Kiel: Klima-Aktivisten wollen B76 blockieren - NDR.de
Verkehrschaos droht: Klimaaktivisten demonstrieren – Theodor-Heuss-Ring in Kiel gesperrt
Der Theodor-Heuss-Ring in Kiel – ein Abschnitt der B76 – ist seit Monaten wegen schlechter Luftwerte in den Schlagzeilen. Heute Nachmittag droht auf und rund um eine der Hauptverkehrsachsen der Landeshauptstadt ein Verkehrschaos. Das Bündnis “TurboKlimaKampfGruppe” (TKKG) hat zur Demonstration aufgerufen. Es hat von der Stadt die Genehmigung bekommen, mit seinem Umzug auch über den viel befahrenen B76-Abschnitt zu ziehen, mitten im Feierabendverkehr an einem Freitag. Die Aktivisten fordern die Verkehrswende und ein autofreies Kiel.

Laut Polizei wird die B76 in Fahrtrichtung Eckernförde zwischen der Einmündung der B404 und dem Waldwiesenkreisel voraussichtlich gegen 15 Uhr für etwa eine halbe Stunde voll gesperrt. Außerdem werden zahlreiche andere Straßen in der Innenstadt betroffen sein. Wie die Autofahrer konkret umgeleitet werden, will die Polizei nach eigenen Angaben erst entscheiden, wenn klar ist, welches Ausmaß die Verkehrsbehinderungen haben. Laut eines Sprechers wurden verschiedene Reaktionen vorbereitet.

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Autofahrer müssen sich laut Polizeisprecher Oliver Pohl “auf deutliche Störungen und Einschränkungen einstellen”. Er rechnet zwischen 15 und 18 Uhr mit Staus. Die Demonstration beginnt um 14 Uhr am Hauptbahnhof. Von dort ziehen die Teilnehmer – die Veranstalter rechnen mit 500 bis 1.000 – Richtung Theodor-Heuss-Ring. Dort werde der Verkehr im Feierabendverkehr voraussichtlich komplett zum Erliegen kommen, meinte Pohl. Er rät, möglichst das gesamte Stadtzentrum zu umfahren.

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Die Demonstration ist umstritten. Der ADAC kritisiert deren Genehmigung für den B76-Abschnitt. Sprecher Ulf Evert sagte, “dass ob der entstehenden Staus und Umfahrungen die Abgaswerte nicht nach unten, sondern deutlich nach oben gehen werden”. Den Einsatz der Klimaschützer nannte er “absurd”. SSW-Umweltpolitiker Flemming Meyer bezweifelte, “ob es schlau ist, die Autofahrer als Geisel zu nehmen für eine verkorkste Verkehrspolitik”.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) stellte sich trotz der wohl massiven Verkehrsbehinderungen hinter die Genehmigung. Die Grundrechte seien weit auszulegen. Es gebe eine wohl abgewogene, mit Polizei und Anmeldern verhandelte Lösung, so Kämpfer. Er habe seinerseits keinerlei Überlegungen, die Genehmigung zu überdenken und nach Gutsherrenart hineinzugrätschen.

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In Kiel herrscht dicke Luft. Am Theodor-Heuss-Ring wird der zulässige Stickoxid-Grenzwert seit Jahren überschritten. Doch die Kieler Verwaltung handelt jetzt und installiert den “Stadtluftreiniger”. Video (02:30 min)

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Wegen zu hoher Stickoxidwerte droht auf dem Theodor-Heuss-Ring ein Fahrverbot für alte Dieselautos. Um das zu verhindern, hat die Stadt bereits das dortige Tempolimit von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde gesenkt und kleinere Abfahrten gesperrt. Das Verkehrsministerium prüft nach wie vor, ob der einwöchige Einsatz einer “Absauganlage” erfolgreich war. Damit künftig weniger Autos unterwegs sind, setzt die Stadt ein ganzes Maßnahmenpaket um: unter anderem sollen die Velorouten ausgebaut werden.

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Parallel arbeitet das Umweltministerium an einem Luftreinhalteplan. Ein Entwurf wird im Sommer erwartet. Nach Angaben des Umweltbundesamts rangierte Kiel 2018 mit einem Jahresmittel von 60 Mikrogramm je Kubikmeter Luft am Theodor-Heuss-Ring bei den am stärksten belasteten Städten auf Platz drei nach Stuttgart und München. Der EU-Grenzwert beträgt 40 Mikrogramm.

