meter bei einer Gesamtgebäudehöhe von 29 Metern als größte Massivkuppeln der Welt. Mit Saisonbeginn 2018/2019 ist die Nordhalle des Komplexes die Heimspielstätte der EXA Ice-Fighters Leipzig.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN – Das Sachsenradio | 28.09.2018 | 16:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig

Im südbrandenburgischen Kraftwerk Jänschwalde ist am Sonntag ein erster Block vom Netz gegangen. Damit treten Teile des Energiewirtschaftsgesetzes in Kraft. Braunkohlekumpel fürchten um ihre Jobs.

Sechs Jahre hat es gedauert, nun hat Leipzig endlich wieder eine Eissporthalle. Am Sonntag wurde die nördliche Halle im sogenannten Kohlrabizirkus mit einem Eishockeyspiel eröffnet.

Nach vier Tagen Pause hatten die Gleise am Hauptbahnhof Leipzig fast Rost angesetzt. Die Bahn hat gebaut und Steuerungssysteme an die Neubaustrecke nach Nürnberg angeschlossen. Seit Sonntagmorgen fahren die Züge wieder.

In Leipzig hatten am Sonntag wieder viele Ateliers geöffnet, um Kunstbegeisterte in die Werkstätten zu locken. Bei über 100 Künstlern konnte man dabei hinter die Kulissen schauen. Das Angebot wurde rege genutzt.

Offene Ateliers in Leipzig Bildergalerie Bildrechte: IMAGO Ein Jahr nach der Tat Noch immer keine Spur im Mordfall Leipzig-Plagwitz Ein Jahr nach der Tat: Noch immer keine Spur im Mordfall Leipzig-Plagwitz Vor einem Jahr wurde ein junger Mann in Leipzig-Plagwitz getötet. Doch auch nach gut zwölf Monaten intensiver Ermittlungsarbeit tappt die Polizei weiter im Dunkeln. Vom Täter fehlt noch immer jede Spur.

Seit 1. August muss jede Oberschule in Sachsen einen Sozialarbeiter haben. So steht es im Schulgesetz. In der Oberlausitz gibt es aber noch Schulen, die keinen Sozialarbeiter haben, darunter auch Brennpunkt-Schulen.

Nach vier Tagen Pause hatten die Gleise am Hauptbahnhof Leipzig fast Rost angesetzt. Die Bahn hat gebaut und Steuerungssysteme an die Neubaustrecke nach Nürnberg angeschlossen. Seit Sonntagmorgen fahren die Züge wieder.

In Leipzig hatten am Sonntag wieder viele Ateliers geöffnet, um Kunstbegeisterte in die Werkstätten zu locken. Bei über 100 Künstlern konnte man dabei hinter die Kulissen schauen. Das Angebot wurde rege genutzt.

Offene Ateliers in Leipzig Bildergalerie Bildrechte: IMAGO Ein Jahr nach der Tat Noch immer keine Spur im Mordfall Leipzig-Plagwitz Ein Jahr nach der Tat: Noch immer keine Spur im Mordfall Leipzig-Plagwitz Vor einem Jahr wurde ein junger Mann in Leipzig-Plagwitz getötet. Doch auch nach gut zwölf Monaten intensiver Ermittlungsarbeit tappt die Polizei weiter im Dunkeln. Vom Täter fehlt noch immer jede Spur.

Im südbrandenburgischen Kraftwerk Jänschwalde ist am Sonntag ein erster Block vom Netz gegangen. Damit treten Teile des Energiewirtschaftsgesetzes in Kraft. Braunkohlekumpel fürchten um ihre Jobs.

Seit 1. August muss jede Oberschule in Sachsen einen Sozialarbeiter haben. So steht es im Schulgesetz. In der Oberlausitz gibt es aber noch Schulen, die keinen Sozialarbeiter haben, darunter auch Brennpunkt-Schulen.

In der Dresdner Neustadt ist am Sonntagmorgen ein Bierlaster in Flammen aufgegangen. Anwohner wurden durch mehrere Knalle aufgeschreckt. Das Feuer griff auf einen Garagenkomplex über.

Eissport in Leipzig könnte bald Geschichte sein. In der ganzen Region gibt es nur eine Eisfläche, die Eisarena Taucha, und der fehlen dringend 150.000 Euro für den Fortbestand.

Die provisorische Tauchaer Eisarena – ein Zelt – ist die einzige Fläche für Eissport in der Region Leipzig. Doch die Betreiber müssen Geld zum ihrem Fortbestand auftreiben. Eine Crowdfunding-Kampagne endet heute Abend.

Bei zwei Dritteln aller Rettungseinsätze der Feuerwehr in Chemnitz rücken die Helfer mit dem Rettungswagen aus. Damit sie im Ernstfall gut vorbereitet sind, wurde jetzt ein neues Ausbildungszentrum eröffnet.

Pomologen aus Deutschland, Tschechien und Polen treffen sich am Wochenende in Bad Muskau zu den mitteleuropäischen Pomologen- und Genusstagen. In diesem Jahr nehmen sie besonders seltene Birnen ins Visier.

Ärzte verbringen viel Zeit mit dem Schreiben von Arztbriefen, Berichten oder Anträgen. Um sie zu entlasten, bildet die Berufsakademie Plauen Arztassistenten aus. Der erste Jahrgang hat nun seinen Abschluss in der Tasche.