Rathaus Kaiserslautern nach Bombendrohung evakuiert | Kaiserslautern | SWR Aktuell Rheinland-Pfalz | SWR Aktuell - SWR
Mehrere Rathäuser nach Drohungen evakuiert
Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften Rathaus Kaiserslautern nach Bombendrohung evakuiert teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen auf Google+ teilen per Mail teilen Wegen einer Bombendrohung sind alle Gebäude des Rathauses in Kaiserslautern geräumt worden. Rund 1.000 Menschen sind davon betroffen. Offenbar gibt es deutschlandweit Bombendrohungen gegen mehrere Rathäuser.

Kaiserslauterns Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) sprach von einer ernstzunehmenden Bombendrohung, die ein bislang unbekannter Absender in der Nacht um kurz nach halb zwei an die Verwaltung im Kaiserslauterer Rathauses geschickt habe. Die Polizei hatte daraufhin das Hauptgebäude, das Rathaus Nord und West am Morgen geräumt und die umliegenden Straßen abgesperrt. Beide Gebäude dürfe derzeit niemand betreten.

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Sechs Sprengstoffspürhunde sind derzeit dabei, die Gebäude nach einer möglichen Bombe abzusuchen. Nach Angaben der Polizei im Saarland ist auch das Rathaus in Neunkirchen wegen einer Bombendrohung geräumt worden.

#Rathaus #Kaiserslautern Das Hauptgebäude und das Rathaus Nord wurden evakuiert, beide werden zur Zeit von Einsatzkräften und mit Sprengstoffspürhunden abgesucht.

Drohungen gegen Rathäuser in ganz Deutschland Neben den Rathäusern in Kaiserslautern und Neunkirchen sind deutschlandweit auch weitere Rathäuser nach Bombendrohungen geräumt worden – unter anderem in Heilbronn, Augsburg, Chemnitz, Göttingen und Rendsburg.

Betroffen waren nach ersten Erkenntnissen Augsburg, Kaiserslautern, Chemnitz, Göttingen, Neunkirchen und Rendsburg. Die Drohungen gingen offenbar direkt an die E-Mailadressen der jeweiligen Rathäuser. Dies bestätigten Ermittler in mehreren der betroffenen Städte.

▶︎ In Augsburg gab es nach einer Gewaltandrohung einen Großeinsatz der Polizei, das Rathaus wurde evakuiert; Straßenbahnlinien, die über den Rathausplatz fahren, wurden gestoppt.

Außerdem wurden drei Verwaltungsgebäude geräumt und: sämtliche Bürgerbüros der Stadt sollen evakuiert werden, teilte ein Stadtsprecher mit. Insgesamt seien etwa 500 Personen von den Evakuierungen betroffen.

▶︎ In Kaiserslautern sei eine Drohmail eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Der Bereich rund um das Rathaus sei weiträumig abgesperrt worden, es gebe aber derzeit keine konkrete Bedrohungslage. Mehr als 1000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren betroffen.

Aktuell laufen die Durchsuchungsmaßnahmen in den beiden Gebäuden, die aufgrund der Vielzahl der Stockwerke und Räume eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen werden, teilte das Polizeipräsidium Westpfalz mit. Mehrere Sprengstoffspürhunde sind im Einsatz.

▶︎ In Göttingen erklärte eine Polizeisprecherin: Alles ist abgesperrt. Der Plan ist, das Gebäude mit Sprengstoffspürhunden zu durchsuchen. Es sei eine anonyme Bombendrohung eingegangen. Die Straßen um das Rathaus wurden gesperrt, der öffentliche Personennahverkehr wurde umgeleitet.

Um kurz nach 10 Uhr gab es Entwarnung: Es sei nichts Gefährliches gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin.

▶︎ Auch im saarländischen Neunkirchen lief am Morgen ein Polizeieinsatz nach einer Bombendrohung. Das Rathaus bleibt vorübergehend geschlossen, sagte eine Sprecherin der Polizei in Saarbrücken. Auch dort sei zuvor eine Drohmail eingegangen.

Seit Monaten gibt es eine deutschlandweite Serie von Drohschreiben mutmaßlicher Rechtsextremer an Politiker, Behörden oder Gerichte. Die Berliner Staatsanwaltschaft, die federführend ermittelt, spricht inzwischen von deutschlandweit mehr als 100 Fällen. Ob die Fälle vom Dienstag damit in Zusammenhang stehen, war zunächst offen.

Bislang Unbekannte senden seit längerer Zeit Drohschreiben an verschiedenste Institutionen in Deutschland, darunter auch Finanzämter, Rathäuser, Anwaltskanzleien oder Verlage.

Sie drohen mit Bomben oder – wie im Falle der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) – damit, Bürger auf offener Straße zu exekutieren. Erst am Montag war nach einer Bombendrohung der Bahnhof Pinneberg kurzzeitig gesperrt worden, eine Woche zuvor hatte es das Flensburger Rathaus getroffen, davor die vier Landgerichte und eine Marktpassage in Heide (Kreis Dithmarschen). Auch der Lübecker Hauptbahnhof war betroffen. Bei keinem der Vorfälle waren später verdächtige Gegenstände gefunden worden.