THW Kiel holt sich den Pott - EHF-Cup-Sieger 2019 - NDR.de
EHF-Cup: THW Kiel siegt im deutschen Finale und träumt vom Triple
Temporeich, hitzig, hochklassig: Beim diesjährigen EHF-Finale kommen Handballfans voll auf ihre Kosten. Am Ende jubelt Rekordmeister THW Kiel in seinem “Finale to Huus” und beschert Trainer Alfred Gislason einen ganz besonderen Abschied.

Handball-Rekordmeister THW Kiel hat den EHF-Pokal gewonnen und seine erste internationale Trophäe seit dem Champions-League-Triumph von 2012 geholt. Die Mannschaft des scheidenden Trainers Alfred Gislason entthronte im deutsch-deutschen Finale den Cup-Verteidiger Füchse Berlin durch ein ungefährdetes 26:22 (16:10) und gewann beim Final Four vor heimischem Publikum ihren zweiten Titel der Saison. "Dieser Titel vor unseren Fans ist etwas ganz Besonderes", sagte Steffen Weinhold, sein Kieler Nationalmannschaftskollege Patrick Wiencek meinte: "Ich bin überglücklich. Jetzt hoffen wir noch auf die Meisterschaft."

Bester Torschütze der Kieler, die im April bereits den DHB-Pokal gewonnen hatten, war im “Finale to Huus” Rechtsaußen Niclas Ekberg mit sieben Treffern. Zudem trugen die Torhüter Niklas Landin und Andreas Wolff mit zahlreichen Glanztaten erheblich zum vierten Erfolg des THW im EHF-Cup nach 1998, 2002 und 2004 bei. Für die Füchse, die ihren dritten Europacup-Titel nach 2015 und 2018 verpassten, traf Bjarki Elisson am häufigsten (6 Tore).  Nationalspieler Paul Drux sagte: “Kiel hat verdient gewonnen. Wir hatten zehn schwache Minuten vor der Pause. Das haben sie ausgenutzt.”

EHF-Cup: THW Kiel besiegt Füchse Berlin und sichert zweiten Titel

Die über 10.000 Zuschauer in der ausverkauften Sparkassen-Arena sahen von Beginn an ein begeisterndes Spiel. Die Führung wechselte in der Anfangsphase ständig und die Strapazen der Spiele am Vorabend waren den beiden Teams zunächst nicht anzumerken. Kiel profitierte dabei von der Tiefe seines exquisiten Kaders. So beorderte Gislason im Vergleich zum Halbfinale am Vortag (32:26 gegen TTH Holstebro) gleich vier neue Akteure in die Startformation.

Temporeich, hitzig, hochklassig: Die über 10.000 Zuschauer in der ausverkauften Sparkassen-Arena sahen von Beginn an ein begeisterndes Spiel. Die Führung wechselte in der Anfangsphase ständig und die Strapazen der Spiele am Vorabend waren den beiden Teams zunächst nicht anzumerken. Kiel profitierte dabei von der Tiefe seines exquisiten Kaders. So beorderte Gislason im Vergleich zum Halbfinale am Vortag (32:26 gegen TTH Holstebro) gleich vier neue Akteure in die Startformation.

Handball: THW Kiel gewinnt EHF-Pokalfinale gegen Füchse Berlin

Bester Torschütze der Kieler, die im April bereits den DHB-Pokal gewonnen hatten, war im "Finale to Huus" Rechtsaußen Niclas Ekberg mit sieben Treffern. Zudem trugen die Torhüter Niklas Landin und Andreas Wolff mit zahlreichen Glanztaten erheblich zum vierten Erfolg des THW im EHF-Cup nach 1998, 2002 und 2004 bei. Für die Füchse, die ihren dritten Europacup-Titel nach 2015 und 2018 verpassten, traf Bjarki Elisson am häufigsten (6 Tore). Nationalspieler Paul Drux sagte: "Kiel hat verdient gewonnen. Wir hatten zehn schwache Minuten vor der Pause. Das haben sie ausgenutzt."

Doch die Füchse (24:20 im Halbfinale gegen FC Porto) zeigten sich weder von den frischen THW-Stars noch von der aufgebrachten Stimmung im Kieler Hexenkessel beeindruckt und gestalteten die Partie bis zum 9:10 (22.) offen. Selbst dass Nationalkeeper Silvio Heinevetter, im Halbfinale noch gefeierter Matchwinner, keinen Ball zu fassen bekam und sich nach einer Viertelstunde erst einmal auf der Bank wiederfand, konnten die Füchse bis dahin kompensieren.

Zunächst zeigten sich die Füchse (24:20 im Halbfinale gegen FC Porto) weder von den frischen THW-Stars noch von der aufgebrachten Stimmung im Kieler Hexenkessel beeindruckt und gestalteten die Partie bis zum 9:10 (22.) offen. Selbst dass Nationalkeeper Silvio Heinevetter, im Halbfinale noch gefeierter Matchwinner, keinen Ball zu fassen bekam und sich nach einer Viertelstunde erst einmal auf der Bank wiederfand, konnten die Füchse bis dahin kompensieren. In den letzten Minuten des ersten Abschnitts zeigte sich dann allerdings, was der Heimvorteil ausmachen kann. Angetrieben von ihren heißblütigen Fans zogen die Kieler unnachahmlich das Tempo an und legten durch einen 6:1-Lauf bis zur Pause den Grundstein für den Sieg.

