Irritationen wegen neuer geplanter ICE-Trasse - NDR.de
Für Tempo 300: Neue ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld geplant
Die Deutsche Bahn möchte ihre Fahrgäste künftig noch schneller zwischen Berlin und Köln befördern. Dafür plant das Unternehmen eine neue ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld (Nordrhein-Westfalen). Dort sollen dann ICE mit Tempo 300 fahren können. Die Bahn favorisiert eine Trassenführung entlang der Autobahn 2, wie der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU) sagte. Noch in diesem Jahr sollen die Details so weit geplant werden, dass 2020 mit den Gesprächen vor Ort begonnen werden kann. Ein Dialogforum mit Bürgern und Kommunen sei dann im kommenden Jahr vorgesehen, so Ferlemann.

Fahrgäste zwischen Köln und Berlin sollen künftig noch schneller ans Ziel kommen. Die Deutsche Bahn plant eine neue ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld.

Die Planungen der neuen Trasse zwischen Hannover und Bielefeld soll so weit vorangetrieben werden, dass sich nächstes Jahr mit Bürgern und Kommunen beraten werden könne, sagte Ferlemann. Durch die Neuerungen sollen auch Züge zwischen Berlin und Amsterdam schneller werden.Für die Strecke werden bisher Kosten von knapp 1,9 Milliarden Euro veranschlagt. Die Arbeiten sind als wichtig eingeordnet worden, bislang war allerdings nur eine Erhöhung auf Tempo 230 geplant worden. Dafür wäre eventuell nur ein Ausbau der alten Strecke fällig geworden.

Mehrere Kommunen im Landkreis Schaumburg, wo die neue Bahnstrecke verlaufen soll, kritisierten den Vorstoß: Rodenbergs Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla (CDU) sagte NDR 1 Niedersachsen, er sei irritiert über den Vorschlag. Hudalla verwies auf frühere Äußerungen von Ferlemann: So hatte der Bahn-Beauftragte erst vor zwei Wochen gegenüber dem NDR drei mögliche Varianten für eine schnellere Verbindung benannt. Außer einer neuen Trasse an der A2 und einem Neubau am Mittellandkanal nannte er auch einen Ausbau der bestehenden Strecke als Möglichkeit. Hudalla nannte es unmöglich, verschiedene Varianten, die die Region massiv betreffen, nun im Vorübergehen fallen zu lassen. Verärgert zeigte sich auch Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer (SPD): Mit seinen Äußerungen sorge Ferlemann regelmäßig dafür, dass Grundstückseigentümer in Angst und Schrecken versetzt würden, sagte Priemer dem NDR. Auch Nenndorfs Samtgemeinde-Bürgermeister Mike Schmidt (CDU) beklagte, dass die Bürger durch solche Äußerungen verunsichert würden.

Bisher pendelt der ICE stündlich zwischen Köln und Berlin, offiziell in vier Stunden und 40 Minuten. Seit Januar wird jedoch an veralteten Anlagen gearbeitet. So kann auf einigen Abschnitten nur noch Tempo 180 gefahren werden und die Fahrzeit verlängert sich deutlich – auf bis zu sechs Stunden!

Auf der neuen Trasse sollen ICEs statt der bisherigen Fahrzeit von vier Stunden und 40 Minuten nur noch vier Stunden zwischen Berlin und Köln benötigen. Alle 30 Minuten sollen die Fernverkehrszüge dann auf der Ost-West-Achse verkehren; bisher pendelt der ICE stündlich. Ziel der Bahn sei es, mehr Reisende für die Schiene zu gewinnen und weniger an den innerdeutschen Flugverkehr abzugeben, so Ferlemann.

In der Ausbauplanung des Bundes werden für den Ausbau der Strecke knapp 1,9 Milliarden Euro veranschlagt. Vorgesehen war bisher allerdings lediglich eine Erhöhung der Fahrtgeschwindigkeit auf 230 Kilometer pro Stunde. Offen war in diesem Zusammenhang geblieben, ob die bestehende Strecke ausgebaut oder eine neue Trasse von der nordrhein-westfälischen Region PortaWestfalica/Bad Oeynhausen bis nach Hannover gebaut werden soll.

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Der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), verriet: Unser Kernziel ist Berlin-Köln in vier Stunden. Außerdem soll im Halbstundentakt gefahren werden.

