Can Dündar nimmt in Kassel Whistleblower-Preis entgegen
Can Dündar nimmt in Kassel Whistleblower-Preis entgegen
Veröffentlicht am 01.12.17 um 21:21 Uhr

Ob er einen Plan gehabt habe, fragen die Schüler. “Klar”, sagt Porwoll. “Ohne Plan wäre man verloren. Dass man ‘rausgeschmissen wird und danach auch erstmal keinen neuen Job bekommt, ist ja klar.” Letztlich aus Notwehr hat er sich nach einem Dreivierteljahr voller vergeblicher Bewerbungen am 1. September selbstständig gemacht. Betretene Blicke bei den Schülern.

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“Der Whistleblower-Preis ist ein großer Ausdruck der Solidarität mit allen Journalisten, die in der Türkei um Pressefreiheit ringen”, erklärte Preisträger Dündar. Er war Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet und saß nach einem Bericht über eine Waffenlieferung des türkischen Geheimdienstes an islamistische Milizen in Syrien in der Türkei im Gefängnis.

Entweder das, werfen die Schüler ein – oder der Apotheker hätte ihn besser bezahlt. Ob er dann in Versuchung gekommen wäre?, fragen die Jugendlichen. “Sehr gut verdient habe ich ohnehin”, sagt Porwoll. “Wenn ich es geschafft hätte, mich einfach doof zu stellen, nichts wissen zu wollen, wäre ich reich geworden. Aber eben nicht glücklich.”