Eintracht Frankfurt besiegt Hannover 96
FC Augsburg: Finnbogason schießt SC Freiburg beim 4:1 ab
Der FC Augsburg hat zum Abschluss des sechsten Spieltags den ersten Heimsieg in der neuen Saison gefeiert: Die Fuggerstädter schlugen den SC Freiburg hochverdient mit 4:1. Ein traumhaftes Comeback feierte dabei Angreifer Finnbogason, der eines seiner drei Tore per Hacke erzielte.

Augsburgs Trainer Manuel Baum stellte seine Mannschaft nach dem überraschenden 1:1 beim FC Bayern auf drei Positionen um: Schmid und Richter begannen für Framberger und Moravek. Jubel brandete auf, weil Finnbogason nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte (letztmals am 34. Spieltag der Vorsaison am Ball), für ihn musste Hahn weichen.

Augsburg – Freiburg 4:1: Dreierpack! Finnbogason schießt Freiburg ab

Freiburgs Coach Christian Streich nahm im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Schalke zwei Veränderungen vor: Lienhart begann für Kübler (Schlag auf die Schläfe), Frantz kehrte nach seiner Wadenblessur zurück und ersetzte Petersen (Schultereckgelenksprellung).

Von Beginn an machten die Hausherren mächtig Druck, während der Gast aus dem Breisgau zu keinem Zeitpunkt im ersten Abschnitt wirklich Zugriff bekam. Nach vier Minuten probierte es Caiuby aus der Drehung, fand aber wie neun Zeigerumdrehungen später mit einem Distanzschuss seinen Meister in Schwolow. Der Freiburger Schlussmann rückte kurz darauf wieder ins Zentrum, als er mit einem überragenden Fuß-Reflex Richter das 1:0 verwehrte (18.). Dieses gabs dann allerdings eine Minute später: Richter flankte unbedrängt an den zweiten Pfosten, wo Caiuby angeflogen kam und wuchtig einköpfte.

Finnbogason nach dem Spiel: Das ist Wahnsinn, das ist schwer zu beschreiben. Ich hatte mich einfach gefreut, dass ich wieder auf dem Platz stehe. Aber es dauert noch, bis ich wieder auf meinem höchsten Niveau bin.

In der Folge blieb Freiburg passiv und im letzten Drittel zu brav. So war es nur eine Frage der Zeit, ehe der zweite Augsburger Treffer fallen würde: Der aufgerückte Gouweleeuw fand mit einer flache Flanke Finnbogason, der per Hacke (!) ins lange Eck vollendete – 2:0 (34.). Sein gelungenes Comeback hätte sich der Isländer schon vor der Pause fast noch mehr versüßt, doch sein Schlenzer flog links vorbei (45.+1).

Bundesliga, 6. Spieltag Hertha – Bayern 2:0 (2:0)   Nürnberg – Düsseldorf 3:0 (1:0)   Schalke – Mainz 1:0 (1:0)   Stuttgart – Bremen 2:1 (1:0)   Wolfsburg – Gladbach 2:2 (1:1)   Hoffenheim – Leipzig 1:2 (0:0)   Leverkusen – Dortmund 2:4 (2:0)   Frankfurt – Hannover 4:1 (2:0)   Augsburg – Freiburg 4:1 (2:0) Die aktuelle Tabelle Mit dem Seitenwechsel tauschte Streich doppelt, er brachte Waldschmidt und Gondorf für Terrazzino und Lienhart. Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Gregoritsch direkt das 3:0 auf dem Fuß, doch Schwolow fischte den frechen Heber aus dem langen Eck (46.). Aus dem Nichts stand es dann allerdings plötzlich nur noch 1:2, weil Gouweleeuw vor der Linie nicht klären konnte und Hinteregger Schmid anschoss (49.).

19. Minute: Flanke Richter, Caiuby rauscht heran und köpft den Ball rein. Erstes Saison-Tor für den Brasilianer, der noch am Freitag auf dem Oktoberfest feierte.

In der Folge wurde die Partie mehr und mehr zu einem offenen Schlagabtausch, wobei Gregoritsch und Günter binnen zwei Minuten Großchancen liegen ließen (62., 64.). Kurz darauf verursachte Heintz einen Foulelfmeter, weil er zu plump in den Zweikampf mit Finnbogason ging: Der Isländer trat selbst an und verwandelt kühl – 3:1 (68.).

