Fragen und Antworten zur Situation beim 1. FC Kaiserslautern - SWR
1. FC Kaiserslautern: Plötzlich fehlen drei bis vier Millionen Euro
Fußball | 3. Liga Fragen und Antworten zur Situation beim 1. FC Kaiserslautern teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen per Mail teilen Der 1. FC Kaiserslautern kämpft um seine wirtschaftliche und sportliche Zukunft. Nach SWR -Informationen hat der Haupt-Kreditgeber des FCK, die Stuttgarter Firma Quattrex, das Angebot einer regionalen Investorengruppe abgelehnt und will dem FCK keine weiteren Kredite mehr geben. SWR-Sportredakteur Bernd Schmitt beantwortet die wichtigsten Fragen zur Lage bei den Roten Teufeln.

Mit dieser Entscheidung fehlen dem 1. FC Kaiserslautern ganz akut zwischen drei und vier Millionen Euro, um die Lizenz für die kommende Spielzeit in der 3. Liga  zu erhalten. Der FCK hat ja bereits einen laufenden Kredit bei Quattrex in Höhe von sechs Millionen Euro. Nun sollten weitere zwei Millionen von Quattrex direkt und nochmal zwei Millionen von Kreditgebern, die Quattrex vermittelt hat, folgen. Aber Quattrex hatte ein nachhaltiges Konzept vom 1. FC Kaiserslautern gefordert und dem FCK bis gestern Abend eine Frist gesetzt, dieses Konzept zu präsentieren. Und mit dieser Ablehnung ist die Lizenz wieder akut gefährdet. 

Durch die neue Ausgangssituation ergeben sich zwei Szenarien: Schaffen es die regionalen Investoren, die durch den Quattrex-Ausstieg entstandenen Lücke von drei bis vier Millionen Euro zu schließen, wäre die Lizenz trotz der jüngsten Turbulenzen gesichert. Nach kicker-Informationen wurde dieser Fall schon durchgeplant. Auch weitere Geldgeber wie Hauptsponsor Harald Layenberger haben ihre Unterstützung intern zugesagt. Gelingt es aber nicht, erscheint ein Deal mit Becca unausweichlich, um die Insolvenz abzuwenden. Die personellen Konsequenzen wären jedoch weitreichend. Dem zwingend erforderlichen Rücktritt Littigs würden wohl weitere Beiratsmitglieder folgen. Eine Entscheidung dürfte bereits in der Beiratssitzung an diesem Donnerstag fallen, denn den Pfälzern läuft die Zeit davon.

Gestern Abend sah es ja danach aus, dass die Gespräche mit Quattrex gestern gut verlaufen seien und man konnte davon ausgehen, dass Quattrex heute zusagt. Woran ist es nun gescheitert?

Finanzpartner Quattrex hat das Konzept der regionalen Investoren abgelehnt und gewährt dem FCK aktuell kein weiteres Darlehen. Eine entsprechende Meldung der Rheinpfalz ist nach kicker-Informationen korrekt. Die beiden regionalen Investoren Hans Sachs und Klaus Dienes planten, zunächst drei Millionen Euro Eigenkapital zur Verfügung zu stellen und in den kommenden Jahren weitere 25 Millionen Euro zu investieren. Hinter dem Duo stehen nach kicker-Informationen weitere Unternehmer, die bei einem Zuschlag für die regionale Investorengruppe ebenfalls investieren und sich dann outen wollen.

Der Wirtschaftskrimi um den 1. FC Kaiserslautern nimmt immer dramatischere Formen an. Die regionale Investorengruppe, die ja mit drei Millionen Euro Eigenkapital in den FCK einsteigen will, hat gestern nach unseren Informationen noch weitere 25 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre in Aussicht gestellt. Sie war damit mit dem Angebot des Luxemburger Immobilienmoguls Flavio Becca gleichgezogen. Und hat noch zusätzliches Geld angeboten für Transfers im Sommer und im Winter, trotzdem hat Quattrex dies offenbar nicht akzeptiert. Nach dem, was durchgesickert ist, bevorzugt Quattrex das Angebot Beccas.

