Dynamo kommt als Karneval-Crasher nach Köln
1. FC Köln Pressekonferenz: So will Trainer Markus Anfang Dynamo Dresden schlagen
Dresden – Im Sommer verließ er Dynamo, um sich dem 1. FC Köln bei der Mission Wiederaufstieg anzuschließen (TAG24 berichtete). Die Rede ist von Niklas Hauptmann. Persönlich hat der 22-Jährige in der Domstadt bereits Fuß gefasst, sportlich wartet noch viel Arbeit auf ihn.

Ich fühle mich sehr wohl in Köln, habe den Schritt in keinster Weise bereut, steht Hauptmann zu seiner Entscheidung und zu seinem Weg, den er in der vergangenen Sommerpause gegangen ist.

Dort verhalf ihm sein Papa Ralf, Nachwuchskoordinator bei Dynamo, zu einer Profikarriere, kümmerte sich um alles neben dem Platz.

Eine Kombination aus allem wird nötig sein, um seiner Mannschaft Punkte in Köln zu ermöglichen. Beim FC steht übrigens Timo Horn zwischen den Pfosten. Der einzige Keeper in der 2. Liga, der einen besseren Notenschnitt (2,63) ausweisen kann als Schubert. “Uns erwartet eine große Herausforderung, wir wissen um die Qualität des Gegners”, sagt Dynamo-Trainer Maik Walpurgis, sieht Dresden aber keineswegs chancenlos: “Wenn wir spielerische Lösungen finden und gut in der Chancenverwertung sind, traue ich uns einiges zu.” Süffisant fügte der 45-jährige Trainer an: “Für mich ist Karneval, wenn wir dort gewinnen!”

Nun, zurück in Köln, ist Niklas reifer geworden, musste sich ohne die Unterstützung seines Vaters in der Millionenstadt durchboxen. So zum Beispiel bei der Wohnungssuche: Immerhin hat mir da meine Maklerin viel Arbeit abgenommen, gesteht der Junior.

Neue Mannschaftskollegen, ein neuer Trainer mit einem anderen Spielsystem, hunderte Fans beim Training, das Umfeld – alles ist viel größer als bisher.

Das war eine ganz schöne Umstellung für mich. Aber meine Kollegen haben mir das sehr leicht gemacht”, fühlt sich “Haupe” im Verein und in der Stadt angekommen.

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In den bisherigen 14 Pflichtspielen kam Hauptmann erst fünfmal zum Einsatz, immerhin zweimal von Beginn an.

Die “FC-Hymne” beim Einlaufen ins Stadion konnte er dabei nicht genießen: “Da war ich so angespannt, total fokussiert, wie im Tunnel.”

Einmal musste er sogar bei den Amateuren aushelfen. “Da sollte ich mir Spielpraxis holen, um auch mal wieder über 90 Minuten zu spielen.”

“Es muss aber unser Anspruch sein, zu Hause zu gewinnen”, denkt Hauptmann nicht mehr schwarz-gelb, für ihn stehen jetzt die Farben Rot und Weiß im Vordergrund.

Doch Kölns Nummer 36 kommt nicht drumherum zu sagen, dass diese Partie eine ganz besondere für ihn wird. “Meine Eltern werden im Stadion sein. Außerdem habe ich mit Spielern wie Erich Berko und Jannik Müller noch regelmäßig Kontakt.”

In Köln beginnt am Wochenende die fünfte Jahreszeit. Doch aus Sachsen macht sich eine Truppe Party-Crasher auf den Weg, um den "Narren" den Spaß zu verderben. Für einen SGD-Spieler ist es eine besondere Rückkehr.

Einen Tag vor dem Auftakt des närrischen Treibens ist Dynamo Dresden in der Domstadt zu Gast. Und die Sachsen wollen am Samstag (13:00 Uhr im Liveticker) nicht nur als staunende Besucher nach Köln reisen, die dem Gastgeber kurz vor dem großen Fest nicht noch zusätzliche Umstände bereiten. “Auch wenn Köln zu Hause Favorit ist, haben wir uns viel vorgenommen und wollen auch etwas mitnehmen”, sagte Aias Aosman auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Auch SGD-Cheftrainer Maik Walpurgis warnt vor der “großen Herausforderung” Köln, freut sich aber gleichzeitig auf ein tolles Auswärtsspiel mit einer tollen Stimmung. Trotzdem fahren die Dresdner als Spaßbremsen ins Rheinland. “Für mich ist Karneval, wenn wir dort gewinnen!”, erklärte Walpurgis. Damit das gelingt, wurde in dieser Woche nicht nur viel trainiert, es gab auch zusätzliche teambildende Maßnahmen. Ein Mannschaftsevent inklusive Bowling, Darts, Tischfußball, Laser-Tech und Co. sorgten für “eine interessante Abwechslung” zum Trainingsalltag.

