Hildesheim: Weitere Schulen von Masern betroffen - NDR.de
Alarm in Hildesheim: Masern-Ausbruch an zwei weiteren Schulen
Zwei weitere Schulen in Hildesheim sind vom Masernausbruch betroffen. Das teilte der Landkreis Hildesheim am Freitag mit. Betroffen sind demnach die Waldorfschule und die St. Augustinus-Oberschule. Dort gebe es jeweils einen erkrankten Schüler. Momentan ermittelten die Gesundheitsbehörden die Kontaktpersonen der betroffenen Schüler im privaten und im schulischen Umfeld. Die Eltern sämtlicher Schüler würden in Kenntnis gesetzt.

Am kommenden Montag – voraussichtlich vor Unterrichtsbeginn – müssen die Schüler der 8. und 10. Klassen an der St. Augustinus-Oberschule und die Schüler der 10. und 12. Klassen der Waldorfschule ihre Impfpässe zum Nachweis eines Impfschutzes vorlegen. Auch alle Lehrer und Angestellten, die mit diesen Jahrgängen in Kontakt sind, müssten ihren Impfschutz nachweisen, sagte die Sprecherin des Landkreises Hildesheim, Birgit Wilken, auf Nachfrage von NDR.de.

An einer Gesamtschule in Hildesheim werden 107 Schüler noch bis zum 22. März vom Unterricht ausgeschlossen. Sie konnten keine ausreichende Masern-Impfung nachweisen. Video (00:33 min)

Derzeit dürfen rund 60 Schüler der bereits mit mehreren Masernfällen betroffenen Oskar-Schindler-Gesamtschule die Schule bis Ende kommender Woche nicht besuchen, weil sie nicht gegen die Infektionskrankheit geimpft sind. Im Landkreis Hildesheim ist die Zahl der Masernfälle mit den beiden neuerkrankten Schülern auf 26 seit Jahresbeginn gestiegen.

Erst am Donnerstag hatte der Landkreis Hildesheim mitgeteilt, dass er von deutlich mehr Erkrankungen ausgehe. Masern gehören bundesweit zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Doch wenn der Erkrankte nicht ärztlich behandelt wird, könne es passieren, dass die Infektion nicht registriert werde, so die Sprecherin des Landkreises. Aufgrund der sehr hohen Ansteckungsgefahr setzt das Gesundheitsamt in Hildesheim auf Schutzmaßnahmen, die deutschlandweit bei einem Masernausbruch gelten. Dazu gehöre die Aufklärung der Erkrankten, Krankheits- oder Ansteckungsverdächtigen, die Information der Schul- und Kindergarten-Leitungen und der Elternschaft. Darüber hinaus werde die Ärzteschaft informiert. Zudem gebe es die Möglichkeit, Impfungen zu empfehlen beziehungsweise durchzuführen. Außerdem habe das Gesundheitsamt die Möglichkeit, Betretungs- und Tätigkeitsverbote auszusprechen, machte Landkreis-Sprecherin Wilken deutlich.

Der Landkreis Hildesheim geht nach dem Ausbruch von Masern von einer deutlich höheren Anzahl von Erkrankungen aus. 107 Schüler waren zuvor vom Unterricht ausgeschlossen worden. (15.03.2019) mehr

107 Personen dürfen die Oskar-Schindler-Gesamtschule in Hildesheim vorerst nicht betreten. Sie haben keinen ausreichenden Masern-Schutz nachgewiesen. Lernen müssen die Schüler trotzdem. (12.03.2019) mehr

Hildesheim – Während deutschlandweit tausende Schüler auf Klima-Kundgebungen demonstrieren und die Schule schwänzen, müssen mehrere Schüler im Landkreis Hildesheim notgedrungen dem Unterricht fernbleiben. Der Grund: Masern.

Der Masernausbruch im niedersächsischen Hildesheim hat sich auf zwei weitere Schulen der Stadt ausgeweitet. Betroffen seien die Waldorfschule und die St. Augustinus-Oberschule mit jeweils einem erkrankten Schüler, teilte der Landkreis Hildesheim am Freitag mit. Die Gesundheitsbehörden ermittelten im Moment die Kontaktpersonen der betroffenen Schüler im privaten und schulischen Umfeld. Die Eltern sämtlicher Schüler würden informiert. Am Montag müssen die Schüler der Jahrgangsstufen, die die beiden Erkrankten besucht haben, ihre Impfpässe zum Nachweis eines Impfschutzes vorlegen.

Rund 60 Schüler der Oskar-Schindler-Gesamtschule, an der es bereits mehrere Masernfälle gegeben hat, dürfen die Schule wegen einer fehlenden Impfung noch bis Ende der kommenden Woche nicht besuchen. Im Landkreis Hildesheim ist die Zahl der Masernfälle mit den beiden neuerkrankten Schülern auf 26 seit Jahresbeginn gestiegen.Auch bundesweit steigt derzeit die Zahl der Masernfälle: In den ersten acht Wochen des Jahres wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin zufolge 150 Fälle gemeldet – nach 56 Fällen im Vorjahreszeitraum.

Nach dem Masernausbruch an der Gesamtschule sind 107 Schüler wegen eines fehlenden Impfschutzes vom Unterricht ausgeschlossen worden.

Nach dem Masernausbruch an einer Hildesheimer Schule stieg die Zahl der Krankheitsfälle im Kreis auf 24.