Erdogan-Besuch in Köln: Die Moschee ist nun ein Symbol der Abschottung
Presseschau zum Erdogan-Besuch: Die Türkei ist eben kein ‚Freund und Verbündeter”
Es war ein Staatsbesuch voller Irritationen. Recep Tayyip Erdogan wurde mit allen Ehren in Deutschland empfangen, aber von Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Steinmeiner auch scharf kritisiert. Hat sich der politische Drahtseilakt gelohnt? So kommentiert die Presse.

Augsburger Allgemeine: Wahre Stärke braucht kein Poltern, braucht keine Gefängnisse für politische Gegner. Das System Erdogan hat die Türkei in die Sackgasse manövriert. Ernst nehmen muss man den Herrscher vom Bosporus trotzdem. In den vergangenen Tagen hat er erneut bewiesen, dass er nicht davor zurückschreckt, seine politischen Konflikte aus der Heimat nach Deutschland zu tragen. Als Gastgeschenk brachte er eine Liste mit Auslieferungswünschen politischer Gegner mit. Und mit der Ditib hat er einen Arm, der sehr weit in die türkische Gemeinschaft in ganz Deutschland hineinragt. Die jubelnden Erdogan-Anhänger an den Straßen Kölns mag man belächeln, doch sie sind es, die der Kanzlerin mehr wehtun müssen als alles Fluchen Erdogans.

Nordwest-Zeitung: Der Staatsbesuch Recep Tayyip Erdogans in Deutschland ist so verlaufen, wie es Kritiker vorausgesagt haben: Es war ein Eklat, eine Kette von Unverschämtheiten und ein erfolgreicher Versuch, die in Deutschland lebenden Türken für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Die Verantwortung liegt zweifellos ganz allein bei der deutschen Politik. Nach innen schwelgte sie in Multi-Kulti-Romantik und im Appeasement zweifelhafter Islam-Organisationen wie der Ditib. Nach außen begaben sich Merkel & Co. durch den Asyl-Pakt mit Ankara in eine Abhängigkeit. Dass am Ende dann ein T-Shirt mit der Forderung nach Pressefreiheit Anlass zur Entfernung eines Journalisten aus dem Gesichtskreis Erdogans wurde, ist die symbolhafte Krönung dieses Versagens. Nein – die Türkei ist eben kein Freund und Verbündeter, wie es Minister Peter Altmaier behauptet. Sie ist ein problematisches und im Moment feindseliges Land. Das wird sie bleiben, so lange der Präsident Erdogan heißt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Erdogan ist jedes Mittel recht, seine Herrschaft und seinen Einfluss auch unter den türkischstämmigen Bürgern in Deutschland zu festigen. Die Eröffnung der Kölner Moschee war ebenfalls eine Demonstration der Macht. Die Zeremonie markierte das Ende einer viel zu lange gehegten deutschen Illusion: Anders als von Politikern aller Couleur erhofft, hat sich die Kölner Ditib-Zentrale nicht schrittweise vom türkischen Staat emanzipiert. Erdogan machte am Samstag demonstrativ deutlich, dass sie ihm als Instrument dient, um in die türkische Diaspora in Deutschland hineinzuwirken. Das ist eine schwere Hypothek für jene der rund 900 Ditib-Moscheegemeinden hierzulande, die darauf drängen, endlich unabhängig und damit Teil der deutschen Gesellschaft zu werden.

General-Anzeiger: Dass der Aufritt des türkischen Staatschefs bei der Eröffnung der Kölner Großmoschee geeignet ist, den Graben zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und der großen Erdogan-Fangemeinde unter den Deutsch-Türken auf Dauer zu vertiefen, passt hundertprozentig ins Bild dieses Staatstrauerspiels. Hätte es die Moscheegemeinde Ditib ernst gemeint mit dem verkündeten Wunsch, das Gotteshaus als integralen Bestandteil der Stadt zu etablieren, hätte sie Spitzenvertretern von Stadt und Land eine aktive Rolle beim Festakt zuweisen müssen. Statt dessen: Türkischer Präsident, türkische Fahnen, überwiegend türkische Reden.