Das bringt Flavio Becca zurück ins Spiel. Bei einem Einstieg des Luxemburger Unternehmers würde Quattrex nämlich weiter zur Verfügung stehen. Und das obwohl sich die Angebote in den nackten Zahlen ähneln. Becca plante zunächst eine Finanzspritze in Form eines 2,6 Millionen Euro-Darlehens. In den kommenden fünf Jahren standen ebenfalls 25 Millionen Euro in Aussicht. Das Problem: Becca pocht weiter auf die brisante und moralisch fragwürdige Forderung, dass das Beiratsmitglied Michael Littig zurücktreten müsse.

Morgen tagt der Beirat des Vereines. In dieser Sitzung müssen Entscheidungen fallen, denn die Zeit zur Einreichung der Lizenzunterlagen beim DFB endet am 28. Mai. Was kann passieren?

Aber dieses Paket scheint offenbar nicht genug zu sein für Quattrex. Das Stuttgarter Unternehmen, welches bereits Kredite über sechs Millionen Euro an den FCK vergab, fürchtet eine Insolvenz des finanziell schwer angeschlagenen Traditionsvereins. Ein Darlehen über zwei Millionen Euro sowie die Vermittlung zu anderen Finanzpartnern, die weitere ein bis zwei Millionen Euro beisteuern, erhoffte sich der FCK von Quattrex.

Das ist sehr schwer einzuschätzen. Es kann gut sein, dass dieser Poker um den 1. FC Kaiserslautern im Hintergrund noch bis zur Sitzung morgen Nachmittag um 15 Uhr weitergeht. Im Beirat des Vereins gab es ja bisher eine 3:2 Mehrheit gegen das Angebot von Becca und für die regionalen Investoren. Ob das morgen auch so sein wird, ist hochspannend, aber die Kaiserslauterer Geschäftsleute müssten dann akut nochmal eine Millionensumme hinlegen um die Lizenz zu sichern. Vorherzusagen, was beim FCK tatsächlich passiert, ist in diesen Stunden unmöglich. Einen solchen Poker, bei dem es im Hintergrund auch um gigantische Immobilieninvestitionen geht, den hat Kaiserslautern noch nicht erlebt.

Fans des 1. FC Kaiserslautern beim Auswärtsspiel in Würzburg: Ihr Klub steht vor einer ungewissen Zukunft? (Quelle: foto2press/imago images)

Nur für wenige Tage galt die Zukunft des Traditionsklubs als gesichert, nun der nächste Schock. Die Krise des finanziell angeschlagenen 1. FC Kaiserslautern wird tatsächlich noch dramatischer.

gute Nachrichten: Heute ist Mittwoch! Und Mittwoch ist schon kurz vor Freitag, dem letzten Tag, an dem man noch träumen darf, was das Ende der laufenden Bundesligsasaison für uns alle bereit halten wird: Die 29. Meisterschaft des FC Bayern? Oder doch ein neues Fußball-Wunder? Wir versprechen: Wir lassen Sie heute mit Bundesliga-Fußball weitestgehend in Ruhe – es sei denn natürlich, dass es brandaktuelle Entwicklungen gibt. Zum Beispiel bei der Mitgliederversammlung der DFL, zu der die Profivereine derzeit in Offenbach zusammen kommen und um 14 Uhr verkünden, was beredet wurde. Eine Jobgarantie für Niko Kovac vielleicht? Oder einen direkten Zwangswiederaufstieg des HSV? Beides eher unwahrscheinlich. Aber wer weiß das schon in diesen Zeiten?

