Carl Zeiss Jena vollendet Aufholjagd mit Nichtabstieg - MDR
4:0 gegen 1860 München: Jena jubelt über Klassenverbleib
Der FC Carl Zeiss Jena hat seine Aufholjagd in der 3. Liga vollendet und im letzten Spiel den Klassenverbleib perfekt gemacht. Gegen 1860 München setzten sich die Thüringer am Samstag (18.05.) vor ausverkaufter Kulisse klar mit 4:0 (2:0) durch und kletterten auf den 14. Tabellenplatz.

Die Thüringer gingen durch ein Eigentor der Münchner in der neunten in Führung, Felix Brügmann erzielte kurz darauf das 2:0 (17.). Maximilian Wolfram besorgte mit einem direkten Freistoß in der 67. Minute das 3:0 und nur eine Minute später mit einem Kunstschuss den 4:0-Endstand.

Die Viertelstunde nach dem Seitenwechsel war von einem Münchner Aufbäumen geprägt. Der FCC überstand aber diese Phase. Es war der Freistoßtreffer von Maximilian Wolfram , der die Weichen endgültig auf Sieg stellte (68.). Nur 45 Sekunden später war Wolfram erneut am Ball, diesmal schlug eine Direktabnahme mit Karacho im Giebel ein, 4:0 (69.).

Die Hausherren erwischten einen Start nach Maß, gleich eine der ersten Offensivaktionen führte zum ersten Treffer. Die Gäste spekulierten auf Abseits, waren in der Abwehr unsortiert und die Flanke von Florian Brügmann lenkte Kristian Böhnlein ins eigene Tor. In der Folge war Jena die offensivere Mannschaft, Felix Brügmann nutzte einen Angriff und eine weitere Unsortiertheit eiskalt zum zweiten Treffer aus. Bis zum Pausenpfiff dominierte der FCC weiter die Partie.

Die Vorentscheidung fiel früh. Nach bereits zehn Minuten brachte Florian Brügmann nach innen, wo der Sechzger Kristian Böhnlein zu retten versuchte – und das eigene Tor traf. Sieben Minuten danach war es Maximilian Wolfram , der den Pass auf Felix Brügmann spielte – und der vollendete, 2:0 (17.).

Nach dem Seitenwechsel kam 1860 besser ins Spiel und drängte auf den Anschlusstreffer. Die beste Chance hatte aber Phillip Tietz auf der anderen Seite, der an Torhüter Marco Hiller scheiterte. Nach einem Foul an Felix Brügmann direkt am Strafraum verwandelte Wolfram den Freistoß eiskalt. Doch damit noch nicht genug, kurz darauf versenkte wieder Wolfram einen satten Schuss aus der zweiten Reihe zum 4:0.

Vor dem Spiel war es zu Angriff von Fans auf die Polizei gekommen, bei denen Beamte auch verletzt wurden. Der Verein entschuldigte sich für die Vorkommnisse: Schwere Zwischenfälle vor Spiel des FCC: 13 verletzte Beamte, Polizisten beworfen, Wasserwerfer im Einsatz

Lukas Kwasniok (Jena): “Es ist einfach Erleichterung da. Ab der 80. Minute wurde auch mein Gefühlszustand besser. Es ist einfach unglaublich, wenn man an sich glaubt, was man damit erreichen kann. Schließlich sind wir auch nur Menschen. Aber durch unseren Glauben haben wir sechs der letzten sieben Spiele gewinnen können.”

Jena. Das 4:0 (2:0) am Samstagnachmittag im mit 10.600 Zuschauern restlos ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld war mehr als verdient, da die Thüringer über 90 Minuten hinweg die Partie im Griff hatten.

