Carl Zeiss Jena: Wunder in sieben Akten? - Liga-Drei.de
Patrick Posipal vom SV Meppen zieht es in den Norden
Meppen. Also für schwache Nerven war das mal nichts: Als Schiedsrichter Asmir Osmanagic nach drei fürchterlich langen Minuten Nachspielzeit die Drittliga-Begegnung zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem SV Meppen abpfiff, vergrub Jenas Trainer Lukas Kwasniok sein Gesicht erst einmal in beide Hände. Er sei durch, erklärte er – und leerte die letzten Tropfen aus seiner Wasserflasche. Vier davon habe er während der 90 Minuten getrunken. Wider die Aufregung. Und als dann alles vorbei war, das 1:0 aus Jenaer Optik in Sack und Tüten verpackt war, dann durften auch alle Emotionen ihren Lauf nehmen.

Vor der Gästefankurve standen sie dann Arm in Arm: Spieler, Betreuer, Pressesprecher, Geschäftsführer. Man sei zusammengewachsen, sei eine Einheit, die diese Liga mit dem Leben verteidigen werde, bemerkt Mannschaftskapitän René Eckardt . Dieses 1:0 von Meppen stehe dafür durchaus sinnbildlich in seiner Entstehung.

Klasse Leistung. Auch mit etwas Glück 3 wichtige Punkte gehollt. Aber Fußball ist nun mal ein Ergebnisssport. Jetzt haben wir es wieder selbst in der Hand und werden es auch schaffen. Alle ins Stadion und die 3 Punkte erkämpfen. Ich muß mich auch an dieser Stelle mal ganz ehrlich beimTrainer Entschuldigen welchen ich immer sehr kritisiert habe.Habe mich echt getäuscht und entschuldige mich für mein Verhalten und meiner schlechten Meinung über ihn und seiner Arbeit. Wir werden es auch ohne Hilfe von Zwickau schaffen trotz ihrer Ankündigung uns helfen zu wollen. 1860 ist durch und werden richtig feiern und wir werden das nächsten Samstag tun mit unserer Mannschaft und dem Trainer.Also alle echten Fans ins Stadion und die Mannschaft unterstützen . Immer fair bleiben und friedlich sein. Können uns keine weiteren Strafen seitens vom DFB mehr leisten.Schade das Manni und Schau ausfallen. Aber die anderen werden es schon richten.Auf in den Kampf!! Nur der FCC. Schönes Wochenende.

Die Thüringer zeigten eine durchaus respektable erste Halbzeit, gingen dort auch verdient in Führung. Mit einem schönen Spielzug, wie Kwasniok sagt. Wahrhaftig. Jannis Kübler und Manfred Starke spielten sehenswert den Torschützen Maximilian Wolfram frei, der seinerseits noch einen Haken schlug und an Keeper Jeroen Gies vorbei ins lange Eck zielte (32.). Apropos Gies: Der ist eigentlich die Nummer zwei bei den Emsländern. Doch Eric Domaschke , die Stammkraft zwischen den Pfosten, verletzte sich bei der Erwärmung am Knie, musste passen. So kam Gies zu seiner Chance – und der war sichtlich nervös. Nur leider schlugen die Jenaer kein Kapital daraus. Normalerweise musst du so nach zehn Minuten 2:0 führen, sagt Kwasniok . Taten die Jenaer aber nicht, verdienten sich aber dennoch die angesprochene Führung. Das erkannte Meppens Trainer Christian Neidhardt neidlos an, sprach von einer schlechten ersten Hälfte seines Teams – was sich aber nach dem Seitenwechsel änderte.

Es ist ein Endspiel gegen 1860. Ich denke wir müssen gewinnen, weil Dorfaspach in Köln gewinnen wird. Ein Selbstläufer wird es nicht werden. Auch ich habe L. Kwasniok viel kritisiert, aber er hat großen Anteil daran, das wir noch im Rennen sind und meinen Respekt davor, wie er diese schwierige Situation gemeistert hat. Im Umgang mit den Medien hat er einen Gang zurückgeschaltet und das kommt auch besser an. Ich muss hier mal eine Lanze für unseren "Ersatztorhüter" brechen. Er gibt für den FCC alles und ist 100% Jena. Das er dabei manchmal übers Ziel hinausschießt, kommt nicht immer bei jeden gut an. Unser Trainer hat gesagt: "Wir haben 2 super Torhüter" und damit hat er Recht. Raphael Koczor gibt im Moment einen guten Co-Trainer! Er ist nicht geradlinig, ein Typ eben und ich finde das gut. Nächste Woche die 3.Liga sichern und die Lizenzauflagen erfüllen, dann ist die Fußballwelt für uns in Jena wieder in Ordnung!

