Duselsieg in Unterhaching - Jena springt über den Strich! - MDR
Unterhaching vs. Jena im TV und Live-Stream: FC Carl Zeiss Jena gastiert bei SpVgg Unterhaching
Carl Zeiss Jena hat mit dem vierten Sieg in Serie die Abstiegsränge verlassen. Bei der Spielvereinigung Unterhaching war die Kwasniok-Elf durchweg unterlegen, hatte ganz viel Glück, einen bestens aufgelegten Torhüter Jo Coppens und in den Schlussminuten einen entscheidenden Geistesblitz. Felix Brügmann vollendete vor 3.250 Zuschauern aus dem Nichts eine Vorlage seines Bruders Florian zum vielumjubelten Glückserfolg.

Einen personellen Wechsel veranlasste Cheftrainer Lukas Kwasniok im Vergleich zur Vorwochenüberraschung gegen Wehen Wiesbaden – Dennis Slamar nahm den durch Justin Gerlachs Verletzung (Innenbanddehnung im Knie) frei gewordenen Platz in der defensiven Dreierkette ein.

Beide Teams gingen diszipliniert in die Partie – scheuten während der fußballerisch dezenten Anfangsviertelstunde jedoch das Risiko. Der erste Torabschluss blieb zwar FCC-Kapitän René Eckardt vorbehalten (14.), wirklich auf Betriebstemperatur kamen jedoch einzig die Gastgeber. Markus Schwabl hatte das Auge für Max Dombrowka im Rückraum – der zog von der Strafraumgrenze ab, Jo Coppens ließ den Ball passieren, aber Slamar klärte für seinen geschlagenen Schlussmann kurz vor der Linie (15.). Luca Marseiler zwang Coppens kurz darauf aus spitzem Winkel zu einer guten Parade (18.).

Wirklich gelegen kommt das Gastspiel bei kriselnden Unterhachingern – die SpVgg holte nur vier Punkte aus den vergangenen neun Ligaspielen – aber nicht. Denn: In Unterhaching hat Jena seit fast 27 Jahren nicht mehr gewonnen. So findet Eckardt aber, dass es “erst recht an der Zeit ist, mal wieder bei der Spielvereinigung zu gewinnen”.

Zehn Minuten später wäre der Belgier machtlos gewesen. Dombrowka setzte Stefan Schimmer durch Jenas entblößte Innenverteidigung in Szene – der unbedrängte Hachinger Stürmer konnte sich die Ecke aussuchen, schob allerdings aus 15 Metern links vorbei. Claus Schromms Mannschaft drückte die Blau-Gelb-Weißen immer wieder in die Defensive. Der früh eingewechselte Dominik Widemann sprang Zentimeter zu tief, um Marseilers scharfe Eingabe ins Netz zu drücken (44.).

FCC-Cheftrainer Kwasniok wollte mit dem Doppelwechsel zur Pause (Manfred Starke und PhillipTietz blieben in der Kabine) seine seltsam passiv und gehemmt auftretende Elf aufrütteln, die nicht mehr als vereinzelte und wenig zielgerichtete Halbfeldflanken zustande brachte. Einen durchschlagenden Effekt erzielte diese Maßnahme jedoch noch nicht. Erneut war zunächst Coppens gegen Marseiler gefragt (49.).Wenn auf Seiten der Thüringer überhaupt ein Ball den Weg in den gegnerischen Strafraum fand, dann weil Florian Brügmann zur Standardsituation anlief – wie in der 57. Minute, als Maximilian Wolfram Brügmanns Freistoßvorlage nur knapp rechts vorbeiköpfte. Das blieb allerdings ein einmaliges kurzes offensives Achtungszeichen.

Stattdessen stürmte weiter nur die Spielvereinigung. Marius Gröschs Monstergrätsche im Jenaer Strafraum gegen Lucas Hufnagel bewahrte die Seinen vor Schlimmerem, ehe Widemann bei einer Direktabnahme aus bester Position die Nerven in die Quere kamen (58./71.).Der FCC blieb blass, kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus – und konnte sich einmal mehr bei Jo Coppens bedanken. Dessen Glanzreflex gegen Widemanns abgefälschten Schuss aus 15 Metern hielt Jena überhaupt im Spiel (77.). Und plötzlich – aus heiterem Himmel – lagen sich alle Blau-Gelb-Weißen jubelnd in den Armen.Die einzig wirklich durchdachte und zuende gebrachte Kombination aus dem Spiel heraus brachte drei zu diesem Zeitpunkt bereits völlig unerwartete Punkte. Florian Brügmann fand im richtigen Moment die Lücke für seinen zur Pause eingewechselten Bruder Felix, der eiskalt mit links am nahezu beschäftigungslosen Lukas Königshofer vorbei via Innenpfosten das Goldene Tor erzielte (87.).

Trotz der traditionellen Spielstärke der Oberbayern reist Jena laut seinem Kapitän “mit einer Menge Selbstvertrauen und Mut dorthin”. Für den neunten Saisonsieg des FCC spricht auf jeden Fall der “gute Lauf” (Eckardt), der möglichst verlängert werden soll.

Lukas Kwasniok (Jena): “Wir haben uns heute einlullen lassen, hatten keine Konzentration in unserem Passspiel und haben ganz einfach zu viele Fehler gemacht. Ich weiß gar nicht, wie glücklich ich diesen Sieg jetzt einschätzen muss und kann. Fakt ist – mit der Leistung von heute werden wir am Ende nicht über dem Strich stehen. Im Moment sind wir zwar auf einem Nichtabstiegsplatz, aber nur im Moment!”