In den letzten 20 Minuten wogte das Geschehen nochmal hin und her. Erst zischte Schmids Volley links am Pfosten vorbei, dann scheiterte Joker Kleindienst auf Freiburger Seite am glänzend reagierenden Luthe (73., 77.). Das letzte Wort gehörte dem Mann des Abends: Der eingewechselte Hahn fand Finnbogason, der nur den linken Fuß hinhalten musste – 4:1 (83.). Bei diesem Resultat sollte es letztlich bleiben, für Augsburg war es der erste Dreier vor heimischem Publikum in dieser Saison.

Vor einem Jahr brach er sich die Kniescheibe, fiel neun Monate verletzt aus. Jetzt ist Torjäger Florian Niederlechner endlich zurück.

Nachlegen will der FCA am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim schweren Gang nach Dortmund. Freiburg empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) Leverkusen.

Caiuby und die Wiesn: Da war doch was. Letztes Jahr wurde er – wohl auf dem Heimweg vom Oktoberfest – beim Schwarzfahren erwischt.

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68. Minute: Finnbogason nimmt den Kontakt von SC-Verteidiger Heintz an. Den fälligen Elfmeter verwandelt der Isländer gleich selbst.

Alfred Finnbogason: Der Isländer vollstreckte die Augsburger Chancen gegen Freiburg eiskalt. (Quelle: Sven Simon/imago)

4:1 gegen Freiburg, erster Heimsieg für den FCA – dank Caiuby und Finnbogason! Beide Torschützen haben ihre spezielle Geschichte.

Der FC Augsburg triumphiert zum Abschluss des 6. Spieltags nach einer starken Leistung gegen den SC Freiburg. Mann des Tages: der überragende Alfred Finnbogason.

Was für ein Comeback! Angreifer Alfred Finnbogason hat dem FC Augsburg bei seinem Saisondebüt mit einem Dreierpack den ersten Heimsieg seit April beschert. Die Schwaben setzten sich dank ihres neuen Rekord-Torjägers fünf Tage nach dem überraschenden Remis beim FC Bayern 4:1 (2:0) gegen den SC Freiburg durch und zogen in der Tabelle an den Breisgauern vorbei.

TM-Community Alle Themen rund um Freiburg Ins SC-Forum Nur wenige Sekunden nach der Pause musste Schwolow die Freiburger erneut retten: Einen gefühlvollen Distanzschuss von Michael Gregoritsch klärte er zur Ecke. Kurz darauf verkürzten die Gäste: Der zur Pause eingewechselte Luca Waldschmidt schoss beherzt, FCA-Torwart Andreas Luthe wehrte ab. Bei der anschließenden Konfusion im Augsburger Strafraum schoss Martin Hinteregger bei einer Rettungsaktion auf der Linie Teamkollege Schmid an – Eigentor. Freiburg war zurück im Spiel.

Das Spiel wurde allerdings von einem Zwischenfall überschattet. Ein Fan in Block Z der WWK Arena gegenüber der FCA-Kurve musste nach einem Herzstillstand reanimiert und ins Krankenhaus gebracht werden. Die Anhänger beider Lager stellten deshalb von der 25. bis zur 57. Minute ihre Gesänge ein.

Finnbogasons Saisondebüt nach einer Achillessehnenentzündung war von den Augsburger Fans herbeigesehnt worden. „Er brennt lichterloh“, sagte FCA-Trainer Baum vor dem Anpfiff bei „Sky“. Das stimmte. Der Angreifer rackerte, war präsent in der Spitze und kam mehrfach zum Abschluss. Höhepunkt des Comebacks war sein Hackentreffer nach einer präzisen Hereingabe von Innenverteidiger Goouweleeuw zum 2:0. Beim Elfmeter übernahm der Isländer zudem Verantwortung.

Noch vor dem Notarzteinsatz hatte der äußerst umtriebige Caiuby (19.) die vor allem in der ersten Halbzeit wesentlich bissigeren und spielerisch überlegenen Augsburger in Führung gebracht. Rückkehrer Finnbogason erhöhte vor 26.488 Zuschauern per Traumtor mit der Hacke (34.). Nach dem Slapstick-Eigentor des früheren Freiburgers Jonathan Schmid (49.) sorgte Finnbogason per Foulelfmeter (68.) für die Entscheidung, in der 82. Minute erzielte er den Endstand.

