Fortuna Köln im Tal der Tränen: \
Live-Ticker: Bierofkas Goldhändchen! Der Joker sticht – Löwen feiern Klassenerhalt | 1860 München
Köln (dpa/lnw) – Fortuna Köln steht nach dem sicheren Abstieg aus der 3. Fußball-Liga vor einer ungewissen Zukunft. "An so einem Tag würde man sich am liebsten vergraben. Ich bin durch", sagte Trainer Oliver Zapel unter Tränen nach der entscheidenden 2:3-Niederlage beim TSV 1860 München am vorletzten Spieltag.

Fortuna Köln – Vierter in der ewigen Tabelle der 2. Liga und Erstligist in der Saison 1973/74 – steht damit vor einer schwierigen Saison in der Regionalliga West. "Das trifft uns bis ins Mark", erklärte Zapel mit einem dicken Klos im Hals: "Die Intensität der letzten drei Wochen mit all den Vorkommnissen war so immens, dass es einen wirklich nicht schlimmer hätte treffen können."

Doch: Youngster Semi Belkahia hat sich beim 3:2 der Löwen gegen Absteiger Fortuna Köln wie befürchtet schwer verletzt. Noch am Samstag wurde der 20-jährige Innenverteidiger zum MRT in eine Münchner Klinik gebracht. Am Sonntagvormittag dann die niederschmetternde Diagnose.

Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" wird Investor Michael W. Schwetje den Klub verlassen. Schwetje hatte die Spielbetriebs-GmbH geführt, in der alle Spieler und Mitarbeiter angestellt waren. Diese wird demnach abgewickelt. Für einen professionellen Spielbetrieb muss der Südstadt-Klub die nötige Finanzierung aufbringen. In der Drittliga-Saison stellten die Kölner eine breite Sponsoren-Basis zusammen, auf die sie nun bauen müssen.

Zu allem Überfluss hat der finanzstarke Stadtrivale Viktoria Köln am kommenden Spieltag die Chance, in die 3. Liga aufzusteigen und der Fortuna damit den Rang als Nummer zwei in der Stadt hinter dem 1. FC Köln abzulaufen. "Es wird sehr lange dauern, bis wir das überhaupt realisiert haben was passiert ist", gab Zapel zu, dessen bisher dreiwöchige Rettungs-Mission scheiterte.

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Der TSV 1860 hat gegen Fortuna Köln den Klassenerhalt perfekt gemacht. Ein Joker war spielentscheidend. Der Ticker zum Nachlesen. 

Nach AZ-Informationen hat sich Belkahia einen Kreuzbandriss zugezogen und wird den Sechzgern damit monatelang fehlen. Damit bestätigten sich auch die schlimmsten Befürchtungen von Löwen-Trainer Daniel Bierofka.

15.48 Uhr: Die Löwen feiern den Klassenerhalt! Wer war denn der beste Sechziger beim Sieg über die Kölner? 

Die schlimmen Befürchtungen bei Semi Belkahia bestätigen sich. Nach AZ-Informationen hat sich der junge Verteidiger des TSV 1860 einen Kreuzbandriss zugezogen.

13.23 Uhr: Letztes Löwen-Heimspiel: Fans mit begeisternder Choreo – und erneuten Protesten gegen Ismaik

Was auf einen sicheren Abgang von Leihlöwe Simon Lorenz (wollte sich auf AZ-Nachfrage nicht äußern) und Routinier Jan Mauersberger hindeutet.

A-U-F-S-T-E-L-L-U-N-G. Folgendes #Löwen-Team schickt Daniel #Bierofka heute ins letzte Saisonheimspiel gegen Fortuna Köln. Holt die drei Punkte. Viel Glück dabei! ——-@TSV1860 – @fortuna_koeln 0:0 (0)@DFB_3Liga #zeigtsuns #tsv1860 #AlleMitSchal #M60FOR pic.twitter.com/tMBJ5CJWei

München – Rückschlag für den TSV 1860! Und das ein Tag nach dem sicheren Klassenerhalt in der Dritten Liga.

+++ Herzlich willkommen zum 37. Spieltag der Dritten Liga. Der TSV 1860 hat am Samstag Fortuna Köln zu Gast und könnte den Klassenerhalt perfekt machen. Dass man an der Grünwalder Straße überhaupt nochmal zittern muss, liegt an der Negativserie der Löwen – die jüngsten fünf Ligaspiele verlor die Mannschaft von Daniel Bierofka, dazu gab es das Aus im Pokal gegen Aschaffenburg. Kommt die Wende gegen den Vorletzten? Wir berichten im Live-Ticker.

München – Es läuft nicht beim TSV 1860: Zuletzt durften die Sechziger am 23. März jubeln – beim 1:0 über den SV Meppen. Seitdem standen sieben Spiele an, die bittere Bilanz lautet: Ein Pokal-Aus, ein Remis und fünf Pleiten in der Liga. In jenen sieben Begegnungen erzielten die Löwen auch nur fünf Tore. 

Immerhin: Beim 2:3 in Aschaffenburg und beim 2:5 in Zwickau zappelte zuletzt wenigstens wieder das Netz des Gegners, nachdem man in der Liga vier Mal ohne eigenen Torerfolg geblieben war. Und gegen Fortuna? Die Kölner stehen mit dem Rücken zur Wand, mit 39 Punkten ist die Mannschaft von Oliver Zapel aktuell Vorletzter. Die Löwen können also davon ausgehen, dass der Gegner um jeden Zentimeter kämpfen wird. 

Dabei ist Sechzig ebenfalls noch in Abstiegsgefahr. Der Vorsprung auf die verbotene Zone beträgt vier Punkte, ein Sieg und alle Zweifel wären beseitigt. Auf Rechenspielchen hat man bei den Löwen wenig Lust – deshalb soll gegen die Kölner ein Dreier her. Während der Woche war neben der Partie ein weiteres Thema brisant: Die Karnickel-Kritik von Leipzig-Trainer Ralf Rangnick. Die richtige Antwort? Ein Erfolg gegen die Fortuna.