THW Kiel wackelt, fällt aber nicht - NDR.de
Handball, DKB HBL: THW Kiel besiegt Wetzlar, Bietigheim gewinnt gegen Hannover
Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga mit einem Kraftakt das vorzeitige Aus im Meisterschaftsrennen verhindert und bleibt auf Tuchfühlung zu Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt. 27:23 (15:12) gewannen die “Zebras” bei der HSG Wetzlar, machten den Erfolg aber erst in den Schlussminuten klar. Zwischenzeitlich agierte der Rekordmeister wenig souverän und gab die Partie gegen die Hessen fast aus der Hand. So aber sind die Kieler vor dem Gipfeltreffen am Sonntag in eigener Halle gegen Flensburg bis auf zwei Pluspunkte an den Landesrivalen herangerückt. “Wir haben viel Selbstvertrauen gesammelt, dann glaubt man auch fünf Minuten vor dem Ende daran, dass man das Spiel gewinnen wird”, sagte Steffen Weinhold, der mit fünf Toren bester THW-Werfer war.

Der THW Kiel müht sich zu einen Arbeitssieg in Wetzlar. Dass es für den Sieg gereicht hat, liegt für Steffen Weinhold auch am Selbstvertrauen des THW.

Handball-Bundesliga: Vor Nordderby: THW Kiel gewinnt gegen HSG Wetzlar

Beide Teams begannen die Partie überaus fahrig und nervös. Ballverluste, Fehlpässe und Pfostentreffer, aber auch einige starke Paraden von Kiels Niklas Landin und Wetzlars Tibor Ivanisevic sorgten dafür, dass es nach fast sechs Minuten immer noch 0:0 stand. Harald Reinkind brach den Bann zugunsten der “Zebras”, die anschließend schnell auf 3:0 erhöhten (8.). Die THW-Defensive stand gut, immer wieder scheiterten Wetzlars Angreifer am Kieler Mittelblock. Mit schnellen Tempogegenstößen baute der Favorit seine Führung weiter aus (12./7:2). Aber die Gäste ließen auch einige sehr gute Torchancen liegen und bauten ihren Gegner wieder auf. Nach 21 Minuten lag der THW nur noch mit einem Treffer vorne (10:9). Zur Pause stand es 15:12, angesichts der zahlreichen Möglichkeiten zu wenig aus Kieler Sicht.

Tore Wetzlar: Cavor (5), Forsell Schefvert (3), Rubin (3), Frend Öfors (3), Torbrügge (3), Holst (3/3), Björnsen (2), Mirkulovski (1)Tore THW Kiel: Weinhold (5), Dahmke (5), Ekberg (4/3), Pekeler (3), Reinkind (3), Bilyk (2), Duvnjak (2), Wiencek (2) Rahmel (1)Zuschauer: 4.421

Auch im zweiten Durchgang hielten die Hessen gut dagegen, geduldig spielten sie ihre Angriffe aus, Kiel konnte nicht entscheidend wegziehen (37./18:16). Mit etwas mehr Effektivität hätte Wetzlar durchaus ausgleichen können, doch THW-Keeper Landin verhinderte dies zunächst mit mehreren Paraden. Die “Zebras” wirkten in dieser Phase alles andere als souverän, Coach Gislason redete sich in einer Auszeit in Rage (“Wir müssen wieder was tun”). Vergeblich: Ekberg verwarf einen Siebenmeter, im Gegenzug traf Stefan Cavor für Wetzlar – 20:20 (47.). Das Remis hatte auch sechs Minuten vor dem Ende noch Bestand (54./23:23). Kiel wackelte bedenklich, fiel aber nicht. Ein 4:0-Lauf sorgte für das vorentscheidende 27:23 (57.). Weitere Treffer fielen nicht mehr.

