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Steine geworfen: 13 Polizisten bei Fußballfan-Randale in Jena verletzt
Einfach nur Erleichterung beim FC Carl Zeiss Jena. Sechs Siege in den letzten sieben Spielen – der FCC bleibt in der 3. Liga. Mannschaft und Trainer sind überglücklich und stolz. Einige Fans sorgen vor dem entscheidenden Spiel aber für Ausschreitungen.

Jena (dpa/th) – Der FC Carl Zeiss bejubelt das "Wunder von Jena". "Es ist einfach Erleichterung da", sagte Trainer Lukas Kwasniok: "Nach dem zweiten, dritten Bier kommt auch die emotionale Freude." Sichtlich ergriffen freute er sich mit seiner Mannschaft und den Fans über die geglückte Aufholjagd des FCC mit dem sechsten Sieg in den letzten sieben Saisonspielen. "So aussichtslos, so unrealistisch", sei der Verbleib in der 3. Fußball-Liga gewesen. So wahr ist er nun.

Bei Krawallen rund um das Fußball-Drittligaspiel zwischen Carl Zeiss Jena und 1860 München (4:0) gab es am Samstag 13 leicht verletzte Polizeibeamte. Ein Polizist musste ins Krankenhaus gebracht werden, er ist laut Mitteilung der Landespolizeidirektion Jena nicht mehr dienstfähig. Es laufen Ermittlungen wegen Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung.

"Totgesagte leben länger", stand unter anderem auf den T-Shirts, die Spieler und Trainer nach dem 4:0 gegen den TSV 1860 München am Samstag zum Start der Dauerparty überstreiften. "Es ist einfach unglaublich, wenn man an sich glaubt, was man damit erreichen kann. Schließlich sind wir auch nur Menschen", meinte Kwasniok.

Die Ausschreitungen ereigneten sich auf dem Weg zum Stadion. Dabei wurde die Scheibe eines Polizeifahrzeugs eingeworfen, Gegenstände entwendet und Polizisten angegriffen. Anschließend durchbrachen etwa 500 Problemfans die Polizeikette. Am Stadioneingang Ostplatte kam es erneut zu einem Angriff der Anhänger auf die Polizei.

Nach einem Eigentor durch Kristian Böhnlein in der zehnten Minute erhöhte Felix Brügmann sieben Minuten später. Mit einem Doppelschlag binnen einer Minute machte Maximilian Wolfram (67./68.) den entscheidenden Sieg vor ausverkaufter Kulisse perfekt.

So ausgelassen nach dem Erfolg gefeiert wurde, so betrüblich waren einige Szenen vor dem Spiel. Bei Angriffen durch Jenaer Fans wurden 13 Polizisten leicht verletzt, ein Beamter musste ins Krankenhaus gebracht werden. "Er ist nicht mehr dienstfähig", teilte die Polizei mit.

Die Polizisten wurden mit Steinen, Flaschen und Einsatzgittern beworfen, es mussten Pfefferspray und Wasserwerfer eingesetzt werden. Auch dabei gab es Verletzte aufseiten der Polizei.

Auf dem Weg ins Ernst-Abbe-Sportfeld hätten etwa 500 Fans eine Polizeikette durchbrochen. An einem Stadioneingang sei es zu einem weiteren Angriff auf die Polizei gekommen, die Beamten seien mit Steinen, Flaschen und Einsatzgittern beworfen worden, erklärte die Polizei, die mit dem Einsatz von Pfefferspray und Wasserwerfer reagierte.

Bei Ausschreitungen im Vorfeld des Spiels Carl Zeiss Jena gegen 1860 München wurden mehrere Polizeibeamte verletzt. Einer musste sogar im Krankenhaus behandelt werden.

"Die kurzzeitig eskalierte Lage wurde mit Hilfe von Stadionansagen und des Fanbeauftragten befriedet", hieß es in der Mitteilung. "Wir müssen uns entschuldigen", sagte Jenas Geschäftsführer Chris Förster in der Halbzeitpause beim MDR.

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Die Vorfälle werden sicherlich ein Nachspiel haben, in der Stunde des Nichtabstiegs überwog aber die unbändige Freude über den famosen Schlussspurt in der Liga. "Ich bin furchtbar stolz, was die Mannschaft und man selbst erreicht hat", sagte Brügmann.

Am 31. Spieltag hatte der FCC noch auf dem vorletzten Platz gelegen, der Rückstand auf den rettenden 16. Tabellenrang betrug acht Punkte. Am 35. Spieltag stand Jena auf dem 16. Platz. Der 14. Rang wurde es nach dem letzten Spieltag – ein Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. "Es war eine brutale Zeit für mich und die Mannschaft", sagte Trainer Kwasniok zu den vergangenen Wochen und Monaten.

Er hat den Posten erst im Dezember vergangenen Jahres von Mark Zimmermann übernommen. "Das ist eine herausfordernde Situation", sagte damals Jenas Geschäftsführer Förster. Kwasniok und die Mannschaft haben sie gemeistert.

Jena – Sie warfen mit Steinen, Flaschen und zertrümmerten sogar die Scheibe eines Polizeiwagens – 13 Beamte wurden verletzt: Fußball-Randale in Jena!

Laut Polizei hatten etwa 500 Jena-Fans vor dem Fußball-Drittligaspiel zwischen Carl Zeiss Jena und München 1860 auf dem Weg ins Stadion eine Polizeikette durchbrochen.

► Am Stadioneingang wurden Polizisten mit Steinen, Flaschen und Einsatzgittern beworfen. 13 von ihnen wurden dabei leicht verletzt. Ein Beamter musste ist Krankenhaus gebracht werden.

Die Beamten gingen mit Pfefferspray und Wasserwerfern gegen die Randalierer vor. Die Lage sei mithilfe von Stadionansagen und dem Einsatz des Jenaer Fanbeauftragten wieder beruhigt worden.

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Zuvor hatten Jenaer Anhänger im Stadtzentrum die Scheibe eines Polizeifahrzeugs zertrümmert und Beamte angegriffen.

Ob auch Fußballfans verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Es laufen Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs und der Körperverletzung.