Hannoversche Allgemeine Zeitung: Eigentlich hatte das Gotteshaus in Köln-Ehrenfeld ein Symbol für die Offenheit des Islam nach außen sein sollen – Offenheit gegenüber anderen Religionen, der Stadt und dem deutschen Staat. Statt aber jene Institutionen in den Erdogan-Besuch einzubeziehen, die den Kölner Prachtbau jahrelang wohlwollend begleitet und möglich gemacht hatten, brüskierte die aus Ankara gesteuerte Ditib sie. Weder legte sie dem Land ein Sicherheitskonzept vor, noch hielt sie es für nötig, Oberbürgermeisterin Henriette Reker ordentlich einzuladen. Am Ende wollten auch die einstigen Unterstützer des Moschee-Baus zu ihrer Eröffnung nicht mehr kommen. Das ist die eigentlich besorgniserregende Erkenntnis aus dem Erdogan-Besuch: Nicht nur die Türkei und Deutschland haben sich auseinandergelebt, sondern auch Türken und Deutsche hierzulande.

Im Interesse unserer User behalten wir uns vor, jeden Beitrag vor der Veröffentlichung zu prüfen. Als registrierter Nutzer werden Sie automatisch per E-Mail benachrichtigt, wenn Ihr Kommentar freigeschaltet wurde.

Solltest Merkel wehtun? Glaube nicht das sie jemals so gefeiert wird oder wurde ..von daher kennt sie das Gefühl auch nicht! Genau wie Muttergefühle ! (7)

Das sind doch türkische Migranten und deren Nachkommen! Die können Merkel gar nicht wehtun! Die bringen doch alle Licht und Freude nach Deutschland! So wirds uns doch Tag für Tag aufs Brot geschmiert! Migranten mit Nationalstolz guut Deutsche mit Nationalstolz schläächt!

Wenn der Merkel das weh tut, dann ist sie noch unwissender als ich schon glaube. Jeder Normale kann sich an den 5 Fingern abzählen, dass ein Moslem absolut nicht mit den Ungläubigen leben will – erst recht nicht unter der Fuchtel einer Ungläubigen. Hätte sie noch niemals daran gedacht, dann wäre dies der Gipfel der Dummheit! Und das hier ist der Beweis…

..diesem Traumtänzer und Despoten Erdogan den roten Teppich auszurollen und mit allen Ehren eines Staatsoberhauptes zu empfangen. Wer mit sehenden Auge dieses diplomatische schändliches Spiel verursacht hat dürfte klar sein. Der Bundespräsident der wiederholt sein Defizit eines diplomatisches Gespürs bewiesen hat, eine Kanzlerin mit ihren Vasallen die mit ihrer Doppelpassstrategie gescheitert und sich von Erdogan vorführen läßt. Demütigungen durch einen Despoten der sich nicht zu schade ist Forderungen für wirtschaftliche Unterstützungen anzubringen und gleichzeitig mit Machogehabe den Türkischen Fans in Deutschland seine Abneigung gegenüber Deutschland kundzutun. Frau Merkel und ihr AM Maas von Unfähigkeit geplagt läßt es ,zu daß dieser Despot einen weiteren Keil ins Land treibt.

Seit jahrzehnten erzählt man diesen Menschen sie seien keine Deutschen und Bewohner dieses Landes zweiter Klasse. Eine Einbürgerung wurde ihnen verweigert ohne Abgabe der türkischen Staatsbürgerschaft. Weil dies zu Illoylitäten führen würde. Tja -die die nicht eingebürgert sind – von denen Loylität zu verlangen ist nach solchen Worten Quatsch. Die die eingebürgert wurden und den türkischen Pass aufgegeben haben – wie Özil – scheinen auch ihr Herz für die Türkei behalten zu haben. Also diese Argumente gegen die Doppelte Staatsbürgerscahft sind somit Blödsinn. Das Akzeptieren dieser Menschen als Vollwertige Bürger ist eine Möglichkeit Identität zu schaffen. Nicht ausgrenzen wie bisher. Sie werden so oder so in Deutschland bleiben.

die diese nicht einmal selbst will,beschert uns Steinmeier jetzt einen "Staatsempfang" der am Rest der Würde kratzt,den wir noch haben dürfen – ohne gleich als Rechter bezeichnet zu werden.Wieviel hat diese Demütigung im eigenen Land gekostet ? Wieviel Respekt in der Welt hat sie gekostet ? Bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Finger erheben und Menschenrechte einfordern,das kann die deutsche Politik richtig gut.Einem Tyrannen,der nach Lust und Laune morden,foltern und verhaften läßt,dann den roten Teppich ausrollen,das ist dann wirklich zu viel des Guten.Schäme Dich dafür in Grund und Boden – deutsche Politik !

