Slomka-Comeback bei Hannover 96 - NDR.de
Hannover 96: Mirko Slomka wird offenbar neuer Trainer
Die Suche zog sich lange, nun hat Hannover 96 endlich einen neuen Trainer und einen neuen Sportchef. Mirko Slomka und Jan Schlaudraff stehen für das von Profichef Martin Kind präferierte Hannover-Modell – auch der neue Co-Trainer kommt aus der Region.

Erst mal muss­ten die Absagen raus. Das gehört sich so, selbst im Haifisch-Business Profifußball. Die Kandidaten, die sich um einen 96-Job bemüht hatten, sollten erfahren, dass sie es nicht werden – bevor diejenigen vorgestellt werden, die die Posten bekommen.

Nach diversen Sondierungen hatte es in den vergangenen Tagen wieder etwas Stillstand in der Trainersuche des Bundesliga-Absteigers Hannover 96 gegeben. Favorit schien einige Zeit lang der ehemalige Kölner Markus Anfang zu sein, der am Dienstag voriger Woche in einer persönlichen Runde mit Hannovers Profiboss Martin Kind, Fußball-KG-Mitgesellschafter Gregor Baum und dem designierten Sportdirektor Jan Schlaudraff dem Vernehmen nach einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Alternativ waren auch Gespräche mit Kenan Kocak (zuletzt Sandhausen) geführt worden. Spätestens hier hatte sich abgezeichnet, dass sich Doll als bisheriger Coach wird verabschieden müssen.

Also wissen die Trainer-Bewerber Markus Anfang und Kenan Kocak, dass sie nicht in Hannover landen werden. Beide hatten vor einer Woche in Martin Kinds Kokenhof in Großburgwedel vorgesprochen. Anfangs Be­ra­ter behauptet sogar, sein Klient habe 96 abgesagt. Das wäre auf jeden Fall besser für den Marktwert – wer kassiert schon gern Absagen.

Bei Steven Cherundolo, Altin Lala und Bastian Hellberg ist die Lage etwas an­ders. Sie haben zwar jetzt schriftlich, dass sie zu sofort nicht ins Sportdirektoren-Team eingebunden werden, aber die Gespräche sollen fortgesetzt werden. Vorerst gibts kein Manager-Team, sondern nur Jan Schlaudraff.

Das ist nun keine Überraschung mehr, die Entscheidung hatte sich abgezeichnet. Lala und Cherundolo wollten nur auf Augenhöhe mit Schlaudraff arbeiten, nicht unter ihm. Das wollten die 96-Entscheider den Ex-Kapitänen aber noch nicht zugestehen. Hellberg sollte die verwaltungstechnische Koordination des Teams übernehmen – auch das hat sich vorläufig erledigt, kommt aber zur Wiedervorlage.

Größeres Tamtam-Potenzial als die Manager-Bestellung hat die Trainerwahl: Mirko Slomka ist zurück. Auch wenn es noch keine offizielle Bestätigung von 96 gibt – die Entscheidung ist für die Rückkehr des Europa-League-Trainers gefallen. Am Dienstag wird Slomka den Vertrag unterschreiben und danach wohl auf einer Pressekonferenz präsentiert.

Während also das Aus für den 53-Jährigen, der noch einen Vertrag bis 2020 mit Gültigkeit auch für die 2. Liga besaß, wenig überraschte, tat es die nun getroffene Personalentscheidung umso mehr. Für eine zweite Amtszeit auf der Trainerbank der 96er landet ein altbekannter Name.

In der schwierigen Zeit nach dem Suizid von Robert Enke hatte Slomka im Januar 2010 zum ersten Mal den Trainerjob in Hannover übernommen. Erst im letzten Saisonspiel gelang in Bochum die Rettung. Danach startete Slomka mit 96 durch, zweimal erreichte die Mannschaft die Europa League. Am 27. Dezember 2013 wurde er entlassen. Tayfun Korkut übernahm.

Hannover 96 hat einen neuen und zugleich altbekannten Trainer für die kommende Saison gefunden: Mirko Slomka wird die Nachfolge von Thomas Doll antreten. Zuletzt war der 51-Jährige vereinslos und wird nun erneut bei den Niedersachsen übernehmen.

Mirko Slomka: Er war bereits von 2010 bis 2013 Cheftrainer bei Hannover 96. (Quelle: Christoph Worsch/imago images)

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Hannover 96 muss sich in der 2. Bundesliga neu aufstellen, das Ziel ist klar: der direkte Wiederaufstieg. Nun haben sich die Klub-Bosse offenbar auf einen neuen Trainer für die schwierige Mission geeinigt.

Mirko Slomka wird nach Informationen des “Sportbuzzers” neuer Trainer des Bundesliga-Absteigers Hannover 96. Eine Bestätigung des Vereins gab es dafür am Montagabend noch nicht.

Dem Bericht zufolge hat sich der 51-Jährige bei der Suche nach einem Nachfolger für Thomas Doll gegen die beiden anderen Kandidaten Markus Anfang (zuletzt Köln) und Kenan Kocak (zuletzt Sandhausen) durchgesetzt.

Für Slomka spricht, dass er als Trainer die erfolgreichste 96-Zeit der jüngeren Vergangenheit zu verantworten hat. 2011 und 2012 führte er den Verein jeweils in die Europa League. Insgesamt arbeitete der frühere Coach des FC Schalke 04, des Hamburger SV und des Karlsruher SC schon einmal von Januar 2010 bis Dezember 2013 als Cheftrainer seines Herzensvereins. Davor war er in zwei weiteren Etappen insgesamt 13 Jahre als Jugend- und Co-Trainer für die “Roten” tätig.

Zu dieser bevorstehenden Rückkehr passt auch, dass Hannovers Hauptgesellschafter Martin Kind den vakanten Sportdirektoren-Posten nach übereinstimmenden Medienberichten mit dem früheren Nationalspieler Jan Schlaudraff besetzen will. Der 35-Jährige war unter Slomka bereits Spieler in Hannover.

Schlaudraff wurde bereits im April als Assistent der Sportlichen Leitung eingestellt und führte nach der Trennung von Manager Horst Heldt auch das Tagesgeschäft. Jetzt soll er nach dem Willen von Kind endgültig zum Verantwortlichen für diesen Bereich befördert werden.

Nur drei Wochen vor dem Trainingsauftakt am 17. Juni müssen Slomka und Schlaudraff bei den 96ern eine komplett neue Mannschaft für die 2. Fußball-Bundesliga aufbauen. Bislang hat der Verein nur einen neuen Spieler präsentiert: den 19 Jahre alten Justin Neiß aus der eigenen Jugend. Auf der anderen Seite wollen sich die Niedersachsen nach dem Verkauf von Ihlas Bebou (1899 Hoffenheim) und Niclas Füllkrug (Werder Bremen) noch von weiteren Spielern wie den Brasilianern Jonathas und Walace sowie Genki Haraguchi trennen.

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