Hannover: Dauerhafte Regeln für Nachtflüge geplant - NDR.de
Flughafen Hannover: Nachtflug-Genehmigung soll dauerhaft gelten
Der Flughafen Hannover ist Norddeutschlands einziger Verkehrsflughafen ohne Nachtflugverbot. Bereits seit 1952 besitzt er eine Genehmigung für einen 24-Stunden-Betrieb. Damit verbunden sind allerdings Auflagen und Regeln. Nachdem diese bislang nur für jeweils zehn Jahre gültig waren, sollen die Einschränkungen für Nachtflüge nach Angaben des niedersächsischen Verkehrsministeriums in den kommenden Monaten entfristet werden: Bereits ab Anfang 2020 könnten sie dann dauerhaft gelten. 2018 waren in Hannover zwischen 22 und 6 Uhr insgesamt 15.869 Maschinen gestartet beziehungsweise gelandet.

Die Entfristung werde aber an strenge Auflagen geknüpft, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Dazu zählten ein Verzicht auf Trainingsbetrieb und Turbinenprüfungen. Zudem sollen besonders laute Flugzeugtypen künftig nicht mehr auf dem Flughafen Hannover landen oder starten. Laut Flughafensprecher handele es sich dabei um eine “Verschärfung der Lärmklassen”. Das Ministerium begründet diese mit technischen Entwicklungen im Luftverkehr hin zu immer leiseren Flugzeugen. Die hätten Spielräume eröffnet, um die einzuhaltenden Lärmgrenzwerte künftig enger als bisher zu fassen.

Käme es irgendwann doch zu einem Nachtflug-Verbot, befürchtet der Flughafen Umsatzeinbußen von 28 Prozent. 2358 Jobs wären in Gefahr, die Zahl der Fluggäste könnte in diesem Fall um 1,45 Mio. sinken.

Wenn große Maschinen nicht weiterkommen, sind oftmals deutlich kleinere Transportfahrzeuge nötig. Der Film zeigt drei starke Maschinen bei ihren besonderen Einsätzen. Video (28:30 min)

Die Pläne sollen am 11. Juni bei einer Podiumsdiskussion in Langenhagen vorgestellt werden. Die betroffenen Kommunen können dazu Stellung nehmen, hieß es. Auch ansässige Unternehmen und Airlines, Verbände, die Flugsicherung, die Bundesvereinigung gegen Fluglärm, der Lärmschutzbeauftragte für den Flughafen und Mitglieder der Fluglärmschutzkommission könnten sich äußern. Eine direkte Bürgerbeteiligung ist laut Ministerium allerdings rechtlich nicht vorgesehen.

Katrin Bittner von der Bürgerinitiative “Besser ohne Nachtflug Hannover Airport” (BON-HA) hält das Vorhaben für eine Hiobsbotschaft für alle Anwohner. Eine Klage der BI werde immer wahrscheinlicher, sagte Bittner NDR 1 Niedersachsen.

Nach Angaben des Flughafens hat der 24-Stunden-Betrieb eine immense wirtschaftliche Bedeutung. Unter Verweis auf ein aktuelles Gutachten schätzen die Betreiber den Umsatzausfall bei einem Nachtflugverbot auf etwa 28 Prozent. Die Zahl der Passagiere könnte um 1,45 Millionen zurückgehen. Zudem seien in der Folge bis zu 4.700 Arbeitsplätze gefährdet, heißt es in einer Erklärung des Flughafens.

Der Flughafen Hannover erwartet für das Osterwochenende viel Betrieb. Rund 50.000 Menschen sollen in Langenhagen landen oder starten. Abfertigungsprobleme soll es nicht geben. (18.04.2019) mehr

Die Trumpfkarte von Hannovers Flughafen ist sein 24-Stunden-Betrieb. Denn eine Nachtflug-Genehmigung hat bundesweit Seltenheitswert. Nun steht eine grundlegende Neuerung der Regelung ein. Es gelten dann neue Beschränkungen – dauerhaft.

Keine Nachtruhe für den Flughafen Hannover: Der Entwurf für die neue Nachtflugregelung liegt vor. Sie gilt dauerhaft, stellt ein Sprecher des Ministeriums klar, jedoch nur mit Auflagen.

Das Ministerium schlägt vor, die eingeschränkte Betriebserlaubnis für den Flughafen zu entfristen. Voraussetzung seien der Verzicht auf Trainingsbetrieb, auf besonders laute Flugzeugtypen und auf Turbinenprüfungen. Damit werde auch auf Beschwerden von Bürgerinitiativen reagiert.

