Hannover: Bahn plant neue ICE-Trasse für Tempo 300 - NDR.de
Für Tempo 300: Neue ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld geplant
Die Deutsche Bahn möchte ihre Fahrgäste künftig noch schneller zwischen Berlin und Köln befördern. Dafür plant das Unternehmen eine neue ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld (Nordrhein-Westfalen). Dort sollen dann ICE mit Tempo 300 fahren können. Die Bahn favorisiert eine Trassenführung entlang der Autobahn 2, wie der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU) sagte. Noch in diesem Jahr sollen die Details so weit geplant werden, dass 2020 mit den Gesprächen vor Ort begonnen werden kann. Ein Dialogforum mit Bürgern und Kommunen sei dann im kommenden Jahr vorgesehen, so Ferlemann.

Wegen Brückenarbeiten fallen täglich rund 350 Zugverbindungen am Hauptbahnhof Hannover aus. Unterdessen kündigt die Bahn die Sperrung der Strecke Hannover-Göttingen für 2019 an. Video (02:05 min)

Deutsche Bahn plant ICE-Trasse: Von Berlin nach Köln in vier Stunden!

Auf der neuen Trasse sollen ICEs statt der bisherigen Fahrzeit von vier Stunden und 40 Minuten nur noch vier Stunden zwischen Berlin und Köln benötigen. Alle 30 Minuten sollen die Fernverkehrszüge dann auf der Ost-West-Achse verkehren; bisher pendelt der ICE stündlich. Ziel der Bahn sei es, mehr Reisende für die Schiene zu gewinnen und weniger an den innerdeutschen Flugverkehr abzugeben, so Ferlemann.

Bisher pendelt der ICE stündlich zwischen Köln und Berlin, offiziell in vier Stunden und 40 Minuten. Seit Januar wird jedoch an veralteten Anlagen gearbeitet. So kann auf einigen Abschnitten nur noch Tempo 180 gefahren werden und die Fahrzeit verlängert sich deutlich – auf bis zu sechs Stunden!

In der Ausbauplanung des Bundes werden für den Ausbau der Strecke knapp 1,9 Milliarden Euro veranschlagt. Vorgesehen war bisher allerdings lediglich eine Erhöhung der Fahrtgeschwindigkeit auf 230 Kilometer pro Stunde. Offen war in diesem Zusammenhang geblieben, ob die bestehende Strecke ausgebaut oder eine neue Trasse von der nordrhein-westfälischen Region PortaWestfalica/Bad Oeynhausen bis nach Hannover gebaut werden soll.

Durch die neue Strecke sollen sich mehr Fahrgäste für den ökologisch sinnvollen Zug entscheiden, statt das Flugzeug zu nehmen. Billig-Airlines rufen zwischen Köln und Berlin Preise unter 20 Euro auf, Zug-Tickets sind meist deutlich teurer.

Anstelle des geplanten Ausbaus der Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover macht sich Lüneburg für einen Neubau stark. Ein Ausbau sei nicht ausreichend, glaubt der Oberbürgermeister. (28.02.2019) mehr

Die Bahn plant eine neue ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld: Die Strecke könnte dann mit 300 km/h befahren werden, Züge zwischen dem Rheinland und Berlin wären deutlich schneller am Ziel.

Die Bahnverbindung von Hannover nach Göttingen wird im kommenden Jahr für mehrere Monate gesperrt. Grund sind Sanierungsarbeiten – die Fahrtzeiten verlängern sich deutlich. (02.10.2018) mehr

Der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann (CDU), verriet: Unser Kernziel ist Berlin-Köln in vier Stunden. Außerdem soll im Halbstundentakt gefahren werden.

Diskussionen über den Diesel lenken nur vom eigentlichen Problem der deutschen Verkehrspolitik ab: dem Fokus auf den Autoverkehr. Jürgen Webermann fordert mehr Investitionen in die Schiene. (02.10.2018) mehr

Bei der Deutschen Bahn sind 2018 nach eigenen Angaben im Durchschnitt knapp zehn Fernzüge täglich ersatzlos ausgefallen.

In vier Stunden von Köln nach Berlin: Mit einer neuen Schnellfahrstrecke will die Bahn West- und Ostdeutschland besser verbinden. Und auch vom Bund gibt es offenbar mehr Geld.

Für eine schnellere Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin plant die Deutsche Bahn eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Hannover und Bielefeld. Bevorzugt werde eine Trassenführung entlang der Autobahn A2, sagte der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann. Die ICE-Züge sollen dort künftig mit 300 Kilometern pro Stunde fahren können.

“Unser Kernziel ist Berlin-Köln in vier Stunden”, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Die Bahn wolle damit mehr Fahrgäste für die schnelle und ökologische Schiene gewinnen und weniger an den innerdeutschen Flugverkehr abgeben. “Heraus kommt nachher ein Halbstundentakt, das ist doch ein Traum für die Gesamtregion.” Bisher pendelt der ICE stündlich zwischen Köln und Berlin und benötigt oft mehr als viereinhalb Stunden.

In der Ausbauplanung des Bundes befindet sich die Strecke mit veranschlagten Kosten von knapp 1,9 Milliarden Euro im vordringlichen Bedarf. Bislang war allerdings nur eine Erhöhung auf Tempo 230 geplant, wobei die Frage offengehalten wurde, ob ein Ausbau der bestehenden Strecke reicht oder eine neue Trasse von Porta Westfalica/Bad Oeynhausen bis vor die Tore Hannovers nötig ist.

Die Planungen für die neue Trasse zwischen Hannover und Bielefeld sollten in diesem Jahr so weit vorangetrieben werden, dass im kommenden Jahr bei einem Dialogforum mit Bürgern und Kommunen über eine Vorzugsvariante beraten werden könne, sagte Ferlemann. Auch die Züge zwischen Berlin und Amsterdam sollen dadurch schneller werden.

Unterdessen wird bekannt, dass die Bahn für Reparatur- und Ausbauarbeiten am Schienennetz in Deutschland offenbar deutlich mehr Geld erhalten soll. Die Große Koalition habe sich im Rahmen der Verhandlungen über den Bundeshaushalt darauf geeinigt, dass der Bund ab dem Jahr 2020 jährlich eine Milliarde Euro zusätzlich für den Erhalt und Ausbau der Schienenwege zur Verfügung stellen wird, berichtete die Zeitung “Die Welt” unter Berufung auf Regierungskreise.

Insgesamt fehlen dem Staatskonzern für Schienen, Züge und Personal jedoch mehrere Millionen Euro. Deshalb und wegen Problemen im Tagesgeschäft wie Unpünktlichkeit steht der Konzern seit Wochen in der Kritik. Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) und die Bahn-Spitze sind bereits zu mehreren Krisentreffen zusammengekommen.