Chemnitzer FC – 1. FC Lokomotive Leipzig 3:1 – Erst Fragezeichen, dann ...
Regionalliga: Chemnitz holt sich gegen Lok den Startrekord
Polizeieinsatz am Leipziger Hauptbahnhof: Fans von Lokomotive Leipzig waren auf der Rückreise aus Chemnitz. In einem Zug kam es zu Sachbeschädigung.

Fans von Lokomotive Leipzig habe am Samstagabend ein Einsatz der Leipziger Polizei ausgelöst. Wie es aus dem Führungs- und Lagezentrum der Polizei gegenüber LVZ.de hieß, waren die Fans auf der Rückreise vom Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC. Im Zug kam es demnach zu Sachbeschädigungen.

Nach dem stimmungsvollen Ostklassiker herrschte übrigens Einigkeit zwischen beiden Trainern. Lok-Coach Björn Joppe, der erstmals an der Seitenlinie stand, sprach von einem verdienten CFC-Sieg: “Wir haben in der ersten Halbzeit nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. So kannst du bei einem Topteam nicht auftreten. Nach der Pause waren wir bissig in den Zweikämpfen, haben als Team gearbeitet. Da haben meine Spieler gesehen, dass man auch so eine starke Mannschaft in Bedrängnis bringen kann.”

CFC: Zehnter Sieg, aber drei gesperrte Spieler!

Die Polizei zog rasch Einsatzkräfte zusammen, um die Lok-Fans am Bahnhof in Empfang zu nehmen. Dort sei die Lage dann allerdings ruhig gewesen. Um welche Sachbeschädigungen es sich genau handelte, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen.

Am Donnerstagabend haben sich mehrere Männer auf dem Leipziger Augustusplatz geschlagen. Grund war eine Auseinandersetzung zweier Hunde. Drei Männer mussten mit Schnittverletzungen ins Krankenhaus.

Garcia humpelte nach dem 3:1-Sieg mit einer dicken Bandage am linken Knie in die Kabine. “Ich habe bei der Aktion, die zum Strafstoß führt, einen Pferdekuss abbekommen. Gegen Nordhausen werde ich aber sicher wieder spielen können”, gab der Deutsch-Spanier Entwarnung.

In der Nacht zum Donnerstag haben Unbekannte in Leipzig-Connewitz an mehreren Autos Seitenspiegel und Scheibenwischer abgerissen. Bisher ist noch unklar, wie viele Fahrzeuge beschädigt wurden.

Ein Mann hat am Samstagmorgen in Leipzig-Paunsdorf durch Zufall eine Katze in einer Mülltonne gefunden. Die Polizei sucht nun nach Zeugen der Tierquälerei.

Chemnitz – Viel Zeit, den zehnten Sieg zu genießen, haben die Himmelblauen nicht. Bereits am Mittwoch geht es beim Aufsteiger Optik Rathenow weiter. Dort muss CFC-Trainer David Bergner erstmals seine Erfolgself umkrempeln.

Der Chemnitzer FC hat einen neuen Startrekord in der Regionalliga Nordost aufgestellt. Die Himmelblauen siegten gegen Lok Leipzig mit 3:1 (3:0) und gingen so im zehnten Spiel in Serie als Gewinner vom Feld. Lok Leipzig war unter Neu-Trainer Björn Joppe nur zu Beginn und in der letzten halben Stunde ebenbürtig. Chemnitz bleibt so natürlich souveräner Spitzenreiter, für Lok geht es in der Tabelle auf den drittletzten Rang.

Am “Tag der deutschen Einheit” spielfrei haben außerdem Rafael Garcia und Matti Langer. Beide sahen am Sonnabend ihre fünfte gelbe Karte und sind gesperrt.

Zehn Spiele, zehn Siege. Der Chemnitzer FC hat einen neuen Startrekord in der Regionalliga Nordost aufgestellt. Schon früh stellte der CFC gegen Lok Leipzig die Weichen auf Sieg.