Für registrierte User Hier jeweils nach Spielende die Bundesliga-Profis benoten Zur Notenvergabe Caiuby erzielte vor 26.488 Zuschauern in der Augsburger WWK Arena das erste FCA-Tor (19.). Das Team von Trainer Manuel Baum zog in der Tabelle mit acht Punkten an den zuvor dreimal punktenden Freiburgern (7) vorbei. Die Gäste fanden durch ein Slapstick-Eigentor von Jonathan Schmid vorübergehend ins Spiel zurück (49.).

Freiburgs Höfler (l.) spricht mit Gegenspieler Baier und Schiedsrichter Kampka: Immer wieder gab es in der umkämpften Partie hitzige Diskussionen. (Quelle: Eibner/imago)

Die Augsburger Dominanz war dahin. Rani Khedira warf sich kurz vor der Torlinie in einen Schuss von Christian Günter und verhinderte mit dem beherzten Körpereinsatz den Ausgleich. Auch nach Finnbogasons zweitem Treffer gab Freiburg nicht auf. Luthe verhinderte mit einer Fußabwehr gegen den eingewechselten Tim Kleindienst neue Spannung. Den Schlusspunkt setzte aber Finnbogason auf Vorlage von André Hahn.

Mit seinem dritten Dreierpack in der Bundesliga löste Finnbogason (25 Tore) zudem Tobias Werner als Augsburger Bundesliga-Rekordtorschütze ab. Der Isländer, der wegen einer hartnäckigen Entzündung an der Patellasehne gefehlt hatte, verhagelte Freiburg nach zwei Siegen eine perfekte englische Woche.

Erst verlängerte Finnbogason eine Hereingabe von Jeffrey Gouweleeuw in der 34. Spielminute listig mit der Hacke zum 2:0 ins Tor. Dann verwandelte der 29-Jährige einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter in der 68. Minute zum vorentscheidenden 3:1. Und als Zugabe legte er noch das 4:1 nach (83.). In der vergangenen Saison hatte Finnbogason beim 3:3 gegen Freiburg ebenfalls dreimal getroffen.

Allerdings bestritt der SC die Begegnung nicht in Top-Besetzung. Torjäger Nils Petersen fiel wegen seiner Schultereckgelenkprellung aus. Mit Lukas Kübler und Pascal Stenzel fehlten zudem beide etatmäßigen Rechtsverteidiger, weshalb Philipp Lienhart erstmals in der Bundesliga auf dieser Position ran musste. Augsburg hatte Lienharts Seite schnell als Schwachstelle ausgemacht.

Beim grandiosen Comeback von Dreifach-Torschütze Alfred Finnbogason (Foto) hat der FC Augsburg gegen einen lange matten SC Freiburg den ersten Heimsieg der Saison gefeiert. Der Isländer war beim 4:1 (2:0) am Sonntagabend zum Abschluss des 8. Spieltags der Fußball-Bundesliga auf Anhieb der umjubelte Matchwinner.

Die Führung fiel allerdings nach einer Ecke von links: Der agile Marco Richter konnte ungehindert flanken und Caiuby, der zuvor bereits zwei Chancen vergeben hatte (4., 15.), köpfte ein.

90' Das ist mal 'ne Ansage für den ersten HEIMSIEG! Danke für den geilen Abend, Männer! #fcascf 4:1 pic.twitter.com/2OJmGnfacR

Das 2:0 entstand dann über Augsburgs rechte Angriffsseite: Nach der Hereingabe von Jeffrey Gouweleeuw war der bis dahin völlig abgemeldete Finnbogason am Fünfmeterraum zur Stelle und verwertete gekonnt.

Augsburg war Freiburg in der ersten Halbzeit in allen Belangen überlegen. SC-Coach Christian Streich nahm mit Wiederbeginn den überforderten Lienhart sowie Marco Terrazzino vom Platz und stellte auf Dreierkette um. Der gute Torhüter Alexander Schwolow hielt Freiburg gegen Michael Gregoritsch im Spiel (46.).

Streichs Maßnahmen zeigten aber Wirkung: Die Gäste spielten jetzt endlich mit. Nach einem Fehler von Rani Khedira brachte Martin Hinteregger Freiburg zurück ins Spiel, als er Kollege Schmid bei seinem Rettungsversuch anschoss. Khedira verhinderte gegen Christian Günter den Ausgleich (64.). Dann schlug der von Günter gefoulte Finnbogason vom Punkt zu und legte noch seinen dritten Treffer nach.

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