SVWW in der Relegation gegen Ingolstadt | hessenschau.de | SV Wehen Wiesbaden - hessenschau.de
Entschlossene Heidenheimer schicken Ingolstadt in die Relegation
Für Ingolstadt geht der Abstiegskampf in der 2. Bundesliga auch nach dem letzten Spieltag noch weiter. Durch Niederlage in Heidenheim muss der FCI in der Relegation nachsitzen, Gegner ist Wehen Wiesbaden.

Ingolstadt verlor am 34. Spieltag beim 1. FC Heidenheim 2:4 (0:2) und reist am Freitag (24.05.2019) für das Relegations-Hinspiel zunächst nach Hessen, vier Tage später steht das Rückspiel in Ingolstadt an. Patrick Mainka (27.), Robert Andrich (31.), Arne Feick (82.) und Robert Leipertz (88.) hatten vor 14.250 Zuschauern für die Gastgeber getroffen, Sonny Kittel (58.) und Marcel Gaus (75.) für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt. In der Nachspielzeit sah Heidenheims Robert Glatzel (90.+3) die Gelb-Rote Karte.

Die SpVgg Greuther Fürth bejubelt einen späten Sieg. Richard Magyar sorgte in der zweiten Minute der Nachspielzeit für den 2:1 (0:0)-Erfolg gegen den FC St. Pauli. Beim Heimspiel brachte Fabian Reese (52. Minute) die Gastgeber in Führung, fast postwendend erzielte Dimitrios Diamantakos (54.) den Ausgleich. Die Gäste mussten die letzte halbe Stunde vor 13 890 Zuschauern nach der harten Gelb-Roten Karte für Brian Koglin in Unterzahl bestreiten (61.). Die Hanseaten erwischten den besseren Start, doch einen Nutzen konnten sie daraus nicht schlagen. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang hatten die Gastgeber, die immer besser ins Spiel fanden. Nach Vorarbeit von Maximilian Wittek zog Julian Green ab, traf aber nur die Unterkante der Latte (39.). Nach dem Seitenwechsel nutzten beide Teams gleich die erste Chance. Ein Freistoß von Green wurde von Magyar vor das Pauli-Tor geköpft. Dort verwandelte die Schalke-Leihgabe Reese. Die Gäste antworteten schnell. Nach gutem Zuspiel von Finn Ole Becker glich Diamantakos aus. Pech hatten die Fürther bei weiteren Lattentreffer, jeweils durch den eingewechselten David Atanga. Nach einem Eckball von Green belohnte Magyar die Gastgeber.

Der Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz wäre für die Ingolstädter, die lange in der Tabelle abgeschlagenen waren und zuletzt sechs Spiele in Folge ungeschlagen geblieben sind, nur bei einem Sieg plus Schützenhilfe möglich gewesen. Allerdings blieb diese aus, der SV Sandhausen sicherte sich durch ein glückliches 2:2 (1:1) beim SSV Jahn Regensburg aus eigener Kraft den Klassenerhalt.

Versöhnlicher Saisonabschluss für den Hamburger SV und seinen scheidenden Trainer Hannes Wolf: Eine Woche nach der verpassten sofortigen Bundesliga-Rückkehr setzten sich die Hanseaten gegen das Tabellenschlusslicht MSV Duisburg weitgehend mühelos mit 3:0 (1:0) durch und beendeten damit eine Serie von neun sieglosen Pflichtspielen hintereinander. Vor 51.147 Zuschauern im fast ausverkauften Volksparkstadion gelang Leo Lacroix per Kopf nach Eckball von Olympiasieger Douglas Santos in der 15. Minute der Führungstreffer. Vier Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Manuel Wintzheimer mit einem Abstaubertor den Vorsprung, ehe Jann-Fiete Arp (67.) den Endstand herstellte. Die Partie war seit Wochen trotz Topspielzuschlags ausverkauft, viele Fans hatten auf eine anschließende Aufstiegsparty spekuliert – vergeblich. Anders als im Vorjahr nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte blieben Zuschauerausschreitungen aus. Um keine Protestaktionen der Besucher auszulösen, wurde auf offizielle Verabschiedungen von Profis verzichtet.

“Aufgrund der ersten Halbzeit ging das Spiel zurecht an die Heidenheimer”, sagte Ingolstadts Angreifer Stefan Kutschke: “Wir werden das Spiel aufarbeiten und uns dann gezielt auf die Relegation vorbereiten. Das sind zwei Endspiele für uns.”

