Delfin in Kiel: Nach Fiete, Selfie, Delfie und Freddy ist \
Delfin in der Kieler Förde: “Schwenteeny” wird immer zutraulicher
Etwas mehr als einen Monat ist es nun her, dass sich ein Delfin häuslich in der Kieler Förde eingerichtet hat. Zeit genug, eine treue Fangemeinde für sich einzunehmen. Der Delfin lockt immer wieder Schaulustige und Hobbyfotografen ans Wasser, die versuchen, den Meeressäuger abzulichten.

In der Facebook-Gruppe “Delphine in Kiel” verabreden sie sich und freuen sich über besonders gelungene Schnappschüsse. Mittlerweile hat sich Schwenteeny, wie der Delfin von manchen Fans genannt wird, einen Lieblingsplatz gesucht: nämlich am Sporthafen Dietrichsdorf in der Schwentinemündung. Dort hält er sich vorzugsweise zwischen dem zweiten und dritten Anleger auf und dreht seine Runden.

Vielleicht nur, weil er dort besonders viel Beute entdeckt hat? Delfin-Experte Dr. Michael Dähne (43) vom Deutschen Meeresmuseum Stralsund: Das könnte der Grund sein. Aber es könnte auch sein, dass er kurzatmig ist, dadurch häufiger auftauchen muss. Er könnte auch eine Verletzung haben oder eine neurologische Störung, durch die er zur Seite kippt.”

Immer wieder taucht der Meeressäuger zum Atmen aus dem Wasser auf, ab und an springt er sogar. Davon angelockt versammeln sich am gegenüberliegenden Ufer, hinter dem Seefischmarkt und an den Stegen des Sporthafens Schaulustige und Delfinfans. Einige versuchen, mit professioneller Fotoausrüstung die perfekte maritime Idylle abzulichten, andere begnügen sich mit einem schnellen Schnappschuss mit dem Smartphone.

Die Hobbynaturfotografin Anne Hafs begleitet den Delfin schon länger. In der Facebook-Gruppe empfiehlt sie das Südufer der Schwentine als geeigneten Dolphin-Watch-Ort. “Ich finde es einfach faszinierend, einen Delfin hier direkt vor der Haustür zu haben”, sagt sie. “Andere Leute fliegen dafür nach Florida und ich setzt mich einfach in Kronshagen aufs Rad.” Was ihr dabei vor die Linse kommt, teilt sie ebenfalls in den sozialen Medien. “Mir sind tatsächlich schon Sprungfotos gelungen”, sagt Hafs. “Am Anfang hab ich mich noch über ein Foto von der Rückenflosse gefreut, aber mit der Zeit wird man da anspruchsvoller.”

Kiel – Erst hat er bei den Kielern pure Begeisterung ausgelöst, jetzt macht er den Beobachtern Sorge: Delfin Schwenteeny”, der immer wieder in der Kieler Förde auftaucht.

Das bestätigt auch Lars Fischer, ebenfalls Hobbyfotograf. Für ihn steht aber auch das Miteinander mit den anderen Delfin-Fotografen im Mittelpunkt. “Hier versammeln sich ja immer mehrere Fotografen, wir tauschen uns aus und lernen uns dabei persönlich kennen”, sagt er. Die Herausforderung sei aber, abzuschätzen, wo der Delfin als Nächstes auftaucht. Den ultimativen Tipp dafür hat Hafs. “Wenn der Delfin auftaucht, bläst er das Wasser aus seinem Atemloch. Wenn ich das Geräusch höre, drücke ich ab und dann hat man manchmal auch den Kopf mit auf dem Foto.” Auch Stand-Up-Paddler, Ruderer und Kanuten versuchen immer wieder, vom Wasser aus ein Bild von Schwenteeny zu schießen.

Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei: Das Tier verhält sich etwas auffällig, schwimmt immer im Kreis.

Neben den Dolphin-Watchern lockt der Delfin immer wieder Leute in ihrer Mittagspause ans Wasser. So auch Silke Willers. “Ich hab eine halbe Stunde, um den Delfin zu beobachten”, sagt sie. “Das ist so schön entspannend, die Zeit verfliegt und mein Hund findet die Delfin-Geräusche sehr interessant.”

Vor drei Jahren hatte ein Delfin in der Kieler Förde für Aufsehen gesorgt und Schaulustige angelockt. Weil Neugierige in einem Schleusenbereich nahe dem Nord-Ostsee-Kanal baden gegangen waren, um dem Tier besonders nahe zu kommen, musste die Wasserschutzpolizei damals eine Warnung aussprechen. Das Baden nahe Schleusen ist untersagt. 

Von etwas weiter weg kommt Susanne Schramm. “Wir kommen aus Krefeld und machen gerade Urlaub in Laboe”, sagt sie. “Ich hatte in der Zeitung gelesen, dass hier ein Delfin rumschwimmt, und den wollten wir uns angucken.” Etwa eine Stunde beobachtet sie mit ihrem kleinen Sohn das Treiben im Wasser. Sein trockenes Urteil: “Gut.”

Ungewöhnlicher Gast in der Kieler Förde: Bereits seit mehreren Wochen taucht ein Delfin immer wieder nahe der Schwentinemündung auf. Das Tier verhalte sich etwas auffällig, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. “Es schwimmt immer im Kreis.”

Ob ambitionierte Fotografen oder Gelegenheits-Delfin-Beobachter – darüber, dass Schwenteeny immer am gleichen Ort anzutreffen ist, freuen sich alle. Warum das so ist, fragt sich auch Meeresbiologe Boris Culik. Gerade testet er, ob Schwenteeny auf ein von ihm entwickeltes Gerät zur Warnung von Schweinswalen vor Fischernetzen reagiert. “Unglaublich, dass man sich darauf verlassen kann, dass das Delfinmännchen immer hier auftaucht”, sagt er. Das ist ein Mysterium. Es muss hier irgendwelche optimalen Bedingungen geben, die wir nicht verstehen.”

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Das Tier verhalte sich etwas auffällig, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Kiel. “Es schwimmt immer im Kreis.” Vom Wasser aus beobachtete am Dienstagnachmittag auch ein Kajak-Fahrer den Delfin. Der ließ ihn gewähren: “Ich habe das Gefühl, er wird immer zutraulicher”, sagte der Mann.