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Bei der Deutschen Bahn sind 2018 nach eigenen Angaben im Durchschnitt knapp zehn Fernzüge täglich ersatzlos ausgefallen.

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“Unser Kernziel ist Berlin-Köln in vier Stunden.” Die Bahn will damit mehr Fahrgäste für die schnelle und ökologische Schiene gewinnen und weniger an den innerdeutschen Flugverkehr abgeben. “Heraus kommt nachher ein Halbstundentakt, das ist doch ein Traum für die Gesamtregion.” Bisher pendelt der ICE stündlich zwischen Köln und Berlin und benötigt rund 4 Stunden und 40 Minuten.

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In vier Stunden von Köln nach Berlin: Mit einer neuen Schnellfahrstrecke will die Bahn West- und Ostdeutschland besser verbinden. Und auch vom Bund gibt es offenbar mehr Geld.

Zur Beschleunigung des Bahnverkehrs zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin ist eine neue ICE-Trasse für Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld in der Planung. Bevorzugt werde eine Trassenführung entlang der Autobahn 2, sagte der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), der Deutschen Presse-Agentur.

Für eine schnellere Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin plant die Deutsche Bahn eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Hannover und Bielefeld. Bevorzugt werde eine Trassenführung entlang der Autobahn A2, sagte der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann. Die ICE-Züge sollen dort künftig mit 300 Kilometern pro Stunde fahren können.

 Bislang war allerdings nur eine Erhöhung auf Tempo 230 geplant, wobei die Frage offen gehalten wurde, ob ein Ausbau der bestehenden Strecke reicht oder eine neue Trasse von Porta Westfalica/Bad Oeynhausen bis vor die Tore Hannovers nötig ist.

“Unser Kernziel ist Berlin-Köln in vier Stunden”, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Die Bahn wolle damit mehr Fahrgäste für die schnelle und ökologische Schiene gewinnen und weniger an den innerdeutschen Flugverkehr abgeben. “Heraus kommt nachher ein Halbstundentakt, das ist doch ein Traum für die Gesamtregion.” Bisher pendelt der ICE stündlich zwischen Köln und Berlin und benötigt oft mehr als viereinhalb Stunden.

Es soll eine neue ICE-Trasse für Tempo 300 auf der Strecke von Hannover nach Bielefeld geben. Die Deutsche Bahn will damit die Fahrtzeit zwischen Berlin und Köln verkürzen und neue Fahrgäste gewinnen. 

In der Ausbauplanung des Bundes befindet sich die Strecke mit veranschlagten Kosten von knapp 1,9 Milliarden Euro im vordringlichen Bedarf. Bislang war allerdings nur eine Erhöhung auf Tempo 230 geplant, wobei die Frage offengehalten wurde, ob ein Ausbau der bestehenden Strecke reicht oder eine neue Trasse von Porta Westfalica/Bad Oeynhausen bis vor die Tore Hannovers nötig ist.

Ein ICE befährt die Bahnstrecke Bielefeld-Hannover: Um den Bahnverkehr zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin zu beschleunigen, ist eine neue ICE-Trasse in Planung. (Quelle: Holger Hollemann/dpa)

Die Planungen für die neue Trasse zwischen Hannover und Bielefeld sollten in diesem Jahr so weit vorangetrieben werden, dass im kommenden Jahr bei einem Dialogforum mit Bürgern und Kommunen über eine Vorzugsvariante beraten werden könne, sagte Ferlemann. Auch die Züge zwischen Berlin und Amsterdam sollen dadurch schneller werden.

Unterdessen wird bekannt, dass die Bahn für Reparatur- und Ausbauarbeiten am Schienennetz in Deutschland offenbar deutlich mehr Geld erhalten soll. Die Große Koalition habe sich im Rahmen der Verhandlungen über den Bundeshaushalt darauf geeinigt, dass der Bund ab dem Jahr 2020 jährlich eine Milliarde Euro zusätzlich für den Erhalt und Ausbau der Schienenwege zur Verfügung stellen wird, berichtete die Zeitung “Die Welt” unter Berufung auf Regierungskreise.

Insgesamt fehlen dem Staatskonzern für Schienen, Züge und Personal jedoch mehrere Millionen Euro. Deshalb und wegen Problemen im Tagesgeschäft wie Unpünktlichkeit steht der Konzern seit Wochen in der Kritik. Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) und die Bahn-Spitze sind bereits zu mehreren Krisentreffen zusammengekommen.