Durchaus gefällig liefen die Meppener aufs Jenaer Tor an – dort aber stand ein erneut sehr guter Torwart, wie es Neidhardt sagte. Jo Coppens machte das, was auf ihn zukam, zunichte – und auf der anderen Seite setzten die Jenaer ihre Nadelstiche. Überhaupt hat das Team mannschaftlich geschlossen stark verteidigt. Dabei gab es einige Änderungen in der Startelf. Für den formschwachen Dennis Slamar durfte Michael Schüler ran, für den gelbgesperrten Florian Brügmann lief Pierre Fassnacht auf. Beide rechtfertigten ihre Aufstellung, schmissen sich in jedweden Bälle und Gegenspieler, halfen, den Laden hinten dicht zu halten. Kwasniok hatte derlei angekündigt, sprach davon, dass es doch egal sei, wenn man seit langem nicht mehr gespielt habe – man sei trotzdem in der Pflicht, zu liefern. Und das taten seine Jungs.

Ganz starke Leistung in den letzten Wochen!Noch ist nichts erreicht aber unser FCC hat's selbst in der Hand.Wer hätte das vor kurzem noch gedacht bei 8 Punkten Rückstand.Respekt an die gesamte Mannschaft UND das Trainerteam.Bei aller Kritik die L.Kwasniok einstecken musste,ganz stark wie er die Mannschaft eingeschworen hat.Der Erfolg gibt ihm Recht!Am kommenden Wochenende alle ins EAS und die Mannschaft vor ausverkauftem Haus nach vorne peitschen.Und bitte lieber MDR,überdenkt bitte eure Ansetzung zur Übertragung am 18.5.Welchen sportlichen Wert hat KSC vs. HFC noch?Karlsruhe ist aufgestiegen,Halle hat's leider nicht geschafft.Der einzige Verein aus dem Sendegebiet bei dem es noch um was(so ziemlich alles)geht ist der FCC.Was liegt also näher als das Spiel gegen die Löwen zu übertragen!?

Zwei Jenaer aber schlenderten auch mit einem weinenden Auge vom Feld. Justin Schau und Manfred Starke kassierten ihre fünfte Gelbe Karte. Es ist natürlich schon ärgerlich, jetzt in diesem Spiel gegen München zu fehlen, sagte Starke , der zudem bei seiner Verwarnung im Pech war – denn ein gelbwürdiges Foulspiel war das nicht. Was keine Rolle spielt, es ist jetzt, wie es ist, sagte er. Nun werde er eben auf der Tribüne sitzen, die Jungs von dort aus anfeuern. Die Vorbereitung auf die Partie am Samstag in Jena gegen 1860 München laufen bereits. Ein volles Haus wird erwartet; auch viele Gästefans wollen den Weg nach Jena antreten. Wir wollen die Mission da vollenden und hoffen einfach, dass wir die Hütte nochmal richtig voll kriegen, sagt Eckardt .

Diese 3 Punkte waren bitter nötig,wenn auch mit vielGlück.Denn Schrittmacherdienste sind offensichtlichunter ostdeutschen Mannschaften nicht gewollt sieheZwickau, die sich abschlachten lassen, die anderenmachen das besser.Ich hoffe das die Mannschaft sichnochmal richtig reinhaut und die 3 Punkte in Jenableiben, denn auf Schrittmacherdienste von Köln zuhoffen ist Wunschdenken. Also nochmal alles gebenund sollte es doch nicht klappen dann hat der FCCmeine Hochachtung verdient für die Leistungen derletzten Wochen.Und sollte es doch nicht reichen, was ich nicht hoffe, dann sollten jene die das zuverantworten haben ihren Hut nehmen.Also bis zurletzten Minute kämpfen dann schafft der FCC dasvor Wochen noch für unmöglich gehaltene.

Ob es dann wieder nichts für schwache Nerven wird? Gegen ein frühzeitig feststehendes 2:0 hätte freilich niemand was, bemerkt René Eckardt . Aber auch das muss erst hart erarbeitet werden. Dessen sind wir uns bewusst.

