Konstanzer Seenachtsfest vor dem Aus? - Schwäbische
Wegen Klimaschutz – Klimanotstand killt das Konstanzer Seenachtsfest
Konstanz zieht Konsequenzen Wegen Klimanotstand: Seenachtfest vor dem Aus teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen per Mail teilen Die Stadt Konstanz will das Seenachtfest in seiner bisherigen Form abschaffen. Es passe nicht mehr nach Konstanz, so Oberbürgermeister Burchardt.

In Konstanz könnte das Seenachtfest in diesem Jahr in seiner bisherigen Form zum letzten Mal stattfinden. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt am Dienstagmorgen gegenüber dem SWR. Derzeit fänden Gespräche zwischen der Stadt und dem privaten Veranstalter statt, den Vertrag vorzeitig aufzuheben. Hintergrund der Überlegungen ist der Gemeinderats-Beschluss zum Klimanotstand. Zum Seenachtfest gehört auch ein riesiges Feuerwerk auf dem Bodensee – das passe so nicht mehr zu Konstanz.

Konstanzer Seenachtsfest vor dem Aus?

Zuvor hatte der “Südkurier” darüber berichtet. Demnach soll das Fest in diesem Jahr noch einmal in leicht abgespeckter Form und danach gar nicht mehr stattfinden. Ein sommerliches Fest, bei dem ein 80.000 Euro teures Feuerwerk verballert werde, passe nicht mehr nach Konstanz und in die Zeit, sagte Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) gegenüber der Zeitung. Er wolle sich für ein kleineres Seenachtfest einsetzen. Der Organisator aus Stuttgart, die Event-Agentur “Full Moon”, unterstützt dem Blatt zufolge die Bemühungen um den Klimaschutz.

Die ersten Reaktionen sind ganz unterschiedlich. Bei einer SWR-Umfrage am Dienstag in Konstanz waren einige Passanten dafür, das Fest aus Umwelt- und Kostengründen abzuschaffen. Andere würden dies bedauern, weil das Seenachtfest Tradition sei.

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Im Internet reichen die Reaktionen von “längst überfällig – es gibt zeitgemäßere Unterhaltung” bis “Ob das ausbleibende Feuerwerk es wirklich rausreißt, bleibt abzuwarten. Konstanz hat sicher massivere Probleme als ein Feuerwerk.” Viele schreiben auch, dass sie das Fest ohnehin nicht besuchten und offen seien für etwas Neues. Aber es gibt auch kritische Stimmen. Manche sagen, Konstanz schaffe sich selbst ab. Ein anderer Nutzer im Netz schreibt: “Alle die jetzt super schreien, sollten auch an Silvester auf Feuerwerk verzichten. Das wird dann ein ruhiges Silvester.”

Der Gemeinderat in Konstanz hatte Anfang Mai den Klimanotstand ausgerufen. Die Stadträte stimmten einstimmig für den Beschluss, den die “Fridays-for-Future”-Bewegung eingebracht hatte. Den Klimanotstand auszurufen, sei ein symbolischer Akt, so Oberbürgermeister Uli Burchardt damals. Er verpflichte aber auch zum Handeln, zum Beispiel zu klimaneutralem Bauen. Vor diesem umweltpolitischen Hintergrund wird nun auch das traditionelle Seenachtfest in Konstanz hinterfragt.

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Bundesweit einmalig Klimanotstand in Konstanz: Wie es jetzt weitergehen soll Die Schülerproteste der Konstanzer “Fridays-for-Future”-Bewegung haben sich gelohnt. Der Konstanzer Gemeinderat hat einstimmig den Klimanotstand ausgerufen – als erste Stadt bundesweit.  mehr…

Mehrere 10 000 Menschen bewundern jedes Jahr das Feuerwerk beim Seenachtsfest in Konstanz. (Foto: Archiv: dpa/Hella Wolff-Seybold) 4. Juni 2019Stefan FuchsDigitalredakteurFolgenDas größte Volksfest am Bodensee steht auf dem Prüfstand. Das Fest passe in dieser Form nicht mehr in die Zeit und auch nicht mehr zu Konstanz, sagt Oberbürgermeister Burchardt.

