Wieder ein Spektakel zwischen Unterhaching und Jena? - MDR
Historische Durststrecke, doch Kapitän Eckardt glaubt an Jena
Der FC Carl Zeiss Jena will am Sonntag (Anstoß: 13 Uhr) mit einem Sieg bei der SpVgg Unterhaching die Chancen auf den Klassenerhalt weiter erhöhen. Sollte die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok erneut gewinnen und die Konkurrenz Punkte lassen, könnte sie sogar erstmals seit dem 23. Spieltag die Abstiegsplätze verlassen.

Damals, Anfang Februar, waren die Jenaer durch ein 1:1-Unentschieden gegen den Karlsruher SC auf den 17. Tabellenplatz gerutscht und sackten anschließend weiter ab. Doch in den letzten Wochen ging es für die Thüringer wieder aufwärts: 2:1 im Ostduell gegen Energie Cottbus, 2:1 im nächsten Ostduell bei Hansa Rostock und schließlich 3:1 gegen Wiesbaden. Die Lage im Abstiegskampf ist unglaublich eng: Zwischen Eintracht Braunschweig auf Platz 14 und Carl Zeiss auf Platz 19 liegen nur drei Punkte. Sollten Fortuna Köln, Energie Cottbus und Sonnenhof Großaspach ihre Spiele nicht gewinnen, würde Jena mit einem Sieg auf einen Nichtabstiegsrang springen.

Allerdings mahnte Kwasniok, “dass man im Moment des Erfolges die größten Fehler macht. Wobei ich damit vor allen Dingen gemeint habe, dass wir jetzt unter der Woche nicht zu euphorisch werden, sondern die Anspannung und Konzentration behalten.” Für den Gegner hatte der Coach derweil ein Lob übrig – Unterhaching habe “sowohl im Jugend- wie auch im Profibereich eine klare Philosophie”.

Zwei Jenaer fehlen: Innenverteidiger Justin Gerlach hatte sich beim 3:1-Heimsieg am letzten Wochenende gegen Aufstiegskandidat Wehen Wiesbaden eine Innenbandverletzung am linken Knie zugezogen und fällt ebenso bis zum Saisonende aus wie Julian Günther-Schmidt, der sich in diesen Tagen einer Operation an der Leiste unterziehen muss. Für Gerlach könnte Dennis Slamar in die Startformation rücken.

Ob das Spiel wieder so verrückt wird wie in der Hinrunde? Am 24. November endete die Begegnung zwischen Jena und Unterhaching auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld 4:5. Zumindest spricht dafür, dass die Münchener Vorstädter in dieser Saison bislang die viertmeisten Tore aller Drittligisten erzielt haben, obwohl sie von den Aufstiegsplätzen weit entfernt sind. Auch Jenas Offensive ist nicht unbedingt abstiegsverdächtig. Zum Vergleich: Der Hallesche FC hat auf dem Relegationsplatz drei nur zwei Tore mehr erzielt als die Thüringer.

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JGS ist seit Monaten verletzt und immer wieder wurde über eine Rückkehr für die letzten drei oder vier Spiele spekuliert, jetzt auf einmal eine OP, verstehe ich nicht. Trotzdem, Gute Besserung !! Nur der FCC !!!!!

Wünsche Euch für Sonntag alles gute. Kämpft und rackert. Drei Punkte wären Gold wert. Nur der FCC

Carl Zeiss Jena klettert weiter in der inoffiziellen Kwasniok-Tabelle. Der etwas glückliche Erfolg gegen Spitzenklub SV Wehen Wiesbaden war bereits der dritte in Serie. Dabei vergaben die Gäste eine Vielzahl an Chancen.

Der FC Carl Zeiss Jena hat in der 3. Liga den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Bei Hansa setzten sich die Thüringer auch dank eines ehemaligen Rostockers durch.

Der Kampf um den Drittliga-Klassenerhalt könnte kaum spannender sein. Carl Zeiss Jena siegt und punktet derzeit wie am Schnürchen. Cottbus holte in Lotte drei wichtige Zähler und trifft nun auf Aufsteiger Osnabrück.

Dauerklatschen, Gesänge, Laola-Welle nach dem Schlusspfiff – der Hallesche FC hat weiterhin die Chance, die 3. Liga Richtung 2. Bundesliga zu verlassen. Halle belegt nun Relegationsplatz drei.

Nach Halle und Jena hat nun auch der FSV Zwickau den Lizenzbescheid des DFB für die kommende Drittligasaison erhalten – allerdings müssen die Westsachsen noch Auflagen und "ambitionierte" Bedingungen erfüllen.

Mit dem FC Carl Zeiss Jena hat die zweite mitteldeutsche Mannschaft aus der 3. Liga einen Lizenzbescheid vom DFB bekommen. Allerdings müssen die Thüringer im Gegensatz zum Halleschen FC Bedingungen erfüllen.

Seit Anfang April keimt wieder Hoffnung beim FC Carl Zeiss Jena: Durch drei Siege aus den vergangenen drei Spielen ist der Klassenerhalt für den FCC kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Auch von einer historischen Durststrecke in Unterhaching lässt sich Kapitän René Eckardt nicht aus der Ruhe bringen.

Mit diesem Lauf hatten wohl auch die größten Optimisten nicht mehr gerechnet: Drei Siege gegen Cottbus, Rostock und Aufstiegskandidat Wiesbaden geben Jena tatsächlich noch einmal Hoffnung auf den Ligaverbleib. Ende März hätte kaum noch jemand auf den FCC gesetzt. “Wenn du nach jedem Spiel Feuer bekommst, kritisiert und beleidigt wirst, merkst, wie immer mehr Leute den Glauben in dich verlieren – das war schon nicht so einfach”, erklärte Kapitän Eckardt im Interview mit der “Thüringer Allgemeinen”: “Da musst du dir als Mannschaft gegenseitig den Mut geben, dich pushen. Das haben wir hinbekommen.”

Den Dreier gegen Cottbus zu Hause (2:1) sieht Jenas Mittelfeldspieler als “Dosenöffner”. Und nun ist der Klassenerhalt wieder im Bereich des Möglichen: “Weil wir es wieder schaffen, Spiele zu gewinnen. Weil wir es geschafft haben, uns wieder heranzukämpfen, obwohl wir fast schon abgeschrieben waren.”

Wirklich gelegen kommt das Gastspiel bei kriselnden Unterhachingern – die SpVgg holte nur vier Punkte aus den vergangenen neun Ligaspielen – aber nicht. Denn: In Unterhaching hat Jena seit fast 27 Jahren nicht mehr gewonnen. So findet Eckardt aber, dass es “erst recht an der Zeit ist, mal wieder bei der Spielvereinigung zu gewinnen”.

Trotz der traditionellen Spielstärke der Oberbayern reist Jena laut seinem Kapitän “mit einer Menge Selbstvertrauen und Mut dorthin”. Für den neunten Saisonsieg des FCC spricht auf jeden Fall der “gute Lauf” (Eckardt), der möglichst verlängert werden soll.

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