Nach Chemikalien in Hemer: Neuer Fund in Iserlohn - WDR Nachrichten
Nordrhein-Westfalen:Weitere Chemikalien in Wohnung gefunden
Nach der Sprengung von Chemikalien aus einer Gartenhütte in Hemer sind die Ermittler am Freitagnachmittag (24.05.2019) erneut fündig geworden – diesmal in der Wohnung des 44-jährigen Iserlohners, der Zugang zu der Hütte hatte. Er hatte sich am Morgen bei der Polizei gemeldet.

Als die Polizisten am Freitag seine Iserlohner Wohnung inspizierten, stießen sie auf weitere Flüssigkeiten und Behälter. Die Wohnung war in einem unordentlichen Zustand und sehr zugestellt, deshalb war es nicht einfach, sich einen Überblick zu verschaffen.

Feuerwehrleute und Mitarbeiter einer Fachfirma entsorgten die verschiedenen Chemikalien aus der Wohnung, wie die Polizei mitteilte. Die Substanzen waren zuvor in einem Schadstoffmobil sichergestellt worden. “Wir gehen bis dato nicht von illegal erworbenen Substanzen aus, sondern von frei käuflichen”, sagte ein Polizeisprecher.

Eine Verpuffung in einer Gartenhütte in Hemer am Dienstag (21.05.2019) hatte die Ermittlungen ausgelöst: Dort hatten Feuerwehrleute beim Löschen eine Kiste mit unbekannten Chemikalien gefunden. Entschärfer des Landeskriminalamtes machten die Funde unschädlich, indem sie sie sprengten.

Iserlohn (dpa/lnw) – Nach Chemikalienfunden in einer Gartenhütte in Hemer im Sauerland, die LKA-Experten sicherheitshalber vor Ort gesprengt haben, sind die Ermittler erneut fündig geworden. Im nahe gelegenen Iserlohn wurden in einer Wohnung verschiedene Chemikalien gefunden, die in Zusammenarbeit von Feuerwehrleuten und Mitarbeitern einer Fachfirma entsorgt wurden, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Wohnung, die zugestellt und unübersichtlich sei, hätten die Einsatzkräfte mit Zustimmung des Bewohners betreten.

Der 44-Jährige, der Zugang zu der Gartenhütte in Hemer haben soll, habe sich am Morgen auf einer Wache gemeldet. Der Mann sei angehört worden, sagte ein Polizeisprecher. "Wir gehen bis dato nicht von illegal erworbenen Substanzen aus, sondern von frei käuflichen", sagte er. Die Chemikalien müssten eingeordnet und aufgelistet werden. Auch die Mengen müssten geprüft werden. Zu den beiden Gewehren älterer Bauart, die bei einer ersten Wohnungsbesichtigung in Iserlohn sichergestellt wurden, werde ebenfalls weiter ermittelt, hieß es.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war laut einer früheren Mitteilung ein lauter Knall und Rauch, der am Dienstag aus dem Gartenhaus in Hemer aufstieg. Feuerwehrleute fanden dann beim Löschen eine Kiste mit unbekannten Chemikalien. Entschärfer des Landeskriminalamtes NRW (LKA) machten diesen Fund und einen weiteren Fund am Mittwoch unschädlich. Bei der Wohnungsdurchsuchung am Dienstagabend in Iserlohn war der 44-jährige Inhaber nicht angetroffen worden.