Kiel macht Handball-Titelrennen wieder spannend - BNN - Badische Neueste Nachrichten
Handball-Bundesliga: THW Kiel siegt gegen SG Flensburg-Handewitt – Titelkampf spannend
Kiel (dpa) – In der letzten Auszeit 13 Sekunden vor Schluss hatte Trainer Alfred Gislason bereits ein breites Grinsen im Gesicht – und auch seine Mannschaft um den überragenden Torwart Niklas Landin ließ sich schon vorzeitig von den euphorischen Fans feiern.

Mit dem 20:18 (11:11)-Sieg im Handball-Thriller gegen Tabellenführer und Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt hat Pokalsieger THW Kiel das Rennen um die deutsche Meisterschaft noch einmal spannend gemacht und den Traum vom 21. Titelgewinn zum Abschied von Gislason am Leben erhalten.

Wir wollen die Saison jetzt mit sechs Minuspunkten abschließen. Aber Flensburg hat natürlich weiter alle Trümpfe in der Hand, sagte Gislason nach dem dramatischen Bundesliga-Topspiel. Durch den 59. Sieg im 99. Nordderby erhöhte der Tabellenzweite (56:6) den Druck auf das Team von Trainer Maik Machulla (56:4), das ein Spiel weniger ausgetragen hat. Wir sind immer noch in einer tollen Situation. Aber es wird ein Kampf bis zum Ende – und wir müssen alle Spiele gewinnen, befand Machulla.

Die Kieler, die am kommenden Wochenende beim Final Four vor heimischer Kulisse nach dem DHB-Pokal auch den EHF-Cup gewinnen wollen, haben das leichtere Restprogramm. Gegen Minden, Lemgo und Hannover sollte die Gislason-Truppe keinen Punkt mehr abgeben. Flensburg muss zuhause noch gegen Melsungen und die Füchse Berlin sowie auswärts in Stuttgart und zum Abschluss beim starken Aufsteiger Bergischer HC ran. Wir haben es in der eigenen Hand und werden Vollgas geben, kündigte der dänische Weltmeister Rasmus Lauge an.

Sie wollten nicht mehr abwarten. Die Schlusssirene in der ausverkauften Arena ging im Jubel-Orkan der Fans des THW Kiel unter. Etwas mehr als 10.000 Zuschauer schrien, juchzten und sangen ihre Freude heraus. Nur oben, unter dem Dach, gab es einen Bereich mit gut 250 Zuschauern, wo tiefe Enttäuschung herrschte. Die mitgereisten Fans des amtierenden Meisters SG Flensburg-Handewitt wussten es genauso wie alle anderen im weiten Oval: Seit Sonntag um 16:03 Uhr ist der Kampf um die deutsche Handball-Meisterschaft wieder richtig spannend. Der Rekordmeister THW Kiel hat im 99. Landesderby den Nachbarn von der deutsch-dänischen Grenze mit 20:18 (11:11) niedergerungen.

Im Duell der Erzrivalen war von Beginn an Feuer drin. Den besseren Start erwischten die Kieler, die schnell auf drei Tore davonzogen (4:1/8.). Doch der Titelverteidiger ließ sich davon ebenso wenig beeindrucken wie später von der Verletzung von Abwehrchef Tobias Karlsson. Der Kapitän musste mit Rückenschmerzen frühzeitig passen und droht länger auszufallen.

Mit einem 4:0-Lauf innerhalb von sechs Minuten vom 2:5 zum 6:5 schafften die Gäste, die im Vorfeld mit dem Vorwurf eines gewaltsamen Aufnahmerituals an der SG-Nachwuchsakademie im Jahr 2016 konfrontiert wurden, Mitte der ersten Halbzeit die erste Führung.

Doch auch das Machulla-Team vermochte sich nicht abzusetzen und geriet nach dem Wechsel auf die Verliererstraße, weil THW-Keeper Landin überragend hielt. Wenn man solch einen unglaublichen Torwart hat, ist es halt möglich, uns auf 18 Tore zu halten, lobte Lauge seinen Landsmann. Und Machulla stellte fest: Wir haben heute gegen Landin verloren. Es war überragend, was er gehalten hat.

