Rheinland-Pfalz & Saarland: Kaiserslautern will Spitzenreiter Osnabrück düpieren - n-tv NACHRICHTEN
1. FC Kaiserslautern – Sascha Hildmann über die Fans: Das war wie früher
Kaiserslautern (dpa/lrs) – Mit einem Sieg gegen Tabellenführer VfL Osnabrück will sich der Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern die minimale Chance auf den Aufstieg erhalten. Nach zuletzt sieben Spielen ohne Niederlage gehen die Pfälzer voller Zuversicht in die Partie am Sonntag (13.00 Uhr). "Wir werden mit einer breiten Brust auftreten und wollen unseren positiven Trend fortsetzen", sagte Trainer Sascha Hildmann am Freitag. Neun Spieltage vor Saisonschluss muss der Tabellensechste acht Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz aufholen.

Gegen die mit nur 21 Gegentreffern beste Defensive der Liga ist insbesondere die Offensivabteilung der Lauterer gefragt. Allerdings will Hildmann keinen Hurra-Fußball spielen lassen. "Gerade gegen Osnabrück wird es ein schmaler Grat zwischen Risiko und defensiver Absicherung. Da müssen wir einen kühlen Kopf bewahren", mahnte der 46-Jährige.

Fraglich ist der Einsatz von Top-Torjäger Christian Kühlwetter. Der 22-Jährige ist nach muskulären Problemen im Oberschenkel erst am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Zudem stehen die Langzeitverletzten Dylan Esmel (Kreuzbandriss), Lukas Spalvis (Reha nach Knorpelschaden) und Antonio Jonjic (Außenbandriss im Sprunggelenk) nicht zur Verfügung.

Dem 1. FC Kaiserslautern steht am kommenden Sonntag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ein echter Härtetest bevor. Die Pfälzer erwarten den VfL Osnabrück im heimischen Fritz-Walter-Stadion. Trainer Sascha Hildmann sieht seine Mannschaft gut gerüstet – auch weil der Zusammenhalt mit den Fans wieder wächst.

Beste Voraussetzungen also, dem Spitzenreiter ein Bein stellen zu können. “Wir werden unsere starke Defensive der starken Osnabrücker Offensive entgegensetzen”, blickte FCK-Coach Sascha Hildmann voraus. Der VfL hat mit 42 Treffern den fünftbesten Angriff der 3. Liga. Kaiserslautern hat bisher 36 Gegentore kassiert, die Abwehr zeigte sich vor allem jüngst sehr stabil. Sechs Gegentreffer in den bisherigen neun Spielen 2019 belegen dies.

Mit der Ausbeute von sieben Punkten ist der 1. FC Kaiserslautern aus der vergangenen englischen Woche gegangen. Die formstarken Roten Teufel bauten dadurch nicht nur ihre Serie auf mittlerweile sieben Partien ohne Niederlage (3/4/0) aus. Das spät erkämpfte 2:0 bei den Sportfreunden Lotte brachte auch wieder Mannschaft und Anhänger näher zusammen. “Das war nicht gerade ein toller Kick. Trotzdem hatten wir unsere Fans dabei, die nicht ein einziges Mal gepfiffen haben. Das hat die Mannschaft wahrgenommen”, erinnert sich Hildmann zurück. “Es hat mich wahnsinnig gefreut, wie das gelaufen ist – mal wieder am Zaun, das Miteinander war mal wieder da. Das war wie früher, das war schön, diesen Schwung wollen wir mitnehmen.”

Fußball | 3. Liga FCK will Spitzenreiter Osnabrück ein Bein stellen AUTOR/IN Johann Schicklinski teilen auf Whatsapp teilen auf Facebook teilen auf Twitter teilen auf Google+ teilen per Mail teilen Frühlingsanfang, seit sieben Spielen ungeschlagen und nun den Spitzenreiter vor der Brust: Die Partie gegen den VfL Osnabrück (Sonntag, 13 Uhr) wird entscheiden, wohin der Weg des 1. FC Kaiserslautern in der 3. Liga führt.

Schwung können die Pfälzer auch gebrauchen, schließlich steht mit Osnabrück eine schwierige Aufgabe an. Die zaghaft gewachsene Hoffnung im Umfeld, den Rückstand von aktuell acht Punkten zum Relegationsplatz doch noch aufholen zu können, will Hildmann gar nicht eindämmen. Aber: “Das einzuordnen ist das Wichtige. Wenn wir am Sonntag gewinnen, ist – je nachdem, wie die anderen spielen – alles wieder in Reichweite. Aber wir tun gut daran, uns nur auf unsere Stärken zu konzentrieren”, betont der Coach. Überhaupt bezeichnet er “Fokussieren und Konzentrieren” als wichtige Attribute für die Partie.

Klar ist: Der FCK will seinen zarten Aufschwung mit zuletzt 13 Punkten aus sieben Spielen auch gegen den Tabellenersten aus Osnabrück fortsetzen. Mit den eigenen Fans im Rücken soll ein Dreier her – auch als Revanche für das Hinspiel, dass mit 2:0 an die Niedersachsen ging. 18.000 Karten haben die Pfälzer bisher abgesetzt, am Sonntag dürften noch einige tausend Fans dazu kommen.

Osnabrück sei nämlich angriffsstark, “aber sie haben auch mit die beste Abwehr”, warnt Hildmann. Mit Benjamin Girth und dem wieder fitten Marc Heider griff der FCK-Trainer zwei starke Offensivakteure stellvertretend für die Qualität der Gäste heraus. Gefahr gehe auch von Marcos Alvarez aus: “Er ist ein Unterschiedsspieler.” Insofern erwarte seine Mannschaft “ein schmaler Grat. Trotzdem wollen wir etwas riskieren”, sagt er mit Blick auf die optimale Balance.

In personeller Hinsicht ließ sich Hildmann dabei gewohnt nicht in die Karten schauen. Jan Löhmannsröben ist aber nach seiner Denkpause infolge des verweigerten Handschlags im Braunschweig-Spiel wieder eine Option (“Das Thema ist erledigt”). Ob das auch für Torjäger Christian Kühlwetter gilt, soll erst am Sonntag endgültig feststehen. Der beste Torjäger (acht Tore) kämpft mit muskulären Problemen. Florian Pick, der gegen Jena (ein Tor) und in Lotte (ein Tor, eine Vorlage) nach seiner Einwechslung als Joker glänzte, ist auch ein Startelf-Kandidat. “Wir sind noch am Diskutieren. Es kann in beide Richtungen gehen”, so Hildmann.

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