Fünf Gründe, warum Carl Zeiss Jena noch den Klassenerhalt schafft - MDR
3. Liga im Liveticker: Hansa Rostock verliert 1:2 gegen Jena
Wenn der FC Carl Zeiss Jena so weitermacht, geht noch etwas in Sachen Klassenerhalt in der 3. Liga. Die Thüringer sind zwar noch immer Vorletzter, aber einige Zeichen stehen gut.

Der Ausfall von Julian Gühther-Schmidt (nur neun Drittliga-Spiele für den FCC) hat die Thüringer schwer getroffen. Nach dem Abgang von Timmy Thiele im Sommer zum 1. FC Kaiserslautern war die Leihgabe des FC Augsburg eigentlich die Sturmhoffnung des FCC. Aber es geht auch ohne den 24-Jährigen. Hat sich Jena eingegroovt? Mit der Genesung von Maximilian Wolfram nach seiner Kreuzbandzerrung strahlt Carl Zeiss wieder mehr Gefahr aus. Gegen Cottbus erzielte der gebürtige Zwickauer schon das 1:0, nun bei Hansa Rostock erneut. Seitdem der Offensivspieler zurück ist, hat Jena aus drei Spielen sieben Punkte eingefahren. Ganz wichtig: Nach einer Verletzung an der Hüfte konnte Wolfram weiterspielen.

Mit gutem Stellungsspiel und ohne Rücksicht auf Verluste hat die Abwehr des FC Carl Zeiss Jena gegen Hansa clever verteidigt. Es geht doch. Vor allem Dominic Volkmer überzeugte trotz seiner Maske ein ums andere Mal. Einzig beim 1:1 durch Hansas Pascal Breier ließen sich die Thüringer überrumpeln. Offenbar hat Jena nun hinten den Dreh raus. Am Samstag musste Torwart Jo Coppens bis auf eine Öztürk-Chance und einen Kopfballversuch von Oliver Hüsing kaum eingreifen. Die Umstellung von Vierer- auf Dreierkette scheint sich zu lohnen.

Carl Zeiss Jena lässt sich nicht hängen. Manfred “Manni” Starke, der bei Hansa Rostock ausgebildet worden ist und das FCC-Siegtor erzielt hatte, sagte nach dem Spiel: “Wir versuchen alles.” Er erklärte: “Wir haben die Hoffnung nie ganz aufgegeben.” Notfalls muss man dann auch einmal damit Leben, zum Buhmann zu werden. Starke bat nach einem kämpferischen Auftritt in der fünfminütigen Nachspielzeit: “Es sei uns verziehen, wenn wir versuchen, den Ball fünf Minuten lang hinten in der Ecke zu behalten.”

Nach dem Wechsel Rostock zwar weiter feldüberlegen, aber ohne Ideen, ohne zwingende Chancen. Einzig Scherff ist gefährlich vorm Tor, wird aber (strittig) gebremst (70.). Zu wenig für einen Heimsieg!

Offensivmann Manfred Starke hat Carl Zeiss Jenas Siegtreffer in Rostock erzielt. Der ehemalige Hansa-Spieler sagte: "Wir versuchen alles für den Klassenerhalt."

Der Jena-Jubel verebbt schnell: Ahlschwede-Pass, Breier schaltet – der Ausgleich (9.), siebtes Saisontor des Stürmers, der sich bis Sommer noch drei Tore vorgenommen hatte.

Vor einem Jahr war Jena schon eher gerettet. Die Thüringer legten eine Schlussphase hin, die nun Mut machen könnte. Fünf Siege in Folge schaffte der FCC beim Saison-Endspurt. 3:2 gegen Meppen, 4:2 bei Bremen II, 2:1 in Osnabrück, 2:1 gegen Unterhaching, 3:2 in Karlsruhe. Einer Serie steht nichts im Wege. Jetzt kommt zwar Wiesbaden, das noch um den Aufstieg spielt, doch das Hinspiel hat Jena auch mit 3:2 gewonnen.

Das war ein geschickter Schachzug gegen Selbstzweifel. Trainer Lukas Kwasniok, der es bei vielen Fans als Zimmermann-Nachfolger schwer hatte, rief sieben Spieltage vor Schluss eine eigene inoffizielle Meisterschaft aus. Seitdem ist Jena ungeschlagen. Die Vergangenheit abhaken? Bei den Thüringern offenbar kein Problem. Der FCC jubelte nach dem Schlusspfiff bei Hansa Rostock fast schon so, als ob er um den Aufstieg mitspielt – in der Kwasniok-Tabelle auf jeden Fall.

Das wars mit Hansas Ungeschlagen-Serie (7 Spiele): Die Rostocker verlieren daheim gegen den Vorletzten Carl Zeiss Jena 1:2 (1:1).

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Nur noch sechs Spieltage bleiben den abstiegsbedrohten Teams der 3. Liga für das Ziel Klassenerhalt. Das Restprogramm ist an einigen Stellen machbar, an anderen sehr anspruchsvoll.

Dank des späten Siegtreffers im Rostocker Ostseestadion verkürzt Carl-Zeiss Jena den Abstand zum rettenden Ufer in der 3. Liga auf drei Punkte.

Er hat in Jena Spuren hinterlassen und wird mit einem T-Shirt verewigt: Kevin Pannewitz. Die Fußballschuhe hängt er noch nicht an den Nagel. Für das Samstag-Spiel in Rostock wünscht sich "Panne" drei Punkte für den FCC.

Unschöne Szenen in Jena. Nach dem Ost-Derby FC Carl Zeiss Jena gegen den FC Energie Cottbus ist es zu den befürchteten Ausschreitungen gekommen. Dabei fielen vor allem die Heimfans negativ auf.

Im Ostduell geht vor allem für den FC Carl Zeiss Jena um viel. Hansa Rostock will hingegen seine Serie ausbauen.

Während für den FC Hansa Rostock in der 3. Liga weder im Aufstieg- noch im Abstiegskampf etwas geht, kämpft Gegner FC Carl Zeiss Jena um jeden Punkt für den Klassenverbleib. Die Thüringer wollen nach zwei Jahren nicht wieder in die Regionalliga zurückkehren. Für genug Brisanz ist in dem Ostduell am Sonnabend (Anstoß: 14 Uhr) im Ostseestadion also gesorgt.

Für den FC Hansa geht es weiter darum, seine Serie auszubauen. Die Rostocker sind seit sieben Ligaspielen ungeschlagen. FCH-Trainer Jens Härtel freut sich gegen Jena auf eine stimmungsvolle Kulisse. Für die Begegnung werden bis zu 16.000 Zuschauer erwartet. Ob die Hanseaten ihre Fans zum Jubeln bringen werden, erfahrt Ihr im Liveticker vom SPORTBUZZER.

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