Nach Informationen des Ministeriums hätten im vergangenen Jahr – bemessen nach der künftigen Regelung – nur insgesamt 26 Flugzeuge aufgrund ihrer Typenklasse zwischen 23 und 6 Uhr nicht in Langenhagen starten oder landen dürfen. Das Ministerium setzt allerdings auf den weiter zunehmenden Einsatz leiserer Triebwerke.

Die neuen Regelungen sollen am 11. Juni bei einer Podiumsdiskussion in Langenhagen vorgestellt werden. So will das Land wohl dem Protest der Anwohner zwischen Garbsen und Isernhagen begegnen.

Die betroffenen Kommunen können zu dem Gesetzesentwurf ebenso Stellung nehmen wie ansässige Unternehmen und Airlines, Verbände, die Flugsicherung, die Bundesvereinigung gegen Fluglärm, der Lärmschutzbeauftragte für den Flughafen oder Mitglieder der Fluglärmschutzkommission. Mit dem Erlass der künftigen Betriebsbeschränkungen ist daher frühestens im Oktober zu rechnen. Eine direkte Bürgerbeteiligung ist laut Ministerium rechtlich nicht vorgesehen.

Viel Einfluss werden die Kommunen wohl nicht mehr nehmen können. Das Verfahren läuft im Hintergrund bereits ziemlich weit, erklärt der Langenhagener Baudezernent Carsten Hettwer. Das Ministerium habe seinen Entwurf vorgelegt. Um es deutlich zu sagen, hielt Hettwer fest, als Kommune und Verwaltung stehen wir ziemlich hilflos daneben.

Die neue Regelung enthält eine Verschärfung der Lärmklassen, sagte ein Flughafensprecher. Das Ministerium begründet das mit technischen Entwicklungen im Luftverkehr hin zu immer leiseren Flugzeugen. Die hätten Spielräume eröffnet, um die einzuhaltenden Lärmgrenzwerte künftig enger als bisher zu fassen.

Der 24-Stunden-Betrieb hat für den Hannover Airport nach dessen Darstellung eine immense wirtschaftliche Bedeutung. Unter Verweis auf ein aktuelles Gutachten schätzen die Betreiber den Umsatzausfall bei einem Nachtflugverbot auf gut 28 Prozent. Darüber hinaus würde in diesem Fall etwa die Hälfte am Flughafen stationierten Flugzeuge abgezogen.

Wir würden einen Verlust von etwa 1,45 Millionen Fluggäste erwarten. Außerdem wären bis zu 2358 Beschäftigungsverhältnisse in der Region Hannover, 1339 auf dem Flughafengelände und 1019 in der restlichen Region gefährdet, heißt es in einer Erklärung des Flughafens. Im Vorjahr verzeichnete der Flughafen in der Zeit zwischen 22.00 und 6.00 Uhr insgesamt 15 869 Starts und Landungen.

Der im Norden der Landeshauptstadt gelegene Flughafen mit seinem 24-Stunden-Betrieb hat 2018 einen Rekordwert von 6,32 Millionen Passagieren abgefertigt. Hannover ist Norddeutschlands einziger Verkehrsflughafen, der rund um die Uhr angeflogen werden kann. Er ist für bis zu 80 Starts und Landungen pro Stunde ausgelegt.

Die Anteilseignerstruktur wurde jüngst neu aufgestellt. Der britische Finanzinvestor Icon Infrastructure hält nun einen 30-Prozent-Anteil. Die restlichen 70 Prozent entfallen zu gleichen Teilen auf die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen. Beliebteste Flugziele sind Palma de Mallorca, München und Antalya. Neu im Plan sind Flüge nach Samos, Thassos und Preveza in Griechenland sowie Zadar in Kroatien.

Es fehlt an Kommunikation und Zeit: Seit gut drei Jahren kümmern sich Patientenfürsprecher in Kliniken um die Anliegen oder Beschwerden von Kranken und deren Angehörigen.

Eine Firma entnahm am Senator-Eggers-Weg zu Testzwecken 4270 Kubikmeter Wasser – dort will die Wohnungsgenossenschaft Heimkehr sechs in die Jahre gekommene Häuser abreißen und 55 neue Wohnungen bauen.

Die Stadt Hannover geht strenger gegen Tabakkonsum vor und nimmt alle Automaten von öffentlichen Gebäuden ab. Laatzen geht noch einen Schritt weiter und verbietet auch Tabakwerbung auf ihren Flächen.