Drei Minuten vor dem Ende der Partie entschieden die Gastgeber dann die Partie zu ihren Gunsten. Miha Zarabec traf zum 19:17, danach war Landin zur Stelle, und schließlich erhöhte Duvnjak mit seinem fünften Treffer auf 20:17. Flensburg kam noch auf 18:20 heran und hatte kurz darauf Ballbesitz. Lasse Svan, mit fünf Toren erfolgreichster SG-Spieler, setzte seinen Wurf zum Flügelwechsel auf Wanne zu hoch an – das wars. Wenig später begann die Siegesfeier der THW-Spieler und ihrer Fans.

Dabei erwischte auch Benjamin Buric zwischen den SG-Pfosten einen guten Tag und vereitelte mehrere Kieler Chancen. So blieb es trotz einer Fülle von Möglichkeiten eine torarme Partie, die vor allem von ihrer Dramatik lebte. Ich bin fix und fertig, gestand Domagoj Duvnjak. Der THW-Kapitän war mit fünf Toren bester Werfer beim Sieger, für Flensburg traf Lasse Svan ebenfalls fünfmal. Das Schlusswort gebührte dann wieder Gislason: Es war kein Handball-Fest, aber eine überragende Stimmung.

München – Was für ein Krimi! Der THW Kiel setzt sich im Nordderby gegen die SG Flensburg-Handewitt knapp durch. Der Titelkampf in der Bundesliga ist wieder spannend.

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Alfred Gislason wusste genau, bei wem er sich zu bedanken hatte. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff ging der scheidende Trainer des THW Kiel zu seinem Torhüter Niklas Landin und nahm ihn unter dem Jubel der 10.285 Fans in der tobenden Halle ganz fest in den Arm.

Kiel hat den Kampf um die deutsche Handball-Meisterschaft wieder spannend gemacht. Der THW gewann das 99. Landesderby gegen die SG Flensburg-Handewitt mit 20:18.

Mit geradezu unglaublichen Paraden hatte Dänemarks Handball-Weltmeister seinen Kielern den 20:18 (11:11)-Sieg gegen Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt gerettet und die Chancen des THW auf den 21. deutschen Meistertitel am Leben gehalten. 

In der letzten Auszeit 13 Sekunden vor Schluss hatte Trainer Alfred Gislason bereits ein breites Grinsen im Gesicht – und auch seine Mannschaft um den überragenden Torwart Niklas Landin ließ sich schon vorzeitig von den euphorischen Fans feiern. Mit dem 20:18 (11:11)-Sieg im Handball-Thriller gegen Tabellenführer und Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt hat Pokalsieger THW Kiel das Rennen um die deutsche Meisterschaft noch einmal spannend gemacht und den Traum vom 21. Titelgewinn zum Abschied von Gislason am Leben erhalten.

Auch Trainer-Ikone Gislason, der im Sommer nach elf Jahren beim THW aufhört, darf weiter auf einen perfekten Abschied hoffen. Nach Punkten zogen die Kieler in der Tabelle mit Flensburg gleich, den DHB-Pokal haben sie bereits gewonnen, der EHF-Cup könnte am kommenden Wochenende folgen.

Sieger und Besiegte waren sich in den Lobeshymnen über Landin absolut einig. “Wir haben heute gegen Niklas Landin verloren, überragend, wie er gehalten hat”, sagte Flensburgs Trainer Maik Machulla bei Sky, und sein genialer Spielmacher Rasmus Lauge bestätigte das: “Mit so einem unglaublichen Torhüter ist eben alles möglich.” Bester THW-Torschütze war Spielmacher Domagoj Duvnjak mit fünf Treffern, bei der SG traf Lasse Svan ebenfalls fünfmal. “Ich bin fix und fertig”, sagte Duvnjak bei Sky: “Ich habe lange nicht so ein Spiel mit so wenig Toren gespielt.”

Dabei erwischte auch Benjamin Buric zwischen den SG-Pfosten einen guten Tag und vereitelte mehrere Kieler Chancen. So blieb es trotz einer Fülle von Möglichkeiten eine torarme Partie, die vor allem von ihrer Dramatik lebte. “Ich bin fix und fertig”, gestand Domagoj Duvnjak. Der THW-Kapitän war mit fünf Toren bester Werfer beim Sieger, für Flensburg traf Lasse Svan ebenfalls fünfmal. Das Schlusswort gebührte dann wieder Gislason: “Es war kein Handball-Fest, aber eine überragende Stimmung.”

“Das war eine unglaubliche Stimmung, ein richtiges Handballfest”, sagte Gislason bei Sky: “Unsere Abwehr stand sehr gut, Landin war überragend, das hat es ausgeglichen, dass wir viel freie Chancen haben liegenlassen.” Der so Gelobte wollte sich selbst gar nicht so sehr in den Mittelpunkt stellen. “Unsere Abwehr hat von Anfang an super gestanden, das hat den Ausschlag gegeben”, sagte Landin.

