Wolfsburgs Neuzugang Klaus hofft auf Comeback gegen Hannover
VfL Wolfsburg: Klaus will endlich spielen
Lange wird es wohl nicht mehr dauern, dann wird Felix Klaus erstmals das Trikot des VfL Wolfsburg tragen. Der Sommerneuzugang, nach einer Schambeinverletzung inklusive Operation lange außer Gefecht, trainiert wieder voll mit der Mannschaft. Und brennt auf sein Comeback – vielleicht schon am Freitag gegen den Ex-Klub?

Sein letztes Bundesligaspiel liegt lange zurück. Am 14. April war es, Hannover holte damals ein 1:1 in Stuttgart. Anschließend pausierte Felix Klaus gelbgesperrt und stand 96 in den letzten drei Saisonspielen wegen einer Adduktorenverletzung nicht mehr zur Verfügung. Nicht besser wurde es nach seinem Wechsel nach Wolfsburg. Ein stechender Schmerz gleich zu Vorbereitungsbeginn, eine letztlich unumgängliche Schambeinoperation folgte. Klaus, der Neuzugang, direkt im Krankenstand. Nach mehr als einem halben Jahr des Zusehens brennt der Offensivmann auf sein Comeback. “Am liebsten”, sagt er, “wäre ich schon gegen Hannover im Kader.”

Bis dato machte ihm die Diagnose Schambeinentzündung zu schaffen, eigentlich eine Verletzung, die in Folge längerer Überbelastung auftreten kann. Klaus machte im Training eine falsche Bewegung. Es war ein Stechen, ein kurzer Schmerz, wie ein Messer, das man reinbekommen hat, erklärt er, ich wusste sofort, dass irgendwas nicht stimmt. Dass an so einer Stelle etwas sein kann, kannte ich auch nicht, aber es gibt immer Verletzungen, von denen man vorher nicht gehört hat. Eine Operation Mitte August war unumgänglich – und der Eingriff zahlte sich aus.

VfL Wolfsburg: Klaus will gegen Hannover 96 schon im Kader stehen

Das Wiedersehen mit 96. Wird es auch die Klaus-Rückkehr auf den Bundesligarasen? Während Trainer Bruno Labbadia noch bremst (“Wir müssen zusehen, dass wir ihn auf den Stand bringen, dass er mithalten kann”), ist der Spieler voller Tatendrang, er träumt von einem Einsatz gegen den Ex-Klub. “15 Minuten traue ich mir locker zu.” Mit der Mannschaft trainiert er mittlerweile wieder, die Schmerzen am Schambein sind weg. “Es war ein Stechen im unteren Bauchbereich, ein kurzer Schmerz, wie ein Messer, das man reingestochen bekommt. Am Anfang konnte ich nicht mal mehr aus dem Bett aufstehen.”

Klar scheint: Spätestens nach der Länderspielpause dürfte Klaus zurück sein, schon beim Testspiel am 15. November gegen den SC Paderborn ist ein 90-Minuten-Einsatz des Drei-Millionen-Euro-Einkaufs aus Hannover angedacht. Klaus Startschuss wird beim VfL ohnehin sehnlichst erwartet. Für den rechten Offensivflügel ist der 26-Jährige eingeplant. Dort, wo die Niedersachsen so ihre Probleme haben. Der Sommertransfer von Maxwel Cornet (Olympique Lyon) hatte sich im letzten Augenblick zerschlagen. Renato Steffen startete gut in die Saison, ließ zuletzt aber wieder Konstanz in seinen Leistungen vermissen. Admir Mehmedi fühlt sich in zentraler Rolle wohler. Und Jakub Blaszczykowski, immer wieder von Rückenproblemen geplagt, spielt sportlich bislang keine Rolle. Das führte dazu, dass mit John Yeboah bereits ein Großtalent aus dem eigenen Nachwuchs hochgezogen wurde. Und nun kommt Klaus. Vielleicht schon am Freitagabend? “Hannover war meine schönste Station bisher. Es wäre ein Riesenereignis für mich, dort schon im Kader zu stehen.”

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Bei 96, für die der Neu-Wolfsburger drei Jahre gespielt hatte, erlebte er seine schönste Station. Klaus: Ich habe den Aufstieg miterlebt, das sind nur 45 Autominuten von hier entfernt, ich sehe die Jungs öfter. Philipp Tschauner, Marvin Bakalorz, Oliver Sorg oder Ihlas Bebou. Und: Es wäre schön, noch mal gegen Breite zu spielen. Er meint Hannovers Coach und Ex-Wolfsburger Andre Breitenreiter.

