Kassel: Straßen werden zu reißenden Flüssen | Stadt und Kreis Kassel - HNA.de
Unwetter in Hessen und Niedersachsen: Feuerwehren im Großeinsatz | Northeim
Die Überschwemmungen durch den Starkregen haben die Bewohner Kassels fest im Griff. Für viele gibt es kein Weiterkommen mehr.

Karsten Gellert nimmt es mit Humor. Er steht an der Ochshäuser Straße, Ecke Forstbachweg und kommt nicht auf die andere Seite, wo sich die Arbeitsstätte des Handwerkers befindet. Die Straße, auf der normalerweise Autos fahren, hat sich in einen reißenden Fluss verwandelt. Einem Arbeitskollegen gibt Gellert über Handy zu verstehen, dass er erst einmal nicht kommt: "Ich hab die 8-Uhr-Fähre verpasst."

Auch gegen Mittag regnete es noch heftig in Lohfelden. Besonders hart hat es laut Gemeindebrandinspektor Michael Kahl den Ortsteil Vollmarshausen getroffen. zeitweise waren die Kasseler Straße, die Kaufunger Straße und die Ochshäuser Dorfstraße getroffen, aber auch das Industriegebiet am Fieseler Werk. Von 5 bis 11 Uhr seien insgesamt 55 Einsatzmeldungen eingegangen. 90 Einsatzkräfte, teils auch aus Baunatal und Söhrewald versuchten den Lohfeldenern zu helfen. Die kämpften mit überschwemmten Kellnern, unweit des Wahlebachs hatte es jedoch auch auch einige Wohnhäuser erwischt und auf der Ochshäuser Dorfstraße erschwerte ein in den Fluten treibendes Auto die Arbeiten. 

So wie Gellert geht es vielen, die vor dem Getränkemarkt am Forstbachweg stehen und ungläubig auf das Wasser blicken. Es hat eine Selbstverständlichkeit unmöglich gemacht: einfach die Straße zu passieren. Auch für Lukas Machelett ist der Getränkemarkt Endstation auf dem Weg zur Arbeit, der ohnehin schon beschwerlicher war als sonst. Am Platz der Deutschen Einheit endete die Busfahrt, die normalerweise bis ins Forstfeld führt. "Der Busfahrer hat gesagt, dass es nicht mehr weitergeht." Machelett nahm die Tram, lief bis zur Ochshäuser Straße, doch weiter kam er dann nicht mehr. Für ihn ist die Wassermasse kein Wunder: Es hat die Nacht durchgeregnet, die trockenen Böden können den Regen laum aufnehmen, es gab zuletzt auch noch Frost. Machelett ist vom Fach. Er ist Wasserbauingenieur. Nur heute eben nicht im Büro.

Schlimmer als ihm ist es aber Ciprian Pruna ergangen. Er blickt gerade nicht nur auf das Wasser vor ihm, sondern auch auf sein Auto mitten im Wasser. Um 5.20 Uhr ist er mit seinem Kollegen über die Lilienthalstraße auf die Ochshäuser Straße gefahren, als plötzlich eine Flutwelle kam und nichts mehr ging. Pruna und sein Kollege verließen das Auto. Knapp drei Stunden später gehört dieses Auto im Wasser zu den prägenden Bildern der Szenerie – neben einem weiteren Fahrzeug mitten im reißenden Fluss. Der Fahrer sitzt noch hinter dem Steuer. Erst als die Feuerwehr mit einer Leiter kommt, gelangt er ans Ufer. Den Abschleppdienst hat er noch aus dem Auto heraus gerufen. Aber auch der ist machtlos. "Solange die Feuerwehr und die Polizei keine Freigabe erteilen, können wir nichts machen", sagt Fred Nix vom Abschleppunternehmen. Das Ganze kann dauern.

Zumal: Es regnet immer weiter. So heftig war es noch nie, sagt Rolf Golinski, der im Forstbachweg wohnt und sich nun ein Bild von der Situation machen will. Er hat es schon geahnt, dass es brenzlig werden könnte. "Heute Nacht hat der Regen so stark auf das Dach geprasselt, das habe ich in meinem Leben noch nicht gehört."