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Jaaaaaaaa, ich hab nich mehr dran geglaubt. Der FCC lebt… Schade, ein paar linke Idioten schaffen es einen Fanmarsch für ihre Dummheit zu missbrauchen und verletzen Polizisten, die auch den FCC die Daumen drücken. Bitte schnell ein neues Stadion, ohne unwichtige Leute in der Südkurve…

Gratulation zum Klassenerhalt. Damit hätte ich vor ein paar Wochen nie gerechnet, Hammer. Ich freue mich, dass wir auch nächstes Jahr wieder gegeneinander spielen können. Sportliche Grüße aus Zwigge

17. Minute: Tor! Carl Zeiss Jena – TSV 1860 München 2:0, Torschütze: Brügmann. Riesen-Bock von Hiller! Was macht er da nur!? Mei, mei, mei…der Löwen-Keeper spielt Wolfram den Ball genau in die Füße, ohne jede Not. Der Jenaer geht dynamisch an Weeger und Mauersberger vorbei, spielt fein nach innen und Brügmann muss nur noch den Fuß hinhalten.

@9:LobelloDanke für die Zustimmung.Treue Fans, sind Fans, die mit Liebe und Verstand!!! dem Verein beistehen und auf friedliche!!! kultivierte!!! Art eine Stimmungsvolle Atmosphäre im Stadion schaffen und die eigene Manschafft anfeuern.BGW Grüße.Ich bin immer noch total Happy über den Klassenerhalt ☺

"Uns ist bewusst, dass es für Jena noch um was geht und wir in einer Situation sind, in der wir noch liefern müssen", meinte der 40-jährige Bierofka vor der Abreise: "Aber wegen der Personalsituation habe ich heute mein Büchlein dabei, sonst vergesse ich jemand. Wir hatten ja vorher schon einige angeschlagene Spieler."

Ehrlichen blau-weißen Glückwunsch dem FCC. Ich kann mich dennoch eines nachtragenden Schmunzelns nicht erwehren. Als Ösi-RB hier in Deutschland auf die Idee kam, sich einen deutschen Fußballklub zu kaufen: Man war seinerzeit seitens RB auch an Traditionsklubs wie Union, 1. FCM und auch Jena dran. Ermutigend, wenn kein einziger Klub diesen Offerten verfiel. Aber gerade bei Carl Zeiss: Ihr hättet Champions League anstatt gegen den Abstieg aus der 3. Liga spielen können! Jahre später habt Ihr Euch für lächerliche 3 Mille an einen Belgier verscherbelt. Schon Wahnsinn!

Jena: Coppens – Grösch, Volkmer, Schüler – Fl. Brügmann, Eckardt, Kübler , Fassnacht – Wolfram (79. Eismann), P. Tietz (63. Bock), Fe. Brügmann (79. Slamar) 1860: Hiller – Weeger, F. Weber, Mauersberger, Steinhart – Köppel, Lacazette (46. Owusu) – Böhnlein (74. Dressel), Bekiroglu, Koussou – Ziereis

Zurück aus Jena: Glücklich, aber auch emotional ausgelaugt von einem Spiel, dessen Endstand nicht erahnen lässt, wie wir in Kenntnis der anderen Ergebnisse bis zu Wolframs Doppelschlag vor einem Anschlusstreffer und einer anschließenden Nervenschlacht gezittert haben. Zum Glück war 1860 zwar Willens, gegen zu halten, aber aufgrund zahlreicher Umstellungen spielerisch gehandicapt. Dass Jena die Ausfälle von Starke und Schau wesentlich besser wegsteckte, zählt für mich auch mit zu Kwasnioks Verdiensten, da an ihrer Stelle ein Felix Brügmann aufblühte, ebenso wie sein Bruder. Man darf neugierig sein, wie sich der FCC unter Kwasniok in der neuen Saison präsentieren wird, wenn die sportlichen Herausforderungen bestimmt nicht geringer sein werden.Mit blau-gelb-weißen Grüßen aus Mansfeld-Südharz

23. Minute: Die Sechzger gehen nicht mehr in jeden Zweikampf mit vollem Elan rein. Klar, manche verhandeln momentan schon mit potentiellen neuen Vereinen. So weiß die AZ, dass für Koussou selbst ein Wechsel ins Ausland infrage kommt. Und Mauersberger wird bei Regionalliga-Aufsteiger Türkgücü München gehandelt.

Der FC Energie hätte es auch verdient gehabt. Schade, kann ich nur sagen. Jetzt zählt nur eins, kämpfen, weitermachen und aufsteigen! Ihr schafft das. Ihr gehört mindestens in Liga 3!