2013 mit Fürth, 2015 mit Freiburg, 2016 mit Hannover 96 – Fußballprofi Felix Klaus musste in seinen vergangenen fünf Karriere-Jahren dreimal einen Abstieg aus der Bundesliga verkraften. Im Sommer 2018 wäre indirekt beinahe der vierte dazu gekommen: Der Klaus-Wechsel von Hannover 96 zum VfL Wolfsburg war längst in trockenen Tüchern, fraglich war jedoch, ob die “Wölfe” in der Liga bleiben würden. Erst in der Relegation gegen Kiel sicherte sich der VfL die Erstklassigkeit – und damit auch seinem Neuzugang.

Ohnehin musste ihn Bruno Labbadia bei seinen Comeback-Plänen hier und da bremsen, nachdem er keine Schmerzen mehr verspürte. Ich habe mit dem Trainer geredet, dass ich zwei, drei Wochen überspringen kann, aber der Arzt hat mir das immer verboten, sagt er. Wie gut seine Chancen tatsächlich stehen für den Freitag? Ich lasse es einfach auf mich zukommen, ich will die Woche jetzt Gas geben.

Aufgelaufen ist der gebürtige Osnabrücker allerdings für seinen neuen Club noch nicht – der 26-Jährige verletzte sich in der Vorbereitung am Bauchmuskel und musste operiert werden. Rechtzeitig zum Duell bei seinem Ex-Club Hannover am Freitagabend (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) ist der Offensivmann wieder fit und hofft zumindest auf einen Kaderplatz.

Klaus brennt auf sein Debüt für den VfL: Nach dem Einstieg ins Mannschaftstraining vergangene Woche, spulte er auch das Spielersatztraining nach der Partie gegen Borussia Dortmund (0:1) problemlos ab: “Da waren richtig Power, Zweikämpfe und viele Abschlüsse drin, das lief alles ohne Probleme. Meine Pulswerte sind super, deswegen bin ich kurz vorm Start”, sagte der VfL-Profi bei “sportbuzzer.de”. Ein Einsatz gegen Hannover wäre für ihn ein “Riesenereignis”. Für die Niedersachsen lief Klaus zwischen 2015 und 2018 in 76 Erst- und Zweitligapartien auf und erzielte dabei elf Tore. Gleichwohl bleibt er zurückhaltend: “Ich weiß nicht, ob das zu früh ist, da muss man abwarten. 15 Minuten traue ich mir aber locker zu. Wenn der Trainer sagt, er will nichts riskieren, kann ich das voll verstehen.” VfL-Coach Bruno Labbadia sieht Klaus “weiter als zunächst prognostiziert”, wirbt aber noch um Geduld: “Er muss natürlich viel nachholen, aber soll jetzt wirklich sukzessive eingebaut werden in die Mannschaft.”

Nach seiner langwierigen Verletzung meldet sich Felix Klaus fit zurück. Am liebsten würde er schon gegen seinen Ex-Klub 15 Minuten spielen, überlässt die Entscheidung aber Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia.

KIaus ist ein Mann für die rechte Außenbahn. Nach seiner Verletzung im Sommer suchten die “Wölfe” noch Ersatz – die geplante Verpflichtung des Ivorers Maxwel Cornet scheiterte jedoch. Seitdem tüftelt Labbadia an der Idealbesetzung für die Position und wurde dabei weder von Renato Steffen, Daniel Ginczek, Admir Mehmedi oder Yannick Gerhardt überzeugt. In Jakub Blaszczykowski, der mit einem Wechsel in seine polnische Heimat liebäugelt, scheint ein weiterer Klaus-Konkurrent aus dem Rennen. Jetzt liegt es am 26-Jährigen selbst, dem Trainer Argumente zu liefern. Klaus gibt sich jedenfalls selbstbewusst: “Ich sehe das auch so und will den Platz erobern.”

Sein Weg in den Profifußball war ein besonderer: Renato Steffen weiß zu schätzen, dass er sein Hobby zum Beruf machen durfte. Der sympathische Sportclub-Auftritt des Wolfsburger Flügelflitzers.