Köln geht von wirksamer Kündigung aus - Quanjian will klagen
1. FC Köln und Modeste-Rückkehr: Chinesen drohen mit Klage
Zweitligist Köln holt Anthony Modeste (30) zurück an den Rhein, zahlt für den Stürmer keine Ablöse. Dabei hatte der FC den Franzosen erst im Sommer 2017 für rund 35 Mio Euro an China-Klub Tianjin Quanjian verkauft, jetzt spielt der einstige Publikumsliebling wieder in Köln. Es ist der irrste FC-Deal aller Zeiten!

Das schönste Geschenk zum 70. Klub-Jubiläum macht sich der 1. FC Köln selbst: Er holt Publikums-Liebling Anthony Modeste zurück.

Er betrat den Saal nach Spinners Worten durch die Hintertür. “Ich habe hier Licht gesehen und bin einfach reingegangen”, sagte der französische Torjäger. Er lachte. Und er fügte an: “Ich bin dankbar und glücklich, dass ich zum 1. FC Köln und zu meinen Jungs zurückkehren kann.” Nach seinem missglückten Engagement in China nimmt Modeste in Köln einen neuen Anlauf, er ist für die Profimannschaft sofort spielberechtigt und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Gemeinsam mit Stürmer Simon Terodde, Jhon Cordoba und Sehrou Guirassy bildet Modeste fortan ein für die zweite Liga zumindest nominell herausragendes Angriffsquartett – allein Terodde hat nach 13 Spieltagen bereits 16 Tore auf dem Konto.

Kölner Transfer-Sensation: Martin Schulz fädelte Coup mit Modeste ein

Der 1. FC Köln erhielt heute Vormittag eine E-Mail aus Fernost. Die Chinesen drohen mit Klage vorm Internationalen Sportgerichtshof CAS, weil Modeste vor dem Fifa-Urteil zwischen ihm und Tianjin (dabei gehts um offene Gehaltszahlungen und die Kündigung) in Köln unterschrieben hat.

“Wir bekommen mit Tony einen Topstürmer hinzu, der die Mannschaft, den Klub und die Stadt kennt”, sagte FC-Geschäftsführer Armin Veh: “Es ist aber auch ganz klar: Tony Modeste steigt bei uns nicht als großer Star ein, der den FC allein zum Aufstieg schießen soll, sondern er ist ein Teil dieser Mannschaft.” Modeste hatte den FC in der Saison 2016/17 mit 25 Toren in die Europa League geführt und war anschließend nach langem Hin und Her zu Tianjin Quanjian nach China gewechselt. Dort wurde er aber nicht glücklich, nach längerem Streit wurde sein Vertrag in Fernost schließlich aufgelöst.

Der FC geht (noch) gelassen mit der Klage-Drohung um. Geschäftsführer Alexander Wehrle (43): Nach den Informationen und Bewertungen unserer Anwälte und seines Anwalts hat er wirksam gekündigt. Entsprechend werden wir das vorgeschriebene Verfahren bei der Fifa einleiten und gehen davon aus, dass Tony zeitnah die Spielgenehmigung erhält.

Köln hat insgesamt 5 Anwälte beauftragt, die dem Klub beim Modeste-Transfer helfen. Allen voran Star-Anwalt Christoph Schickhardt (63).

Eine Lösung könnte sein: Modeste (fordert noch 30 Mio Euro Gehalt) findet eine Lösung im Streit mit den Chinesen, einigt sich auf eine kleinere Summe. Wichtig auch: Mit dem laufenden Verfahren zwischen Modeste und den Chinesen hat der FC nichts zu tun…

Der “Toni” ist wieder da: Völlig überraschend holt der 1. FC Köln den ehemaligen Spieler Anthony Modeste zurück. (Quelle: Chai v. d. Laage/imago)

Anthony Modeste ist zurück beim 1. FC Köln. Wie der plötzliche Wechsel des Angreifers zustande kam, ist jetzt bekannt geworden. Ein Spitzenpolitiker der SPD war entscheidend beteiligt.

Es war die Sensation auf der 70. Geburtsfeier des 1. FC Köln. Völlig überraschend verkündete der “Effzeh” auf die sofortige Rückkehr von Anthony Modeste. Überraschender als der Transfercoup selbst sind die Umstände des Wechsels. Wie “Bild” und “Express” berichten, war bei der Rückholaktion ein prominenter Politiker maßgeblich beteiligt. Ex-SPD Kanzlerkandidat Martin Schulz soll den Deal entscheidend eingefädelt haben.

Schulz habe seine Kontakte als EU-Parlamentspräsident spielen lassen, um die verworrene Vertragssituation des französischen Angreifers zu lösen, berichtet der “Express”. “Ich habe in China ein paar Verbindungen”, erklärte Schulz gegenüber der “Bild”. In den letzten drei Wochen sei es gelungen, den chinesischen Klub zu überzeugen, dass Modeste “in Köln besser aufgehoben ist als in China, so der SPD-Politiker weiter.

Modeste hatte den FC in der Saison 2016/17 mit 25 Toren in die Europa League geführt und war anschließend nach langem Hin und Her zu Tianjin Quanjian nach China gewechselt. Dort wurde er aber nicht glücklich, nach längerem Streit wurde sein Vertrag in Fernost schließlich aufgelöst. Während seiner Zeit in Köln avancierte “Toni” Modeste zum Publikumsliebling. Zwischen 2015 und 2017 schoss er in 73 Pflichtspielen 45 Tore.

Modestes Qualitäten sind unbestritten, auf Kölns Trainer Markus Anfang kommt aber nun die schwierige Aufgabe zu, den prominenten Neuzugang Schritt für Schritt wieder zu integrieren. Und zwar ohne das vorhandene Mannschaftsgefüge zu sprengen. Derlei Gedanken waren am Samstag aber noch ganz weit weg, stattdessen schrieb Modeste bei Twitter: “Ich bin einfach nur glücklich, wieder bei dem Verein zu sein, bei dem ich zu Hause bin.”

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