Auch nach dem Wechsel blieben die Jenaer hellwach. Mit Kampfkraft und Leidenschaft wurde versucht, die knappe Führung mit vereinten Kräften zu verteidigen. Allerdings kamen die Gastgeber nun häufiger gefährlich vor das Jenaer Tor. So in der 58. Minute als Proschwitz einen Aufsetzerkopfball knapp neben den linken Pfosten setzte. In der 75. Minute hatte Undav die beste Chance für den Ausgleich, als der Meppener eine Direktabnahme haarscharf am rechten Pfosten vorbeischoss. Am Ende blieb es beim knappen Sieg für den FCC, der jedoch im abschließenden Spiel gegen 1860 München auf Justin Schau und Manfred Starke verzichten muss, da sie in Meppen ihre fünfte Gelbe Karte kassierten.

Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena hat einen weiteren wichtigen Sieg im Abstiegskampf eingefahren. Gegen den SV Meppen setzten sich die Thüringer mit 1:0 (1:0) durch.

Die Zuschauer sahen eine erste Hälfte ohne große Höhepunkte. Jena bemühte sich, die Gastgeber so gut wie möglich vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Die Thüringer selbst versuchten immer wieder offensive Akzente zu setzen, doch es fehlte an der letzten Genauigkeit. Zudem liefen die Gäste einige Male in die Meppener Abseitsfalle. In der 32. Minute belohnte sich der FCC, der insgesamt mehr investierte, mit der Führung durch Maximilian Wolfram, der im Strafraum angespielt wurde und aus sieben Meter ins lange Eck einnetzte. Für den Jenaer war es der sechste Treffer in dieser Drittliga-Saison.

Vor 8692 Zuschauern erzielte Maximilian Wolfram in der 32. Minute das Tor für die Gäste. Damit hat es der FCC am letzten Spieltag selbst in der Hand, die Klasse zu halten.

Wo sind sie nur geblieben, all die Hater und Klugsch***er, die unseren Trainer über Wochen hier medial regelrecht terrorisiert haben? Alles braucht eben seine Zeit, Kollegen, gerade im Sport. Das ist doch nun nichts Neues!Jetzt gegen 1860 vor voller Hütte nochmal alles raushauen!Und was die Spieler angeht: ich hoffe, wir sehen in den nächsten Jahren keinen anderen als Jo Coppens im Tor, der nun schon seit Monaten an die Jenaer Tradition sehr guter Torhüter anknüpft. Möge er uns noch lange erhalten bleiben!Auf geht's! Löwenjagd im Paradies!

Beide Teams tasteten sich zu Beginn der Partie ab, die erste richtige Möglichkeit hatte Felix Brügmann, der einen Abwurf von Torhüter Jeroen Gies abfing. Gies konnte mit aller Mühe den Schuss halten. Danach kam Meppen besser ins Spiel, verpasste es aber trotz erhöhter Spielanteile in Führung zu gehen.

Lukas Kwasniok (Jena): “Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, auch wenn wir Glück hatten, nicht in Rückstand zu geraten. Mit dem 1:0 im Rücken hat man gemerkt, dass wir wieder was zu verlieren hatten, denn in der zweiten Hälfte ging nicht mehr viel. Wir hatten keinen Zugriff mehr auf das Spiel bekommen. Dennoch haben wir heute wieder die Tugenden der letzten Wochen auf den en Platz gebracht und nehmen die drei Punkte gerne mit, auch wenn sie vielleicht etwas glücklich sind.”

Nach einer guten halben Stunde setzte sich Wolfram im Strafraum durch und traf mit einem strammen Schuss zur Führung.

Eine Hammerleistung ist das, was unser FCC da vollbringt. Vor ein paar Wochen waren wir Mausetot.Ein genialer Schachzug ist die Kwasniok-tabelle. Am Samstag drückt uns ganz Deutschland die Daumen. Auf gehts FCC, noch ein paar Meter bis zum Ziel.Coppens ist für mich Spieler der Saison beim FCC! Mit aller Macht Coppens halten für die nächsteSaison! Auf gehts Jungs, ihr packt das. Nur der FCC!!!

Nach der Halbzeitpause war Meppen engagiert, die beste Chance hatte Nick Proschwitz, doch er setzte seinen Schuss knapp neben das Tor. Kurz darauf musste FCC-Torhüter Jo Coppens nach einer Ecke auf der Linie retten. Jena verlegte sich auf das Kontern, stand sich aber selbst durch Abweseits zu oft im Weg.