Die schnellsten Torschützen von Hannover 96: Ein paar Sekunden nach dem ...
Bundesliga: Bobby Wood (Hannover 96) schreibt mit Blitz-Tor Geschichte
Am Ende war es nicht mehr als eine Randnotiz an einem am Ende gebrauchten Sonntagabend. Mit 1:4 unterlag Hannover 96 bei Borussia Mönchengladbach – obwohl Bobby Wood nach gerade einmal 22 Sekunden die Führung für die Niedersachsen markiert und hannoversche Bundesligageschichte geschrieben hatte.

Ein schnelleres Tor haben die Roten seit Beginn der Datenaufzeichnung in der höchsten deutschen Klasse noch nie erzielt. In der laufenden Bundesliga-Saison markierte Woods Treffer ebenfalls den frühesten Einschlag. Kein Gladbacher Spieler hatte den Ball berührt, als Rückkehrer Niclas Füllkrug einen langen Ball von Josip Elez per Kopf in den Lauf von Wood gelegt hatte, der Fohlen-Schlussmann Yann Sommer anschließend tunnelte. Das frühe 0:1 – und kein Zufall, wenn man Trainer André Breitenreiter Glauben schenken will.

Auch wenn es am Ende nichts einbrachte: Der Start für Hannover 96 bei Borussia Mönchengladbach verlief nach Maß: Gerade einmal 22 Sekunden waren gespielt, als US-Nationalspieler Bobby Wood zum zwischenzeitlichen 1:0 für die Breitenreiter-Elf.

“Das war eine Situation, die wir einstudiert hatten. Wir wollten in die Halbräume auf der Seite von Elvedi kommen und dann hineinstoßen”, erklärte Breitenreiter bei “Sky” und konstatierte: “Das war ein klasse Tor.” Allerdings eines, das am Ende nicht viel half. Gerade einmal sechs Minuten später glich Mönchengladbach aus und beherrschte Hannover spätestens im zweiten Durchgang beinahe nach Belieben. Am Ende stand das 19. Auswärtsspiel in Folge ohne Sieg für Hannover, der letzte Erfolg vor fremdem Publikum datiert noch aus dem Oktober 2017 (2:1 in Augsburg).

Bobby Wood schoss Hannover 96 mit seinem Blitztor in Gladbach bereits nach 22 Sekunden in Front. Damit trägt er sich in die Liste der schnellsten 96-Torschützen ein. Es liegen aber durchaus noch Spieler vor ihm.

“Auch Auswärtspunkte gehören dazu, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen”, so Breitenreiter. “Aber wenn wir solche Fehler machen, haben wir es schwer, Spiele zu gewinnen.” Damit sprach er vor allen Dingen den Treffer zum 2:1 kurz vor dem Halbzeitpfiff an, als Elez und vor allem Schlussmann Michael Esser nach einem an sich harmlosen Steilpass viel zu zögerlich agiert und Gladbachs Michael Lang so den Führungstreffer ermöglicht hatten. “Das Tor fällt aus dem Nichts, das darf nicht passieren”, kritisierte Hannovers Coach.

Das war verdammt schnell. Allerdings war der Wood-Treffer bei Weitem nicht das schnellste Tor, das Hannover 96 nach dem Anstoß erzielte …

Einen Grund für die vor allem im zweiten Durchgang maue Vorstellung seines Teams sah Breitenreiter auch in der üppig bestückten Verletztenliste der Hannoveraner, die sich während der Länderspielpause um die Leistungsträger Walace (Streptokokken-Infekt) und Ihlas Bebou (Sehnenteilriss im Oberschenkel) erweitert hatte. “Man hat gesehen, dass wir unsere Ausfälle nicht kompensieren konnten.” Zumindest im Fall von Bebou wird genau das beim kommenden Heimspiel gegen Hertha BSC am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) aber nötig sein, der Togolese wird wohl die restliche Hinrunde ausfallen.

Ein mögliches Problem für den Auftritt gegen die Hauptstädter: In Noah Joel Sarenren Bazee musste ein möglicher Ersatz auf dem offensiven Flügel am Sonntagabend nach einem heftigen Zusammenprall mit Matthias Ginter benommen ausgewechselt werden, eine Diagnose steht noch aus. Womöglich muss Breitenreiter also personell weiter improvisieren.

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Beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 wird Bundeliga-Geschichte geschrieben. Verantwortlich dafür ist Bobby Wood mit einem Blitztor.

Hannovers Bobby Wood hat mit seinem Führungstreffer gegen Borussia Mönchengladbach Bundesliga-Geschichte geschrieben.

Denn sein Blitztor nach 22 Sekunden war der dritte Treffer am 12. Spieltag, der innerhalb der ersten 60 Sekunden fiel – das hatte es in der Bundesliga an einem Spieltag zuvor noch nie gegeben.

Während Wood noch in der ersten halben Minute traf, brachte Hoffenheims Kerem Demirday seine TSG nach 44 Sekunden in Berlin in Führung.

In Augsburg dauerte es dagegen immerhin 53 Sekunden, ehe Eintracht Frankfurts Jonathan de Guzman die Gäste in Führung schoss.