Hannover: SPD nominiert Marc Hansmann für die Wahl des Oberbürgermeisters - DIE WELT
Frieslands Landrat: Wechselt er nach Hannover? Das sagt Sven Ambrosy
Als Niedersachsens Ministerpräsident und SPD-Landesvorsitzender Stephan Weil vor knapp zwei Jahren von der Nachricht überrumpelt wurde, dass seine rot-grüne Koalition wegen des Seitenwechsels der grünen Abgeordneten Elke Twesten keine Mehrheit mehr im Landtag hat, reagierte er blitzschnell.

Noch am selben Tag, alle anderen Parteien sortierten sich noch, kündigte Weil Neuwahlen an, begann aus dem Stand mit dem Wahlkampf – und gewann am Ende deutlich.

Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci nannte Hansmann am Freitag einen hervorragenden Kandidaten. Er sei in Hannover bekannt und mit der Stadt eng verbunden. Hansmann selbst sagte, dass der Wahlkampf kein Spaziergang werde. Sein Vorteil sei, dass er keine klassische Politikerkarriere hinter sich habe. “Genau das brauchen wir jetzt.” Das Rathaus habe eine Führungskrise hinter sich. “Das will ich ändern. Ich bin ein politisch denkender Mensch, der leiten kann.” Als wichtigste Themen nannte er die Bekämpfung von Kinderarmut, Investitionen in Bildung und Wohnungsbau und Klimaschutz. Er selber, sagte er, habe noch nie ein Auto besessen.

Eine Strategie, die der SPD in Niedersachsens Landeshauptstadt jetzt erneut aus der Patsche helfen soll. Zwar hält sich Weil selbst im Hintergrund, zwar brauchten Hannovers Sozialdemokraten zumindest drei Tage, um sich nach Rathaus-Affäre und Rücktritt des Oberbürgermeisters Stefan Schostok zurechtzurütteln. Aber das Prinzip ist das gleiche wie damals. Nicht lange fackeln, sondern gleich loslegen.

Der frühere Finanzdezernent der Stadt Hannover, Marc Hansmann, soll als Kandidat für die Nachfolge von Oberbürgermeister Stefan Schostok antreten. Das hat die SPD Hannover am Mittag bekannt gegeben. Hansmann war zehn Jahre lang Kämmerer der Stadt, bevor er vor zwei Jahren in den Vorstand des kommunalen Energieversorgers Enercity wechselte. Die SPD ist damit die erste Partei, die einen Kandidaten für die OB-Wahl benennt. CDU und Grüne haben sich noch nicht auf einen Kandidaten geeinigt. Bei der FDP könnte der frühere Generalsekretär der Bundespartei Patrick Döring OB-Kandidat werden.

Rücktritt in Hannover: Oberbürgermeister Schostok sitzt an seinem Schreibtisch

An diesem Freitag, weit vor CDU, Grünen, FDP, AfD und allen anderen Parteien haben die Sozialdemokraten ihren Kandidaten für die noch nicht einmal terminierte Neuwahl des Oberbürgermeisters von Hannover vorgestellt: Marc Hansmann, 48, früherer Stadtkämmerer der Landeshauptstadt, derzeit Vorstand beim kommunalen Energieversorger Enercity, soll dafür sorgen, dass die rote Hochburg Hannover weiter sozialdemokratisch geführt wird.

Die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters ist nötig, weil Amtsinhaber Schostok um seine Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand gebeten hat. Hintergrund ist die Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft gegen Schostok, sie wirft ihm Untreue in besonders schwerem Fall vor. Voraussichtlich am 16. Mai kommt der Rat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Drei Viertel aller Mitglieder müssen Schostoks Antrag zustimmen. Am Ende entscheidet die Kommunalaufsicht. Von da an hat die Stadt sechs Monate Zeit, um einen neuen Oberbürgermeister wählen zu lassen.

Der Wahlkampf hat begonnen – und die hiesige SPD, eben noch in größter Bedrängnis, ist den anderen Parteien erst einmal einen Schritt voraus.

Hannovers Oberbürgermeister Schostok beantragt nach Untreue-Vorwürfen die Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand. Innerhalb von sechs Monaten muss nun eine OB-Neuwahl stattfinden. (02.04.2019) mehr

Hansmann, den Weil selbst in seiner Zeit als Oberbürgermeister als Kämmerer in die Stadtführung geholt hatte, ist zwar ein Kandidat mit ordentlich Rathaus-Stallgeruch; einer, der auf den ersten Blick durchaus zu jenem Hannover-Filz gehören könnte, auf dem die Untreue-Affäre erst gedieh. Aber der promovierte Volkswirt hat in der Stadt einen guten Ruf weit über die Grenzen der SPD hinaus.

Nach langem Zaudern hat Hannovers Oberbürgermeister Schostok in einem Statement seinen Amtsverzicht erklärt. (30.04.2019) Vergangene Woche war gegen ihn Anklage wegen Untreue erhoben worden. mehr

Seine Nominierung ist ein Coup, der zumindest zwei Botschaften beinhaltet: Zum einen hat die SPD offensichtlich schon seit einiger Zeit mit einer Neuwahl gerechnet. Zum anderen sollte man sie, zumindest in Hannover, nicht zu früh abschreiben.