“Wir wollen die Saison jetzt mit sechs Minuspunkten abschließen. Aber Flensburg hat natürlich weiter alle Trümpfe in der Hand”, sagte Gislason nach dem dramatischen Bundesliga-Topspiel. Durch den 59. Sieg im 99. Nordderby erhöhte der Tabellenzweite (56:6) den Druck auf das Team von Trainer Maik Machulla (56:4), das ein Spiel weniger ausgetragen hat. “Wir sind immer noch in einer tollen Situation. Aber es wird ein Kampf bis zum Ende – und wir müssen alle Spiele gewinnen”, befand Machulla.

Während der THW mit seinen Fans den 16. Pflichtspielsieg nacheinander feierte, musste Flensburg im 30. Saisonspiel die zweite Niederlage einstecken. Die Mannschaft von Machulla führt die Tabelle mit 56:4 Punkten zwar weiter vor den Kielern (56:6) an, darf sich in den verbleibenden vier Spielen aber keine weitere Niederlage mehr erlauben. Zudem verloren die Nordlichter ihren Kapitän und Abwehrchef Tobias Karlsson, der schon in der ersten Halbzeit wegen Rückenproblemen die Halle verlassen musste.

Doch auch das Machulla-Team vermochte sich nicht abzusetzen und geriet nach dem Wechsel auf die Verliererstraße, weil THW-Keeper Landin überragend hielt. “Wenn man solch einen unglaublichen Torwart hat, ist es halt möglich, uns auf 18 Tore zu halten”, lobte Lauge seinen Landsmann. Und Machulla stellte fest: “Wir haben heute gegen Landin verloren. Es war überragend, was er gehalten hat.”

Es dauerte tatsächlich eine Weile, bis sich die Flensburger an die Wucht der Zuschauer in der ausverkauften Sparkassen-Arena und des Gegners gewöhnt hatten. Doch nach dem Kieler 5:2 (10.) durch Nationalspieler Steffen Weinhold stabilisierten sich die Gäste und übernahmen nach vier Treffern in Serie und exakt 16 Minuten durch ein Tor von Ex-Weltmeister Holger Glandorf erstmals die Führung. 

Tore Füchse Berlin: Lindberg 9/5, Elisson 5, Drux 4, Wiede 3, Koch 2, Mandalinic 2, Struck 2, Zachrisson 2, Heinevetter 1, Holm 1, Marsenic 1 Die Eulen Ludwigshafen: Dippe 5/3, Spiler 5, Scholz 3, Falk 2, Haider 2, Salger 2, Dietrich Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah (Gummersbach)/Suresh Thiyagarajah (Gummersbach) Zuschauer: 7485 Strafminuten: 4 / 6 Disqualifikation: Struck (49.) / –

Für die Glanzpunkte sorgten vor allem die Keeper beider Teams. Landin hatte mit zahlreichen spektakulären Paraden entscheidenden Anteil daran, dass die Hausherren im zweiten Durchgang schnell das Kommando übernahmen und die Führung bis in die Schlussphase nicht mehr abgaben.

Tore THW Kiel: Duvnjak 5, Ekberg 4/3, M. Landin 3/2, Pekeler 3, Weinhold 2, Zarabec 2, Wiencek 1 SG Flensburg-Handewitt: Svan 5, Glandorf 3, Golla 2, Gottfridsson 2, Jöndal 2/1, Wanne 2/1, Johannessen 1, Lauge Schmidt 1 Schiedsrichter: Marcus Helbig (Landsberg (Saalekreis))/Lars Geipel (Teutschenthal) Zuschauer: 10285 (ausverkauft) Strafminuten: 10 / 8 Disqualifikation: – / –

Jetzt zieht Gislason noch einmal die grüne Karte, aber die Sparkassen-Arena ist schon längst am Feiern. Bei 13 Sekunden auf der Uhr wird Flensburg nicht mehr ausgleichen können. Und das wars. Der Sieg geht an den THW Kiel und der Titelkampf ist wieder spannend.