66. Minute: Tor! Carl Zeiss Jena – TSV 1860 München 3:0, Torschütze: Wolfram. Der Jenaer zirkelt einen Freistoß über die Mauer hinweg. Der Ball kommt in die Torwartecke, doch Hiller hat einen Schritt in die falsche Richtung gemacht, sieht auch in dieser Szene nicht gut aus.

Christoph,ich stimme dir voll zu. Solche Idioten,wie in der Südkurve,brauche ich nicht. Bin schon Fan und Mitglied seit 1976

68. Minute: Tor! Carl Zeiss Jena – TSV 1860 München 4:0, Torschütze: Wolfram. Jetzt wird das Verteidigen eingestellt! An der Strafraumgrenze kommt der Ball in die Gasse auf Wolfram, der die Kugel in den Winkel hämmert. Sehr gut gemacht von Carl Zeiss!

Carl Zeiss Jena hat im Kampf um den Klassenerhalt keine Nerven gezeigt und drei wichtige Punkte beim SV Meppen geholt. Durch den Sieg haben die Thüringer vor dem letzten Spieltag als 16. die Abstiegszone verlassen.

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Nach vier Siegen in Folge hat Carl Zeiss Jena einen Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt kassiert. In einer verrückten Partie gegen die Würzburger Kickers musste sich die Kwasniok-Elf am Ende knapp geschlagen geben.

Freudentränen in Jena: Carl Zeiss hat den TSV 1860 München aus dem Stadion geschossen und feiert den Klassenerhalt. Energie Cottbus muss in die Regionalliga. Nach 38 Spielen entschied am Ende ein einziges Tor.

Jürgen Klopp hat mit Liverpool das Fußball-Wunder geschafft. Ähnliches gelang dem FC Carl Zeiss Jena im Herbst 1980. Die Thüringer hatten das Hinspiel in Rom 0:3 verloren. Der Rest ist ein Stück Fußball-Geschichte.

Nach der 3:4-Niederlage von Jena gegen die Würzburg ist es im Abbe-Sportfeld nicht friedlich geblieben. Dabei wurde der Schiedsrichter verletzt. Der Verein entschuldigte sich nun und appellierte gleichzeitig an den DFB.

Carl Zeiss Jena versinkt im Jubel! Mit einem 4:0-Sieg gegen 1860 München machen die Thüringer den Klassenerhalt am letzten Spieltag perfekt!

Der FCC war nach einem Eigentor von Kristian Böhnlein auf die Siegerstraße gekommen, Felix Brügmann (26) und Maximilian Wolfram (22) mit einem Doppelpack schossen Jena zum Sieg. Danach: Nur noch Feiern im Ernst-Abbe-Sportfeld! Die Elf von Zeiss-Trainer Lukas Kwasniok (37) zeigte von Anfang an, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten. 1860 spekulierte beim ersten richtigen Angriff auf Abseits, war es aber nicht. Die Flanke köpfte Böhnlein ins eigene Tor! Danach drehte der FCC auf, Felix Brügmann traf eiskalt zum 2:0 (17.). Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel. Nach dem Seitenwechsel dann auf einmal Sechzig am Drücker. Aber die Abwehr der Thüringer hielt! Während Phillip Tietz (21) die beste Gelegenheit in der zweiten Halbzeit vergab, machte es Wolfram bei seinem direkten Freistoß besser und schoss Jena mit dem dritten Tor ins Glück. Der gebürtige Zwickauer hatte aber noch nicht genug, machte nicht mal eine Minute später mit einem Wahnsinnstor aus der Distanz eiskalt den Deckel drauf!

Sie warfen mit Steinen, Flaschen und zertrümmerten die Scheibe eines Polizeiwagens – Fußballfan-Randale in Jena!

Vor dem Spiel kam es zu Randalen. Laut Polizei hatten etwa 500 Jena-Fans vor dem Fußball-Drittligaspiel zwischen Carl Zeiss Jena und München 1860 auf dem Weg ins Stadion eine Polizeikette durchbrochen. Am Stadioneingang wurden Polizisten mit Steinen, Flaschen und Einsatzgittern beworfen. 13 von ihnen wurden dabei leicht verletzt. Ein Beamte musste ist Krankenhaus gebracht werden.