TSV 1860 München: Schicken die Löwen Jena in die Regionalliga? - Live-Ticker | 1860 München - tz.de
Verletzungssorgen beim Löwen – Daniel Bierofka: TSV 1860 fährt mit Rumpf-Kader zu Carl Zeiss Jena
Die Löwen haben den Klassenerhalt sicher – Carl Zeiss Jena nicht. Im letzten Saisonspiel will der TSV einen sportlich versöhnlichen Abschluss – verfolgen Sie das Match im Live-Ticker.

München – Die große Abstiegsangst ist gebannt – nun hoffen die Löwen beim letzten Saisonspiel in Jena (Samstag, 13.30 Uhr) auf ein versöhnliches Ende für die aktuelle Spielzeit. Für den abstiegsbedrohten FC Carl Zeiss, der vor dem Spieltag noch über dem Strich steht, geht es um alles. Bei den Löwen dagegen könnte man meinen, dass die Fans den Abstiegssorgen fast ein wenig hinterhertrauern. Nicht, weil sie absteigen wollen – aber nun, da der letzte sportliche Nervenkitzel der Saison Geschichte ist, muss man sich beim TSV wohl oder übel den strukturellen Problemen zuwenden. Und die gibt es bei den Münchnern (wie eigentlich fast immer) zuhauf.

Sollte Jena gegen Sechzig gewinnen, sind sie gerettet. Selbst ein Unentschieden würde reichen, wenn Großaspach nicht bei Fortuna Köln siegt. Darauf verlassen möchte sich Lukas Kwasniok nicht. Genauso wenig möchte der Jena-Coach auf die bereits vorhandene Fitness seiner Spieler vertrauen, wie er zur “Thüringer Zeitung” sagte: “Einige Spieler hatten schon darauf gehofft, dass vor dem letzten Spiel die Krafteinheit ausfällt. Aber auch die brauchen wir, um die Kraft zu erhalten.”

Krafteinheit? Kwasniok: Die brauchen wir

Die leere Kasse ist das zentrale Thema, und der daraus folgende bange Blick auf die Mannschaft, die Trainer Daniel Bierofka im nächsten Jahr zur Verfügung gestellt wird. Bierofka: „Was die allgemeine Situation betrifft, hoffe ich, dass alle in diesem Verein mal aufwachen. Sonst spiele ich nächste Saison mit einem Innenverteidiger. Das ist ein bisschen schwierig, denn dafür gibt es kein System.“

Präsident Reisinger machte dem Coach keine großen Hoffnungen auf baldige Besserung. „Der TSV 1860 hat – speziell in der Abstiegssaison aus der 2. Liga – einen Schuldenberg angehäuft, der nicht wegzudiskutieren ist. Ein harter Schnitt ist unumgänglich“, so Reisinger. Sogar ein Verkauf von Publikumsliebling Sascha Mölders scheint nicht mehr ausgeschlossen.

Personell muss der 37-Jährige auf die beiden gelbgesperrten Spieler Manfred Starke und Justin Schau verzichten, kann dafür aber nach verbüßter Gelbsperre wieder auf Florian Brügmann zurückgreifen. Auch Stürmer Christian Tietz, der wegen Leistenbeschwerden gegen Meppen aussetzen musste, stieg am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining ein. Keeper Raphael Koczor fehlte hingegen mit Magen-Darm-Beschwerden.

Dann wäre da noch der ewige Streit zwischen der Pro- und Anti-Ismaik-Fraktion. Letzter öffentlicher Giftpfeil: „Momentan wird jeder Kreisligist demokratischer geführt als 1860“, wie Ismaik-Sprecher Saki Stimoniaris verlauten ließ.

Fünf Mannschaften können vor dem letzten Spieltag noch aus der 3. Liga absteigen (Fortuna Köln und VfR Aalen stehen bereits als Absteiger fest). Dabei wechselte der FC Carl Zeiss Jena durch den 1:0-Sieg am vergangenen Spieltag in Meppen vom Jäger zum Gejagten und kann mit einem Dreier am Samstag gegen 1860 München (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) auch im zweiten Jahr die Ligazugehörigkeit sichern.

Bei all diesen Schwierigkeiten wird sich das Jena-Spiel für Daniel Bierofka und die Löwen-Fans wohl noch ein wenig wie Urlaub anfühlen, bevor in den kommenden Wochen die wirklich wichtigen Kämpfe beginnen.

Der TSV 1860 gastiert am Samstag bei Carl Zeiss Jena – und muss dabei auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Hadern will Daniel Bierofka allerdings nicht. "Wir kriegen schon noch eine gute Mannschaft zusammen", sagt der Trainer am Freitag.

München – Der TSV 1860 fährt mir großen Verletzugsproblemen zum Auswärtsspiel bei Carl Zeiss Jena am Samstag (13.30 Uhr/live bei Magenta Sport und im AZ-Liveticker). Trainer Daniel Bierofka gab bei der obligatorischen Presserunde am Freitag einen Einblick in die personelle Lage – und die ist nicht gerade gut.

"Wir hatten ja vorher schon einige angeschlagene Spieler. Jetzt ist Semi Belkahia dazu gekommen mit seinem Knie, Quirin Moll sowieso (beide Kreuzbandriss, d. Red.)", erzählte der 40-Jährige. Außerdem fehlen Stefan Lex (Symdesmose), Daniel Wein (Achillessehnenprobleme), Sandro Abruscia und Herbert Paul (Mandelentzündung), Benjamin Kindsvater (Probleme am Hüftbeuger), Nico Karger (Schambeinentzündung), Simon Lorenz und Aaron Berzel (Faserriss).

Trotz der zahlreichen Ausfälle gab sich Bierofka zuversichtlich, beim Tabellensechzehnten eine schlagkräftige Mannschaft aufs Feld schicken zu können. "Wir kriegen schon noch eine gute Mannschaft zusammen. Und man hat auch gesehen, dass die Jungs heiß sind. Für den ein oder anderen ist es das letzte Spiel, sie wollen nochmal eine richtig gute Leistung abrufen. Die Motivation ist hoch", erklärte Bierofka zuversichtlich.

Bei der ersten Partie seit dem sicheren Klassenerhalt können die Löwen endlich wieder befreit aufspielen. Ernst nehmen wolle man die Partie gegen Jena aber trotzdem, wie Bierofka ausdrücklich betonte: "Uns ist bewusst, dass es für Jena noch um was geht und wir in einer Situation sind, in der wir noch liefern müssen."

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