Tore SC Magdeburg: Musche 13/5, Musa 5, M. Damgaard 4, Christiansen 2, O¦Sullivan 2, R. Weber 2/1, Bezjak 1, Danowski 1/1 HSG Wetzlar: Cavor 8, Holst 6/1, Björnsen 2, Forsel Schefvert 2, A. Hermann 2, Lindskog 2, Weissgerber 2, Frend Öfors 1 Schiedsrichter: Christoph Immel (Tönisvorst)/Ronald Klein (Ratingen) Zuschauer: 6527 Strafminuten: 8 / 4 Disqualifikation: – / –

Flensburg braucht jetzt ein schnelles Tor! Es sind nicht einmal mehr 50 Sekunde auf der Uhr. Die Gäste versuchen es mit einem Kempa aber der Pass ist zu hoch. Das müsste die Entscheidung sein.

Tore VfL Gummersbach: Sommer 7/3, Norouzi Nezhad 4, Baumgärtner 3, Herzig 3, Preuss 3, Martinovic 2, Schröter 2, Schukow 1 TBV Lemgo Lippe: Zieker 7, Hangstein 4, Hornke 4/2, Theuerkauf 2, Guardiola Villaplana 1, Klimek 1 Schiedsrichter: Simon Reich (Fellbach)/Hans-Peter Brodbeck (Heppenheim) Zuschauer: 3621 Strafminuten: 8 / 6 Disqualifikation: A. Becker (7.) / –

Auch Duvnjak packt seine Fackel aus und sorgt für die 3-Tore-Führung. Flensburg antwortet in Person von Golla nach einer schnellen Mitte. Es wird wild: Weinhold ringt seinen Gegenspieler zu Boden und kassiert zwei Minuten. Machulla nimmt das Time-Out.

Miha Zarabec haut einen überraschenden Schlagwurf raus und lässt Buric alt aussehen. Auf der Gegenseite pariert schon wieder Niklas Landin. Die Sparkassen-Arena kocht!

Auf Kieler Seiten zeigt Ole Rahmel Nerven und steuert den Ball weit über das Tor. Flensburg schwächelt allerdings auch und wirft den Ball ins Aus. Die letzten vier Minuten sind angebrochen.

Tore MT Melsungen: Mikkelsen 6/3, Birkefeldt 5, Kunkel 4, Maric 4, F. Lemke 3, Pavlovic 1 Rhein-Neckar Löwen: Fäth 8, Lipovina 5, Kohlbacher 4, Larsen 3, Groetzki 2, Tollbring 2/1, Sigurdsson 1, Taleski 1 Schiedsrichter: Sascha Wild (Elgersweiher)/Fabian Baumgart (Altenheim) Zuschauer: 4300 Strafminuten: 4 / 2 Disqualifikation: – / –

Die Kieler Abwehr steht wie ein Fels und Landin hält quasi alles, was auf seinen Kasten kommt. Vorne leistet sich der THW das nächste Stürmerfoul. Die Einladung zum Anschluss nimmt Lasse Svan danken an und versenkt mit einem starken Treffer von Außen.

Mit einem 4:0-Lauf innerhalb von sechs Minuten vom 2:5 zum 6:5 schafften die Gäste, die im Vorfeld mit dem Vorwurf eines gewaltsamen Aufnahmerituals an der SG-Nachwuchsakademie im Jahr 2016 konfrontiert wurden, Mitte der ersten Halbzeit die erste Führung.

Sensationell von Niklas Landin: Einmal mehr verhindert der Däne einen Treffer von Flensburg. Auf der Gegenseite zieht Duvnjak beim Zeitspiel mit voller Wucht ab und wirft Simon Hald genau ins Gesicht. Absicht ist dem Rückraumspieler nicht zu unterstellen und der Kroate entschuldigt sich sofort. 

Dynamik, Kampf, Leidenschaft und zwei Weltklasse-Torhüter. Das Nordderby zwischen Kiel und Flensburg hält, was es versprochen hat. Am Ende jubelt der THW.

Ekberg erwischt Buric bei einem Versuch von Außen am Kopf. Der Keeper steht aber schnell wieder auf und lacht sogar schon wieder. Die Kieler gewinnen dank starker Abwehrarbeit den Ball und Duvnjak nutzt die Chance: Er jagt Buric die Kugel um die Ohren und erhöht auf 18:16.

Tolles Rückhand-Anspiel von Lauge an den Kreis. Johannes Golla sorgt für den Anschluss. Patrick Wiencek erhöht per Gegenstoß allerdings wieder auf zwei Tore. Auf der Gegenseite kann Jøndal verwandeln.

