\nDer Lebensgefährte der Mutter hätte nach Informationen der «Stuttgarter Zeitung» und der «Stuttgarter Nachrichten» mit dem Opfer gar keinen Umgang haben dürfen. Der Freiburger Oberstaatsanwalt Michael Mächtel sagte den Blättern, der Mann sei bereits wegen Kindesmissbrauchs vorbestraft und dürfe keinen näheren Kontakt zu Minderjährigen haben.

Die Ermittler hatten den Missbrauchsfall am Donnerstag öffentlich gemacht. Sie prüfen auch mögliche Verbindungen zu anderen Taten. Hierfür werten die Ermittler beschlagnahmte Filme und Datenträger aus, wie eine Polizeisprecherin sagte. Einige der Verdächtigen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Freiburg wegen schwerer Misshandlung von Kindern vorbestraft.

Der Junge wurde nach Fetterers Angaben bereits im Kindergartenalter betreut. «Dabei ging es um Hilfen zur Förderung der persönlichen Entwicklung des Kindes.» Was genau darunter zu verstehen ist, konnte der Sprecher nicht sagen.

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0 Kommentare Facebook Twitter Whatsapp Anzeige Anzeige Freiburg (dpa/lsw) – Trotz Hinweisen auf die sexuelle Gefährdung eines Neunjährigen aus der Region Freiburg ist der Junge nicht dauerhaft aus seiner Familie geholt worden. Bereits im März habe die Polizei den zuständigen Behörden von einer möglichen Gefahr für das Kind berichtet, wie der Pressesprecher des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Matthias Fetterer, am Freitag mitteilte. Das Familiengericht habe den Schüler allerdings wieder nach Hause geschickt – warum, wisse er nicht. Auch eine spätere Entscheidung des Oberlandesgerichts habe an dem Beschluss nichts geändert. Erst im September 2017 sei der Junge dann endgültig aus seiner Familie geholt worden, nachdem die Polizei auf den möglichen sexuellen Missbrauch des Kindes verwiesen habe.