Marc Hansmann wird Kandidat der SPD für die Oberbürgermeisterwahl in Hannover. Der ehemalige Stadtkämmerer soll Nachfolger von Stefan Schostok werden, der sein Amt aufgibt. Video (01:57 min)

Marc Hansmann selbst warb bei seiner Vorstellung so für sich: Sein Vorteil sei, dass er keine klassische Politikerkarriere hinter sich habe – genau das brauchen wir jetzt.

Die SPD hat Ex-Kämmerer Marc Hansmann als Nachfolger von Hannovers OB Schostok ins Spiel gebracht. Für den NDR Landespolitik-Experten Thorsten Hapke eine überraschende Wahl.

Sein Förder Stephan Weil lobte die nachgewiesene Kompetenz des Kandidaten, die Maßstäbe für die Personalvorschläge anderer Parteien setze. Hansmann vefüge über innere Unabhängigkeit und einen eigenen Kompass.

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Noch am selben Tag, alle anderen Parteien sortierten sich noch, kündigte Weil Neuwahlen an, begann aus dem Stand mit dem Wahlkampf – und gewann am Ende deutlich.

Oberbürgermeister Stefan Schostok ist am ersten Arbeitstag nach seinem Rücktritt weiter seinen Amtsgeschäften nachgegangen. Unterdessen diskutieren die Parteien über Kandidaten für die Nachfolge.

Eine Strategie, die der SPD in Niedersachsens Landeshauptstadt jetzt erneut aus der Patsche helfen soll. Zwar hält sich Weil selbst im Hintergrund, zwar brauchten Hannovers Sozialdemokraten zumindest drei Tage, um sich nach Rathaus-Affäre und Rücktritt des Oberbürgermeisters Stefan Schostok zurechtzurütteln. Aber das Prinzip ist das gleiche wie damals. Nicht lange fackeln, sondern gleich loslegen.

Hannovers OB tritt zurück Jetzt wackelt die rote Hochburg Anzeige An diesem Freitag, weit vor CDU, Grünen, FDP, AfD und allen anderen Parteien haben die Sozialdemokraten ihren Kandidaten für die noch nicht einmal terminierte Neuwahl des Oberbürgermeisters von Hannover vorgestellt: Marc Hansmann, 48, früherer Stadtkämmerer der Landeshauptstadt, derzeit Vorstand beim kommunalen Energieversorger Enercity, soll dafür sorgen, dass die rote Hochburg Hannover weiter sozialdemokratisch geführt wird.

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Der Wahlkampf hat begonnen – und die hiesige SPD, eben noch in größter Bedrängnis, ist den anderen Parteien erst einmal einen Schritt voraus.

Björn Engholm Die SPD braucht Personen wie Habeck Hansmann, den Weil selbst in seiner Zeit als Oberbürgermeister als Kämmerer in die Stadtführung geholt hatte, ist zwar ein Kandidat mit ordentlich Rathaus-Stallgeruch; einer, der auf den ersten Blick durchaus zu jenem Hannover-Filz gehören könnte, auf dem die Untreue-Affäre erst gedieh. Aber der promovierte Volkswirt hat in der Stadt einen guten Ruf weit über die Grenzen der SPD hinaus.

Seine Nominierung ist ein Coup, der zumindest zwei Botschaften beinhaltet: Zum einen hat die SPD offensichtlich schon seit einiger Zeit mit einer Neuwahl gerechnet. Zum anderen sollte man sie, zumindest in Hannover, nicht zu früh abschreiben.

Marc Hansmann selbst warb bei seiner Vorstellung so für sich: Sein Vorteil sei, dass er keine klassische Politikerkarriere hinter sich habe – genau das brauchen wir jetzt.

Sein Förder Stephan Weil lobte die nachgewiesene Kompetenz des Kandidaten, die Maßstäbe für die Personalvorschläge anderer Parteien setze. Hansmann vefüge über innere Unabhängigkeit und einen eigenen Kompass.

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok ist über die Rathaus-Affäre gestolpert, die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn. Die SPD sucht bereits einen Nachfolger. Auch über den Namen Sven Ambrosy wird spekuliert.

Jever /Hannover Frieslands Landrat Sven Ambrosy (48) wird als Nachfolger von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) gehandelt. Er werte das als Wertschätzung seiner Arbeit, stehe aber nicht für einen Wechsel zur Verfügung, dementierte Ambrosy am Donnerstag, der von den Spekulationen in Medien erfahren hatte.

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Ambrosy ist seit 2003 Landrat des Kreises Friesland. Er kandidiert am 26. Mai für eine dritte Amtszeit. Ich gehe davon aus, dass der Landrat 2026 immer noch Ambrosy heißt, falls ich am 26. Mai gewählt werde, sagte Ambrosy. Bei der Wahl am 26. Mai hat Ambrosy einen Gegenkandidaten, Sebastian Schroeter, der von der Partei Die Partei nominiert wurde. Ambrosy übt in der Region wichtige Funktionen aus: Er ist Vorsteher des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) und Vorsitzender des Bezirksverbandes Oldenburg, ferner ist er Vorsitzender des EWE-Verbandsausschusses.

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