Beide Teams begannen forsch und erarbeiteten sich schnell erste Abschlüsse. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase gelang den Gastgebern die Führung. Nach einem Eckball von Dennis Grote köpfte Verteidiger Konstadin Velkov aus vier Metern ein. Und der CFC legte gleich nach. Daniel Frahn bediente Rafael Garcia, dessen Schuss vom herauseilenden Lok-Keeper Lukas Wenzel noch mit der Brust pariert wurde. Doch Dejan Bozic traf aus acht Metern in die verwaiste Tormitte (16.). Danach übernahm Chemnitz komplett das Ruder, von Lok kam fast nichts mehr. Nach einem Foul von David urban an Garcia gab es zudem noch Elfmeter. Daniel Frahn trat an und verwandelte unhaltbar links oben. Damit war nach 25 Minuten die Messe gelesen. Abgesehen von einem Freistoß durch Ryan Malone hatten die Leipziger keine Chance mehr im ersten Durchgang.

Doppelwechsel beim 1. FC Lok in der Halbzeit: Kapitän und Co-Trainer Markus Krug sollte für Urban die Abwehr stabilisieren, Maximilian Pommer für Pfeffer den Angriff beleben. Zunächst ging jedoch alles weiter wie in Durchgang eins: Chemnitz ließ überlegen Ball und Gegner laufen, ohne sich wirklich anstrengen zu müssen, Lok fand dagegen keine Mittel. Bis zur 60. Minute, als wie aus dem Nichts ein Eckball im CFC-Tor landete. Wer das Spielgerät dorthin befördert hatte, ließ sich nicht zweifelsfrei ermitteln – infrage kam Ecken-Schütze Salewski ebenso wie die Chemnitzer Hoheneder und Milde, offiziell angegeben wurde jedoch Zickert, der wohl noch drei oder vier Haare entscheidend in Richtung Ball bekommen hatte. Und das Tor setzte plötzlich nicht vorhanden geglaubte Energie bei den Blau-Gelben frei, die in der Folge durch Salewski (63.) und Schinke (71.) zu ordentlichen Möglichkeiten kamen.

Nach dem Wechsel zunächst fast das gleiche Bild. Lok schien nicht so richtig zu können, der CFC machte nun nur noch das Nötigste.

Neu-Coach Björn Joppe, erst vor wenigen Tagen vom Nachwuchskoordinator zum Cheftrainer befördert, krempelte längst nicht die komplette Mannschaft auf links, aber einige Änderungen nahm der Neue vor. So mussten im Vergleich zur letzten Woche Nils Gottschick und Lovro Sindik auf die Bank, Patrick Wolf stand verletzt nicht im Kader. Stattdessen in der Startelf waren Misch, Atici und der bisher beste Torschütze Malone, der seine Rotsperre abgesessen hatte. Der größte Unterschied war jedoch die taktische Formation: Statt des von Heiko Scholz zumeist favorisierten 3-4-3 spielte Lok ein 4-4-2. Die beiden Viererketten sollten eine bessere Raumaufteilung in der Defensive gewährleisten, die beiden Stürmer eine höhere Durchschlagskraft in der Offensive. Beides gelang nur bedingt.

Ab der 60. Minute wurde es aber doch wieder spannend. Velkov traf per Kopf ins eigene Tor und fortan machten die Gäste Druck. Nach einer roten Karte gegen Chemnitz Niklas Hoheneder wegen einer Notbremse fast der zweite Treffer des FCL: Doch Zickert stand beim Freistoß von Malone im Abseits. Lok drückte, war aber nicht zielstrebig genug. Stattdessen hätte Frahn in Unterzahl fast das 4:1 markiert (87.). Die letzte Gelegenheit von Leipzig vergab Malone (89.).