Trainer Tomas Oral hat seine Rettungsmission beim Fußball-Zweitligisten FC Ingolstadt nicht auf direktem Weg krönen können. Die Oberbayern verloren am letzten Spieltag in einem dramatischen Spiel beim 1. FC Heidenheim mit 2:4 (0:2). Nach der ersten Niederlage mit Oral beenden sie die Spielzeit auf Platz 16. In der Relegation trifft der FCI auf den SV Wehen Wiesbaden. Das Hinspiel beim Dritten der 3. Liga findet an diesem Freitag statt. Das Rückspiel folgt am 28. Mai im Ingolstädter Sportpark. Die Ingolstädter holten einen 0:2-Rückstand durch Tore von Sonny Kittel (58. Minute) und Marcel Gaus (76.) auf, ehe sie bei ihrem Sturmlauf scheiterten. Patrick Mainka (28.), Robert Andrich (32.) sowie Arne Feick (82.) und Robert Leipertz (88.) mit einem späten Doppelschlag trafen für die Heidenheimer. In der hektischen Endphase sah Heidenheims Stürmer Glatzel die Rote Karte (90.+3). Die Ingolstädter hätten gewinnen müssen, um den SV Sandhausen doch noch vom rettenden 15. Rang zu verdrängen.

Audio starten, abbrechen mit Escape Stefan Kutschke: "Spiel ging zurecht an die Heidenheimer" Sportschau. 19.05.2019. 01:22 Min.. ARD. Von Detlev Lindner.

Arminia Bielefeld hat einen erfolgreichen Saisonabschluss gefeiert. Beim 1:0 (0:0) über Holstein Kiel gelang dem Team von Trainer Uwe Neuhaus der dritte Sieg in Serie. Dank des Treffers von Jonathan Clauss (72. Minute) vor 22.867 Zuschauern in der Schüco-Arena verbesserten sich die Ostwestfalen auf Tabellenplatz sieben und schlossen die Rückrunde als zweitbestes Team ab. Die punktgleichen Kieler, die zwischenzeitlich sogar um den Aufstieg mitgespielt hatten, müssen sich am Ende der Spielzeit mit Rang sechs begnügen. Das sportlich bedeutungslose Spiel nahm erst von der 20. Minute an Fahrt auf. Dafür sorgten vor allem die Bielefelder, die in der 32. und 38. Minute gute Chancen zur Führung ausließen. Die Gäste erhöhten nach der Pause das Tempo. So traf Alexander Mühling in der 49. Minute die Latte. Doch der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Clauss sorgte mit einer sehenswerten Direktabnahme für den insgesamt verdienten Sieg der Bielefelder.

Die Gastgeber hatten die Begegnung bestimmt und trafen mit der ersten Aktion durch Andrich (11.), das Tor wurde wegen einer Abseitspositionen aber korrekterweise aberkannt. Ingolstadt kam nach einem Standard durch Dario Lezcano (20.) zu seiner besten Gelegenheit, ehe Mainka kurios per Hacke und Andrich nach einem Konter erfolgreich waren.

Aufsteiger 1. FC Köln hat sich mit einem Unentschieden aus der Liga verabschiedet. Im letzten Spiel unter Interimstrainer Andre Pawlak reichte es für den Meister bei einer von Zuschauerausschreitungen überschatteten Partie nur zu einem 1:1 (1:0) bei Absteiger 1. FC Magdeburg, bei dem der glücklose Coach Michael Oenning vor dem Abpfiff verabschiedet wurde. Zweitliga-Torschützenkönig Simon Terodde (3.) mit seinem 29. Saisontreffer hatte die Geißböcke in Führung gebracht, Felix Lohkemper (53.) traf für Magdeburg. Köln hatte bereits vor zwei Wochen beim Debüt von Pawlak die Rückkehr ins Oberhaus perfekt gemacht. In Durchgang zwei musste die Partie wegen Fanausschreitungen von Schiedsrichter Sven Waschitzki für vier Minuten unterbrochen werden. Im Anschluss an Lohkempers Ausgleichstreffer waren die Fanlager  aneinandergeraten und handgreiflich geworden. Nach der unfreiwilligen Pause quälten sich beide Teams über die Zeit.

Bei Dauerregen kamen die Gäste nach der Pause besser in die Partie. Kittel und Gaus belohnten die Bemühungen und machten damit zumindest zwischenzeitlich Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt.

Ke. Müller – Busch, Mainka, Theuerkauf, Feick – Griesbeck, Dorsch – Andrich (81. Thiel), Thomalla (81. Dovedan), Schnatterer (66. Leipertz) – Glatzel

Der SV Darmstadt 98 hat eine phasenweise turbulente Saison mit einem Sieg über Erzgebirge Aue versöhnlich abgeschlossen. Beim 1:0 (1:0) vor 10 570 Zuschauern am Böllenfalltor erzielte Tobias Kempe (15. Minute) den einzigen Treffer. Beide Teams hatten bereits mehrere Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt geschafft, so dass es am letzten Spieltag nur noch um eine Platzierung im unteren Mittelfeld der Tabelle ging. Yannick Stark leitete das Tor mit einem großartigen Diagonalpass ein. Kempe nahm den Ball gekonnt an, zog nach innen und verwandelte sicher. Es war sein zehntes Saisontor. Aue hatte in der ersten Hälfte durch Pascal Testroet (23.) die Chance zum Ausgleich, die Daniel Heuer Fernandes im Nachfassen vereitelte. Auch im zweiten Durchgang drängten die Gäste auf den Ausgleich. Vor allem Testroet (50., 58. und 74.) ließ mehrere Gelegenheiten aus.

