FC Carl Zeiss Jena plant kein Sommercamp - Thüringer Allgemeine
FC Carl Zeiss Jena plant vier Plätze für Talente im Drittligakader
Jena. Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena verzichtet auf ein Trainingslager in der Sommervorbereitung. Wir werden uns genau wie in der Winter­pause in Jena auf die Punktspiele vorbereiten, sagt Cheftrainer Lukas Kwasniok.

Er sei nicht davon überzeugt, dass sich die Investition wirklich lohne. Wer Geld übrig hat, für den ist ein solches Camp sicherlich eine Annehmlichkeit. Aber wir können auch in der Region fünf, sechs schöne Tage gestalten, in denen die neue Mannschaft zusammenwächst, kündigt der Coach an.

Im vergangenen Sommer waren die Jenaer unter Vorgänger Mark Zimmermann ins Trainingscamp nach Österreich gefahren, sind dort unter anderem gemeinsam gewandert und haben sich Wasserfälle hinabgestürzt, um sich für die neue Spielzeit einzuschwören. Nun geht der Drittligist andere Wege.

Bis zum Start in die Vorbereitung am 17. Juni bleiben den Fußballern gut drei Wochen für ihren Jahresurlaub. Nach derzeitigem Stand soll das erste Testspiel am 22. Juni bei Chemie Triptis (Anstoß 15 Uhr) statt­finden. Am Tag darauf gastiert das Team zum traditionellen Duell beim SV 08 Rothenstein (15 Uhr).

Weitere Testspiele sind am 28. Juni gegen den LSV 49 Oettersdorf (18 Uhr) und am 29. Juni beim FSV Mellenbach-Sitzendorf (15 Uhr) geplant.

Jena. Der FC Carl Zeiss Jena will in der neuen Saison wieder Talenten eine Chance im Drittliga-Kader geben. Trainer Lukas Kwasniok plant mit 18 Feld­spielern und vier jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs oder aus der Region.

Welche Spieler einen dieser regionalen Kaderplätze bekommen, steht noch nicht fest, sagt Kwasniok , der gerade den Kader plant. Zu den möglichen Kandidaten zählt mit Denis Jäpel ein Stürmer, den die Jenaer in der laufenden Saison zu Germania Halberstadt ausgeliehen haben. Bislang kommt der 20-Jährige auf acht Treffer in der Regionalliga Nordost. Der Vertrag von Jäpel beim FC Carl Zeiss läuft noch bis zum Sommer 2020. Eine weitere Ausleihe wäre nur bei einer Vertragsverlängerung möglich. Wie die Jenaer verfahren wollen, haben sie noch nicht entschieden. Wir werden aufmerksam beobachten, wie er sich im Landespokalfinale gegen den Drittligisten Hallescher FC präsentiert, sagt Geschäftsführer Chris Förster .

Ein weiterer Anwärter für einen der vier Plätze ist Jeffrey Wittlich (20). Der Außenbahnspieler machte durch gute Leistungen in der zweiten Mannschaft auf sich aufmerksam und stand auch schon im Spieltagskader der ersten Mannschaft. Der FSV Zwickau hatte den Spieler zuletzt zum Probe­training eingeladen.

Mittelfeldspieler Maximilian Schlegel (22) will der FC Carl Zeiss einen Vertrag für die zweite Mannschaft anbieten.

Die Jenaer treiben auch im bestehenden Kader die Vorbereitungen für die neue Spielzeit voran. Mittelfeldspieler Sören Eismann soll nach Informationen unserer Zeitung künftig bei der zweiten Mannschaft trainieren und für diese auflaufen. Der 30-Jährige kam in dieser Saison nur auf 16 Einsätze und war zuletzt nur als Kurzarbeiter auf dem Feld. Sein Vertrag läuft noch bis zum Jahr 2020 – Steine wollen sie ihm in Jena aber nicht in den Weg legen, wenn er früher eine andere Offerte annehmen will.

Zu den Wackelkandidaten mit bestehendem Vertrag zählen auch Fabien Tchenkoua (26) und Logan Rogerson (20), die unzufrieden sind. Tchenkoua kam zumindest auf 14 Spiele, in denen er ein wichtiges Tor gegen die Sportfreunde Lotte köpfte. Dagegen absolvierte Rogerson, der aus Neuseeland kam, nur zwei Drittliga-Kurzeinsätze.