Tun diese Bilder nicht weh, genauso wie die fast tägliche Merkel muss weg rufe. Ihr ist das egal, Deutschland hat seine Souveränität verloren. Nach dem Abkommen mir Erdogan vor zwei Jahren hat sich Kanzlerin erpressbar gemacht. Da kann der Erdogan machen was er will, unseres Geld wird nach Türkei transferiert in Milliardenhöhe. Er kann die Deutschen nach Lust und Laune beleidigen und provozieren. Unsere Regierung macht alles mit. Wie lange soll es noch gut gehen?? Irgendwann muss man der Wahrheit in die Augen schauen. Integration ist gescheitert und der Islam gehört nicht zu Deutschland

gesellschaftlich, politisch und diplomatisch ein Desaster. Aber er war auch "erdogan-typisch", insoweit gibt die Presseschau ein zutreffendes Bild und eine richtige Bewertung wieder. Herauszuheben ist dabei die Nordwest-Zeitung, die präzise und sachgerecht verdeutlicht, dass die Verantwortung vor allem bei der deutschen Politik liegt, mit einer "Multi-Kulti-Romantik" und einer zweifelhaften "Appeasehaltung" gegenüber islamischen Verbänden wie Ditib. Deutlicher kann man die Fehler der Politik hier nicht aufzeigen. Die Schlussfolgerung dieser Zeitung, die die Türkei nicht als "Freund und Verbündeten" sieht, teile ich ebenfalls uneingeschränkt: "Sie ist ein problematisches und im Moment feindseliges Land". Dies ist leider so!

würde wirklich einmal interessieren,warum leben diese Menschen die Herrn Erdogan so verehren und bejubeln überhaupt noch in Deutschland,wenn das ihr Präsident ist,warum leben sie dann nicht in der Türkei?Solche werden sich niemals integrieren.

Die Türkei ist eben kein ‚Freund und Verbündeter". Erdogan spricht doch aber immer von den deutschen Freunden? Jedenfalls wenn er sich mal wieder ein paar Euronen abholen will! Offensichtlich spielt das keine Rolle, wenn man ihn mit allen Ehren empfängt und beflauscht! Ich verstehe nur nicht, wieso nicht seine treuen Anhänger in D für die Türkei ihre Euros mitgegeben haben, sie sollen im Gegenteil Millionen davon gebunkert haben, wie hier neulich zu lesen war. Aber das ist gaaaaanz was Anderes, oder?

Kaum ist der Staatsbesuch des türkischen Präsidenten beendet, nimmt die Politik den Moscheeverband Ditib wieder in den Blick. Die Organisation bleibt umstritten.

Quelle: ap Nach dem Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln nimmt die Debatte über die Islam-Organisation Ditib wieder Fahrt auf. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) warnte vor einer voreiligen Beobachtung des Verbandes, der der türkischen Religionsbehörde in Ankara unterstellt ist und als verlängerter Arm Erdogans in Deutschland gilt. Bei Ditib sei "noch nicht ausgemacht, ob überhaupt und in welcher Form eine Beobachtung stattfinden wird", sagte Reul der "Welt am Sonntag". Dafür müssten "hohe rechtliche Hürden genommen werden".

Eine Beobachtung der Organisation müsse sorgfältig geprüft werden. Gleichzeitig sagte Reul, es sei "unstrittig, dass in Moscheen der Ditib kriegsverherrlichende Veranstaltungen abgehalten wurden". Auch gebe es Anzeichen dafür, dass Ditib-Imame aus dem Verband heraus "Mitbürger bespitzelt und denunziert haben".