Tschauner – Neumann, Paulsen, Mavraj, Otavio Rosa da Silva (72. Kaya) – Cohen (84. C. Sahin), Gaus – Kerschbaumer (46. Pledl), Kittel – Lezcano, Kutschke

Der FC Ingolstadt muss weiter um den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga zittern. Die Schanzer bleiben trotz einer zwischenzeitlich furiosen Aufholjagd in Heidenheim auf dem Relegationsplatz. In Magdeburg wird das Spiel gegen Köln wegen Fan-Ausschreitungen unterbrochen.

Am Ende einer hektischen Schlussphase ging der 1. FC Heidenheim mit 4:2 gegen Ingolstadt als Sieger hervor, krönte damit eine starke Spielzeit und beförderte die Schanzer damit in die Relegation gegen Wehen Wiesbaden.

Auf der Tribüne kam's zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Fans aus Köln und aus Magdeburg.

Heidenheims Coach Frank Schmidt änderte seine Startformation im Vergleich zum 4:3-Erfolg in Duisburg nur auf einer Position: Für Multhaup (muskuläre Probleme) begann Schnatterer auf der Zehn.

Ingolstadts Trainer Tomas Oral vertraute hingegen derselben Elf, die zuletzt souveränen mit 3:0 zu Hause gegen Darmstadt 98 gewonnen hatte.

Elf Minuten dauerte es, ehe der Ball das erste Mal im Ingolstädter Tor lag, nachdem die Anfangsphase von einigen Fouls und Fehlpässen geprägt war: Glatzel legte im Strafraum quer auf Andrich, der aus kurzer Distanz den Ball über die Linie drückte. Zuvor stand Andrich jedoch im Abseits, daher zählte der Treffer nicht.

Nach 20 Minuten meldete sich der FCI erstmals in der Offensive, doch Lezcano scheiterte nach einem Kittel-Freistoß aus zwei Metern an Müller. Sieben Zeigerumdrehungen später klingelte es dann wieder im Kasten der Schanzer – und diesmal zählte das Tor: Erst scheiterte Glatzel nach einer Flanke von Theuerkauf an Tschauner, der Abpraller landete jedoch im Rücken von Mainka, der kunstvoll per Hacke die Führung für den FCH erzielte.

Heidenheim ließ in der Folge nicht nach – und das zweite Tor wenig später folgen: Schnatterer steckte durch auf den enteilten Andrich, der Tschauner im Eins-gegen-eins keine Chance ließ und flach ins rechte untere Eck vollendete (32.). Ingolstadt zeigte sich durch den Doppelschlag eingeschüchtert und kreierte kaum mehr etwas nach vorne. Der FCH hingegen kämpfte um jeden Ball und hatte Lust, weiter offensiv zu spielen. Passieren sollte aber vorerst nichts mehr, daher ging es mit dem 2:0 in die Kabinen.

Ingolstadt begann den zweiten Durchgang mit Pledl statt Kerschbaumer und agierte nun etwas aggressiver, was sich nach 53 Minuten fast erstmals bezahlt machte: Pledl fand mit einer Flanke von links in der Mitte Lezcano, der per Kopf Müller zu einer Glanzparade zwang. Sechs Minuten später war Müller nach einem Schlenzer von Kittel dann aber machtlos, die Kugel schlug unten rechts im Heidenheimer Kasten zum Anschlusstreffer ein.

Die Gäste blieben weiter dran, hatten zwischenzeitlich aber Glück, dass Glatzel es verpasste, die vorläufige Entscheidung zu erzielen (67.). Aus Sicht der Gastgeber rächte sich das in der 76. Minute: Gaus hatte aus halblinker Position zu viel Platz zum Schießen, Mainka fälschte ab und ließ Müller somit keine Abwehrchance.

Heidenheim schüttelte sich kurz – und ging durch Feick nach einer Ecke wieder in Führung (82.). Ingolstadt warf nun alles nach vorne, doch wurde dafür nicht belohnt und sogar mit dem vierten Gegentreffer bestraft: Dovedan legte am Strafraum quer zu Leipertz, der seine ehemaligen Mitspieler endgültig in die Relegation schoss. Der Frust bei den Schanzern war spürbar, es kam immer wieder zu Rudelbildungen. Im Anschluss eines Luftzweikampfes verlor Glatzel dann aber die Beherrschung und stoß Sahin zu Boden, was die Rote Karte zur Folge hatte (90 + 3.).

Spielerisch passierte nichts mehr und somit konnte Heidenheim die beste Zweitligasaison der Vereinsgeschichte vergolden (Platz fünf, 55 Punkte). Ingolstadt hingegen verpasste es, direkt die Klasse zu halten und muss nun gegen Wehen Wiesbaden (24., 28. Mai) in der Relegation antreten.

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