Wetzlar | Die Handballer des THW Kiel gehen mit Rückenwind in das vorentscheidende Spiel um die deutsche Meisterschaft. Drei Tage vor dem 99. Schleswig-Holstein-Derby gegen Tabellenführer und Titelverteidiger SG Fl…

In der DKB HBL entscheidet der THW Kiel ein Nachholspiel bei der HSG Wetzlar für sich. Bietigheim feiert einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg.

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Der THW Kiel hat den Rückstand zum deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt drei Tage vor dem womöglich entscheidenden Duell der Nordklubs um den Titel wieder verkürzt.

Wetzlar kam beim 20:20 wieder an die Kieler heran. Doch beim Endspurt des THW konnten sie nicht mithalten.

Nach einem 27:23 (15:12) bei der HSG Wetzlar steht der Pokalsieger jetzt bei 54:6 Punkten, Spitzenreiter Flensburg (56:2) hat weiter ein kleines Polster auf den Verfolger. (SERVICE: Tabelle der DKB HBL)

Die Kieler konnten sich auf dem Weg zu ihrem 15. Pflichtspielsieg in Folge schnell bis auf fünf Tore absetzen (7:2/13. Minute), ließen den Angstgegner nach der Pause aber wieder herankommen. Der THW, der in den vorherigen vier Spielen dreimal gegen Wetzlar den Kürzeren gezogen hatte, musste Mitte der zweiten Hälfte den Ausgleich hinnehmen (20:20/47.). 

Erst in der Schlussphase zogen die Kieler mit vier aufeinanderfolgenden Toren wieder davon (27:23/57.), die HSG war geschlagen. Rune Dahmke und Steffen Weinhold kamen beim THW als beste Werfer auf jeweils fünf Tore.

Der Rekordmeister erwartet Flensburg am Sonntag (ab 14.30 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) zum Nordderby. Nur mit einem Sieg hat die Mannschaft des scheidenden Trainers Alfred Gislason noch realistische Chancen auf den Titel. (SERVICE: Spielplan der DKB HBL)

Der Tabellenvorletzte SG BBM Bietigheim schlug die TSG Hannover-Burgdorf in eigener Halle nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang mit 29:27 (13:16) und darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Bietigheim (11:49) liegt dicht hinter Altmeister VfL Gummersbach (11:47).

TVB Stuttgart – TSV GWD Minden 30:31 (14:15)Tore: Häfner (6), Schmidt (6), Schagen (6/5), Von Deschwanden (3), Späth (3), Weiß (2), Baumgarten (2), Schimmelbauer (1), Maier (1) für Stuttgart – Michalczik (7), Zvizej (5/3), Staar (4), Rambo (4), Gullerud (3), Savvas (2), Padshyvalau (2), Cederholm (2), Pusica (1), Doder (1) für MindenZuschauer: 2050

FA Göppingen – HC Erlangen 25:23 (11:8)Tore: Schiller (9/3), Zelenovic (6), Kneule (5), Kozina (3/1), Peric (2) für Göppingen – von Gruchalla (6/2), Büdel (5), Overby (3), Theilinger (2), Haaß (2), Bissl (2), Thümmler (1), Mappes (1), Kellner (1) für ErlangenZuschauer: 4000

SG BBM Bietigheim – TSV Hannover-Burgdorf 29:27 (13:16)Tore: Rentschler (8), Asmuth (6), Schäfer (5/1), Emanuel (4), Kraus (3), Link (3) für Bietigheim – Kastening (9/2), Ugalde (6), Böhm (3), Häfner (3), Mavers (2), Pewnow (2/1), Brozovic (1), Lesjak (1) für HannoverZuschauer: 2509

HSG Wetzlar – THW Kiel 23:27 (12:15)Tore: Cavor (5), Forsell Schefvert (3), Rubin (3), Frend Öfors (3), Torbrügge (3), Holst (3/3), Björnsen (2), Mirkulovski (1) für Wetzlar – Weinhold (5), Dahmke (5), Ekberg (4/3), Pekeler (3), Reinkind (3), Bilyk (2), Duvnjak (2), Wiencek (2) Rahmel (1) für KielZuschauer: 4421