Magnus Landin erhöht auf 16:14 und es zeigt sich ein bekanntes Bild: Nilas Landin krönt den Erfolg seines Bruders mit seiner nächsten Parade. Flensburg lässt sich trotzdem nicht aus der Ruhe bringen und es ist an Kiel-Coach Gislason, die nächste Auszeit zu nehmen.

Toller Abschluss von Lasse Svan aus einem schwierigen Winkel. Zudem kassiert Rune Dahmke eine Zeitstrafe, weil er seinem Gegner in den Wurfarm greift. Aber auch auf der anderen Seite gibt es nach einem verlorenen Zweikampf gegen Zarabec 2-Minuten. Es bleibt eine körperbetonte Partie.

Niklas Landin zeigt eine starke Vorstellung und pariert erneut. Aber auch Buric hält auf der Gegenseite und wächst über sich hinaus. Auch der nachfolgende 7-Meter landet nicht im Tor. Maik Machulla greift zur grünen Karte und nimmt ein Time-Out. Der Coach fordert mehr Tempospiel.

Zarabec präsentiert seine Wendigkeit und tanzt die Flensburger Abwehr mit einem starken 1:1 aus. Hinten ist es einmal mehr Niklas Landin, der die Kieler mit einer tollen Parade unterstützt. Einem Stürmerfoul von Duvnjak folgt ein Fehlwurf von Jøndal. Ein spektakulärer Pass von Weinhold findet den Weg zu Kreisläufer Pekeler – der Ball landet im Tor.

2-Minuten für Wiencek und Strafwurf für die Gäste. Jetzt sind beide Teams zu fünft, da auch Flensburg eine Zeitstrafe kassiert hat. Andi Wolff kommt zum 7-Meter aufs Feld und zeigt direkt seine erste Parade. Stark! Der Abpraller landet allerdings bei Flensburg – Svan netzt von Außen ein.

Was für ein Pass von Zarabec auf Pekeler! Der Treffer zählt allerdings nicht, da der Nationalspieler im Kreis steht. Dafür entscheiden die Schiedsrichter auf 7-Meter, den Ekberg versenkt. Im Flensburger Angriff missglückt Glandorf ein Versuch aus der Distanz.

Schwacher Abschluss! Patrick Wiencek bringt einen Konter nicht im Tor der Gäste unter. Auch Pekeler macht es nicht besser und lässt die nächste große Möglichkeit der Kieler im Gegenstoß liegen. Auf der anderen Seite leistet sich Flensburg technische Fehler und schenkt dem THW den Ball. Weinhold übernimmt Verantwortung und netzt zum 12:11 ein. Im Gegenzug erarbeitet sich Flensburg einen 7-Meter und Magnus Jøndal verwandelt.

Info aus der Kabine: Tobias Karlsson, der in der ersten Hälfte aufgrund von Rückenbeschwerden ausgewechselt werden musste, kann die Flensburger im zweiten Durchgang nicht mehr unterstützen.

Die Abwehrreihen dominieren das Spiel, die Torhüter liefern eine starke Vorstellung. Nach einem Fehlwurf von Kiels Landin auf Außen ist es erneut sein Bruder, der eine schnelle Antwort von Flensburg verhindert. Die Teams gehen mit einem Unentschieden in die Pause.

Flensburg fehlt ein wenig die Durchsetzungskraft aus dem Rückraum. Nur Glandorf konnte bislang Akzente setzen. Starkes Anspiel von Zarabec auf Pekeler, der souverän verwandelt. Kurz darauf wird es brisant. Duvnjak bekommt ein Stürmerfoul gepfiffen und ist mit dieser Entscheidung offensichtlich nicht einverstanden. Für seine Reklamation gibt es allerdings eine Zeitstrafe.

Super Reflex von Niklas Landin! Der Kieler Keeper hält erneut. Im Spiel beider Mannschaften schleichen sich jetzt kleine Fehler ein. Aber auch die Schiedsrichter leisten sich einige fragwürdige Entscheidungen. Alfred Gislason reagiert auf die Unachtsamkeiten und nimmt eine Auszeit.

Weinhold springt ohne Rücksicht auf Verluste durch die kleinste Lücke der Flensburger Abwehr und zieht den 7-Meter. Magnus Landin tritt an den Punkt und überwindet Buric. Anschluss für den THW! Sein Bruder – Niklas Landin – pariert auf der anderen Seite. Jetzt hat Kiel die Chance zum Ausgleich. Es ist wieder Weinhold, der einen Strafwurf erzwingt und Landin behält erneut die Nerven.

