Für den 1. FC Magdeburg ist es das nächste Spiel auf dem Weg in die 2. Fußball-Bundesliga, für den FC Carl Zeiss Jena Spiel eins nach dem sicher gestellten Verbleib in der 3. Liga. Für beide ist eines der großen Ostduelle. Die Gäste wollen sich aber auch davon nicht ablenken lassen. Gedanken des Umfelds dürfen uns nicht tangieren, betonte Trainer Jens Härtel bei der Pressekonferenz zur Partie an diesem Dienstag (19.00 Uhr) im Ernst-Abbe-Sportfeld von Aufsteiger Jena.

Jena hat zu Hause viele große Mannschaften geschlagen, warnte Härtel am Montag. Hinzu kommt: Sie haben keinen Druck. Denn das Ziel – 40 Punkte und Klassenverbleib – machte Jena mit dem 3:2-Sieg am vergangenen Samstag gegen VfR Aalen perfekt.

Vier Spiele sind es noch in der laufenden Saison. Vier Spiele, in denen es sportlich um nicht mehr viel geht für den VfR Aalen. Und deshalb konzentriert sich die Vereinsspitze längst auf die kommende Runde, in der Neu-Trainer Argirios Giannikis frischen Wind reinbringen soll.

Zudem polierte die Mannschaft von Trainer Mark Zimmermann die beachtliche Heimbilanz weiter auf: Nur zwei Spiele gingen in Jena verloren in dieser Saison, neunmal gewann der FC Carl Zeiss, sechsmal Jena spielte Jena unentschieden – Platz fünf in der Heimtabelle.

Nachdem Aalens Torwart Raif Husic einen Schuss von Firat Sucsuz nach parieren konnte, brauchte die Leihgabe vom FC Augsburg den Ball aus Nahdistanz zu seinem fünften Saisontreffer nur noch über die Torlinie zu schieben. Auch Nach dem Anschlusstor der Gäste aus Baden-Württemberg blieben die Thüringer weiter spielbestimmend. Verdient kam der FC Carl Zeiss Jena durch den Doppelpack von Julian Günther-Schmidt wieder auf die Siegerstraße.

Video: Carl Zeiss Jena schlägt VfR Aalen | Sportschau

Gelingt Magdeburg in dem Nachholspiel nun der dritte Sieg einer Gastmannschaft in dieser Saison, zieht der 1. FCM nach Punkten mit Spitzenreiter SC Paderborn gleich. Beide kämen auf 73 Zähler. Der Karlsruher SC hat als Vierter auf dem ersten Nichtaufstiegsrang 62 Punkte. Besiegen die Härtel-Schützlinge am Samstag auch noch vor heimischer Kulisse Fortuna Köln, würden sie den Elf-Punkte-Vorsprung auf jeden Fall verteidigen. Bei nur noch drei ausstehenden Spielen stünde der Aufstieg nach zwei vergeblichen Versuchen in den vorangegangenen Spielzeiten fest.

Der Aufsteiger aus Jena konnte durch den 3:2-Erfolg gegen den VfR Aalen das Punktekonto auf 40 aufstocken. Aalen kassierte somit die dritte Pleite in Folge und konnte von den letzten neun Spielen in der Liga nur Eines gewinnen.

Unabhängig davon, ob Magdeburg hier etwas holt oder nicht – sie werden aufsteigen, betonte Jenas Trainer Zimmermann: Und sie haben es sich verdient. Wir jedoch werden uns gegen sie reinhauen und alles geben, zuhause wie schon so oft ein starkes Spiel gegen ein Topteam abzuliefern.

Der VfR Aalen hingegen hat sein Auswärtsspiel bei Carl Zeiss Jena mit 2:3 verloren. Zwar schafften die Schwaben nach dem 0:1 durch Julian Günther-Schmidt (32.) kurz nach der Pause den Ausgleich durch Luca Schnellbacher (48.), doch abermals Günther-Schmidt (60.) sorgte für die erneute Jenaer Führung. Die Entscheidung für Jena erzielte dann Firat Sucsuz in der 70. Spielminute. Sebastian Vasiliadis Anschlusstreffer zum 2:3 in der 73. Spielminute reichte nicht mehr. Der VfR Aalen steht somit nach dem 34. Spieltag auf dem 11. Tabellenplatz.

Die Gastgeber müssen allerdings in der Innenverteidigung neben dem verletzten Justin Gerlach auch noch auf den gesperrten Dennis Slamar verzichten. Zudem fehlen verletzt oder erkrankt Raphael Koczor, Niclas Erlbeck und Maximilian Schlegel. Die Gäste müssen ohne den gesperrten Marius Sowislo auskommen. Hinter Nico Hammann und Tobias Schwede steht nach Vereinsangaben ein Fragezeichen. Sollte Stammtorwart Jan Glinker wie zuletzt beim Sieg gegen Wehen Wiesbaden erneut verletzt fehlen, wird Alexander Brunst ihn wieder vertreten.

Wer sich die Partien der dritten Liga lieber online ansehen will, der kann dazu auf den Live-Stream von Telekom Sport zurückgreifen. Sollten Sie noch kein Fußball-Abo bei Telekom Sport haben, wollen sich künftig jedoch kein Drittliga-Spiel mehr entgehen lassen, dann können Sie das Sport-Paket von Telekom Sport jederzeit dazu buchen. Sollten Sie bereits ein EntertainTV-Kunde bei der Telekom sein, dann können Sie sich das Paket kostenlos bestellen. Für diejenigen ohne EntertainTV sind die ersten 24 Monate ohne Aufpreis, danach liegt der Preis bei 4,94 Euro.

Im Interesse unserer User behalten wir uns vor, jeden Beitrag vor der Veröffentlichung zu prüfen. Als registrierter Nutzer werden Sie automatisch per E-Mail benachrichtigt, wenn Ihr Kommentar freigeschaltet wurde.

Um einen möglichst reibungslosen Verlauf des Spieles zu gewährleisten, bitten Vereine und Polizei um die Beachtung nachfolgender Hinweise: Bei Zu- und Abgang der Zuschauer werde durch gezielte organisatorische Maßnahmen auf eine strikte Fantrennung hingewirkt, teilt der Verein mit. Zwar wird für die Jenaer Fans sowohl der Zugang an der Stadtrodaer Straße (Schnellstraße) als auch der Zugang auf der Saaleseite möglich sein, jedoch wird darauf hingewiesen, dass das Überqueren der Saale über den Sportsteg am Gelände des FF USV Jena am Samstag nicht möglich ist. Jenaer Zuschauer, die sich aus Richtung Innenstadt oder Paradies-Bahnhof zu Fuß zum Stadion begeben, nutzen bitte den Weg über den Bereich Märchenbrunnen/Oberaue. Der Bereich Paradies/Rasenmühleninsel hingegen wird für die Jenaer Fans gesperrt sein.

Der 1. FC Magdeburg präsentierte sich zuletzt in Topform, nach den Siegen gegen die direkten Konkurrenten Karlsruher SC (2:0) und SV Wehen Wiesbaden (2:1) stehen die Sachsen-Anhalter mit eineinhalb Beinen in Liga zwei. Bereits am kommenden Wochenende könnte es soweit sein.