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Am Kieler Schadstoff-Hotspot – dem Theodor-Heuss-Ring – steht nun ein “Stadtluftreiniger”. Was die weiße Anlage bringt, weiß niemand. Es gibt noch keine verlässlichen Messgeräte. mehr

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Umwelthilfe-Chef Resch und Kiels Oberbürgermeister Kämpfer streiten wegen der schlechten Luftwerte in der Stadt oft über Bande über den Sinn von Fahrverboten. Nun diskutierten sie miteinander. mehr

Kiel | Sie wollen da hin, wo es wehtut: Direkt auf den Theodor-Heuss-Ring (B76). Sie wollen ein markantes Zeichen setzen gegen Luftverschmutzung und den Autoverkehr in der Landeshauptstadt. Die selbsternannte T…

Auf dem viel befahrenen Kieler Theodor-Heuss-Ring droht wegen einer umstrittenen Demonstration am Freitag ein Verkehrschaos. Die Stadt hat Aktivisten der TurboKlimaKampfGruppe Kiel (TKKG) erlaubt, am Freitagnachmittag auf der Bundesstraße 76 gegen den Autoverkehr zu demonstrieren. Der Abschnitt wird deshalb voraussichtlich gegen 15.00 Uhr für etwa eine halbe Stunde gesperrt, sagte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Zuvor hatten die Kieler Nachrichten berichtet.

Die Veranstalter gehen von 500 bis 1000 Demonstrationsteilnehmern aus. Sie rechnen damit, dass der Straßenabschnitt 30 bis 60 Minuten lang gesperrt sein wird.

Nach Angaben von Kiels Ordnungsdezernent Christian Zierau wurde eine Zwischenkundgebung der Demonstranten, die direkt auf dem Theodor-Heuss-Ring stattfinden sollte, auf den daneben gelegenen Parkplatz Lübscher Baum verlegt. Anschließend ziehen die Demonstranten auf dem Theodor-Heuss-Ring in Richtung Abbiegespur zur Hamburger Chaussee. Sobald sie dort sind, soll der Verkehr wieder freigeben werden.

Die Turboklimakampfgruppe Kiel (TKKG) will am kommenden Freitag demonstrieren. Die Stadt hat die Aktion genehmigt.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) stellte sich hinter die Genehmigung. Die Grundrechte seien weit auszulegen. Was die Ordnungsbehörde erreicht habe, finde er angemessen. Daran habe er nichts zu kritisieren. Es gebe eine wohl abgewogene, mit Polizei und Anmeldern verhandelte Lösung. Er habe seinerseits keinerlei Überlegungen, die Genehmigung zu überdenken und nach Gutsherrenart hineinzugrätschen.

Aber: Das ist nicht Friday for Future, die da demonstrieren, sagte Kämpfer. Wer dort demonstriere, sei sehr radikal. Das sind Leute, die nicht nur mit dem Autoverkehr auf Kriegsfuß sind, sondern eigentlich mit der gesamten Gesellschaft. Dies störe ihn viel mehr. Ich habe nicht den Eindruck, dass man die mit einer reformorientierten Stadtpolitik überhaupt erreichen kann.

Gerade auch radikale Kräfte hätten in einer Demokratie aber ein Demonstrationsrecht, sagte der Jurist. Er glaube nicht, dass die Stadt jeden Freitag eine solche Demonstration genehmigen müsse und würde, sagte Kämpfer. Ich verstehe den Ärger der Autofahrer. Aber eine Verwaltung könne sich nicht an einer Stimmungslage bei Facebook orientieren, sondern müsse es am Grundgesetz tun.

Der ADAC kritisierte die Genehmigung. Die Entscheidung der Stadt ist nicht nachvollziehbar, sagte ADAC-Sprecher Ulf Evert den Kieler Nachrichten. Die Aktivisten könnten auch dort demonstrieren, wo der fließende Verkehr nicht behindert werde. Grünen-Landeschef Steffen Regis sagte, auf dem Theodor-Heuss-Ring ist ohnehin jeden Tag Stau. Der Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, Carsten Massau, sagte dem Blatt, die Blockade könne darauf aufmerksam machen, dass die Schadstoff-Grenzwerte an der Straße überschritten werden. Der FDP-Landtagsabgeordnete Dennys Bornhöft warf den Aktivisten dagegen vor, dem Klimaschutz einen Bärendienst zu erweisen.

Wegen zu hoher Stickoxidwerte droht auf der Verkehrsachse ein Fahrverbot für alte Dieselautos. Um das zu verhindern, hat die Stadt bereits das dortige Tempolimit von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde gesenkt und kleinere Abfahrten gesperrt. Oberbürgermeister Kämpfer ist zuversichtlich, dort bis Ende des Jahres im Jahresmittel auf unter 50 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft zu kommen. Das Umweltministerium arbeitet an einem Luftreinhalteplan. Ein Entwurf wird im Sommer erwartet.