Aktualisiert um 15.53 Uhr - Immerhin: So langsam entspannt sich die Verkehrslage nach dem Hochwasser im Kasseler Osten und den Landkreiskommunen Kaufungen und Lohfelden wieder. In Kassel konnten mittlerweile nahezu alle Sperrungen wieder aufgehoben werden. Die Lilienthalstraße und die Ochshäuser Straße, die noch am Vormittag teils völlig unter Wasser standen, sowie die Eichwaldstraße im Bereich Sandershäuser Straße, sind nun wieder für den Verkehr freigegeben. Einzig im Bereich der Autobahnunterführung der Ochshäuser Straße dauern die Reinigungsarbeiten der Fahrbahn derzeit noch etwas an.

Alles nichts Neues. Als ca. 10 Jähriger (1962) habe eine gleiche Flut in der Ochshäuser Str. erlebt. Ich habe die Mitteilung als Zeitzeuge nur geschrieben, um den ewigen Klimaesoterikern das Wasser abzugraben.

Alles nichts Neues. Als ca. 10 Jähriger (1962) habe eine gleiche Flut in der Ochshäuser Str. erlebt. Ich habe die Mitteilung als Zeitzeuge nur geschrieben, um den ewigen Klimaesoterikern das Wasser abzugraben.

Die Feuerwehren in Nordhessen und Südniedersachsen sind im Großeinsatz. Wegen eines Starkregens sind Straßen überflutet, und Bäume umgestürzt. Immerhin: Die A44 ist mittlerweile wieder frei.

Soeben teilt die KVG mit, dass die Lossetalstrecke vermutlich noch bis Donnerstag gesperrt bleiben wird. Die Tramlinie 4 wird in den nächsten Tagen dort nicht fahren können. Busse fahren als Ersatzverkehr zwischen Kaufungen und Hess. Lichtenau, sagt Sprecherin Heidi Hamdad. Es gibt heftige Unwetterschäden, unter anderem massive Gleisunterspülungen an mehreren Stellen. Das  Wasser drang in mindestens einen Weichenkasten ein und beschädigte die darin befindliche Elektrik zur Weichensteuerung.   

Aktualisiert um 17.36 Uhr – Tief "Axel" hat in Nordhessen und Südniedersachsen seit Montagabend für starke Regenfälle gesorgt. Der Deutsche Wetterdienst hatte daher am Dienstag eine Unwetterwarnung für die Region rausgegeben. Die Einsatzkräfte rückten den ganzen Dienstag zu unzähligen Einsätzen aus. Hier finden Sie einen Überblick:

Auch die A44 wurde vor wenigen Minuten wieder freigegeben.  Dort musste das Dreieck Kassel-Süd für den aus Süden kommenden Verkehr bereits heute Morgen wegen überschwemmter Fahrbahn gesperrt werden. Gegen Mittag waren ein weiteres Mal Wasser- und Schlammmassen auf die Fahrbahn in Richtung Dortmund gelaufen, was die Aufhebung der Sperrung verzögerte. Vor wenigen Minuten konnte die Autobahnmeisterei die Reinigungsarbeiten nun abschließen, sodass die Fahrbahn wieder frei für den Verkehr ist.

In Kassel hat der heftige Regen der vergangenen Nacht Straßen überflutet. Auf der Wissmanstraße im Forstfeld floss eine Masse aus Schlamm und Wasser. Dort wurden Sandsäcke am Straßenrand aufgebaut. 

Laut Polizei ist der Platz der Deutschen Einheit, der sogenannte "große Kreisel" derzeit nicht von Überflutungen oder Sperrungen betroffen. Der Verkehr läuft dort. Auch die Kreuzung Scharnhorstraße / Dresdener Straße, bekannt als "kleiner Kreisel", ist noch nicht betroffen. Hier melden die Streifen aber auf dem rechten Fahrstreifen der Dresdener Straße stadtauswärts, Ecke Ölmühlenweg, bereits stetig ansteigendes Wasser auf der Fahrbahn.

Die Ochshäuser Straße und die Lilienthalstraße standen  komplett unter Wasser. Straßen in diesem Bereich wurden für den Verkehr gesperrt. Verkehrsteilnehmer sollten den Kasseler Osten sowie die Kommunen Lohfelden und Kaufungen soweit möglich meiden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Im Stadtteil Wolfsanger war die Straße zur B3 nicht durchgängig befahrbar. Ein Baum blockierte die Straße. 