Kleine Randnotiz: Mit Garcia (Foul) und Matti Langer (Zeitspiel) holten sich zwei Chemnitzer ihre fünfte Gelbe Karte und fehlen damit unter der Woche beim Tabellenschlusslicht Rathenow. Dafür sind sie aber pünktlich gegen Nordhausen wieder mit an Bord. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

Björn Joppe (Leipzig): “Glückwunsch an den Chemnitzer FC. Aufgrund der ersten Halbzeit haben sie verdient gewonnen. Wir hatten uns für dieses Spiel viel vorgenommen, haben uns aber was Zweikämpfe und taktische Laufwege betrifft, dilettantisch angestellt. In der zweiten Halbzeit wollten wir uns besser präsentieren. Wir waren bissig in den Zweikämpfen und haben als Team sehr gut gearbeitet. Wenn uns das zweite Tor geglückt wäre, wäre sicherlich auch so ein Topteam wie die Chemnitzer nervös geworden. Aufgrund der Fehler aus Halbzeit eins war nicht mehr drin.”

David Bergner (Chemnitz): “Die ersten Halbzeit war es eine richtig gute meiner Mannschaft. Wir wussten nicht, was uns unter dem neuen Lok-Trainer für eine Mannschaft erwarten wird. Aber meine Jungs haben es perfekt angenommen und drei gute Tore markiert. In Halbzeit zwei war uns klar, dass der Gegner nur über Standards kommen kann. So kam es dann auch. Wobei es sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht, denn das Tor fiel aus einer Situation heraus, die keine Ecke hätte sei dürfen. Wir haben kurz gewackelt, aber nichts entscheidendes mehr zugelassen. Auch in Unterzahl hat man gesehen, dass jeder gewinnen will. Es war vor 7.500 Zuschauern eine tolle Atmosphäre.”

Sportlich läuft's beim CFC prächtig. Nicht so gut sieht der Weg für die geplante Sanierung des insolventen Vereins aus. Insolvenzverwalter Klaus Siemon will die Profiabteilung ausgliedern, um Kapital zu generieren.

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Danke CFC und auch an die Stimmung der Loksche! Ich hoffe jetzt, nun hat der letzte Betonkopf verstanden, wohin die Reise gehen muss. Auf jeden Fall nicht mehr B+B+Z.

Glückwunsch CFC. Nun hoffen dass man Ruhe in den Verein bekommt so dass bei einem Staffelsieg es auch was mit dem Aufstieg wird

Die 6 is ja lustig. Solltest vielleicht vorher auf die Tabelle der 3.Liga schauen bevor du den Mund aufreißt aber was soll man auch von so einem anderes erwarten. Gute erste Halbzeit vom Club und verdient gewonnen.

Habe das komplette Spiel live gesehen. Früher nannte man das Bezirksklasse und so war auch das Spiel!Das dass unter Profi-Bedingungen gespielt wird ist einfach Wahnsinn!

@23 Naja, also das Lok die Hälfte der Zuschauer gestellt hat bezweifle ich jetzt mal. Offiziell sollen es 1200 Lokisten gewesen sein, Respekt an die mitgereisten Lokisten für die geile Stimmung. Davon bitte demnächst auch mal wieder mehr in den Heimspielen im Bruno! Zum Spiel…nun der Wille war da aber zu mehr reicht es momentan anscheinend nicht. Erschreckend wie einfach es ist gegen Lok Tore zu erzielen, so geht es wohl bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg.

Unsympathisch so als Gastgeber aufzutreten! 3 Dinger vor der Halbzeit. 3 mal aufstehen und noch gar ne rich gesessen? Das macht mich gereizt das Gebrülle ringsrum. Lok einladen und dann rücksichtslos drauf. Macht man das? Das kann auch auf die letzte Spielminute verlegt sein. Bisschen mehr Respekt für den Gegner und die zahlenden Rentner. 3mal aufstehen also hallo gehts noch

Ich hoffe, dass das Zurückschalten in der zweiten Halbzeit, wie bisher in jedem Heimspiel, wirklich was mit Klasse zu tun hat,wenn ja, dann stimmt der Weg!Aber meinem Herz würde es anders besser gehen.

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