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Claus Schromm (Unterhaching): “Für Jena gab es bis zur Pause nur eine gute Nachricht: das war das Nullzunull. Jena ist in der Defensive und im Umschaltspiel bärenstark. Wir haben eine Vielzahl von Chancen herausgespielt, aber wie es manchmal halt so ist – irgendein Bein oder ein fantastisch haltender Torwart hat dann verhindert, dass wir ein Tor erzielen können.”

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Ob Duselsieg oder nicht, Jena hat jetzt einen Lauf und wird das fast Unmögliche schaffen. Die zwei Heimspiele noch gewinnen und der Megaboss kann den Sekt oder das Köstritzer Bier schon mal kalt stellen. Glückwunsch an den FCC.

Wir brauchen keine Hilfe, weder von Rostock und nicht vom HFC Chemie, denn es gibt bei uns den Felix Brügmann, die Torgarantie. Duselsieg hin oder her, wir wollen nur den Klassenerhalt und nicht mehr ! BGW Grüße aus dem Paradies

Hallo nach Jena! Es macht einen Stolz, registrierter Fan von diesen Verein zu sein. 3 weitere Punkte gegen den Abstieg und ich hoffe, dass die Burschen bis SA zu alter Stärke zurück finden. Dann sollte es gut ausgehen.BGW GrüßeUwe

Tolle Sache. So noch mal in Schwung zukommen hatte fast keiner mehr gedacht. Ihr habt Aspach überholt, also hat der HFC euch doch mit dem Remis geholfen. Weiter so. Alles Gute.RWG aus Naumburg

Carl Zeiss Jena klettert weiter in der inoffiziellen Kwasniok-Tabelle. Der etwas glückliche Erfolg gegen Spitzenklub SV Wehen Wiesbaden war bereits der dritte in Serie. Dabei vergaben die Gäste eine Vielzahl an Chancen.

Der FC Carl Zeiss Jena hat in der 3. Liga den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Bei Hansa setzten sich die Thüringer auch dank eines ehemaligen Rostockers durch.

Der Kampf um den Drittliga-Klassenerhalt könnte kaum spannender sein. Carl Zeiss Jena siegt und punktet derzeit wie am Schnürchen. Cottbus holte in Lotte drei wichtige Zähler und trifft nun auf Aufsteiger Osnabrück.

Dauerklatschen, Gesänge, Laola-Welle nach dem Schlusspfiff – der Hallesche FC hat weiterhin die Chance, die 3. Liga Richtung 2. Bundesliga zu verlassen. Halle belegt nun Relegationsplatz drei.

Nach Halle und Jena hat nun auch der FSV Zwickau den Lizenzbescheid des DFB für die kommende Drittligasaison erhalten – allerdings müssen die Westsachsen noch Auflagen und "ambitionierte" Bedingungen erfüllen.

Mit dem FC Carl Zeiss Jena hat die zweite mitteldeutsche Mannschaft aus der 3. Liga einen Lizenzbescheid vom DFB bekommen. Allerdings müssen die Thüringer im Gegensatz zum Halleschen FC Bedingungen erfüllen.

Das Spiel Unterhaching gegen Jena am 35. Spieltag der Saison 2018/19 verspricht Hochspannung. Welche der zwei 3. Liga-Mannschaften hat die besseren Chancen auf einen Sieg? Außerdem: Alle Infos zur TV-Übertragung und dem Live-Stream hier.

In der 3. Liga kommt es am 35. Spieltag zum Aufeinandertreffen von SpVgg Unterhaching und FC Carl Zeiss Jena. Mit 9 Siegen, 15 mal Unentschieden und 10 Niederlagen in 34 Begegnungen steht die Heimmannschaft um Coach Claus Schromm derzeit mit 42 Punkten auf Tabellenplatz 13.

Die jetzige Bilanz der Gäste: 8 Siege, 13 mal Unentschieden und 13 Niederlagen. 37 Punkte haben die Gäste von Coach Lukas Kwasniok von FC Carl Zeiss Jena derzeit nach 34 Partien auf dem Konto. Damit befinden sie sich auf Platz 19 der Tabelle.

Anpfiff in Unterhaching (Alpenbauer Sportpark Unterhaching) ist am 28.04.2019 um 13:00 Uhr. Schiedsrichter des Spiels ist Mitja Stegemann. Alle Informationen rund um Fußball und noch mehr Sport-Nachrichten finden Sie hier.

Alle 380 Partien in der Saison 2018/19 der 3. Liga gibt es live, in Full HD und kostenpflichtig bei Telekom Sport via Magenta TV im Live-Stream zu sehen. Allerdings überträgt auch die ARD mit ihren Dritten Programmen insgesamt 86 Partien live im Free-TV, und zwar die am Samstag. So gibt es zum Beispiel samstags ab 14 Uhr im MDR mit "Sport im Osten" ein Spiel aus der 3. Liga live zu sehen. Zu den Sendern, die Partien aus der 3. Liga live zeigen, zählen außerdem der SWR, der BR, der WDR und der NDR.

Dabei gelten in der Saison 2018/19 der 3. Liga folgende feste Anstoßzeiten: Freitags findet 1 Spiel ab 19 Uhr statt. Samstags werden gleich 6 Partien um 14 Uhr angepfiffen. Sonntags gibt es noch einmal 2 Partien (um 13 und 14 Uhr). Den Abschluss eines jeden Spieltages bildet die Begegnung am Montag (Anstoß: 19 Uhr).