Eine besondere Reise wird es für Jannis Niklolaou. Neun Jahre (2006 – 2015) war der defensive Mittelfeldspieler bei den “Geißböcken” aktiv, durchlief die verschiedensten Jugendmannschaften und wurde zum Profi ausgebildet. Den Sprung in die erste Mannschaft blieb ihm aber verwehrt. “Ich bin jeden Tag am Stadion vorbeigefahren. Es war damals immer mein Traum dort zu spielen”, erklärte er im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Dieser Traum kann nun – wenn auch unter anderen Umständen – in Erfüllung gehen.

Über die Stationen Erfurt und Würzburg kam der Deutsch-Grieche schließlich in die sächsische Landeshauptstadt und gehörte dort direkt zum Stammpersonal. In zehn der zwölf Ligaspiele kam er zum Einsatz, sieben Mal davon über die volle Spielzeit. Dynamo-Coach Walpurgis setzt auf den 1,87 Meter großen defensiven Mittelfeldspieler und schätzt die Entwicklung seines Schützlings. Der zeigt sich jeodch auch durchaus selbstkritisch. “Nur das ein oder andere Tor hätte ich schon machen können, das hat leider nicht geklappt. Ich hoffe einfach, dass ich der Mannschaft auch so gut helfen kann. Wenn es dann mit einem Tor klappt, umso besser”, so Niklolaou.

Mit einem Sieg beim schwächelnden Zweitliga-Riesen könnte Dynamo den Anschluss an die Aufstiegsränge herstellen. Doch Nikolaou warnt: “Klar sind beim FC in den letzten Wochen die Ergebnisse etwas ausgeblieben, weswegen dort dadurch auch eine gewisse Drucksituation herrscht. Da müssen wir uns auf einen Gegner einstellen, der das Spiel unbedingt gewinnen will.” Fehlen werden den Sachsen dabei neben den Langzeitverletzten Jannik Müller und Florian Ballas auch Patrick Möschl und Brian Hamalainen.

Der “Effzeh” muss aufpassen, dass er nach zuletzt nur zwei Punkten aus vier Spielen und dem Ausscheiden im DFB-Pokal wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Trainer Markus Anfang will sich dabei aber nicht von seine Weg abbringen lassen. “Wir haben nach dem Hamburg-Spiel eine Analyse gemacht. Die Jungs waren sehr enttäuscht. Wir haben ein paar Themen angesprochen, die bleiben aber intern. Wir haben von Anfang an gewusst, dass es kein Start-Ziel-Sieg wird. Wir haben an verschiedenen Themen gearbeitet. Wir müssen die Steine aus dem Weg räumen”, erklärt der FC-Coach seine Vorgehensweise.

Sein Rezept gegen Dresden lautet frühes Stören, um Dynamo nicht zur Entfaltung kommen zu lassen: “Dresden steht sehr kompakt und will durch Ballgewinne im Mittelfeld Chancen kreieren. Wir müssen nach Ballverlust direkt ins Gegenpressing gehen. Das wird entscheidend sein.”Ob das hilft, zeigt sich am Samstag. Dann heißt es in Köln entweder “Alaaf” oder “Helau”.

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Ein Sieg wäre ne Sensation, ein Punkt absolut okay und ne Niederlage auch kein Beinbruch…Dynamo kann also nur gewinnen!Auf geht's!

Wie so oft, würde ich einen Auswärtspunkt unterschreiben.Dennoch sind Punkte gegen direkte Konkurrenten einfach wichtiger!Und da haben wir schon einige auf der Habenseite :-)Dynamische Grüße an Pombär, Aldi und aufgrund der Geschehnisse ausdrücklich an wicky67.

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