Fortan ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen, was vor allem am eingewechselten Wolff im Tor lag. Nach gut 40 Minuten beim Stand von 20:16 in die Partie gekommen, vernagelte er seine Bude förmlich, hielt einen Siebenmeter und etliche freie Würfe, so dass Kiel seinen Vorsprung trotz schwindender Angriffseffektivität ins Ziel brachte.

Fortan ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen – was vor allem am eingewechselten Wolff im Tor lag. Nach gut 40 Minuten beim Stand von 20:16 in die Partie gekommen, vernagelte er seine Bude förmlich, hielt einen Siebenmeter und etliche freie Würfe, so dass Kiel seinen Vorsprung trotz schwindender Angriffseffektivität ins Ziel brachte.

Für Gislason, der seine ruhmreiche Karriere als Vereinstrainer nach elf Jahren beim THW im Sommer beendet, war sein letztes internationales Spiel mit den Zebras noch einmal ein echter Höhepunkt: Der Isländer feierte seinen 20. und vielleicht letzten Titel mit den Norddeutschen. In der Bundesliga liegen die Kieler drei Spieltage vor dem Ende zwei Punkte hinter der SG Flensburg-Handewitt.

Der hinter der Königsklasse zweitwichtigste Europacup-Wettbewerb im Handball ist seit jeher fest in den deutscher Hand: Durch den Kieler Titelgewinn schraubte die Bundesliga ihre Erfolgsbilanz auf 15 Siege in den vergangenen 16 Auflagen. Rekordsieger sind neben Frisch Auf Göppingen und dem SC Magdeburg nun auch die Zebras mit vier Titeln.

Der hinter der Königsklasse zweitwichtigste Europacup-Wettbewerb im Handball ist seit jeher fest in den deutscher Hand: Durch den Kieler Titelgewinn schraubte die Bundesliga ihre Erfolgsbilanz auf 15 Siege in den vergangenen 16 Auflagen. Rekordsieger sind neben Frisch Auf Göppingen und dem SC Magdeburg nun auch die Zebras mit vier Titeln.

Nach einem ausgeglichenen Beginn erspielte sich der THW ab der 20. Minute nach und nach Vorteile und bis zur Pause eine komfortable 16:10-Führung. Großen Anteil daran hatte Kiels Torwart Niklas Landin, der 29 Prozent der Bälle, die auf sein Tor kamen, abwehren konnte. Silvio Heinevetter und Malte Semisch, die sich im Tor der Füchse abwechselten, brachten es zusammen nur auf elf Prozent. Ekberg und Steffen Weinhold waren für die Füchse-Abwehr schwer zu stoppen.

Der THW Kiel besiegt im Endspiel um den EHF-Cup vor 10 285 Fans in der heimischen Sparkassen-Arena Bundesliga-Konkurrent und Titelverteidiger Füchse Berlin – 26:22 (16:10). Für die Norddeutschen, die 100 000 Euro EHF-Prämie kassieren, ist es der vierte Triumph nach 1998, 2002 und 2004.

Berlin (dpa) – Bundestrainer Henk Groener wünscht sich mehr deutsche Handball-Spielerinnen bei europäischen Top-Vereinen.

Der THW Kiel ist zum vierten Mal in seiner Vereinsgeschichte EHF-Pokalsieger. Die Kieler setzten sich vor heimischem Publikum 26:22 (16:10) gegen die Füchse Berlin durch, die noch im Vorjahr den Titel gegen Saint-Raphaël Var Handball gewonnen hatten. Bester Werfer bei den Kielern war Niclas Ekberg, der sieben Treffer beisteuerte.

Unbeeindruckt von der zweiten Saison-Niederlage im Nordderby beim THW Kiel hat die SG Flensburg-Handewitt ihre Jagd nach dem dritten Meistertitel der…

Die Füchse um Paul Drux wirkten im späteren Spielverlauf zeitweise müde, auch Topscorer Hans Lindberg strahlte nicht seine gewohnte Gefahr aus. Beim THW glänzte nun Andreas Wolff, der sich ab der Pause im Tor mit Niklas Landin abwechselte und dazu beitrug, dass Kiel seine Führung bis zum Ende konstant halten konnte.

Erfolgreichster Werfer vor den Augen von Bundestrainer Christian Prokop (40): Kiels Niclas Ekberg (30) mit sieben Toren.

Bereits früher am Abend hatte der FC Porto 28:26 (14:16) gegen Tvis Holstebro gewonnen und sich damit Platz drei im Wettbewerb gesichert. Schon vor dem Finale war klar, dass zum 14. Mal in den vergangenen 15 Jahren ein Team aus der Bundesliga den Wettbewerb gewinnen würde.

Nach DHB-Pokal (28:24 gegen Magdeburg) und EHF-Cup träumt der THW weiter vom Triple. In der Liga liegen die Kieler drei Spieltage vor Ende nur noch zwei Punkte hinter Spitzenreiter Flensburg-Handewitt.

Für den THW Kiel und seinen scheidenden Trainer Alfred Gíslason ist es nach dem Gewinn des deutschen Pokals der zweite Titel der Saison. In der Liga liegt das Team bei drei ausstehenden Spielen zwei Punkte hinter dem großen Rivalen SG Flensburg-Handewitt.