Der FCK-Finanzpartner Quattrex hat nach dpa-Informationen vom Mittwoch das Angebot einer regionalen Investorengruppe abgelehnt und will dem Fußball-Drittligisten keine weiteren Kredite gewähren. Somit fehlen den Pfälzern drei bis vier Millionen Euro für die Lizenz in der kommenden Spielzeit. Zuvor hatten die “Rheinpfalz” und der SWR darüber berichtet.

Nach Berichten des "Spiegels" und des NDRs wurden einem Jugendspieler in dem Sportinternat im März 2016 mit einer Rohrzange die Brustwarzen umgedreht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung gegen unbekannt. Volquardsen brachte die Medienberichte in einen Zusammenhang mit der sportlichen Rivalität zum THW Kiel: "Ohne die Vorfälle in der Flensburg Akademie relativieren zu wollen, irritiert der Zeitpunkt der Veröffentlichung zu den Vorfällen der Jahre 2016/2017 – kämpft doch die Bundesliga-Mannschaft in einem Kopf an Kopf-Rennen mit dem THW Kiel um die Deutsche Meisterschaft und auch die U19/A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt um die Deutsche Meisterschaft."

Die beiden Kaiserslauterer Unternehmer Hans Sachs und Klaus Dienes planen, dem FCK zunächst drei Millionen Euro Eigenkapital zur Verfügung zu stellen und in den kommenden Jahren weitere 25 Millionen Euro zu investieren. Für die Verantwortlichen bei Quattrex, die dem FCK in den vergangenen Jahren bereits Darlehen über sechs Millionen Euro gaben, ist das offenbar nicht genug. Weil das Stuttgarter Unternehmen vom langfristigen Konzept nicht überzeugt ist und eine Insolvenz fürchtet, soll kein weiteres Geld fließen.

Die beiden Kaiserslauterer Unternehmer Hans Sachs und Klaus Dienes planen, dem FCK zunächst drei Millionen Euro Eigenkapital zur Verfügung zu stellen und in den kommenden Jahren weitere 25 Millionen Euro zu investieren. Für die Verantwortlichen bei Quattrex, die dem FCK in den vergangenen Jahren bereits Darlehen über sechs Millionen Euro gaben, ist das offenbar nicht genug. Weil das Stuttgarter Unternehmen vom langfristigen Konzept nicht überzeugt ist und eine Insolvenz fürchtet, soll kein weiteres Geld fließen. Bis zum 28. Mai müssen die fehlenden Mittel beim Deutschen Fußball-Bund nachgewiesen werden.

Einzig unter der Bedingung, dass der Luxemburger Unternehmer Flavio Becca beim FCK einsteigt, wäre auch Quattrex einverstanden. In diesem Fall sähe der Finanzdienstleister seine Kredite gesichert.

Doch das Problem ist die brisante und moralisch fragwürdige Forderung Beccas, an der eine Übereinkunft in der vergangenen Woche noch gescheitert war. Er macht es zur Bedingung für sein Investment, welches sich in einem ähnliches Rahmen wie das Angebot von Sachs und Dienes bewegt, dass das Beiratsmitglied Michael Littig zurücktritt.

"Sieg Heil" kostet, "Neger" oder "Bimbo" ist gratis drin: Nach rassistischen Beleidigungen bei einem Fußball-Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Serbien (1:1) vom 20. März in Wolfsburg sind zwei von drei Beschuldigten straffrei geblieben. Nach Angaben des Amtsgerichts Braunschweig muss lediglich ein dritter Mann mit einer Strafe von 2400 Euro rechnen, weil er "Sieg Heil" skandierte. Vor dem Amtsgericht Wolfsburg wurde ein entsprechender Strafbefehl gestellt. Zunächst hatte die "Bild" berichtet.

In einer Sitzung des Beirats muss der FCK an diesem Donnerstag entscheiden wie es weitergeht. Bis zum 28. Mai müssen die fehlenden Mittel beim Deutschen Fußball-Bund nachgewiesen werden.

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