Razzia in Hannover: Drogenboss festgenommen - NDR.de
Hannover und Umgebung: Schlag gegen Drogen-Schmuggler
Schlag gegen die organisierte Kriminalität: Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Mittwochmorgen zeitgleich 57 Wohnungen und ein Café in Hannover und der Region durchsucht und dabei einen mutmaßlichen Drogenboss festgenommen. Der 28-Jährige aus Hannover soll über Jahre mehr als zwei Tonnen Drogen – vorwiegend Marihuana – im Wert von mindestens 2,6 Millionen Euro nach Deutschland geschmuggelt haben. Das teilten Landeskriminalamt (LKA), Zoll, die Zentralen Kriminalinspektion und die Polizeidirektion Hannover gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Hannover mit.

Tonnenweise Drogen kommen in Schnellbooten nach Spanien, von dort werden sie weiter verteilt nach ganz Europa. Die spanische Polizei ist überfordert, wird oft von den Schmugglern einfach abgehängt. Video (05:48 min)

Der 28-Jährige hat die Drogen demnach seit mindestens drei Jahren über niederländische und spanische Kontaktleute nach Deutschland geschmuggelt. Das Rauschgift ließ er sich offenbar an unverdächtig erscheinende Anschriften in Paketen schicken. Sogar die Postanschrift eines Fußballvereins wurde laut Ermittlern genutzt, um die Pakete in Empfang zu nehmen. Abgewickelt habe der 28-Jährige die Geschäfte vorwiegend über ein von seiner Familie betriebenes Café in Hannover-Vahrenheide. Er soll Abnehmer in der Stadt und dem Großraum Hannover beliefert haben.

Neben dem 28-Jährigen gilt ein ebenfalls festgenommener 31-Jähriger aus Neustadt (Region Hannover) als Hauptverdächtiger. Er soll sich um den Weiterverkauf gekümmert haben. Nachdem sich die Männer zerstritten hätten, sei seit Januar jeder geschäftlich eigene Wege gegangen, hieß es weiter von der Polizei. Als weiterer Verkaufshelfer diente ein 24-Jähriger aus Hannover. Auch er sei bei der Durchsuchung festgenommen worden. Darüber hinaus zwei 27 und 28 Jahre alte Abnehmer des Rauschgifts aus Wunstorf (Region Hannover).

Bei der Großrazzia am frühen Mittwochmorgen waren mehr als 450 Beamte aus Niedersachsen im Einsatz. Zeitgleich durchsuchten sie den Angaben zufolge die Objekte in Hannover und der Region, in Nienburg und Südniedersachsen. Insgesamt wurde bei der Razzia nach Behördenangaben Rauschgift in noch unbekannter Menge sichergestellt.

Auf die Spur der Händler kamen die Fahnder nach einem Hinweis aus den Niederlanden. Den dortigen Ermittlern sei aufgefallen, dass sich ein Deutscher regelmäßig mit Rauschgift eindecke. Die Menge der gelieferten Drogen rechneten die Beamten aus der Summe der von Paketdienstleistern angelieferten Sendungen und deren Gewicht hoch.

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Hannover – Mehr als 450 Einsatzkräfte durchsuchten am Mittwochmorgen 57 Wohnungen und ein türkisches Café in Hannover und Umgebung, in Nienburg und Südniedersachsen!

Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen, des Zollfahndungsamts Hannover, der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) der Polizeidirektion Hannover und der Staatsanwaltschaft Hannover nahmen einen 28-jährigen Türken fest, der jahrelang Drogen im Wert von mindestens 2,6 Millionen Euro nach Deutschland eingeführt haben.

Dieser Großeinsatz wurde sehr lange und sehr akribisch vorbereitet. Dafür danke ich allen Beteiligten und freue mich über den gemeinsamen Ermittlungserfolg, so LKA-Vizepräsident Bernd Gründel. Der 28-Jährige soll seit mindestens drei Jahren Drogen mit Hilfe niederländischer und spanischer Lieferkontakte eingeführt und damit Abnehmer unter anderem in der Stadt und im Großraum Hannover beliefert haben. Der Mann ließ sich über verschiedene unverdächtig erscheinende Anschriften das Rauschgift offenkundig in Paketen schicken.

Der Paketbote am Immenbusch (Osdorf) hatte viel zu tun. Schon wieder eine Lieferung aus Spanien – was liefen denn da für Geschäfte…?

Bei einer Razzia in einer Spielhalle im Hamburger Stadtteil St. Georg hat die Polizei vier Menschen festgenommen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass er so mehr als zwei Tonnen Betäubungsmittel (insbesondere Marihuana) eingeführt hat. Seine Rauschgiftgeschäfte soll der 28-Jährige überwiegend über ein von der Familie betriebenes Café in Vahrenheide abgewickelt haben. Selbst die Postanschrift eines Fußballvereins wurde genutzt, um die Drogenpakete in Empfang zu nehmen. Gegen insgesamt fünf Beschuldigte in Hannover und Wunstorf ergingen im Vorfeld des Großeinsatzes Haftbefehle durch das Amtsgericht Hannover. Spezialeinheiten des LKA haben die Beschuldigten festgenommen, sie werden noch heute dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Bei den Durchsuchungen haben die Beamten Beweismaterial sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.