Teils spielten sich dramatische Szenen ab. Im Forstfeld zum Beispiel musste gegen 8 Uhr ein Mann mit einer Feuerwehrleiter aus seinem Auto geborgen werden. In Waldau gelangte ein Ehepaar, das an der Nürnberger Straße wohnt, nur mithilfe eines Schlauchbootes aus seinem Haus, das unter Wasser stand.

Die Lage entspannte sich erst im Laufe des Nachmittags. In Kassel konnten nahezu alle Sperrungen wieder aufgehoben werden. Die Lilienthalstraße und die Ochshäuser Straße sowie die Eichwaldstraße im Bereich Sandershäuser Straße, sind nun wieder für den Verkehr freigegeben. Einzig im Bereich der Autobahnunterführung der Ochshäuser Straße dauern die Reinigungsarbeiten der Fahrbahn derzeit noch etwas an.

In Oberkaufungen ist die Straße vor dem Rathaus überflutet. Ortsdurchfahrt ist komplett gesperrt wegen möglicher Überflutungen von Stromverteilkästen. Möglicherweise muss in einigen Bereichen von Kaufungen der Strom abgestellt werden, teilt Büroleiter Carsten Marth mit. 

Allerdings gab es auch am Nachmittag noch Schwerpunkte der Arbeiten: Das Gelände der Firma Bode an der Ochshäuser Straße, die Tür- und Einstiegssysteme für Züge herstellt, stand nach Angaben eines Sprechers großflächig unter Wasser. Die Produktion mit mehreren hundert Mitarbeitern war am Morgen evakuiert worden und kann wahrscheinlich in dieser Woche nicht wieder aufgenommen werden. Wohl in Folge des Hochwassers war auch ein Tank mit 50.000 Litern Heizöl leckgeschlagen, eine unbekannte Menge an Säure ausgetreten. Der Gefahrgutzug der Kasseler Berufsfeuerwehr war damit beschäftigt, die Gefahrenstoffe zu sichern.

Bereits gestern Abend war die Tramstrecke im Lossetal ab circa 21 Uhr bereits für die Bahnen in beiden Richtungen zwischen Hess. Lichtenau uns Helsa gesperrt wegen einer Stellwerkstörung in Fürstenhagen. Deshalb konnten die Bahnen aus Richtung Kassel nur bis zum Bahnhof in Helsa fahren. 

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt in Kassel war der Ortskern von Alt-Bettenhausen, wo Einsatzkräfte an der Buttlarstraße und am Dorfplatz Häuser mit Sandsäcken vor dem Wasser der Losse schützten. Trotzdem waren bereits einige Gärten und Keller vollgelaufen. Autos standen teilweise bis zu den Fenstern im Wasser. Anwohner übten Kritik, dass die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu spät vor Ort gewesen seien sollen.

Die Losse und der Wahlebach sind über die Ufer getreten. Auch in Niederkaufungen ist die Losse bedrohlich hoch. Der gesamte Kirchplatz wurde überspült. Dort ist bereits eine Sandsackfüllmaschine im Einsatz. Dort werden aktuell 3500 Sandsäcke befüllt. 

Eine Kasselerin versuchte am Dienstag das Hochwasser positiv zu sehen – und stürzte sich in die Fluten:

In Kaufungen musste die EAM Netz-Mitte in zwei Straßenzügen den Strom abstellen. Betroffen sind der Steinweg und der Inselweg in Niederkaufungen. Wann die Haushalte wieder ans Netz gehen, ist noch nicht bekannt, teilt die Gemeinde mit. 

Laut Polizei sind im Kreis Kassel besonders die Kommunen Lohfelden, Kaufungen, Niestetal und Helsa betroffen. Wegen der Wassermassen sind dort zahlreiche Straßen nicht oder nur schlecht befahrbar. 

auf der A44 musste das Dreieck Kassel-Süd für den aus Süden kommenden Verkehr am Morgen wegen überschwemmter Fahrbahn gesperrt werden. Gegen Mittag waren ein weiteres Mal Wasser- und Schlammmassen auf die Fahrbahn in Richtung Dortmund gelaufen, was die Aufhebung der Sperrung verzögerte. Gegen 15 Uhr hatte die Autobahnmeisterei die Reinigungsarbeiten abgeschlossen, sodass die Fahrbahn laut Polizei wieder für den Verkehr freigegeben wurde.

