Holstein Kiel spricht mit Wolfsburg-Coach Thomas Reis - Sportbuzzer
Kiels Schmidt: Das kann kein Zustand sein
Fußball-Zweitligist Holstein Kiel sucht einen Nachfolger für den zum VfB Stuttgart wechselnden Cheftrainer Tim Walter – und die Entscheidung rückt logischerweise immer näher.

Am Donnerstagmittag kam es nach gesicherten Informationen des KN-SPORTBUZZER in der Kieler Innenstadt zu einem Treffen zwischen den Störche-Verantwortlichen Fabian Wohlgemuth (Geschäftsführer Sport) und Wolfgang Schwenke (Kaufmännischer Geschäftsführer) sowie Thomas Reis, Coach der U19 des VfL Wolfsburg. Der 45-Jährige, dessen Team sich zu Wochenbeginn im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft dem VfB Stuttgart im Elfmeterschießen geschlagen geben musste, war zuletzt an der Gerüchtebörse als heißer Kandidat auf den Trainerposten in Kiel gehandelt worden.

Wohlgemuth hatte 2016 als damaliger Nachwuchsleiter des VfL Wolfsburg Reis vom VfL Bochum ins Lager der Wölfe gelotst. Ob es sich bei den Gesprächen in Kiel um eine erste Sondierung oder doch schon um konkrete Vertragsgespräche gehandelt hat, wollten die Holstein-Verantwortlichen auf Nachfrage nicht kommentieren.

Holstein Kiel steht vor einem Umbruch im Sommer: Acht Spieler und Trainer Tim Walter verlassen die KSV. Zur neuen Saison werden die Störche also ein neues Gesicht haben. Kapitän Dominik Schmidt schlägt Alarm und warnt vor einem radikalen Schnitt.

Schon im Sommer 2018 verlor Kiel Trainer und zahlreiche Spieler. Dieses Schicksal droht nun auch 2019. Schmidt macht sich Sorgen: “Das kann kein Zustand sein, der sich jedes Jahr in der Form wiederholt, weil du so niemals eine eingespielte Truppe zusammenhaben wirst.”

Vor allem der Mangel an Anführern ist für den KSV-Kapitän ein Problem. “Es sind noch genau zweieinhalb Führungspersonen da”, zählt der 31-jährige Innenverteidiger auf und meint damit sich selbst, Linksverteidiger Johannes van den Bergh und Alexander Mühling, der nicht zu den Lautsprechern bei Holstein zählt.

Schmidt selbst kickt seit 2015 an der Förde. Er stieg mit den Störchen in die 2. Liga auf (2017) und landete in den Folgejahren auf Rang drei (2018, 1:3 und 0:1 in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg) und sechs (2019). Kann Kiel den Umbruch erneut meistern oder droht der Schiffbruch? “Ich habe keinen Bock, am Ende meiner Karriere in der Vita den Abstieg stehen zu haben. Das will ich nicht erleben”, betont Schmidt.

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