Kiel kann die Überzahl nicht nutzen: Steffen Weinhold steuert die Kugel weit übers Tor. Flensburg nutzt das aus und zieht auf der Gegenseite einen 7-Meter. Wanne verwandelt mit einem Aufsetzer durch Landins Beine. Eines wird deutlich: Die Brisanz in dieser Partie nimmt immer weiter zu.

Erneut ist es Glandorf, der aus der Distanz einnetzt. Der Ball rutscht Landin unglücklich durch die Finger. Miha Zarabec leitet nun das Kieler Spiel von der Mitte. Duvnjak zieht die Abwehr auf sich und sieht Hendrik Pekeler am Kreis. Im nächsten Angriff der Hausherren kassiert Lauge eine Zeitstrafe, nachdem er Wiencek am Kreis beackert. Den 7-Meter für dieses Foul verwandelt Ekberg zum 8:8.

Flensburg findet nun besser ins Spiel und erarbeitet sich immer wieder gute Chancen im Konter. Auch die Abwehr steht besser als zu Beginn. Glandorf setzt den Ball aus dem Stand in den Winkel. Aber Duvnjak kommt direkt mit Tempo wieder auf die Flensburger Abwehr und sorgt für den Ausgleich.

Es geht mit hohem Tempo hin und her. Wieder 7-Meter für die Gastgeber. Diesmal geht Buric allerdings als Sieger hervor und pariert den Versuch von Ekberg. Es bahnt sich das erwartete Torhüterduell an. Auf Seiten der Kieler zeigt Landin erneut, dass er voll da ist und hält den nächsten Wurf von Außen. Mit einem schnellen Ballgewinn sorgt Hampus Wanne für den Anschluss.

Patrick Wiencek setzt sich am Kreis durch. Der Ball findet zwar nicht den Weg ins Tor, die Unparteiischen entscheiden aber auf 7-Meter. Ekberg verwandelt klar. Im Gegenzug zeigt Holger Glandorf, was er drauf hat.

Und wieder ist es Duvnjak, der seine Stärke von Beginn an unter Beweis stellt und den nächsten Hammer aus dem Stand auspackt. Keine Chance für Benjamin Buric! Auch die Kieler Abwehr steht stabil und lässt wenig zu. Landin macht seinen Job zwischen den Pfosten bisher gut.  

Niclas Ekberg zeigt keine Nerven und verwandelt von Rechtsaußen souverän zur Führung. Flensburg tut sich in Unterzahl schwer, Rasmus Lauge muss sich einen schwierigen Wurf nehmen. Dieser landet allerdings rechts daneben.

Was für ein Einstand! Niklas Landin hält einen Gegenstoß der Flensburger. Auf der anderen Seite kassiert der Tabellenführer die erste Zeitstrafe.

Es geht von Beginn an hart zur Sache. Domagoj Duvnjak netzt direkt für den THW ein. Lasse Svan hat allerdings die Antwort parat und gleicht zum 1:1 aus.

Die beiden Teams machen sich bereit. Kiel ist zu Beginn der Partie in der Sparkassen-Arena im Ballbesitz, Flensburg bereitet sich auf die Defensive vor.

Flensburg reist am 30. Spieltag der Handball-Bundesliga als Tabellenführer nach Kiel und will mit einem Sieg für die Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen sorgen.

Vier Spieltage vor Schluss liegt der THW zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter, der allerdings noch ein Spiel mehr in der Hinterhand hat. Sollten die Kieler vor eigenem Publikum verlieren, wäre der Meisterschaftszug wohl endgültig abgefahren. 

Voraussichtlich wird Niklas Landin beim THW Kiel zwischen den Pfosten beginnen, Benjamin Buric bei Flensburg. Die Torhüter-Position könnte zum Schlüsselduell werden – das verrät auch der ehemalige Flensburger Trainer Ljubomir Vranjes im SPORT1-Interview. 

Wer erwischt den besseren Tag? “Niklas Landin zeigt in wichtigen Spielen meist noch einmal eine bessere Leistung”, meint Vranjes.

Kiels Coach Alfred Gislason gibt am Ende der Saison das Team an seinen Nachfolger Filip Jicha ab. Mit der Meisterschaft in der Handball-Bundesliga würde sich für den Isländer noch einmal ein Traum erfüllen.  “Noch eine zum Abschluss – das wäre schön.” Der 59-Jährige stellt klar: “Ein Sieg im Derby würde den Druck auf Flensburg erhöhen.”