Auch im Landkreis Göttingen hat der Starkregen vom Montagabend seine Spuren hinterlassen. Betroffen war vor allem die Gemeinde Friedland südlich von Göttingen. Rund um Klein Schneen war der Regen so stark, dass er Schlamm von den Feldern bis zum tiefsten Punkt des Ortes spülte. In der Lindenstraße und Am Breiten Stein stand das Wasser Dutzende Zentimeter hoch. Als es abgeflossen war, blieb eine dicke Schlammschicht liegen.

Der Dauerregen hat auch in Staufenberg zu Überschwemmungen geführt. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Philipp Vogeley steht in Benterode die Wellebachstraße unter Wasser. Auch andere Ortsteile sind betroffen. Wasser überflutete stellenweise auch die Ortsdurchfahrt von Uschlag, sodass sie an einigen Stellen unpassierbar war. Zwischen Escherode und Uschlag stürzte ein Baum auf die Fahrbahn

Das Unwetter hat auch Hann. Münden im Griff. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Nach Angaben der Polizei war in Hann. Münden wegen Überschwemmungen am Morgen die Straße Vogelsang vom frühen Morgen bis gegen 8.30 Uhr gesperrt. Auf der Bundesstraße 496 rutschte Geröll auf die Straße. Sie war zwischen 6 Uhr und 8.30 Uhr oberhalb von Bonaforth aus Richtung Hann. Münden gesperrt. 

Auf der Bundesstraße 80 bei Hann. Münden stürzte gegen 7.30 Uhr im Bereich der Professor-Oelkers-Straße ein Baum auf die Straße. Eine Autofahrerin fuhr mit ihrem Pkw hinein, sie blieb aber unverletzt, am Wagen entstand geringer Schaden. Gegen 8.15 Uhr war die Straße wieder frei. 

Zu Überschwemmungen kam es auch im Bereich der Wilhelmshäuser Straße in Höhe der Pionierstraße.

Die zweite Starkregenfront, die am Montagabend über den Landkreis Northeim gerollt ist, hat die Situation weiter verschärft. In nahezu allen Stadt- und Gemeindegebieten sind oder waren die Feuerwehren im Einsatz. Besonders betroffen ist das Stadtgebiet Bad Gandersheim.

*1987. Seit 2013 bei der HNA, erst als freie Mitarbeiterin, dann als Volontärin und Redakteurin in Frankenberg, jetzt in der Redaktion Kreis Kassel.

Dort fließt in einigen Ortsteilen Wasser durch Wohnhäuser, auch ist stellenweise der Strom komplett ausgefallen. Die Feuerwehren sind unter anderem in Ackenhausen im Großeinsatz, um die Gebäude zu sichern. Es wird befürchtet, dass die Gande über die Ufer tritt, heißt es von einem Feuerwehrsprecher vor Ort. Außerdem sind Autos im Wasser eingeschlossen, andere Fahrer sind durch die rutschigen Schlammmassen in den Graben gefahren.

Geb. 1961. Ich arbeite seit 1990 für die HNA und gehöre als Redakteur seit 1999 den Redaktionen Stadt Kassel, Baunatal und Kreis Kassel an

In Einbeck hatte gegen 22.30 Uhr ein Blitz in ein Gebäude am Marktplatz eingeschlagen. Da ein Feuer in dem Gebäude vermutet wurde, war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot vor Ort. Das Feuer bestätigte sich allerdings nicht, sagte ein Feuerwehrsprecher hier vor Ort.

Schlamm musste auch die Feuerwehr Katlenburg in der Suteroder Straße beseitigen. Im Stadtgebiet Einbeck ist die Feuerwehr ebenfalls im Einsatz. In Rittierode dringt Wasser infolge des Starkregens in ein Gebäude ein. Ähnlich sieht die Situation in Vogelbeck aus.

Schwerpunkt der Unwetterlage war außerdem der Raum Mackensen. Rund 100 Kräfte waren wegen gefluteten Kellern und Straßen im Einsatz. Zahlreiche Sandsäcke wurden bis in die Nacht befüllt. Hier war auch eine Sandsack-Füllmaschine der Kreisfeuerwehr im Einsatz.

Zwischen Westerhof und Nienstedt waren, vermutlich aufgrund des aufgeweichten Bodens, mehrere Bäume auf die Straße gestürzt. Die Feuerwehren waren im Einsatz, um die Bäume zu beseitigen.