Als der Konstanzer Gemeinderat vor wenigen Wochen den Klimanotstand ausrief, wurde das von manchen belächelt. Doch jetzt macht der OB Ernst – und das berühmte Seenachtsfest könnte zum ersten Klimaopfer werden.

Konstanz – Es ist zuerst nur eine unverbindliche Absichtserklärung gewesen, doch jetzt könnte die Ausrufung des Klimanotstands durch den Gemeinderat in Konstanz das erste konkrete Opfer fordern: das Seenachtsfest. Es lockt alljährlich Anfang August Zehntausende an den Bodensee, nun steht es offenbar vor dem Aus. Es ist meines Erachtens richtig, das Seenachtfest in der bisherigen Form vom Jahr 2020 an nicht mehr durchzuführen, sagte der Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) laut einer Mitteilung.

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Das Seenachtsfest passt nicht mehr nach Konstanz, und es passt nicht mehr in die Zeit. Full Moon habe zugesagt, bereits in diesem Jahr die Bemühungen der Stadt zu unterstützen und ein klimafreundlicheres Feuerwerk zu gestalten, heißt es aus der Stadtverwaltung. Eventuell seien bei der Logistik CO2-Einsparungen möglich, sagte Thilo Reutter von Full Moon.

Es gibt Überlegungen, das Fest klimafreundlicher zu gestalten, sagte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage von schwäbische.de. Derzeit würden entsprechende Gespräche geführt. Ob das Seenachtsfest gar in absehbarer Zeit vor dem Aus stünde, sei noch nicht sicher.

Nicht zum ersten Mal in seiner 70-jährigen Geschichte wird das Seenachtsfest infrage gestellt. Anfang der 80er Jahre fühlte man sich zeitweise von Motorradgruppen förmlich überfahren. Damals gab es bereits ein Pausenjahr. Bei seinem Amtsantritt vor sieben Jahren hat OB Burchardt versprochen, das Fest von einer Attraktion für Tagestouristen wieder zu einem Fest der Konstanzer zu machen. Gelungen ist dies nicht. Viele Konstanzer wünschen sich ein kleineres, konstanze­rischeres Seenachtfest, sagte Burchardt. Auch mit der Nachbarstadt Kreuzlingen, die alljährlich als Co-Veranstalter fungiere, sei man in Gesprächen, sagte eine Sprecherin der Stadt.

Als No-Go bezeichnete der Konzilswirt Manfred Hölzl das drohende Ende des größten deutschen Seefeuerwerks. Es sei marketingtechnisch ganz schwierig, wenn die Stadt suggeriere, Gäste sollten lieber draußen bleiben, man wolle lieber ein Fest für Konstanzer, sagte Hölzl, der dem örtlichen Hotellerie- und Gaststättenverband vorsitzt. Wir wollen eine Tourismusmetropole sein, das gehe aber nicht ohne Saisonhöhepunkt. Als CDU-Stadtrat habe auch er der Ausrufung des Klimanotstands zugestimmt. Diesem Beschluss nun das Seenachtsfest zu opfern sei allerdings populistisch. Offenbar sei Burchardt, dessen erste Amtszeit 2020 ausläuft, schon im Wahlkampf.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, begrüßte die Neubewertung der Veranstaltung. Städte hätten auch bei Volksfesten eine Schlüsselfunktion für den Klimaschutz, sagte er dem SWR. Eine generelle Tendenz zu kleineren Festen könne man daraus aber nicht ablesen: Es werde auch weiterhin Großveranstaltungen wie das Münchner Oktoberfest geben.

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Lob erntete der OB von den Schülern und Studenten von Fridays for Future, die den Klimanotstandsbeschluss angestoßen hatten. Nach der Einführung einer Solarpflicht für Neubauten sei die Abschaffung des Seefeuerwerks der logische nächste Schritt, sagte deren Sprecher Max Herzog. Aber wir stehen erst am Anfang. Wird nun für die Nachhaltigkeit alles gestrichen, was Spaß macht? Nein, sagt der 22-Jährige, es sei umgekehrt: Nur wenn wir nachhaltig sind, werden wir künftig noch Spaß haben.