Nach Angaben des Umweltbundesamts rangierte Kiel 2018 mit einem Jahresmittel von 60 Mikrogramm je Kubikmeter Luft am Theodor-Heuss-Ring bei den am stärksten belasteten Städten auf Platz drei nach Stuttgart und München. Der EU-Grenzwert beträgt 40 Mikrogramm.

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Die Veranstalter gehen von 500 bis 1000 Demonstrationsteilnehmern aus. Sie rechnen damit, dass der Straßenabschnitt 30 bis 60 Minuten lang gesperrt sein wird.

Theodor-Heuss-Ring Kieler Landtag sträubt sich gegen Diesel-Fahrverbot Nach Angaben von Kiels Ordnungsdezernent Christian Zierau wurde eine Zwischenkundgebung der Demonstranten, die direkt auf dem Theodor-Heuss-Ring stattfinden sollte, auf den daneben gelegenen Parkplatz Lübscher Baum verlegt. Anschließend ziehen die Demonstranten auf dem Theodor-Heuss-Ring in Richtung Abbiegespur zur Hamburger Chaussee. Sobald sie dort sind, soll der Verkehr wieder freigeben werden.

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) stellte sich hinter die Genehmigung. Die Grundrechte seien weit auszulegen. Was die Ordnungsbehörde erreicht habe, finde er angemessen. Daran habe er nichts zu kritisieren. Es gebe eine wohl abgewogene, mit Polizei und Anmeldern verhandelte Lösung. Er habe seinerseits keinerlei Überlegungen, die Genehmigung zu überdenken und nach Gutsherrenart hineinzugrätschen.

Aber: Das ist nicht Friday for Future, die da demonstrieren, sagte Kämpfer. Wer dort demonstriere, sei sehr radikal. Das sind Leute, die nicht nur mit dem Autoverkehr auf Kriegsfuß sind, sondern eigentlich mit der gesamten Gesellschaft. Dies störe ihn viel mehr. Ich habe nicht den Eindruck, dass man die mit einer reformorientierten Stadtpolitik überhaupt erreichen kann.

Klimaschutz-Aktivistin Der Greta-Hass erinnert an evangelikalen Furor Lesen Sie auch Fridays for Future Mein Respekt vor jungen Leuten löst sich auf wie eine Alka-Seltzer-Tablette Gerade auch radikale Kräfte hätten in einer Demokratie aber ein Demonstrationsrecht, sagte der Jurist. Er glaube nicht, dass die Stadt jeden Freitag eine solche Demonstration genehmigen müsse und würde, sagte Kämpfer. Ich verstehe den Ärger der Autofahrer. Aber eine Verwaltung könne sich nicht an einer Stimmungslage bei Facebook orientieren, sondern müsse es am Grundgesetz tun.

Stickoxide Dieser Grenzwert war schon vor 15 Jahren lächerlich Anzeige Der ADAC kritisierte die Genehmigung. Die Entscheidung der Stadt ist nicht nachvollziehbar, sagte ADAC-Sprecher Ulf Evert den Kieler Nachrichten. Die Aktivisten könnten auch dort demonstrieren, wo der fließende Verkehr nicht behindert werde. Grünen-Landeschef Steffen Regis sagte, auf dem Theodor-Heuss-Ring ist ohnehin jeden Tag Stau. Der Geschäftsführer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, Carsten Massau, sagte dem Blatt, die Blockade könne darauf aufmerksam machen, dass die Schadstoff-Grenzwerte an der Straße überschritten werden. Der FDP-Landtagsabgeordnete Dennys Bornhöft warf den Aktivisten dagegen vor, dem Klimaschutz einen Bärendienst zu erweisen.

Wegen zu hoher Stickoxidwerte droht auf der Verkehrsachse ein Fahrverbot für alte Dieselautos. Um das zu verhindern, hat die Stadt bereits das dortige Tempolimit von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde gesenkt und kleinere Abfahrten gesperrt. Oberbürgermeister Kämpfer ist zuversichtlich, dort bis Ende des Jahres im Jahresmittel auf unter 50 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft zu kommen. Das Umweltministerium arbeitet an einem Luftreinhalteplan. Ein Entwurf wird im Sommer erwartet.

Nach Angaben des Umweltbundesamts rangierte Kiel 2018 mit einem Jahresmittel von 60 Mikrogramm je Kubikmeter Luft am Theodor-Heuss-Ring bei den am stärksten belasteten Städten auf Platz drei nach Stuttgart und München. Der EU-Grenzwert beträgt 40 Mikrogramm.