Nach Sieg im Südwestpokal: FCK will jetzt \
Kühlwetters Doppelpack bringt den FCK in den DFB-Pokal
Fußball | Verbandspokal Nach Sieg im Südwestpokal: FCK will jetzt "die Bayern weghauen" teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen per Mail teilen Im Finale des Südwestpokals feierte der 1. FC Kaiserslautern gegen Wormatia Worms einen Last-Minute-Sieg. Das Erfolgserlebnis sorgt für Feierstimmung beim finanziell angeschlagenen FCK und steigert die Vorfreude auf einen ganz besonderen Saison-Abschluss.

Nach dem Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals feierten die Drittliga-Kicker des 1. FC Kaiserslautern, als hätten sie statt des Südwest-Pokals gerade den großen Pott gewonnen. Der glückliche 2:1 (0:1)-Endspielsieg gegen Regionalliga-Absteiger Wormatia Worms bescherte den Roten Teufeln ein versöhnliches Ende einer enttäuschenden Saison und heizte die Vorfreude auf das “Retterspiel” gegen Double-Sieger FC Bayern München (Montag, 18.30 Uhr) an.

Von einem Klassenunterschied konnte nicht die Rede sein. Mit einem Elfmetertor in letzter Minute schlägt der 1. FC Kaiserslautern Wormatia Worms im Verbandspokalfinale 2:1 und ist für den DFB-Pokal qualifiziert.

“Da hauen wir die Bayern weg”, sagte Matchwinner Christian Kühlwetter im Überschwang der Gefühle. Die Freude und Erleichterung nach dem knappen Sieg über Worms war den FCK-Profis vor 7.343 Zuschauern in Pirmasens anzumerken.

Geschafft: Christian Kühlwetter (links), Timmy Thiele (Mitte) und Florian Pick bejubeln den Pokalsieg. Foto: dpa

“Auch wenn es ein Grottenkick war”, sagte Lauterns Trainer Sascha Hildmann, “ich hoffe, dass sich alle FCK-Fans und auch wir einfach nur über diesen Sieg freuen, Einen Pokal holt man schließlich nicht alle Tage”.

Kühlwetter war es zu verdanken, dass eine drohende Blamage abgewendet wurde. Der 23-Jährige, mit zwölf Drittligatreffern Lauterns Top-Torjäger, sorgte nach dem Pausenrückstand durch Luca Graciotti (40. Minute) mit einem Doppelpack für die Wende. Zunächst traf er in der 55. Minute zum Ausgleich, dann in der Schlussminute per Foulelfmeter zum Sieg.

Gegen die Bayern dürfen die nicht gerade verwöhnten FCK-Anhänger mal wieder in Erinnerungen an bessere Zeiten schwelgen, wenn der Rekordmeister auf dem ausverkauften Betzenberg antritt. Die Bayern unterstützen mit ihrem Gastspiel den finanziell angeschlagenen Traditionsverein, der Einnahmen von rund 500.000 Euro erwartet.

Für die vielen jungen FCK-Profis dürfte die Partie ein Höhepunkt ihrer Karriere werden. “Das Spiel können wir vor einer tollen Kulisse ganz locker angehen”, sagte Carlo Sickinger: “Wir wollen einfach Spaß haben, Fußball spielen und den Tag genießen.” Das konnte der viermalige deutsche Meister in der abgelaufenen Saison kaum einmal.

Der 1. FC Kaiserslautern hat nach einer insgesamt enttäuschenden Saison für ein versöhnliches Ende gesorgt und im Finale des Südwestpokals Wormatia Worms mit 2:1 bezwungen. Die Roten Teufel sicherten sich damit auch die Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Spielzeit.

Kaiserslauterns Trainer Sascha Hildmann tauschte nach dem 4:2-Sieg gegen den SV Meppen am letzten Drittliga-Spieltag einmal Personal aus: Kraus kehrte in die Startelf zurück und spielte für den verletzten Hainault (Muskelfaserriss). Worms Coach Steven Jones nahm nach dem 1:3 gegen den VfB Stuttgart II drei Veränderungen vor: Afari, Glockner und Dobros wurden durch Bajric, Dorow und Radau ersetzt.

Vor rund 9000 Zuschauern im Sportpark Husterhöhe in Pirmasens neutralisierten sich beide Mannschaften in der Anfangsphase. Der FCK hatte etwas mehr Ballbesitz, verzeichnete gegen den Regionalliga-Absteiger Worms aber kaum Chancen. In der 25. Minute hatte Lauterns Schad die erste Möglichkeit des Spiels, sein Schuss von der Strafraumkante wurde jedoch geblockt. Wenig später verpasste Thiele eine Sternberg-Flanke knapp (31.). Dann hatte Matsumoto für Worms die Führung auf dem Fuß, scheiterte im Strafraum aber an FCK-Keeper Grill (33.). Wenige Minuten vor der Pause schlug der künftige Oberligist aber doch noch zu: Moos trieb den Ball bei einem Konter durch das Zentrum und legte für Graciotti ab, dessen Flachschuss im Tor einschlug (40.).

Nach der Pause setzte Worms Nadelstiche, konnte aber nicht verhindern, dass der FCK immer mehr aufkam – und schließlich durch Kühlwetter ausglich: Hemlein hatte den Stürmer mit einer scharfen Flanke von der Grundlinie gefunden (55.). Sickingers Kopfball landete wenige Minuten später knapp neben dem linken Pfosten (58.). Danach entwickelte sich eine spannende Partie ohne nennenswerte Höhepunkte – bis zur 84. Minute, als Worms beinahe erneut in Führung gegangen wäre: Graciotti schoss einen Freistoß aus zentraler Position, Grill lenkte die Kugel an die Latte, von der der Ball auf den Boden prallte, aber wohl nicht mit komplettem Umfang hinter der Linie landete.

Als alles auf die Verlängerung hindeutete, ging der FCK schließlich doch noch in Führung: Bajric hielt Thiele im Strafraum fest – Elfmeter! Kühlwetter trat an und schoss die Kugel ins rechte obere Eck (90.). Beim 2:1 blieb es bis zum Schluss. Der FCK gewann damit das erste Mal in seiner Geschichte den Verbandspokal und sicherte sich auch die Teilnahme am DFB-Pokalwettbewerb in der kommenden Saison. Der FCK verhinderte damit den GAU: Wäre das Finale schiefgegangen, hätte der DFB-Pokal kommende Saison das erste Mal ohne den Traditionsklub aus der Pfalz stattgefunden.

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