Eine Zusammenfassung der Dauer-/Starkregen- und Gewitterlage bis Mittwoch. Aktuell bilden sich erste Gewitter über der Mitte Deutschlands. Die größten Regenmengen werden immernoch im Allgäu erwartet. #Unwetter #Hochwasser /V pic.twitter.com/US0Mt6KdWG

Der Deutsche Wetterdienst hatte am späten Montagnachmittag vor Dauerregen und Gewitter gewarnt: "Es tritt ergiebiger Dauerregen wechselnder Intensität auf. Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 40 l/m² und 60 l/m² erwartet. In Staulagen werden Mengen bis 80 l/m² erreicht." 

Die Kreisfeuerwehr warnt via Facebook vor Gewitter. Dabei solle idealerweise Schutz in festen Gebäuden gesucht werden. Das Auto wirke zwar auch wie ein faradayscher Käfig – bei starkem Wind sei aber auch dieses nicht sicher.

Der andauernde Regen hat die Flüsse und Bäche im Schwalm-Eder-Kreis am Dienstagmorgen teils über die Ufer treten lassen. Unser Foto, das Christine Schneider aus Homberg mit dem Multikopter aufgenommen hat, zeigt die Ohe, die die Straße in Homberg-Caßdorf überflutet hat. 

Vor allem im Melsunger Kreisteil rund um Spangenberg, Körle und Melsungen kam es zu einigen Überschwemmungen. Insgesamt waren die Feuerwehren kreisweit 40 Mal im Einsatz, einige Straßen mussten wegen Überflutung gesperrt werden. Es handele sich dabei jedoch nicht um eine „gravierende Schadenslage“, sagte Kreissprecher Stephan Bürger.

Sämtliche Katastrophenschutzzüge aus dem Schwalm-Eder-Kreis halfen am Dienstag in Kassel aus.

Wie erwähnt blieb auch Melsungen von dem Unwetter nicht verschont. Neben überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern stürzten auch einige Bäume um.

Die Rettungskräfte in Witzenhausen hatten bis zum Dienstagmorgen 75 Einsatzstellen abgearbeitet. Denn auch im Werra-Meißner-Kreis hatte der Starkregen gewütet. Deswegen ist auch seit Montagabend die Bahnstrecke zwischen dem Bahnhof Helsa und Hessisch Lichtenau nicht mehr befahrbar. 

Nach Auskunft der Polizei ist es im Wolfhager Land bisher ruhig. Die Bäche sind jedoch gut gefüllt. Katastrophenschutzzüge werden nach Kaufungen, Niestetal und Lohfelden geschickt. 

Für die kommenden Tage ist laut DWD zwar weiterhin mit teils ergiebigem Dauerregen zu rechnen – "das Ärgste ist aber vorbei". Am Mittwoch lockert es von Westen her auf, bis mindestens zum Wochenende bleibt es aber weiter wechselhaft. Die Temperaturen pendeln dabei ab Donnerstag zwischen 17 und 22 Grad.

Die A4 musste am Montagabend zwischen Herleshausen (Hessen) und Gerstungen (Thüringen) wegen überfluteter Fahrbahn gesperrt werden. Das teilte die Polizei Fulda mit. Der Verkehr staute sich zwei Kilometer. 

*1960. Seit 1992 bei der HNA. Nach mehreren Jahren in der Politikredaktion wechselte ich 2002 in die Lokalredaktion nach Hann. Münden.

Seit 2004 bei der HNA – erst als freie Mitarbeiterin, dann als Volontärin und Redakteurin. Seit 2013 stellvertretende Ressortleiterin Online. Ist sportbegeistert. Und heimatverliebt.

Seit 1999 freiberuflich für die HNA tätig, hauptsächlich in Göttingen. Schwerpunkte: Luftbilder und Blaulicht, aber nicht nur.

Jahrgang 1991. Redakteur in Northeim, zuvor Radiomoderator. Geboren in meiner heimlichen Lieblingsstadt Göttingen und aufgewachsen im Kreis Northeim. Seit 2011 für die HNA auf der Suche nach den Geschichten, die Südniedersachsen bewegen.

Jahrgang 1986. Seit Mai 2017 Volontärin bei der HNA, mit hoher Affinität zum Handballsport und Lokalem.